Mitternachtsspitzen
Gelassen zu sein bedeutet, losgelassen zu haben.

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gemeldet am: 11.08.2017 09:51

HAPPY BIRTHDAY TO ME!

„Was du heut´ nicht willst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen!“ Ich weiß, das Sprichwort heißt anders; nur diese Lesart entspricht mir persönlich mehr. Ich gehöre zu denen, die bestimmte Angelegenheiten gern hinauszögern – in der Hoffnung, dass die sich irgendwann von selbst erledigen. Aussitzen nannte es unser Altkanzler Kohl, und manchmal funktioniert das auch prächtig. Es gibt aber Dinge, die sollte man besser nicht auf die lange Bank schieben, sondern bald tun, wenn einem die Intuition oder ein Engel (beide sind im Grunde ein- und dasselbe) dazu raten.

 

Als mein 50. Geburtstag bevorstand, überlegte ich, wie wir ihn begehen sollten. Zu einem großen Fest hatte ich keine rechte Lust. Früher war unsere Familie riesig. Es gab jeden Monat wenigstens drei Geburtstage, die alle gefeiert wurden. Ich fühlte mich einfach übersättigt. Vielleicht in ein paar Jahren wieder, zur Goldenen 55; für den Runden schwebte mir nur ein gemütliches Essen vor mit dem Besten, meinem Papa und höchsten drei oder vier weiteren Gästen.- Irgendwann flüsterte mir jedoch eine innere Stimme zu: Komm schon, dieses eine Mal noch. Sie sind schließlich alle nicht mehr die Jüngsten, und man weiß ja nie.

 

Am Ende umfasste meine Gästeliste fünfzig  Personen, und bis auf zwei waren sie zur Party vollzählig versammelt. Nur unsere Tierärztin mit ihrem Mann fehlte, weil sie den Termin verwechselt hatte und dachte, wir würden erst eine Woche später feiern. Sie wäre ohnehin entschuldigt gewesen, denn an diesem Sonntagmittag hatte sie in ihrer Praxis noch einen Notfall zu versorgen.

 

Es wurde ein rundum fröhliches und harmonisches Fest. Besonders mein Papa, der schon immer sehr gesellig war und gern den Entertainer spielte, kam voll auf seine Kosten. Er kannte ja viele der Anwesenden schon sein halbes Leben oder länger und unterhielt sich glänzend. Auf Geschenke hatte ich verzichtet und stattdessen um eine  Spende für ein Kinderhospiz gebeten. Von Kleinigkeiten abgesehen hielten sich alle daran. Sie zeigten sich äußerst großzügig und ich konnte dem „Sonnenhof“ stattliche 732 € überweisen!

 

Einen halben Monat später starb mein Papa völlig überraschend. Er hatte eine leichte Grippe mit den üblichen Begleiterscheinungen, wie Gliederschmerzen und erhöhter Temperatur. Abends kam noch die Ärztin und gab ihm eine Spritze. Gegen Mitternacht sagte er zu uns: „Ich bin jetzt müde und ihr seid es auch. Also, geht schlafen. Danke für alles und gute Nacht.“


Am nächsten Morgen fanden wir ihn tot in seinem Bett. Er lächelte und wirkte so entspannt, als sei er ganz friedlich eingeschlafen. Für uns war sein plötzlicher Tod ein Schock. Trotzdem freute ich mich, dass ich - meiner Eingebung folgend -  den Geburtstag mit den noch übrigen Familienmitgliedern und den alten Freunden gefeiert hatte. So konnten sie ein letztes Mal mit ihm reden und sich von ihm verabschieden.


 

Nickname 17.08.2017, 21.09| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ALT WERDEN SOLLEN SIE ALLE...

…aber sein darf es dann keiner, da geht es uns Hunden wie den Menschen. Jeder liebt die kleinen, zuckersüßen Welpen, und fast alle Zweibeiner geraten vor Entzücken außer sich, wenn die tolpatschigen Fellknäuel durcheinanderpurzeln und allerlei lustigen Unsinn anstellen. Dass auch sie eines Tages alt und gebrechlich sind, wird häufig von ihren Besitzern verdrängt. Ist es soweit, landen unzählige Hundesenioren im Tierheim. Die Arztkosten werden zu hoch (aber drei Urlaubsreisen jährlich sind im Budget drin). Der alte Hund entwickelt, genau wie Oma und Opa, die eine oder andere unbequeme Eigenart; und wenn dem betagten Hausgenossen mal ein Malheur passiert, weil er Blase und Darm nicht mehr so gut kontrollieren kann, hat niemand Lust, die Bescherung wegzuputzen.


Wohlgemerkt, es gibt auch andere Menschen, ganz viele sogar, und das ist gut so. Im Gegensatz zu früher dürfen viele von uns heute in Liebe und Geborgenheit altern. Damals wurden wir in erster Linie aus Gründen der Nützlichkeit gehalten. War so ein Jagd- oder Hütehund dann irgendwann nicht mehr „diensttauglich“, weil er auch einmal krank wurde oder seine Reaktionsfähigkeit nachließ,  gab es zum „Dank“ für ein, langes, treues Arbeitsleben fast immer eine Gewehrkugel. Wenn einer wirklich mal das Gnadenbrot erhielt, wurde sein Besitzer als sentimental belächelt oder galt als sonderbarer Kauz.


Heutzutage werden wir in erster Linie als Familienmitglieder und freundliche Begleiter gehalten. Unsere Menschen gehen zumindest hierzulande eine innige Beziehung mit uns ein, und für den normalen Hundefreund ist es unvorstellbar, dass er seinen Bello töten lässt, nur weil der alt ist.


Was für ein Glück, dass wir hier und heute leben dürfen: Mein guter Kumpel Barny, unser doch schon etwas betagter Woody und ich.


Gutes Nächtlein und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre Nelly



Das SCHNUPPCHEN habe ich leider

nicht mehr kennenlernen dürfen.


Wir hätten uns sicher gut verstanden.

Nickname 17.08.2017, 20.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GRAUE THEORIE GANZ IN WEISS - EIN STÜCK FAMILIENGESCHICHTE

„…ein graues Haar tut doch nicht weh; es sagt dir nur, dass du noch lebst!“, so behaupten es Brunner & Brunner in einem ihrer erfolgreichsten Schlager. Na schön, ein einzelnes lasse ich mir ja noch gefallen, oder ich rupfe es kurzerhand aus. Aber wie fühlt es sich an, wenn jemand plötzlich über Nacht komplett graue Haare kriegt? Geht das überhaupt? Darüber streiten sich die Gelehrten.


Dermatologen  sagen, grundsätzlich nein. Genau genommen wird unser Haar auch gar nicht grau, sondern weiß. In den Haarwurzeln sitzen Zellen, die Pigmente bilden – so genannte Melanoyzyten - und unseren Haaren ihre Farbe geben. Mit den Jahren verlieren sie diese Fähigkeit und so wachsen weiße, also farblose Haare nach. Das passiert aber nicht bei allen Zellen gleichzeitig. Dadurch mischen sich dunkle und weiße Haare. Das Gesamtbild erscheint dann grau. Bei manchen beginnt dieser Prozess schon recht früh. Das ist genetisch bedingt. Diese Menschen haben besonders sensible Pigmentzellen, bei ihnen versiegt die Farbproduktion viel früher als bei den anderen.  Es wird uns also in die Wiege gelegt, wann wir grau werden.


Rein aus medizinischer Sicht mag das alles stimmen. Psychologen meinen aber, dass Kummer oder extremer Stress einen Menschen durchaus innerhalb kürzester Zeit ergrauen lassen können.


Mein Papa war ein Beispiel dafür. Er kam als letztes von drei Kindern zur Welt. Der Kronprinz und das Wunschmädchen waren bereits geboren; daher betrachtete sein Vater ihn eher als überflüssiges Anhängsel. Beim Alten Fritz (so lautete der Spitzname meines Großvaters) drehte sich alles ums Geld. Dementsprechend suchte er sich nach dem frühen Tod meiner Großmutter eine ebenso reiche wie bösartige Frau, die mit Fleiß und Erfolg alles daran setzte, einen endgültigen Keil zwischen die Geschwister zu treiben. Geiz ist geil, dieser Slogan hätte von ihm stammen können. Für den Erstgeborenen und das Töchterchen war ihm allerdings nichts zu teuer; da blieb für den Jüngsten kaum etwas übrig. Notgedrungen bezahlte er diesem das Studium, aber damit hatte es sich. Als mein Vater ihm dann eines Tages meine, aus bescheidenen Verhältnissen stammende Mutter vorstellte, sagte er: „Wenn du die da aus der Hundehütte tatsächlich heiratest, brauchst du nicht mehr nach Hause zu kommen.“


Natürlich heirateten die Beiden trotzdem.  Zur eigenen Wohnung langte es vorerst nicht, und so bezogen sie die kleine Mansarde im Haus meiner Großeltern mütterlicherseits. Immerhin brauchten sie ein paar einfache Möbel, für die mein Papa einen Wechsel über zweihundert Mark unterschrieb. Der wurde eines Tages fällig - nur hatten meine Eltern kein Geld, um ihn einzulösen. In seiner Not suchte Papa seinen Vater auf und bat ihn, ihm die Summe zu leihen. Der Alte Fritz zückte sein Portemonnaie, drückte seinem Sohn ein Geldstück in die Hand und sagte: „Hier hast du fünf Mark, nun lass mich in Ruhe.“ Dabei lief seine Firma glänzend, und er hätte, ohne es überhaupt zu merken, die Schulden seines Jüngsten begleichen können. Wie die Familie erzählte, wurde nach diesem Erlebnis das Haar meines erst dreißigjährigen Vaters über Nacht schlohweiß.


Ins Gefängnis brauchte er wegen des fälligen Wechsels glücklicherweise jedoch nicht. Seine Schwiegereltern, die – wie die meisten damals in den Fünfzigern – selber hohe Schulden hatten, kratzten das Geld irgendwie zusammen. Mit meiner Omi verband ihn ohnehin von Anfang an ein besonders inniges „Bratkartoffelverhältnis“. Sie nahm ihn auf wie ihren eigenen Sohn, nachdem sein Vater Wort gehalten und ihn wegen seiner Mésalliance mit „der da aus der Hundehütte“ hinausgeworfen hatte.


Jahrzehnte lang blieb mein Papa seinem weißen Schopf treu. Erst als seine Haare mit zunehmendem Alter zu vergilben begannen, färbte er sie silbergrau. Als ihn seine Schwiegermutter zum ersten Mal so sah, lächelte sie, strich ihm über den Kopf und meinte süffisant: „Du eitler Fratz!“ Das sagte die Richtige – gerade sie, die noch mit 94 Jahren ihre Haare nachtönen ließ, sobald sie am Ansatz nur eine einzige weiße Stelle entdeckte!


Nickname 17.08.2017, 20.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WEIT GEBRACHT

Mancher Einwohner von Navi Mumbai, einem Vorort der indischen Hauptstadt Mumbai, dürfte sich jüngst gefragt haben, ob ihm jemand was ins Essen gemischt hat.


Denn plötzlich tauchten auf den Straßen Schlumpf-blaue Hunde auf. Das ist allerdings nur halb so witzig wie es klingt. Grund dafür ist nämlich massive Umweltverschmutzung.


"Wir sahen mindestens fünf blaue Hunde", erklärte Arati Chauhan, Vorsitzende einer lokalen Tierschutzgruppe, der "HINDUSTAN TIMES".



VERSCHMUTZTER FLUSS MÖGLICHE URSACHE


Die Tierschützer vermuten, dass das Fell der Streuner sich verfärbt, wenn sie im nahen Fluss Kasadi nach Nahrung suchen. Angeblich leiten örtliche Fabriken Farbstoffe direkt ins Wasser, anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen.


Der zuständige Bundesstaat Maharashtra hat Ermittlungen aufgenommen und glaubt, den Verursacher gefunden zu haben.


Ein Waschmittelhersteller habe blaue Farbstoffe offen auf seinem Gelände gelagert. Die Tiere hätten diese entdeckt und sich die Fellverfärbung eingefangen.


UMWELTVERSCHMUTZUNG IN NAVI MUMBAI IST HOCH


"Wir haben der Firma sieben Tage Zeit gegeben, die Schadstoffe von ihrem Gelände zu entfernen", sagte ein Verantwortlicher. Außerdem müsse sie ihr Gelände wirksam gegen Tiere absichern.


In dem betroffenen Industriegebiet gibt es etwa 1000 Fabriken, die es teilweise mit der Müllentsorgung nicht so genau nehmen.


Die örtlichen Gewässer sind zumeist übel verschmutzt, was nicht nur Tieren schadet. Auch die Anwohner können das Wasser nicht mehr nutzen, geschweige denn trinken.


(QHELLE: BERLINER KURIER)

Nickname 16.08.2017, 22.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EIN JEGLICHES HAT SEINE ZEIT

„Du, Tante Meislein – warum sterben Tiere früher als Menschen?“ Louis, der fünfjährige Urenkel unserer Nachbarin, der gerade dabei ist, Barny ein Loch ins Fell zu kraulen, sieht mich fragend an. Vor einer Woche ist sein Hund Bismarck über die Regenbogenbrücke gelaufen. Bismarck war ein Mischling – halb Bernhardiner, halb Berner Sennenhund -, ein Riesentier mit einem flaumfederweichen Herzen. Für den stillen, zurückhaltenden Jungen war er viel mehr als nur ein Hund: Er war Louis´ Spielkamerad, sein Vertrauter und sein bester Freund. Stolze elf Jahre ist Bismarck geworden. Bei einem Hund seiner Abstammung und Größe ist das ziemlich viel, ein Mensch wäre ungefähr fünfundsiebzig Jahre alt.


Wenn man es recht bedenkt, altern unsere vierbeinigen Freunde gar nicht schneller als wir; sie erfahren die Zeit nur angepasst an ihren eigenen Lebensrhythmus und altern nach ihrem eigenen Zeitempfinden. Jungtiere werden ja auch viel früher selbstständig als Menschenkinder; und innerhalb der ihnen von der Schöpfung zugeteilten Spanne ist ihr Leben genauso er- und ausgefüllt wie unseres. Vorausgesetzt, dass der Mensch diese Spanne respektiert und nicht willkürlich vor ihrem natürlichen Ablauf beendet; sei es aus Bequemlichkeit, weil der Hund der Urlaubsplanung im Wege steht, oder aus Geiz, um bei älteren Tieren die zwangsläufig höher werdenden Tierarztkosten zu sparen. Wobei sich jeder verantwortungsvolle Veterinär strikt weigern sollte, ein gesundes Tier aus derart fadenscheinigen Gründen einzuschläfern.-


Bloß wie erkläre ich das Louis, der gerade den ersten schweren Verlust seines Lebens erlitten hat? Für den Jungen ist der Begriff „Zeit“ ja noch eine völlig abstrakte Größe, mit der er herzlich wenig anfangen kann – und im Grunde verstehe ich es selber nicht. Wie oft habe ich mich schon gefragt, weshalb unsere Süßen nicht einfach ebenso lange leben können wie wir. Gemeinsam alt werden und friedlich miteinander auf die andere Seite gehen, das wäre es doch. Von dreizehn geliebten Tieren habe ich nun schon Abschied nehmen müssen. Ich habe das Gefühl, mein Herz wird immer kleiner, weil jedes Mal ein Stück davon mitgeht.


Meine einzige Erklärung ist, dass wir nur, indem wir den natürlichen Lauf der Dinge akzeptieren und den Trennungsschmerz in Kauf nehmen, in der Lage sind, mehr als einem Tier ein Zuhause und Geborgenheit zu schenken. Sicher ist es bitter, wenn man seinen Liebling, den man schon alt und krank bekommen hat, nach weniger als einem Jahr wieder hergeben muss. Dreimal haben wir das bisher erlebt, und immer denkst du, es bringt dich um. Aber wir möchten trotzdem keinen von diesen „Lebensabschnittsgefährten“ missen, sie alle haben uns reich und glücklich gemacht mit ihrer bedingungslosen Liebe und Anhänglichkeit. Die Zeit heilt bekanntlich Wunden, und sicher wird auch Louis eines Tages einen neuen Hund in sein Herz schließen. Dennoch werden Bismarck und all unsere anderen treuen Wegbegleiter unvergessen bleiben, bis wir sie eines Tages wiedersehen.


Nickname 13.08.2017, 21.54| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GANDHI UND ICH


„Du musst selbst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst.“ Diesen Satz von Mahatma Gandhi hörte ich in einer Folge der US – Fernsehserie „Eine himmlische Familie“. Ich liebe die Camdens. Sie sind so ungeheuer amerikanisch, und sämtliche gängigen Klischees vom pappigen „Dairy Shake“ - Burger über den autoritären Cop bis zum unrealistisch - prüden „No sex before marriage“ werden in den einzelnen Folgen bedient. Die Serie macht süchtig, und seit ich mit dem Gucken angefangen habe, kann ich die Fortsetzung kaum erwarten.


Zurück zu Gandhi. Dieser weise Mann hat in seinem Leben vieles gesagt und getan, was nachdenkens- und –ahmenswert ist. Das obige Zitat spricht mich besonders an, denn im Grunde ist es ganz einfach. Wenn dir solche Dinge wie Unfrieden, Vorurteile, Hass, Intoleranz oder Neid in der Welt missfallen, dann sieh zu, dass du sie aus deinem persönlichen Leben verbannst.


Im Klartext heißt das: Entferne den Balken aus deinem Auge und kehre vor deiner eigenen Tür. Ich zum Beispiel kann nachtragende Menschen überhaupt nicht leiden; aber dass unsere Patentochter uns im vergangenen Sommer wegen ihres Ferienjobs angelogen hat, werfe ich ihr heute noch bei jeder Gelegenheit vor. Neid ist mir ein Gräuel, man muss schließlich auch gönnen können. Trotzdem bin ich felsenfest überzeugt, dass der Pokal bei der Berliner Meisterschaft in den Standardtänzen damals viel eher uns zugestanden hätte als dem Siegerpaar. Von Vorurteilen bin ich sowieso frei – denn dass ältere Herren mit Brille, Hut und Mercedes allesamt (außer meinem Papa) gemeingefährliche Autofahrer sind, Frauen grundsätzlich (mit Ausnahme von mir) nicht rückwärts einparken können und Hunde, die bellen, prinzipiell (gilt nur für unsere) nicht beißen, sind doch längst bewiesene Tatsachen, oder?


Sagte ich, es wäre einfach? Da habe ich den Mund wohl ein bisschen voll genommen, ich bin eben nicht Gandhi. Den Balken zu entfernen und vor der eigenen Türe zu kehren ist viel schwieriger, als ich mir das vorgestellt hatte. Immerhin arbeite ich fleißig daran.

Nickname 13.08.2017, 16.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WER VORHER PLANT, MUSS ZWEIMAL PLANEN

So lautete der Lieblingsspruch meiner Mutter, und sie hatte reichlich Gelegenheit, ihn anzubringen: Wenn der Bau unserer Familienpension zum x-ten Mal stockte, weil der Maurer aus dem „Blauen Montag“ eine ganze Woche machte und alle anderen Handwerkertermine auf unbestimmte Zeit verschoben werden mussten. Wenn die Gartenparty für dreißig Personen in letzter Minute panikartig nach drinnen verlegt wurde, weil das Wetter aus heiterem Himmel umschlug und es anfing, wie aus Kannen zu gießen. Oder wenn wir in den Urlaub fahren wollten, mein Vater jedoch pünktlich am Tag vor der Abreise hohes Fieber bekam und auf ärztliches Anraten hin das Bett hüten musste (irgendwann gaben wir es auf und blieben zu Hause).


Unsere Patentochter versucht gerade, ihr Leben bis ins letzte Detail zu planen. Zuerst einmal will sie auf Lehramt studieren, anschließend für ein Jahr ins Ausland gehen und danach eine Zeitlang im Beruf arbeiten; dann Hochzeit (den passenden Ehekandidaten hat sie schon im Visier, nur weiß der noch nichts von seinem Glück), ein Haus bauen, zwei Kinder bekommen und bis zur Pensionierung in Amt und Würden bleiben.


Lässt sich das überhaupt so minutiös durchziehen? Nach meiner Erfahrung klappt es höchstens in der Theorie. Gott sei Dank, möchte ich sagen; denn sonst würden wir uns schnell zu Tode langweilen. Praktisch können wir bestenfalls auf mittlere Sicht planen. Ansonsten reagieren wir auf das, was uns das Leben gerade anbietet und überlegen, ob wir das Angebot akzeptieren wollen oder nicht. Mit der Entscheidung müssen wir dann leben – aber wir dürfen uns später niemals fragen, was wäre, wenn wir damals anders entschieden hätten!


„Wie lautet die Vergangenheit von: Der Mensch denkt, Gott lenkt?“, will die Lehrerin im Deutschunterricht wissen. Ein Schüler meldet sich und antwortet: „Der Mensch dachte, Gott lachte.“ Oder wie drückte es mein damals gerade achtjähriger Cousin aus? Er sagte in seiner kindlichen Weisheit: „So ist eben die Welt.“ Dem habe ich nichts hinzuzufügen.


Nickname 13.08.2017, 15.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WEM GOTT DIE RECHTE GUNST ERWEISEN WILL

Hier in unserer Gemeinde lebt eine kleine, alte Dame; die Achtzig hat sie längst weit überschritten. Ich kenne sie vom Sehen und Grüßen, weil sie immer um die Monatsmitte das Kirchenblatt austrägt und bei der Gelegenheit unserer ebenfalls hochbetagten Nachbarin einen Besuch abstattet. Das tut sie schon seit über zwanzig Jahren, bei brütender Hitze und eisiger Kälte - egal, ob es draußen gerade regnet, stürmt oder schneit. Unverdrossen zieht sie ihren Einkaufswagen mit den Heftchen, die sie gewissenhaft verteilt. Auch wir finden regelmäßig eines im Briefkasten vor. Dabei zahlen wir schon ewig keine Kirchensteuer mehr. Ich habe ihr das wohl einmal angedeutet. Sie meinte aber, das mache nichts, der liebe Gott brauche sowieso kein Geld. Sein Bodenpersonal dürfte da ganz anderer Meinung sein; aber das nur nebenbei.


Menschen wie dieses alte Muttchen bewundere ich. Sie hat ihre Bestimmung gefunden, eine Aufgabe, die sie ausfüllt, die sie zufrieden und glücklich macht. Jeder von uns sollte so etwas haben. Dabei spielt es keine Rolle, wofür wir uns entscheiden: Ob wir uns um verlassene Tiere kümmern, Kindern vorlesen, dementen Senioren unsere Zeit schenken oder einen Ökogarten anlegen möchten. Es kommt einzig darauf an, dass das, was wir tun, unsere Seele erfreut und unser Herz zum Lachen bringt.


Nickname 13.08.2017, 15.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SPÄTSOMMER, TEIL 14: NAME IST NICHT NUR SCHALL UND RAUCH

„Sie“ oder „Du“ im Altersheim? Das kommt auf den Einzelfall an. Wir halten es grundsätzlich so, dass wir alle Bewohner mit ihrem Familiennamen und mit „Sie“ anreden. Es ist eine Frage der Achtung und des Respekts, die alten Menschen nicht wie kleine Kinder zu behandeln (selbst wenn sie sich manchmal wieder so benehmen). Es gibt jedoch Ausnahmen. Einige sind bereits so verwirrt, dass sie mit ihrem Nachnamen nichts mehr anfangen können. Da vermittelt ihnen dann der Vorname zusammen mit dem vertraulichen „Du“ ein Gefühl von Beschütztsein und Geborgenheit. Ob so oder so: Wichtig ist in jedem Fall, dass die Menschenwürde auch – und gerade – im Alter gewahrt bleibt.


Im Büro des „Lindenhofs“ hängt in einem schönen, silberfarbenen Rahmen, folgender Text:


BETREUUNGSWUNSCH EINER ALTENPFLEGERIN FÜR DAS JAHR 2026


„Da ich im Jahr 2026 stolze 75 Jahre sein werde, möchte ich mich bei Ihnen vorstellen:


Lassen Sie mir bitte meine Identität. Ich heiße Helga W. und möchte auch so genannt werden. Nicht Oma oder Helga, auch bin ich kein Zirkusmitglied und heiße Floh.


Wahrscheinlich werde ich nicht mehr in der Lage sein, meine Wünsche zu äußern, darum möchte ich es jetzt tun. Aus finanziellen Gründen kann ich mir kein Einzelzimmer leisten, aber meine Bitte: Bei der morgendlichen Grundpflege stellen Sie doch bitte einen Sichtschutz auf, damit ich nicht allen Blicken preisgegeben bin. Beim Duschen zum Abschluss bitte einmal ganz kalt, das bin ich von Kind auf so gewöhnt (daher selten erkältet). Trocknen Sie mich bitte gut ab, damit ich nicht wund werde. Solange ich noch als Altenpflegerin tätig war, habe ich immer auf kurze, saubere Fingernägel Wert gelegt. Würden Sie das bitte für mich übernehmen (auch zu Ihrem eigenen Schutz, damit ich Sie nicht kratzen kann). Falls ich mich nicht mehr allein anziehen kann, hätte ich gern, dass mir die Schwester dabei behilflich ist. Ich möchte so nett wie möglich gekleidet sein. Bitte keinen bunten Paradiesvogel kleiden! Strümpfe ohne Laufmaschen sehen dazu gepflegt aus.


Mein Bargeld reicht wahrscheinlich dazu, dass ich einmal im Monat zum Friseur kann. Ach ja, und einmal Fußpflege bitte, die Hühneraugen tun so schrecklich weh.


Wenn man mir ein gutes Buch zu lesen gibt, zum Beispiel Eugen Roth, reichen Sie mir dann bitte auch meine Brille?
Sollte ich nicht mehr allein essen können, zerkleinern Sie doch bitte die großen Stücke für mich mundgerecht. Gern will ich versuchen, mit dem Löffel auch allein zu essen, damit Sie mich nicht zu füttern brauchen. Der Teller dürfte wohl einen höheren Rand haben, damit ich das Essen nicht über den ganzen Tisch jagen muss. Sie sind sonst verärgert mit mir (was ich vielleicht nicht mehr verstehe), und ich bekomme keine neue Tischdecke.


Wenn ich Blase und Darm nicht mehr kontrollieren kann, würden Sie mich bitte trotzdem wie einen normalen Menschen behandeln? Könnten Sie versuchen, die Nase nicht zu rümpfen, wenn Sie die Bettdecke aufschlagen und es nicht so gut riecht? Nennen Sie mich bitte auch nie einen Schmutzfink, auch wenn es im Sozialhilfegesetz die erhöhte Geldzulage für Schmutzer gibt.


Sollte ich einmal senil sein, Ihre Wünsche nicht verstehen können, schimpfen Sie nicht mit mir, das macht mich nur noch unruhiger und aggressiver.


Behandeln Sie mich bitte mit Ruhe und Nachsicht. Meine Welt wird zunehmend kleiner, darum lassen Sie mich doch an Ihrer ein klein wenig teilhaben. Erzählen Sie mir doch etwas von Ihrer Familie oder wie Ihr Urlaub war.


Meine Wünsche nehmen kein Ende, doch sind sie alle recht einfach zu erfüllen. Was ich brauche ist ein gutes Essen, menschliche Wärme und jemand, der mich liebevoll betreut und versorgt. Ich habe Ihnen viel zum Nachdenken gegeben, vielleicht kann ich auch das später nicht mehr und Sie müssten es für mich tun. Würden Sie das für mich übernehmen?


Für alle Ihre Bemühungen möchte ich mich jetzt bei Ihnen bedanken, vielleicht kann ich das später nicht mehr.
Helga W."


Ich gestehe, dass mir beim Lesen regelmäßig die Tränen kommen. Im Grunde klingt das alles ganz selbstverständlich, ist es aber leider nicht immer und überall. Nachdenkenswert ist es allemal, finde ich.


Alles Liebe, und bleibt neugierig!



Nickname 12.08.2017, 13.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 13: ALTE LIEBE ROSTET NICHT


Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind, daran hat sich seit Wirtschaftswunderzeiten kaum etwas geändert. Laut Statistik verbringt der männliche deutsche Autofahrer im Schnitt rund 100 Stunden pro Jahr ( also über vier ganze Tage und Nächte) - damit, voller Hingabe an seinem fahrbaren Untersatz herumzubasteln, ihn zu waschen, zu ölen und zu salben. Das ist mehr als mit seinen Freunden am Stammtisch oder auf dem Fußballplatz. Die Zeit, die er seiner Partnerin und/oder den Kindern widmet, liegt noch weiter abgeschlagen auf Platz 4.


Wie die folgende Geschichte beweist, hängt aber nicht nur das so genannte starke Geschlecht mit inniger Liebe an seinem Automobil:


Aus Glück und Freude über das unverhoffte Wiedersehen mit ihrem alten Wagen wäre eine Seniorenheimbewohnerin aus der schwäbischen Gemeinde Burgau um ein Haar zur Diebin geworden. Die73jährige Rentnerin sah während eines Spaziergangs ihr bereits vor längerer Zeit verkauftes Auto am Straßenrand stehen. Laut Polizeibericht stellte die Frau ihre Gehhilfe kurzerhand am Bordstein ab, setzte sich ans Steuer ihres früheren Fahrzeugs (zu dem sie immer noch einen Zweitschlüssel als Andenken in ihrer Handtasche bei sich trug) und fuhr davon. Ein Streifenwagen konnte die Fahrt erst vor dem Altersheim stoppen. Der Schlüssel wurde natürlich von den Beamten auf der Stelle beschlagnahmt.


Der neue Eigentümer des Oldtimers – ein 23jähriger Mann, zufällig selbst Altenpfleger – zeigte Verständnis und nahm den Vorfall mit Humor. Er versprach, die Seniorin in Zukunft manchmal an seinem freien Tag zu einer Spritztour mit ihrem geliebten Wagen abzuholen.


Jemand, der seinen Beruf nicht nur als Job zum Zweck des Geldverdienens, sondern dem Wortsinne nach als Berufung sieht. Das lässt hoffen, finde ich.


Nickname 11.08.2017, 09.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

NA, DANN PROST!

Seine Nachbarn kann man sich bekanntlich nur in den seltensten Fällen aussuchen. Es wäre ja auch recht mühsam und umständlich, wenn man erst sämtliche Nachbarhäuser abklappern und die Bewohner unter die Lupe zu nehmen wollte, bevor man sich entscheidet, wo man sein Domizil aufschlagen will. In der Regel würde man dann wahrscheinlich hoch oben auf einen touristisch unerschlossenen Berg oder eine einsame Insel ziehen müssen, denn irgendjemandes Nase passt einem doch immer nicht.


Aber manchmal hat man auch einfach Glück - wie die benachbarten Haushalte einer Kellerei in Trier, die mit Sekt aus dem Wasserhahn verwöhnt wurden. Etwa 2500 Liter der "Kapitalistenbrause" waren durch einen technischen Defekt am Rückstoßventil der Abfüllanlage in die Wasserleitungen der Stadtwerke geflossen. Ein Mechaniker bemerkte in seinem Betrieb den "angenehmen Geruch nach Sekt im Trinkwasser", als er den Hahn zum Kaffeekochen aufdrehte. Daraufhin ließen die Stadtwerke Trier das örtliche Rohrnetz kräftig durchspülen.-


Jammerschade, wie ich finde - sonst hätte man doch, wenn man als Autofahrer in eine morgendliche Verkehrskontrolle geraten wäre, mit bestem Gewissen behaupten können: "Verssseihung, Herr Wald..., Herr Wachtmeister, ischhabe nur Tee getrunken, das sind beschtimmt nich mehr als einskommanull Kamille!"


Nickname 10.08.2017, 14.53| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

JEDER TAG IST EINE ROSE


Ganz in der Nähe unseres Grundstücks – nur etwa dreihundert Meter Luftlinie entfernt - liegt der Berliner Waldfriedhof. Immer dienstags und donnerstags finden dort Beerdigungen statt; und wenn der Wind entsprechend steht, hören wir alle halbe Stunde das Glockenläuten von der Kapelle neben der Aussegnungshalle.


Es ist schon ein seltsames Gefühl, quicklebendig und entspannt im Garten die Sonne zu genießen, während gleich nebenan Menschen ihre verstorbenen Angehörigen beweinen. Dabei wird mir wieder einmal bewusst, wie kostbar und unwiederbringlich jeder Augenblick ist.


In dem Sinne: CARPE DIEM! Macht etwas Schönes aus diesem Tag.


Nickname 09.08.2017, 17.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SPÄTSOMMER, TEIL 12 : ALTER SCHÜTZT VOR TRIEBEN NICHT

Zwei alte, wohlhabende Herren unterhalten sich.
"Du Karl, wie hast du es eigentlich geschafft, eine so hübsche junge Frau zu heiraten? Du bist immerhin schon 75 und sie ist gerade 23!"
"Ganz einfach: Ich habe ihr gesagt, ich bin 85...!"


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Zwei Achtzigjährige treffen sich. "Na, wie geht´s denn so?" "Fantastisch, ich habe eine neue Freundin!" "Sag bloß." "Ja, sie ist fünfundzwanzig und nächste Woche fahren wir in den Urlaub." "Hui, da wünsche ich dir viel Vergnügen. Und du erzählst mir dann, wie es war, ja?"


Zurück aus dem Urlaub: "Na, wie war´s?" "Toll! Essen, Theater, Konzerte, es war traumhaft." "Jaaa... und wie war´s mit der Liebe?" "Fast jeden Tag!" "Fast jeden Tag???" "Ja - fast am Montag, fast am Dienstag, fast am Mittwoch...!"


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Zwei Senioren - beide frisch pensioniert - sitzen auf einer Parkbank. Da geht eine gut gebaute junge Dame mit reichlich Kurven vorbei. "Sagt der eine: "Wenn ich die Dame so anschaue, möchte ich noch mal zwanzig sein." Fragt der andere: "Warum denn das?" "Na, um sie zu vernaschen, ist doch klar!" "Bist du blöd?" empört sich sein Freund. "Für zehn Minuten Spaß willste noch mal 40 Jahre arbeiten und auf die Rente warten?"


Nickname 08.08.2017, 14.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 11 : AUS DER PRAXIS EINES GROSSVATERS

 !!!


Es ist nun fast ein Jahr her, dass man mich zum Großvater erhob. Großvater zu sein ist nicht nur ein simpler Verwandtschaftsgrad, sondern so eine Art Ritterschlag, für den man zwar nichts kann, dem man aber verpflichtet ist, wenn man diesen Posten ernst nimmt. Nicht jeder Großvater ist so. Meiner zum Beispiel war eine reine Respektsperson, völlig unnahbar, der morgens um Punkt 11 Uhr (vorher hatte er auf seine Taschenuhr mit Klappdeckel geblickt) im Lehnstuhl einen rotbackigen Apfel scheibchenweise verzehrte. Wehe, ein Enkelkind hätte es gewagt, um eines der Apfelstücke nachzufragen. Es wäre mahnend in den Keller verwiesen worden, wo genügend dieser Äpfel lagerten.


Diese autoritäre Verhaltensweise kann sich ein Großvater der Neuzeit nicht mehr erlauben, und faules Herumsitzen im Lehnstuhl geht schon gar nicht. Dafür sorgt die Familie, die ihren Opa auf seine Leistungsfähigkeit hin beobachtet. Was kann er denn noch s0? Was sollte man ihm noch zutrauen? Ist er noch lernfähig und auf welchen Gebieten braucht man es gar nicht mehr zu versuchen?


Wie man aus nachfolgend beschriebenen Tätigkeiten schließen könnte, habe ich offensichtlich meine Probezeit nach nunmehr einem Jahr bestanden. So halte ich beim Tragen des Kindes den Kopf nach Vorschrift und weiß, dass man seine Augen nicht der grellen Sonne aussetzt. Auch erkenne ich frühzeitig, wann das Kind nach dem Schnuller verlangt. Das Umbinden eines Lätzchens mit der richtigen Seite nach oben beherrsche ich aus dem Effeff. Auch würde mir die eigenhändige Fütterung des Enkels gelingen, die man mir jedoch aus unerfindlichen Gründen bislang verwehrt hat. Die sich anschließende Prozedur, dem Kind das berühmte "Bäuerchen" zu entlocken, gelingt mir auf Anhieb. Mein Geruchssinn, durch den Genuss von Rotwein im Alter besonders entwickelt, wird innerhalb der Familie hoch gelobt. Er versetzt mich in die Lage, volle Windeln als Erster zu wittern und deren Beseitigung eigenhändig auszuführen.


Aber auch anspruchsvolleren Aufgaben fühle ich mich mittlerweile gewachsen. Da wäre beispielsweise die Handhabung eines modernen Kinderwagens. Während zu meiner Zeit dieses Beförderungsmittel für Kleinkinder aus einem Chassis mit vier Rädern, einem Bügel zum Schieben oder Ziehen und einem korbähnlichen Gehäuse bestand, welches sich in Ausnahmefällen auch für den Transport von Kartoffel- oder Kohlesäcken eignete, ist der Kinderwagen dieser Tage ein hochtechnisches Konstrukt (neusprachlich Hightech-Konstruktion). Es läuft auf Breitwandfelgen mit einem Chassis aus hochwertigem, nichtrostendem Material, mit kompakter Federung und einem fein gepolsterten Design-Gehäuse in Cabrio-Ausführung, das mittels eines ausgetüftelten Gestänges mit verschiedensten Zugvorrichtungen komplett zusammengeklappt und wieder aufgeklappt werden kann.


Nun zeigt sich die wahre Qualität eines gut trainierten Großvaters, der das lückenlose Funktionieren seiner Sinne nochmals unter Beweis stellen muss. Wenn er nämlich bei den kurzen Einweisungen der Kindesmutter in die technischen Abläufe des Auf- und Zusammenklappens nicht genau aufgepasst hat, steht er in der täglichen Praxis vor massiven Problemen, die ihm keiner abnimmt. Selbst diplomierte Ingenieure schaffen das nicht mit links. Was ist denn, wenn man bei einem plötzlichen Regenguss das Kind gerade noch trocken in den Autokindersitz Marke "Maxi Cosi" verfrachtet hat, aber das Zusammenfalten des verdammten Kinderwagens nicht klappt? Apropos: Autokindersitz. Als ich den kürzlich falsch montierte, gab´s von der Mutter einen Rüffel.


(Dirk Ibbeken)


MERKE: Auch als Großvater lernt man niemals aus!


Nickname 08.08.2017, 08.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 10: LEBENSANZEIGE

"Mein Großvater


KARL FRIEDRICH EBERLING (Anm.: Namen und Jahreszahl können beliebig ausgetauscht werden)


feiert heute seinen 87. Geburtstag.


Seit Jahren ist er durch eine sehr schwere Krankheit Tag und Nacht ans Bett gefesselt. Er, der ehemals so beliebt und hochgeachtet war, fristet nun sein Dasein in großer Einsamkeit.


Wenn wir Angehörigen statt dieses vielleicht sonderbaren Aufrufes die traurige Nachricht von dem in Gott erfolgten Ableben unseres verehrten Karl Friedrich Eberling hier hätten abdrucken lassen, wäre des geäußerten Bedauerns kein Ende gewesen. Sein Leichenzug hätte sich durch die Anzahl von Trauernden, durch Ehrengeleit, Pracht der Blumen und die Feierlichkeit der Nachrufe zu einer Massenkundgebung seltener Wertschätzung eines Mitbürgers ausgeweitet.


Ich erlaube mir vorzuschlagen, dass man von dieser einem Toten zu spät dargebrachten Ehrung absehen möge, dafür aber die wenigen Wochen, die dem Kranken und Einsamen noch zu erleben verbleiben, durch abwechselnde Besuche und gelegentliche Ansichtskarten, die ihn sicher sehr freuen würden, zu verschönen.


Im Namen der Angehörigen
Manfred Eberling" 

Nickname 07.08.2017, 22.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 9 : WAS SAGST DU, WER STEHT DRAUSSEN?


Kennen Sie die Geschichte aus "Klein Erna", in der Frau Puvogel mit ihrem hölzernen Hörrohr in der Kirche sitzt und sich der um Ruhe und Ordnung besorgte Kirchendiener bei Beginn der Predigt von hinten an sie heranschleicht und ihr zuzischelt: "Beste Frau, ein TUUT mit dem Ding, und Sie sind draußen"?


Nun kann man zwar in heutiger Zeit das Hörrohr von damals durch einen Minisender hinterm Ohr ersetzen, doch nicht jeder, der in frühreren Zeiten das Gras wachsen hörte, verfügt über so ein Teil. Außerdem versteht man ja nur deshalb nicht alles, weil das Radio zu laut ist, draußen gerade ein LKW vorbeifährt oder der Sprechende fürchterlich nuschelt.


Diese Ausreden des Betroffenen können sich über einige Jahre hinziehen, ohne dass die Beschaffung einer Hörhilfe erforderlich wäre. Eine einigermaßen tolerante Familie kann mit diesem Zustand leben, zumal sich bei der alltäglichen Standardfrage "Was hast du gesagt?" durchaus auch belebende Momente ergeben, die zur Belustigung innerhalb der häuslichen Gemeinschaft beitragen. Besonders reizvoll ist der Zustand, wenn sowohl Er als auch Sie dieser geringen Hörschwäche erlegen ist, was mit nachfolgenden Beispielen belegt werden kann:


Wenn Sie morgens beim Aufwachen gähnt, "eigentlich bin ich noch gar nicht wach" und Er versteht, "wer war eigentlich heute Nacht auf unserem Dach?", so kann man davon ausgehen, dass der Tag für beide fröhlich beginnt. Die Stimmung kann sich fortsetzen, wenn Er sich im Keller wiederfindet, weil verstanden wurde: "Hole mir die Matratze aus dem Keller", obwohl gesagt wurde "unsere Katze futtert immer schneller". Auch wäre denkbar, dass Er an Sie die Bitte richtet, die leere Tomatendose nicht fortzuwerfen, denn die sei für die Pinsel in seiner Werkstatt und Sie mit der Frage antwortet: "Seit wann bist du in der Gewerkschaft?"


Sollte sich allerdings einmal bei einer Autofahrt die Situation ergeben, bei der Sie an einer Kreuzung die Warnung ausspricht: "Die Ampel ist rot" und Er mit der Frage antwortet: "Wer ist tot?", so wäre sicherlich zu empfehlen, den Beistand eines Ohrenarztes einzuholen.


(D. Ibbeken)


Fazit: In allen anderen Fällen sollte der erheiternden Situationskomik wegen auf die Anschaffung jeglicher Hörhilfen verzichtet werden. Das könnte so manchen vor Kopfschmerzen oder gar einem Hörsturz bewahren, wenn man beispielsweise ihn direkt vor seiner Haustüre hat:


Nickname 07.08.2017, 22.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 8 : ALLES EASY ODER WAS?

  !!


Vergangene Woche haben wir im "Lindenhof" unser diesjähriges Sommerfest gefeiert. Es war wunderschön und rundherum gelungen. Die Musik, die Stimmung, das Essen – alles hat gepasst. Sogar Petrus hatte ein Einsehen und wir blieben ausnahmsweise vom Regen verschont. Als Dankeschön für meine Mitwirkung bekam ich einen Riesenstrauß Sonnenblumen und ein Buch. Es enthält allerhand Lustiges und Nachdenkliches, Komisches und Skurriles rund um das Thema „Alt werden möchten alle, aber alt sein will keiner“. Darin fand ich auch den folgenden Briefwechsel zwischen einem Enkel und seiner Großmutter, den ich Euch auf keinen Fall vorenthalten möchte. Viel Vergnügen!


Liebe Omi, aus Italy schicke ich dir ´ne Message, damit du schnallst, dass ich gut drauf bin. Wir sind mit dem Ofen erst bis Pisa gebrettert, wo sie diesen affengeilen Tower haben und haben uns eine Mafiatorte reingezogen. Am ersten Abend haben wir heavy abgebaggert, aber jetzt sind die Vibrations gut. Wir kübeln reichlich Wein rein, sind aber gut drauf und checken den Trip gut ab. Mach dir keine Sorgen, liebe Omi. Wir heizen jetzt noch durch die Pampa nach Rom, das soll ja galaktisch sein. Lauter Antikschrott haben die da, das wird der Royal Flash. So long, liebe Omi. Wenn du genug Power hast, schick doch mal Schotter blau gebündelt, postlagernd Rom, rüber. Jetzt muss ich sehen, dass ich in die Hufe komme. Kisses, Harry


Mein lieber Harald, vielen Dank für Deinen schönen Brief aus Pisa. Deine Omi freut sich immer, wenn sie etwas von Dir hört. Aber Harald, schreib doch auch einmal, was Du so machst und wie es Dir geht, denn davon schreibst Du gar nichts. Ich mache mir doch Sorgen. Kommst Du denn mit dem Geld klar, oder soll die Omi Dir noch 20 Euro schicken? Ich gehe heute Tante Leni besuchen und gebe ihr Deinen Brief zu lesen. Sie freut sich sicher darüber. Erhol Dich nur gut, lieber Harald, und schreib mal wieder. Deine Omi


P.S. Habe ich Dich richtig verstanden, Ihr fahrt nach Rom? Ach bitte, mein Junge, grüße doch den Heiligen Vater von mir, wenn Du ihn triffst. Er wohnt ja dort.


Liebe Omi, danke für den Schotter, du bist wirklich eine schrille Gurke. Schreibe heute nur ganz kurz, will noch auf die Disko - Piste gehen. Habe die Freaks hier gefragt: Der Typ, den ich von dir grüßen soll, wohnt in ´ner abgeschotteten WG. Man muss schon elende Connections haben, um da dran zu kommen – und darauf habe ich echt null Bock. Rom ist tierisch! Love, Harry


P.S. Was macht deine Thrombose?


Mein lieber Harald, danke für die schöne Postkarte aus Rom.Mit meiner Thrombose ist es schon viel besser geworden.Die neue Salbe von Dr. Möbels hilft doch gut. Hast Du den Heiligen Vater schon gesehen? Du schreibst gar nichts davon. Ich hoffe, es geht Dir gut. Geh doch mal in den Petersdom, da hält sich der Heilige Vater oft auf. Es wäre zu schön, wenn Du ihn einmal sehen könntest. Immer Deine Omi


P.S. Übrigens, ich wollte Dir eigentlich noch 20 Euro in den Brief einlegen, aber ich hatte den Umschlag schon zugeklebt.


Hey Omi, bin in den Peters-Schuppen gemoved. Affenstark! Habe den Freak, den du kennst, gesehen. Trägt ja tierische Klamotten! Der ist voll auf dem Jesustrip und hat in dieser Petersdisko ´ne irre Show abgezogen – Wahnsinnssound! Kam leider nicht näher an ihn heran. Ich flipp ja aus, was du für coole Zampanos kennst, Omi. Der Riesentyp weiß echt, was Tango ist. Schätze, dass ich in Deutschland jetzt verschärft zuschlagen werde, um auch so einen Superjob zu kriegen. Take it easy! Love, Harry


************************


Na, alles gepeilt? Ich gestehe, dass ich ein paar Mal im Wörterbuch der Jugendsprache nachschlagen musste. Dafür ticke ich jetzt aber auch voll durch und raffe, was abgeht. Echt krass, oder?


Nickname 06.08.2017, 21.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 7 : ZWEITE SELIGPREISUNGEN

WOHL MIR,

wenn ich geduldig langsam gehe mit alten Menschen und warte,

wenn ihre Hände nicht so schnell arbeiten wie meine.


***


WOHL MIR,

wenn ich die Anstrengung auf mich nehme, laut mit Schwerhörigen zu sprechen
und manches geduldig wiederhole, wenn es nicht verstanden wurde.


***


WOHL MIR,

wenn ich warten kann, bis die richtige Brille aufgesetzt ist
und wenn ich den müden Geist der Alten nicht überfordere.


***


WOHL MIR,

wenn ich mir die Zeit nehme, freundlich mit alten Menschen zu plaudern
über Dinge, die sie interessieren.


***


WOHL MIR,

wenn ich mir nicht anmerken lasse, dass mir die Geschichten und Erlebnisse,
die alte Menschen mir immer wieder erzählen, zum Halse heraushängen.


***


WOHL MIR,

wenn ich begreife, dass das Leben alt gewordener Menschen
einen tiefen Sinn und Bedeutung für uns hat,
dass ich sie liebe, achte und mich ihnen gegenüber engagiere.


***


WOHL MIR,

wenn ich sie auf ihrem letzten Wege gütig begleite,
ihnen Steine aus dem Weg räume und ihnen helfe,
ein Licht zu sehen bei der Überwindung der letzten Wegstrecke."


Nickname 06.08.2017, 20.40| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 6: ERSTE SELIGPREISUNGEN

"Selig, die Verständnis zeigen

für meine lahme Hand und meinen stolpernden Fuß.


***


Selig, die begreifen,

dass mein Ohr sich anstrengen muss, um alles aufzunehmen,
was man zu mir spricht.


***


Selig, die zu wissen scheinen,
dass meine Augen trüb

und meine Gedanken träge geworden sind.


***


Selig, die mit freundlichem Lächeln verweilen,
um ein wenig mit mir zu plaudern.


***


Selig, die niemals sagen:
'Diese Geschichte haben Sie mir heute schon zweimal erzählt.'


***


Selig, die es verstehen,
Erinnerungen an frühere Zeiten in mir wachzurufen.


***


Selig, die mich erfahren lassen,
dass ich geliebt, geachtet und nicht allein gelassen bin.


***


Selig, die mir in ihrer Güte

die Tage, die mir noch bleiben auf dem Weg in die Heimat,
erleichtern."


Nickname 06.08.2017, 17.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 5: Eine gute Frage

Mann beim Arzt: "Herr Doktor, wie kann ich 100 Jahre alt werden?" Arzt: "Rauchen Sie?" Patient: "Nein." Arzt: "Wie sieht es mit dem Alkohol aus?" Patient: "Ich trinke nicht." "Arzt: "Essen Sie gern reichlich?" Patient: "Nein." Arzt: "Und wie steht es mit der Liebe?" Patient: "Ich lebe enthaltsam." Arzt: "Wieso wollen Sie dann überhaupt so alt werden?" (Erzählt von Herrn B., 77 Jahre)



************************


Ein altes Mütterlein stürzt die Treppe hinunter. Arzt kommt - Oparation gelungen - mindestens drei Wochen lang kein Treppensteigen. Vier Wochen später kommt ein Anruf vom Mütterlein: "Herr Doktor, kann ich nun endlich wieder Treppen steigen - es wird mir allmählich langweilig, immer die Dachrinne rauf- und runterzuklettern..." (erzählt von Frau R., 91 Jahre)


Nickname 06.08.2017, 14.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER TEIL 4: WAS DU NICHT WILLST, DASS MAN DIR TUE

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floss auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen musste sich der Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm nass. Einmal auch konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus musste er nun essen.


Wie sie da sitzen, trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. "Was machst du da?", fragte der Vater. "Ich mache ein Tröglein", antwortete das Kind, "daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin." Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen endlich an zu weinen, holten allsofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.


(Gebrüder Grimm)


Nickname 05.08.2017, 12.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 3: Wenn der Eismann klingelt

Als Moni erfuhr, dass ihr 96-jähriger Großvater gerade gestorben war, lief sie direkt zum Haus ihrer Großeltern, umd ihre Großmutter zu trösten. Als sie fragte, wie ihr Großvater gestorben sei, erwiderte ihre Großmutter, dass er, während sie ihren Sonntagmorgen-Sex hatten, einen Herzanfall erlitt. Entsetzt erklärte Moni ihrer Oma, dass, wenn zwei fast 100-jährige Menschen noch miteinander schliefen, sie das Schicksal regelrecht herausforderten.


"Aber keineswegs, meine Liebe", antwortete die Oma. "Vor vielen Jahren, als uns unser voranschreitendes Alter klar wurde, fanden wir heraus, dass die beste Zeit, 'es zu tun', dann war, wenn die Kirchenglocken zu läuten begannen. Es war genau der richtige Rhythmus. Nett und langsam und gleichmäßig. Nicht zu anstrengend, einfach 'rein' beim Ding und 'raus' beim Dong." Sie musste unterbrechen, wischte eine Träne weg und fuhr dann fort, "und wenn dieser verdammte Eiswagen mit seinem blöden Gebimmel nicht vorbeigefahren wäre, dann wäre dein Opa heute noch am Leben."


(ERZÄHLT VON FRAU HELENE K: 87 JAHRE)



Nickname 04.08.2017, 22.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 2: Jahresringe

Bäume und Menschen haben vieles gemeinsam: Am Beginn ihres Lebens sind sie biegsam und geschmeidig. Mit den Jahren werden sie starrer und weniger flexibel; aber die Erfahrung lehrt sie, sich den Gegebenheiten anzupassen und so allen Stürmen zu trotzen. Beide setzen im Laufe ihres Lebens Jahresringe an. Und wie beim Baum die Rinde, wir die Haut des Menschen mit der Zeit poröser und durchlässiger - er bekommt ein dünneres Fell. Dabei muss es im Alter keineswegs düster oder trist zugehen. "Küss mich, ich bin der Herbst und habe auch noch meine sonnigen Tage!", heißt es nicht umsonst. Ältere Menschen haben wie wir alle ein Recht auf Liebe und sie haben ihren ganz eigenen, mit viel Lebensweisheit gewürzten Humor. Manchmal werden sie auch wieder wie Kinder: genauso offen, ehrlich und direkt.


Daher habe ich mich entschlossen, meinen lieben Alten eigene Blogeinträge zu widmen. Genügend Material dafür gibt es. Zu den selbst erlebten Geschichten aus meiner ehrenamtlichen Arbeit in zwei Seniorenheimen werden sich unter anderem die von Wolfgang Lange in seinem Buch "Omas Sparbuch, Opas Krückstock..." gesammelten Anekdoten gesellen. Die Bilder habe ich nach Fotos selbst gebastelt und veröffentliche sie mit freundlicher Erlaubnis.


Hier ein kleiner Vorgeschmack:


"Wenn man mich fragt, wie es mir gehe
und wie´s mit der Gesundheit stehe,
so sage ich mit frohem Mut:
"Danke, gut!"-


Es wurde mancher Mediziner
erfolgreich an mir zum Verdiener.
Zuerst mal waren es die Augen,
die nicht so recht mehr wollten taugen.
Dann spürte ich nach kurzer Zeit:
Du läufst ja nicht mehr allzu weit!
Und ein Geheimnis war zu lüften,
woher die Schmerzen in den Hüften?
Ein Othopäd von hoher Kunst
hat mir die linke flott verhunzt.
Ein steifes Knie, ein kurzes Bein
bracht´ mir die Unternehmung ein.
Dann ging die rechte Hüft´ entzwei.
In Hamburg machte man sie neu
Und baute nach der Anamnese
gleich ´ne vernünftige Prothese.


Nun will das Hören nicht gelingen,
ich hör nicht mehr die Vöglein singen.
Der Ohrenarzt weiß guten Rat
und kommt mit einem Apparat,
setzt mir ein Knöpfchen in das Ohr,
schwupps! - hör ich lauter als zuvor.


Der Zahnarzt hat sein Teil getan,
dass beißen ich - und lachen kann.
Erst war´s ne Krone, dann die Brücke,
er tauschte aus mir Stück um Stücke.
Drum sagt man mir trotz aller Falten:
"Du hast dich wunderbar gehalten!"


So wird der Mensch zu guter Letzt
von Kunst und Technik ganz durchsetzt.
Sogar ein Herz ersetzt man dreist,
doch nie die Seele und den Geist.
Drum fragt mich einer, wie´s mir gehe
Und wie´s mit der Gesundheit stehe,
dann sagt mein Ich mit frohem Mut:
"Danke, gut!"


(Gefunden im Nachlass einer Heimbewohnerin)


So humorvoll kann Älterwerden also auch gehen. Ich finde:
Zur Nachahmung empfohlen!


Nickname 03.08.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTSOMMER, TEIL 1: Was heißt hier alt?

Drei Schwestern, 92, 94 und 96 Jahre alt, leben zusammen in einem Haus. Eines Abends lässt sich die 96jährige ein Bad ein. Als sie mit dem ersten Fuß drinnen ist, ruft sie ihre Schwestern: "War ich gerade dabei aus dem Bad oder in das Bad zu steigen?"
Die 94jährige ruft zurück: "Ich weiß es nicht. Ich komme zu dir rauf um nachzusehen!"
Auf halbem Weg auf der Treppe bleibt sie stehen und ruft: "War ich gerade dabei die Treppe hinauf oder hinunter zu gehen?"
Die 92jährige sitzt am Küchentisch bei einer Tasse Tee und hört ihren Schwestern zu.
Sie schüttelt den Kopf und klopft auf den Tisch: "Auf Holz klopfen und hoffen, dass ich nicht auch so werde."
Dann ruft sie ihren Schwestern zu: "Ich komme gleich um euch zu helfen, aber zuerst muss ich nachsehen, wer gerade an der Tür geklopft hat!"



************************


Als ehrenamtliche Mitarbeiterin in zwei Seniorenheimen (wobei der Begriff durchaus wörtlich zu nehmen ist, denn dieses Amt bedeutet eine Ehre für mich) halte ich immer wieder kurze Referate zum Thema Menschen und Leben ab 60 plus vor interessierten Heimbewohnern und deren Angehörigen. Mein Augenmerk liegt dabei vor allem auf der Tatsache, dass dieser Lebensabschnitt nicht in erster Linie Abbau und Siechtum bedeutet, sondern ebenso bewusst und erfüllt gelebt werden kann, wie die Jugend und das „Mittelalter“. Und je mehr man darüber weiß, desto mehr verliert diese Lebensphase ihren Schrecken. Ich wende mich mit meinen kleinen Vorträgen an alle, die ältere Angehörige pflegen oder für ihre eigene Zukunft gewappnet sein wollen. Einiges davon möchte ich hier gern wiedergeben. Ich wünsche unterhaltsame und informative Lektüre!


Zunächst einmal gilt es zu klären: Altern und Alter - was ist das eigentlich? Es handelt sich dabei um einen ganz normalen, biologischen Vorgang, welcher, wenn man es genau nimmt, bereits im Moment der Zeugung einsetzt. Im Laufe seines Lebens sammelt der Mensch Erfahrungen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Zwar ist manchmal vom „kindischen Greis“ die Rede, wenn ein Mensch im höheren Alter in kindliche Verhaltensweisen zurückzufallen scheint. In Wahrheit bedeuten diese Parallelen zu kindlichen Verhaltensweisen aber keinen Rückschritt in der Entwicklung des Menschen, sondern sind Teil derselben.


Auf welche Weise und in welchem Tempo der Alterungsprozess fortschreitet, hängt wesentlich von der Persönlichkeit des Einzelnen, seinen Lebensumständen und seiner Lebensführung ab.


Nach neuesten Erkenntnissen der Gerontologie (Altersforschung) ist der Mensch
nicht so alt:


- wie seine Gefäße und seine Stoffwechselfunktion (körperliche Begriffsbestimmung)
- wie er sich fühlt
(seelisch-geistige Begriffsbestimmung) - auch wenn der Volksmund etwas anders behauptet. Denn sonst könnte man sich subjektiv nicht manchmal wie ein Teenager und dann wieder wie Methusalem fühlen.
- wie gesellschaftliche und politische Rollenzuweisungen ihn definieren
(gesellschaftspolitische Begriffsbestimmung), sondern er ist so alt wie sein Anpassungsvermögen (Adaption) an seine Umwelt und die jeweilige Situation. Dieses nimmt mit zunehmendem Alter in bestimmten Bereichen ab, während es sich in anderen Bereichen wandelt. Es ist außerdem abhängig von Umweltbedingungen und der Fähigkeit, seinem individuellen Leben auf körperlichem, geistigem und mitmenschlichen Gebiet einen Sinn zu geben.


Nickname 03.08.2017, 14.50| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BLICK ZURÜCK OHNE ZORN UND EIN DANKESCHÖN

Es gibt Momente, in denen man feststellt,
dass das Ende näher ist als der Anfang.


Dann zieht man Bilanz und fragt sich,
ob man im Leben alles richtig gemacht hat.


Wenn vielleicht auch nicht alles,
dann doch das meiste oder zumindest einiges -
das wäre immerhin schon etwas.



DANKE AN ALLE,

DIE MIR BIS HIERHER DIE TREUE GEHALTEN HABEN!

BLEIBT GESUND UND FROH!!!

Nickname 24.07.2017, 13.23| (3/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

DIE WELT BEFINDET SICH IM WANDEL

"...und ich mit ihr.
Es ist an der Zeit, meine Selbstliebe,
meine inneren Werte und wahren Freundschaften zu finden.
Dann wird mich die Veränderung
wie eine sanfte Welle aus Energie
in die Neue Zeit tragen."


Nickname 23.07.2017, 21.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

WENN EIN STURM AUFKOMMT

"...in meinem Leben,
finde ich bei meinem Engel Schutz.
Er schafft mir einen inneren Raum,
in dem ich Kraft schöpfen kann.
So kann ich dem wilden Abenteuer 'LEBEN'
mit neuer Energie begegnen."


Nickname 23.07.2017, 21.34| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

VERÄNDERUNG UND WACHSTUM

"...eröffnen mir aufregende Möglichkeiten.
Inmitten allen Wandels
bin ich stets sicher und behütet."


***


"Ich beginne und beende jeden Tag damit,
dass ich für alle Segnungen danke,
die mir geschenkt werden."


Nickname 23.07.2017, 21.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SCHÖNHEIT IST DA

"...ich muss sie nur sehen,
anstatt mich in trüben

Gedanken zu drehen."


Nickname 23.07.2017, 21.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SINGLE ODER LANGSPIELPLATTE?

Statistiken sind eine feine Sache. Sie verraten viel über uns, sowie über die Welt, in der wir leben und untermauern es mit unbestechlichen Zahlen. Wir erfahren beispielsweise, dass der Vatikan im Verhältnis zu seiner Bevölkerung die höchste Verbrechensrate aufweist. Allerdings werden die Delikte fast ausschließlich von Touristen begangen, die in der Regel ungestraft davonkommen, weil sie sich der päpstlichen Justiz durch Flucht ins benachbarte Italien entziehen. Interessant, oder?


Aber das ist längst nicht alles. Statistiken vermögen noch einiges mehr, sie können sogar bei einer Diät hilfreich sein. Wenn etwa der beste aller Ehemänner ein ganzes Brathähnchen samt der knusprigen Haut verputzt, während ich mich mit einer Handvoll Radieschen und ein paar Salatblättern begnüge, darf ich mich anschließend ebenso satt und zufrieden fühlen wie er. Schließlich habe ich – statistisch gesehen – auch ein halbes Hähnchen verspeist. Falls ich trotzdem weiter hungrig bin, liegt das bestimmt nicht an den nackten Zahlen (eher an dem Haufen nackter, sorgfältig abgenagter Knochen auf dem Teller des Besten), denn Zahlen lügen bekanntlich nicht.


Wie die aktuellen, kürzlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Ziffern belegen, gibt es in Deutschland rund 1,6 Millionen Singles. Das heißt, zirka jeder fünfte Bundesbürger ist solo. Das Leben ohne Anhang hat zweifellos seine guten Seiten. Die Herren der Schöpfung brauchen keine drastischen Strafmaßnahmen (wie Liebesentzug und Nächtigen auf dem Sofa) zu befürchten, wenn sie ihre freie Zeit im Fußballstadion, in der Kneipe oder einem anderen Etablissement verbringen. Singlefrauen ihrerseits engagieren gut gebaute Nacktputzer und feiern wahre Shoppingorgien, ohne dass ein „Er“ sich aufführt wie Othello oder ihnen die Kreditkarte sperrt. Kurz und gut, Männlein wie Weiblein dürfen ganz nach der eigenen Fasson selig werden.


Trotz aller unbestrittenen Vorzüge des Singledaseins oute ich mich als überzeugte Langspielplatte. Der beste aller Ehemänner und ich spielen nun schon seit fast dreißig Jahren unser Lied (sieben Jahre "wilde Ehe", quasi als Intro, kommen hinzu): Mit täglich wechselnden Strophen, mal Staccato, mal Vibrato; heute in Dur und morgen vielleicht in Moll, aber immer nach unserer eigenen Melodie. So wird es bleiben bis ans Ende des Vinyls – selbst gegen den Rat von Experten, man solle die Nadel auswechseln, wenn die Rille zu knistern beginnt. Honi soit, qui mal y pense!


Nickname 23.07.2017, 19.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

JE OLLER, JE DOLLER ODER: WER SCHLECHTES DABEI DENKT


Neben der Socken fressenden Waschmaschine gibt es noch ein zweites Phänomen: Das Hamster-Syndrom. Kaum zeigt der Kalender einen Feiertag an, schon kaufen die Leute ein, als stünden wir kurz vor einer Blockade. Um ehrlich zu sein bilde ich da keine Ausnahme. Irgendwas fehlt ja immer, entweder Leberwurst, Gummibärchen oder Toilettenpapier. So machte ich mich am Pfingstsonnabend ebenfalls auf den Weg zum Supermarkt.


Am Eingang traf ich eine Nachbarin, deren kleiner Hund vor kurzem gestorben ist. Candy, ein West-Highland-Terrier, war dreizehn Jahre lang ihr treuer Begleiter, und sie vermisst ihn sehr. Eigentlich wollten sie und ihr Mann ihm keinen Nachfolger geben, aber: "Inzwischen überlegen wir, uns doch wieder einen anzuschaffen, vielleicht aus dem Tierheim. Wir sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber einer, der schon so sechs oder sieben ist, könnte noch ein paar gute Jahre bei uns haben." Dafür hätte ich sie küssen mögen, und ich begann sofort, in den höchsten Tönen ein Loblied auf die Tierheimhunde zu singen. Wir waren völlig in unser Gespräch vertieft und bemerkten erst, dass wir den Weg zu den Einkaufswagen blockierten, als uns ein Mann von der Seite her anblaffte. "Hören Sie mal, können Sie Ihren Kaffeeklatsch vielleicht woanders abhalten?", fuhr er uns an. "Wenn Sie hier noch lange rumstehen, gibt es bald einen dickeren Stau als auf der Stadtautobahn!"


Hallo, geht´s vielleicht auch ein bisschen freundlicher? Mich piekte der Hafer. Ich machte ein schuldbewusstes Gesicht und sagte kleinlaut: "Bitte verzeihen Sie, dass wir Sie behindert haben, aber wir stehen wirklich vor einer schwierigen Entscheidung. Wissen Sie, es geht nämlich darum, sich einen neuen Lebensabschnittsgefährten anzuschaffen, und da gibt es allerhand zu bedenken. Herkunft, Größe, Rasse, Haarfarbe... auch das Alter spielt natürlich eine Rolle. Nicht zu jung, aber auch nicht zu alt sollte er sein - man will ja noch seinen Spaß mit ihm haben. So eine Wahl muss gut überlegt werden, die trifft man nicht in ein paar Minuten!" Der Mann sah mich an, als wäre ich nicht ganz bei Trost, schnappte sich einen Wagen und verschwand im Laden. Er brummte noch etwas vor sich hin, das ungefähr so klang wie: "Bloß weg hier, wer weiß, was den beiden mannstollen, alten Schachteln sonst einfällt." Dabei hatten wir doch nur über einen neuen Hund gesprochen...


Nickname 23.07.2017, 19.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAS VERLORENE - SOCKEN - PHÄNOMEN

Jeder, der eine Waschmaschine besitzt, kennt das: Man gibt eine bestimmte – gerade! – Anzahl von Socken hinein, immer schön paarweise, wie die Tiere auf der Arche Noah: Zwei braune kurze, zwei bunt karierte lange, zwei grün-gelb gestreifte, vier blau-rot geringelte Tennissocken, zwei gepunktete und so fort. Man startet das Programm und überlässt die Gestrickten ihrem Los. Ein fataler Fehler, denn kaum hat man eine Stunde später die Maschine geöffnet und den gesäuberten Inhalt zwecks weiterer Bearbeitung entnommen, gerät die heile Sockenwelt aus den Fugen. Zum Vorschein kommen zwei kurze braune, eine lange bunt karierte, drei Tennissocken, zwei gepunktete und eine grün gestreifte (der gelbe Streifen hat sich durch das Blau in den Tennisocken ebenfalls grün verfärbt). Die restlichen sind irgendwo im Universum auf Nimmerwiedersehen verschollen. Wenigstens die Tennissocken sind noch zu gebrauchen, weil bei drei gleichen ja zwangsläufig immer ein Paar übrig bleibt. 



Was habe ich nicht alles versucht, um das Phänomen zu ergründen oder es womöglich sogar auszutricksen. Stundenlang habe ich in das Bullauge der Waschmaschine gestarrt, um den Sockendieb dingfest zu machen, bis mir von der ständigen Dreherei schwindlig wurde. Vergebens. Ich habe die einzelnen Paare zusammengenäht, -geklammert, -getackert und mit Paketband umklebt. Die Mühe hätte ich mir sparen können, denn außer einer Tackerklammer in meinem linken Zeigefinger und einer mit Klebeband verpappten Gepunkteten kam nichts dabei heraus. Das Phänomen ist stärker, es gewinnt immer. Und weil es sich dabei um ein weltweites, an keine Nationalität oder Konfession gebundenes handelt, wird seit einigen Jahren am 9. Mai ganz offiziell der „Tag der verlorenen Socke“ begangen. Wir würden sie so gern feiern – nur können wir sie leider nicht finden…


P.S. Es ist wohl reiner Zufall, dass am selben Datum in der nordbrasilianischen Kleinstadt Esperantina der „Tag des Orgasmus“ gefeiert wird. Denn der hat, soviel ich weiß, nur wenig mit geringelten Tennissocken zu tun.

Nickname 23.07.2017, 19.06| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

GEMÄCHLICH KOMMT MAN AUCH ANS ZIEL


Graue Haare, erste Fettpölsterchen und ein schwerfälligerer Gang. Auch unsere vierbeinigen Freunde werden älter. Im Idealfall begleiten sie uns schon ihr Leben lang und dürfen bis zum Ende bei uns sein. Manche finden aber auch erst später ein liebevolles Zuhause in einer Familie. Unabhängig davon wünschen sich alle Halter dasselbe für ihren Begleiter: Er soll in allen Lebensphasen glücklich sein und in Würde altern. Aber ebenso wie bei uns verändern sich die Bedürfnisse unserer Lieblinge im Laufe ihres Lebens.


Ab wann sind unsere tierischen Begleiter alt? Wann müssen wir verstärkt Rücksicht auf sie nehmen und was benötigen sie dann? „Die Rechnung, dass ein Hunde- und Katzenlebensjahr in etwa sieben Menschenjahren entspricht, ist nicht korrekt“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. So sind die Tiere zwar schon mit etwa einem Jahr im Teenageralter und somit schneller erwachsen. Danach läuft der Alterungsprozess jedoch langsamer. So gelten Katzen in der Regel ab zwölf Jahren als „alt“, dennoch können sie noch viele Jahre gesund weiterleben. Bei Hunden gilt, dass große Tiere oft schneller altern als kleine. Andererseits können selbstverständlich auch große Vierbeiner gesund alt werden. Pauschal lässt sich also nicht sagen, ab wann ein Tier besondere Fürsorge benötigt. Es liegt an uns Haltern, darauf zu achten, wie sie sich entwickeln. Natürlich sollte im Zweifelsfall immer der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.


Nicht nur alleine das Alter sagt etwas über die Bedürfnisse von Hunden und Katzen aus. Schließlich sind sie auch in ihrer Jugend schon oft sehr verschieden. Der eine spielt für sein Leben gerne, die andere hat schon immer am liebsten geschmust. In der Regel schlafen jedoch die meisten Tiere im Alter mehr als in jungen Jahren. Und sie freuen sich darüber, wenn ihre Lieblingsplätze leicht zugänglich sind. Weniger Beweglichkeit oder Arthrose führen dazu, dass nicht mehr all das möglich ist, was viele Jahre lang geliebte Gewohnheit war. Auch die Sinnesorgane können im Alter nachlassen. Eine Katze, die ihr eigenes Maunzen nicht mehr so laut hört wie früher, wird beispielsweise vermutlich lauter miauen. Ein Hund, der nicht mehr so gut sehen kann, wird gewohnte Spazierwege genießen.


Und auch die Ernährung unserer Haustiere sollte ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Starkes Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da es die Gelenke und den Kreislauf zusätzlich unnötig belastet und das Diabetes-Risiko steigt. „Bei Katzen ist zudem gerade im Alter besonders darauf zu achten, dass sie genug Wasser zu sich nehmen, damit sie keine Nierenprobleme bekommen. Dies erreicht man am besten über ein hochwertiges Nassfutter“, rät Tierärztin Dr. Bettina Schmidt.


Grundsätzlich sollten die Halter älterer Tiere auf Veränderungen bei ihren tierischen Lieblingen achten und sich regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen. Ein Vorsorge-Check-Up mit einer Blutuntersuchung kann dabei helfen, eine Alterserkrankung frühzeitig zu erkennen.




Wer rastet, der rostet


Doch Vorsicht: Nur weil ein Haustier älter geworden ist, möchte es nicht automatisch nur noch auf der faulen Haut liegen. Ebenso wie Ruheständler haben die Tiere noch jede Menge Lust, etwas zu erleben. Es muss nur eben nicht immer so wild zugehen wie in der Jugend. Auch in einem gemütlichen Tempo können Hunde beim Spaziergang noch viel entdecken. Wichtig ist, dass die Tiere in Bewegung bleiben und weiter ihren Bedürfnissen entsprechend ausgelastet und gefordert werden.


Respektieren Sie es, wenn Ihre Katze mehr Ruhe sucht und lassen Sie Ihren Hund gewähren, wenn er nicht mehr ganz so lange spazieren gehen mag. Das Wichtigste aber ist: Seien Sie an der Seite Ihres Tieres. In Gesundheit und Krankheit, unsere tierischen Lieblinge haben es verdient.



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Nickname 23.07.2017, 18.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GRUPPE DER ANONYMEN HUNDE - ABHÄNGIGEN (AHA)

Vielleicht kennen Sie das schon, oder sind selbst in Behandlung!!

Stellen Sie sich vor, wir sitzen kreisförmig mit mehreren Personen in einem gut klimatisierten Raum und halten uns an den Händen.


Ich fange an zu erzählen:


Hallo, mein Name ist ...... und ich bin ein Hundeabhängiger. Einige von Ihnen sind hier, weil ein Freund oder Familienangehöriger Sie hierher geschickt hat. Vielleicht sitzen Sie hier und glauben, dass Sie das alles gar nicht betrifft, dass mit Ihnen alles in Ordnung ist. Es ist nicht leicht einzusehen, dass man ein Hundeabhängiger ist – und es ist noch schwieriger, zu uns bei den AHA zu kommen und um Hilfe zu bitten.


Lassen Sie mich Ihnen einige Fragen stellen:


- Können Sie sich eher an den Namen eines Hundes als an den seiner Besitzer erinnern?


- Sind Sie der Meinung, dass "festliche Kleidung" bedeutet, eine saubere Jeans ,frisch gewaschene Tennisschuhe und eine Hundeleine leger über dem Brustkorb zu tragen?


- Sind Sie der Meinung, dass "Hundesohn" kein Schimpfwort ist?


- Müssen Sie, wenn Sie jemandem in Ihrem Auto mitnehmen wollen, erst einmal den Beifahrersitz enthaaren?


- Verbringen Sie viel Ihrer Freizeit und Ferien auf Hundetreffen, auf Hundeplätzen oder in Fachgeschäften für Hundesportartikel?


- Können Sie beim Essen in einem feinen Restaurant (Hunde-)Dinge diskutieren, die dazu führen, dass sich die Nebentische schnell leeren und die Leute, die dort saßen, grün um die Nase wirkten?


- Meiden Sie Ladengeschäfte, an denen ein Schild "Ich muss draußen bleiben" hängt?


- Besteht Ihre Post größtenteils aus Katalogen für Hundefutter, Hundebücher, Hundezubehör und Outdoorkleidung?


- Ist Ihre Inneneinrichtung so ausgesucht, dass sie zu Ihrem Hund passt?


- Stehen Sie Sonntag morgens vor der Morgendämmerung auf, um mit Ihrem Hund Gassi zu gehen, weil man da die wenigsten Leute trifft?


- Wenn Sie jemanden Neues kennen lernen, fragen Sie dann, was für einen Hund er hat und bemitleiden ihn, falls er keinen hat?


- Wissen Sie, was man unter VDH, FCI, Kong, IPO, CACIB, Agi, HD, ZTP, BH und CACIT versteht, aber nicht, welches Medikament man seinem Ehepartner aus der Apotheke holt, wenn dieser einen Schnupfen hat?


- Haben Sie in allen Jackentaschen Hundekekse, Trockenfleisch, Käsebrocken, Bälle und Quietschespielzeug?


- Ist es Ihnen schon manchmal passiert, dass Sie sich als „Hassos Mama/Papa“ vorgestellt haben?


- Finden Sie Leute ohne Hunde langweilig?


Falls Sie lediglich eine dieser Fragen mit "Ja" beantwortet haben, brauchen Sie uns nicht.
Haben Sie zwei Fragen bejaht, besteht bereits Suchtgefahr.
Lautet Ihre Antwort auf drei oder mehr Fragen "Ja", dann sind Sie hier bei uns an genau der richtigen Stelle.


Meine Empfehlung für alle, die drei oder mehr Fragen mit "Ja" beantwortet haben, ist zu lächeln, sich dem lächelnden Menschen neben ihnen zuzuwenden und ihn dazu zu beglückwünschen, dass sein Leben – wie auch das Ihre – immer voller guter Freunde und guter Hunde sein wird und nie, niemals langweilig sein wird.


Viel Spaß und Freude mit Ihrer 'Krankheit!'



Drei, die süchtig machen -
ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen!

Nickname 23.07.2017, 15.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GEBET EINES STREUNERS

Lieber Gott, bitte hilf mir in meiner Qual,
der ganzen Welt bin ich egal,
niemand da, der an mich denkt,
der mir ein wenig Liebe schenkt.


So müde von der Streunerei,
zieht keine Hoffnung mehr vorbei.
Vor Schmerzen kann ich kaum noch stehn,
muss trotzdem durch den Regen gehn.


Bei meinem schweren Gange hier,
verzweifle ich und bet' zu dir:
um jemand, der mich wirklich liebt,
mir eine warme Obhut gibt:


Mit einem schönen, warmen Bett.
Ja - und 'nen Knochen - das wär nett!
Beim letzten Herrchen war es schlimm,
bin froh, dass ich dort nicht mehr bin.


Ohne Wasser, angekettet,
hat mich nur die Flucht gerettet.
Meine Leine hab ich durchgebissen,
und bin von dort dann ausgerissen.


Lieber ein Streuner! Lieber allein!
Als ewig eingesperrt zu sein.


Jetzt, lieber Gott, bin ich geschafft.
Ich kann nicht mehr, mir fehlt die Kraft.
Bin müde, hungrig - mir ist kalt,
ich fürchte, Gott, ich werd' nicht alt.


Mit Stöcken jagt man mich und Steinen,
doch mir bleibt keine Zeit zum weinen.
Muss durch die Straßen - Knochen finden -
obwohl stetig meine Kräfte schwinden.


Hab's nicht verdient, bin eigentlich gut,
will nicht, dass man mir Böses tut.
Von Würmern geplagt, von Flöhen gebissen,
lieber Gott, ich möchte von dir wissen,
Ob's jemanden gibt auf dieser Welt dem ich,
und der auch mir gefällt?


Sollt es diesen Jemand geben,
so würd' mein Herz vor Freude beben.
Ja! Alles würd' ich für ihn machen
und kau auch nicht auf seinen Sachen.


Ihm lauf ich ganz bestimmt nicht fort,
ich liebe ihn und hör auf's Wort.
Doch so schwach, allein wie ich jetzt bin,
macht Weiterleben keinen Sinn.


Schmutzig und unendlich mager
weine ich jede Nacht in meinem Lager,
weil ich mir solche Sorgen mache,
ob ich am nächsten Tag erwache.


Soviel Liebe und Treue kann ich geben,
will deshalb eine Chance zum Leben.
Oh lieber Gott, erhör' mich gleich,
bevor die letzte Hoffnung weicht
und schicke jemand, der mich liebt.


Mein Gott - wenn es dich wirklich gibt...


(Bev Davenport
Homeless Afghan Rescue & Care
übersetzt aus dem Amerikanischen von Bastian Rosing)


*********


Ob unser Böbchen sein Dasein als Kettenhund fristen musste, bevor man ihn gewaltsam fortgejagt hat (wofür das Geschoss in seinem Schulterblatt, das ausgestochene linke Auge und die gebrochenen Vorderbeine sprechen könnten), oder ob er sein ganzes bisheriges Leben als Streuner auf den Straßen Rumäniens verbrachte, wissen wir nicht. Er mag etwa zwölf bis dreizehn Jahre alt gewesen sein, als er uns anvertraut wurde, lebte auf den Tag genau zwei Jahre bei uns und genoss hier sichtlich seine Rente.



Einen dankbareren, bescheideneren und zufriedeneren Hund haben wir selten erlebt. Wenn es nach uns ginge, dann würde jegliche kommerzielle Hundezucht verboten, bis auch der letzte Heimatlose und Ausgesetzte ein gutes Zuhause gefunden hat. Ich weiß, das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben. Wir geben jedoch nicht auf, denn es heißt - hoffentlich - nicht völlig umsonst: "Wer nur eine Seele rettet, der rettet die ganze Welt."


Nickname 23.07.2017, 14.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EIN WIEDERSEHEN

"Ich kann nicht bleiben, ich muss nun gehen...
der Regenbogen ruft mit den schönsten Farben.
Aber immer, wenn es regnet und die Sonne scheint,
bin ich bei Dir und leuchte nur für Dich.
Denk immer daran: Du hast mich nicht verloren,
ich bin Dir den Weg nur vorausgegangen...



Der Tag wird kommen, an dem wir uns wiedersehen -
der Tag, an dem wir zusammen am Himmel wandeln."



Das ist ein Trost und vielleicht der einzige, den es gibt.

Nickname 23.07.2017, 14.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DA STAND PREDIG AUF UND PETRETE

„Gottes Regieanweisung gilt noch immer: Sechs Tage sollt ihr schlafen, am siebenten ausruhen!“ (schaffen)


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Er muss es wissen: „Ob es nun ein Leben nach dem Tode gibt, darüber informiert jetzt der erfahrene Theologe Jürgen Moltmann.“


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„Bevor wir uns um den Tisch des Herrn sammeln, singen wir 229: Kommt mit Gabeln und Lobgesang!“ (Gaben)


******


„Kehrt mit seiner Säge ein in jedes Haus…“ (seinem Segen)


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In flagranti: „Der Herr hat uns im Schlaf erwischt.“ (erfrischt)



Besser als nichts: „Während der Kollekte sammeln wir das nächste Lied ein.“


******


„Ich sage euch: Es werden Blinde lahmen und Aussätzige Tauben sehen und rein werden, aus, äh, die Aussätzigen und die Tauben werden was hören.“


Nickname 23.07.2017, 13.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

HÄNGEN WIR DEN KIRCHTURM NICHT ZU HOCH!

Neues vom "Versprecherpapst":


"Gänzlich neue Perspektiven eröffnen sich durch die kirchliche Befruchtung." (künstliche)


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"Ich als verdorbener Diener, äh Verdiener, als verruf - äh o je, ich verordneter und berufener Diener der Kirche Jesu Christi..."


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"...sondern erlöse uns von dem Pöbel!" (Bösen oder Übel)


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"Besonders herzlich begrüße ich die Verstorbenen unserer Angehörigen." (oder doch lieber umgekehrt?)


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"Riesenstimmung herrschte unter den 37.000 ausverkauften Zuschauern."


Allen Lesenden einen stimmungsvollen Abend

und eine gute Nacht!


Nickname 22.07.2017, 22.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

BEAMTE, BITTE NICHT LESEN!

(Alle, die es trotzdem tun, sind als löbliche Ausnahmen selbstverständlich ausgeschlossen):


Ein Politiker, ein Wissenschaftler und ein Beamter wollen gemeinsam Schnecken sammeln. Sie treffen sich am vereinbarten Ort und ziehen gemeinsam in verschiedene Richtungen los.


Nach einer halben Stunde kehrt der Wissenschaftler mit 162 Schnecken zurück. Eine weitere halbe Stunde später kommt der Politiker und hat 87 Schnecken dabei. Vom Beamten ist weit und breit nichts zu sehen. Erst nach drei Stunden kommt auch er endlich wieder - und hat nicht mal eine Schnecke dabei. Die beiden anderen wundern sich: "Wieso hast du denn keine einzige Schnecke gefunden?" "Das ist unglaublich mit diesen Viechern!", empört sich der Beamte. Ich sehe eine Schnecke, bücke mich danach und - husch! - ist sie weg!"


Nickname 22.07.2017, 22.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ZUM NACHTISCH: DIE NEUE BRILLE

Eine Freundin fragt die andere: "Sag mal, warum trägst du eigentlich nie deine Brille, wenn du dich mit deinem Freund triffst?"

"Ach", erwidert die Gefragte, "er findet mich ohne Brille einfach hübscher - und ich ihn auch!"



Vierzig Jahre später:


Ein Rentnerehepaar sitzt beim Mittagessen.
Nach längerer Betrachtung sagt sie zu ihm:
"Also, mit der neuen Brille gefällst du mir überhaupt nicht."
"Wieso?"
, fragt er verwundert. "ich habe doch gar keine neue Brille."
Darauf sie: "Du nicht - aber ich."


Nickname 22.07.2017, 13.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

GUTER RAT ZUR FERIENZEIT

MERKE:


Ihr Urlaub sollte lange genug dauern,

dass der Chef Sie vermisst -

aber nicht so lange, bis er entdeckt,

dass er auch ohne Sie ganz gut

zurecht kommen kann!


Nickname 22.07.2017, 13.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

OHNE PUNKT UND KOMMA


"Hör mal gut zu, Paul", tadelt der Lehrer, "du hast eine furchtbare Angewohnheit, du sprichst keinen Satz zu Ende!"

"Aber Herr Lehrer, wieso denn, det hat mir noch keener, wo meene Mutta so uff mich, meen Vata meent ooch, denn hätte der doch schon, und überhaupt, da bemüht man sich un denn is man dauernd..."


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Wütend kommt Luise aus der Schule nach Hause und knallt ihre Mappe in die Ecke. "Na, dein Diktat war wohl nicht so gut?" fragt die Mutter. "Dämliche Rechtschreibreform!" empört sich Luise. "Det is so ´ne Unjerechtichkeit. Nu wern alle die bestraft, die bis jetzt immer richtich jeschrieben haben!" (Wie recht sie doch hat!)


Nickname 22.07.2017, 13.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

JEWICHTIJET


Scheenen, juten Tach ooch!


Als waschechte "Berliner Jöre" rede ich gern, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Hier habe ich ein bisschen etwas in unserer Mundart aufgeschrieben. Ville Vajnüjen!


Der Lehrer fragt: "Was wiegt schwerer, ein Pfund Federn oder ein Pfund Eisen?"

 Sabine meldet sich: "Een Pfund Eisen, Herr Lehrer!"

"Aber Sabinchen, ein Pfund ist doch ein Pfund. Kannst du das nicht einsehen?"

"Nee", mault Sabine.

"Sieh mal, das Paket mit den Federn ist zwar größer, aber genauso schwer wie das Eisen, verstehst du?"

Sabinchen schüttelt den Kopf.

Der Lehrer ist ratlos. "Was soll ich denn nur machen, um es dir zu erklären?"

"Jehnse mal uff´n Hof, Herr Lehrer, und ick werd Ihn vom dritten Stock een Pfund Federn uff´n Kopp werfen und hinterher een Pfund Eisen. Wennse dann immer noch derselben Meinung sind, schließ ick mir Ihn jerne an!"


************


"Fritzchen, det dürfste aba nich!", schimpft Ute mit ihrem kleinen Bruder, als der sich mit Mutters Puderquaste durch das Gesicht fährt.

"So, und weswejen nich?"

"Mensch, det is doch klar - nur Meechens dürfen sich pudern, Jungs müssen sich waschen!"


Allen Lesern een sonnijet Wochenende,

det sich jewaschen hat!


Nickname 22.07.2017, 13.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

WAS IST REINKARNATION?

Das Stammtischgespräch kommt auf das Thema Wiedergeburt.


"Was heißt denn das eigentlich?", will einer wissen.


"Seelenwanderung", klärt ihn einer von den Oberklugen auf. "Nach dieser Auffassung könntest du nach deinem Tod beispielsweise in Tiergestalt auf die Erde zurückkehren."


"Aha, dann wäre es also möglich, dass ich hier später einmal als Rindvieh herumlaufe?"


"Nein, auf keinen Fall. Niemand wird zweimal dasselbe!"


Nickname 21.07.2017, 22.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

LEICHTER GESAGT, ALS GETAN


„Lass dir nicht den Tag verderben, deine gute Laune klau´n!“ Ehrlich gesagt, manchmal fällt es mir schwer, diesen Rat der Gruppe TRUCK STOP zu beherzigen. Beispielsweise, wenn jemand sich in der Tiefgarage auf einen ausgewiesenen Frauen- oder Behindertenparkplatz stellt und der Fahrer sich als dreißigjähriger Bodybuilder entpuppt, dem das Testosteron aus allen Poren tritt und dessen einzige Behinderung darin besteht, dass er dringend eine Brille bräuchte, um die Hinweisschilder zu lesen. Oder wenn ich im strömenden Regen mit unseren Hunden den Waldspaziergang absolviere und plötzlich ein wildfremder Riesenköter, der eben noch in der dicksten Pfütze gebadet hat, auf mich zurast, mich anspringt und mir seine schlammigen Tatzen auf die Schultern meiner neuen, cremefarbenen Jacke legt. Sein Frauchen kreischt entsetzt: „Oh du Schlimmer, du sollst doch nicht immer springen, denk doch an deinen Rücken, hoffentlich hast du dir nichts verrenkt!“ Kein Wort der Entschuldigung, geschweige denn das Angebot, die Reinigungskosten zu übernehmen. Man braucht schon einen sehr speziellen Humor und eine gute Portion stoischer Gelassenheit, um in derartigen Situationen die Mundwinkel oben zu behalten.


Die Krönung all dessen erlebte ich kürzlich im Supermarkt an der Aufschnitttheke. Vor mir war eine Frau an der Reihe, die ich vom Sehen her kannte. Ich grüßte nett, aber sie tat, als wäre ich aus Fensterglas. Auf die Frage der Verkäuferin, was es denn sein dürfe, verlangte sie: „Geben Sie mir 14 Scheiben Parmaschinken, aber hauchdünn geschnitten!“ Die Verkäuferin versprach, ihr Bestes zu tun und schnitt eine Scheibe zur Ansicht ab. „Ist es recht so?“ „Oh Gott, nein“, mäkelte es vor mir, „das ist ja keine Scheibe, sondern ein Brett. Ich sagte hauchdünn, ich möchte durch die Scheiben Zeitung lesen können!“ Die Verkäuferin bedauerte, Leselupen könne ihre Maschine leider nicht schneiden. „Nun werden Sie mal nicht frech!“ keifte Madame. „Nennen Sie das etwa Service? Ja früher, da war der Kunde noch König! Vergessen Sie den Schinken und geben Sie mir 122 Gramm italienische Mortadella.“ Die Ärmste hinter der Theke kroch förmlich in sich zusammen und wisperte kleinlaut, leider sei die italienische Mortadella wieder nicht mitgekommen, aber ganz sicher zum Wochenende und ob es nicht stattdessen eine leckere Salami sein dürfe. Flehentlich bot sie Madame ein fast durchsichtiges Scheibchen als Kostprobe an. Jetzt ging es erst richtig los. „Was ist denn das für ein Saftladen hier? Das sind ja Zustände wie früher im Osten, ich werde…“


An dem Punkt mischte ich mich ein. „Hören Sie“, wandte ich mich an die Zeternde, „Höflichkeit hat wohl kaum etwas mit irgendeiner bestimmten Himmelsrichtung zu tun, also benehmen Sie sich ein bisschen und entscheiden Sie sich endlich, andere wollen schließlich auch noch bedient werden.“ Zustimmendes Raunen hinter mir, die Schlange reichte mittlerweile fast bis zum Eingang zurück. „Und übrigens, haben Sie keine anderen Sorgen? In Afrika verhungern täglich Tausende von Kindern, und Sie…“ Weiter kam ich nicht. Ohne mich, die Aufschnittverkäuferin oder sonst jemanden eines weiteren Blickes zu würdigen, machte Madame auf dem Absatz kehrt und rauschte davon wie eine griechische Erinnye; wohl um sich bei Zeus persönlich über den mangelnden Respekt des Erdenvolkes zu beklagen.


Zu Hause erzählte ich dem besten aller Ehemänner von dieser unmöglichen Person. Er kratzte sich am Kinn, sah mich sinnend an und meinte: “Hm, na ja, im Prinzip müsstest du die Frau verstehen können. Oder weißt du nicht mehr, wie gründlich es dir erst vor kurzem den Tag verdorben hat, als ausgerechnet dein Lieblingsmozarella und die Sanddornkonfitüre, die du so gern zum Frühstück isst, mal wieder nicht mitgekommen waren?“ Also, das kann man ja wohl nicht vergleichen, oder? Auf wessen Seite steht er eigentlich??


Nickname 21.07.2017, 22.15| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAS WASSERSTOFF - MYSTERIUM


Eine Blondine hat mit ihrem Auto ein anderes Fahrzeug gerammt. Brüllt der Fahrer: "Sie dummes Huhn, haben Sie überhaupt eine Fahrprüfung gemacht?"
Zischt die Blondine beleidigt zurück: "Bestimmt öfter als Sie!"


************


Zwei Blondinen sitzen im Auto und fahren an einer Wiese vorbei, auf der eine Artgenossin versucht, im Gras mit ihrem Boot zu rudern. "Das gibt's ja nicht", schimpft die erste Blondine im Auto. "Solche wie die sind es, die unseren Ruf ruinieren!""Ja, genau!", erwidert die zweite. "Und wenn ich schwimmen könnte, würde ich ihr dafür eine reinhauen!"


************


Eine Blondine fragt in einem Elektrogeschäft: "Wieviel kostet diese Mikrowelle"?. Der Verkäufer:"Ich verkaufe nichts an Blondinen." Die Blondine färbt sich die Haare schwarz und stellt dem Verkäufer erneut dieselbe Frage. Dieser antwortet wieder: "Ich verkaufe nichts an Blondinen." Sie fragt: "Woher wissen Sie denn, dass ich eine Blondine bin?" Der Verkäufer: "Weil nur Blondinen fragen, was eine Mikrowelle kostet und dabei auf eine Waschmaschine zeigen."


Wer kennt sie nicht, die unzähligen und meist unerträglich platten Witze über die Frau in Blond? Diese kleine Auswahl ist, genau wie die vielen tausend anderen ihrer Art, sowieso nur an den weizen- oder semmelfarbenen Haaren herbeigezogen. In Wahrheit ist die Blondine an sich nämlich alles andere als auf den - nicht nur äußerlich - hellen Kopf gefallen. Im Gegenteil, sie spielt bloß die Hilflose. Dabei macht sie sich den Umstand zunutze, dass die meisten Babys blond zur Welt kommen. Dieser Anblick löst bei fast jedem Mann automatisch Beschützerinstinkte aus; er kann gar nicht anders, als Beistand zu leisten. Und warum sollte man so unangenehme und lästige Dinge wie das Wechseln eines Autoreifens selbst erledigen (obwohl man es spielend könnte)? Also alles nur Masche, schlau ausgedacht obendrein.


Leider setzen manche Vertreterinnen der Wasserstoffzunft ihren ganzen Ehrgeiz daran, das Klischee vom blonden Dummchen weit- und hinreichend zu erfüllen: Eine 35jährige, blonde Pharmareferentin aus Uelzen erhielt wegen vorsätzlicher Geschwindigkeitsüberschreitung auf regennasser Straße einen Bußgeldbescheid in Höhe von €150.--, gegen den sie vor dem Amtsgericht Celle Einspruch einlegte. Als Begründung führte sie an, sie sei von mehreren dunklen Typen in einem Wagen mit stark getönten Scheiben verfolgt worden. Da ihr als blonder Frau das schon des Öfteren passiert sei, habe sie aus Angst und um die vermeintlichen Verfolger abzuschütteln, Gas gegeben. Ihr Pech war nur, dass es sich bei den 'dunklen Typen' um Polizeibeamte in einem Zivilfahrzeug handelte. Der Einspruch wurde abgewiesen. MERKE: Auch Blondinen dürfen nicht schneller unterwegs sein, als die Polizei erlaubt - schon gar nicht bei Regen.


Von mir fast unbemerkt, hat sich nach und nach auch in meinen mittelbraunen Schopf die eine oder andere "altersblonde" Strähne geschlichen. Gleichzeitig nimmt die Gefahr (oder die Chance), von dunklen Typen in Autos mit getönten Scheiben verfolgt zu werden, mit jedem Jahr weiter ab. Schade eigentlich.


TIPP: Die ganze Wahrheit erfährt man in dem Lied "Blond wie eine Semmel" von Rainhard Fendrich. Der Mann schreibt einfach geniale Texte und weiß auch hier offenbar genau, wovon er spricht.


Nickname 21.07.2017, 22.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

V.G.F.A.A.


Die folgende Geschichte widme ich denjenigen, für die „Wir sind alle über 40“ nicht mehr nur ein Schlagertitel, sondern längst eine Tatsache ist. Natürlich dürfen die Jüngeren ebenfalls mitlesen und sich einen Vorgeschmack auf Zukünftiges holen:


Mein Doktor stellte neulich beim mir „Verminderte Gedächtnisleistung als Folge des Allgemeinen Alterungsprozesses“ fest, kurz V.G.F.A.A.


Und das sind die Symptome: Ich beschließe, dem besten aller Ehemänner eine Freude zu machen und seinen Wagen zu waschen. Auf dem Weg in die Garage nehme ich den Autoschlüssel vom Brett; da sehe ich durchs Küchenfenster, wie der Briefträger soeben die Post in unseren Briefkasten wirft. Mal sehen, wahrscheinlich sind es doch wieder bloß Rechnungen und Reklame, aber vielleicht ist ja ausnahmsweise auch ein richtiger Brief dabei… so wie früher, mit der Hand geschrieben und nicht am Computer getippt.


Ich öffne den Briefkasten, lege den Autoschlüssel kurz darin ab und sortiere die Post. Die Werbung wandert gleich in die blaue Tonne, die Rechnungen bringe ich nach oben in mein Arbeitszimmer und lege sie dort auf den Schreibtisch, um sie später zu bezahlen. Ich nehme den Umschlag mit den PIN – Nummern fürs Onlinebanking aus der Schublade. Au weia, nur noch fünf PINS, da werde ich nachher sofort bei der Bank neue bestellen. Beim Schließen der Schublade stoße ich um ein Haar den halb ausgetrunkenen Kaffeebecher von heute morgen um. Gerade noch mal gut gegangen, meine Tastatur mag nämlich überhaupt keinen Kaffee. Nichts wie ab mit dem Becher in die Küche. Auf dem Weg nach unten höre ich, wie der Zimmerbrunnen in der Diele statt zu sprudeln nur noch heiser röchelt, er braucht dringend Wasser. Ich stelle den Kaffeebecher auf den Schuhschrank und – yipieehh! Da liegt ja meine Brille, die ich schon den ganzen Vormittag suche wie ein Stückchen Brot. Am besten setze ich sie gleich auf, bevor ich sie erneut verlege.


Dann gehe ich in den Keller, um eine Flasche destilliertes Wasser für den Brunnen zu holen. Himmel, A…. und Zwirn – da hat doch irgend so ein Vollidiot mein Handy auf dem Bügeltisch liegen lassen, und ich habe mich halb tot danach gesucht, als ich meiner Freundin eine SMS schreiben wollte. Ich bringe es lieber sofort zurück nach oben ins Esszimmer, wo es normalerweise neben dem richtigen Telefon liegt. In dem Moment höre ich, wie es an der Haustür läutet. Wendy und Barny stehen sofort auf der Matte und bellen wie verrückt. Ich werfe das Handy in den Korb mit der Bügelwäsche und haste die Treppe hinauf. Als ich die Haustür öffne, ist keiner da. Das waren bestimmt wieder die Kinder von nebenan mit einem ihrer Klingelstreiche. Während ich die Haustür schließe, versuche ich krampfhaft, mich daran zu erinnern, was ich eigentlich die ganze Zeit über tun wollte.


Abends muss ich erkennen, dass ich im Grunde nichts erledigt habe: Das Auto des Besten ist immer noch schmutzig, die Überweisungen sind unerledigt, der halbvolle Kaffeebecher steht nach wie vor auf dem Schuhschrank, die Brunnenpumpe hat mangels Wasser ihr Leben ausgehaucht, im Umschlag stecken unverändert nur fünf PINS, das Handy bleibt verschwunden und wo - zum Kuckuck! – habe ich den Autoschlüssel gelassen? Ich bin fix und fertig, denn obwohl ich eigentlich nichts geschafft habe, hatte ich doch den ganzen Tag zu tun.


V.G.F.A.A. ist offenbar ein sehr schweres und ernsthaftes Leiden. Ich werde im Internet darüber recherchieren. Vorher will ich nur noch einige Mails verschicken…


Hat es Euch auch schon erwischt? Gebt bitte diese Nachricht an alle Eure Freunde und Bekannten weiter; ich habe nämlich vergessen, wem ich sie bereits gesendet habe.
Vielen Dank!


Nickname 21.07.2017, 17.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

AUSGLEICHENDE GERECHTIGKEIT

  Wissen Sie..., es gibt ein paar Dinge, von denen ich sicher glaube, sie passieren mir nie: Beispielsweise zu Käsekuchen „Nein, danke!“ sagen, zu Fuß auf einen Berg steigen oder einen Euro im Schlitz des Einkaufswagens stecken lassen. Das hat nichts mit Geiz zu tun; ich gebe gern Geld aus für mich und für andere. Aber es irgendwo einfach zu vergessen, das geht mir gegen die Natur.


Manche Zeitgenossen sind da weniger achtsam. Zu meiner Freude: Ich habe mir nämlich angewöhnt, immer erst die Wagenschlange zu kontrollieren, bevor ich mir einen aus der Kette ziehe. So werde ich hin und wieder fündig; und weil ich, ebenso wie Ina Müller in ihrem Lied, noch immer in Mark umrechne, halte ich dann jedes Mal fast ein Zweimarkstück in der Hand. Kein schlechter Schnitt für ein bisschen genauer hingucken, oder?


Am vergangenen Sonnabend war ich schon um halb sieben Uhr morgens mit den Hunden unterwegs. Ich liebe es, in der Frühe durch den Wald zu gehen. Um die Zeit sind wir fast allein, ich kann den Sonnenaufgang beobachten und genieße die Stille.


Anschließend fuhr ich gleich noch zum Einkaufen. Besonders am Wochenende erledige ich das gern zeitig, bevor der große Ansturm beginnt. Mein erster Weg führte mich zum Bäcker, der in dem Supermarkt sein Geschäft, nebst einem kleinen Café, betreibt. „Shop-in-Shop“, wie das auf gut Neudeutsch heißt. Ich schob meinen leeren Einkaufswagen an die Seite, damit kein anderer Kunde darüber fallen konnte. Das Angebot war wie gewohnt vielfältig, und es fiel mir wieder einmal schwer, mich zu entscheiden. Zum Glück herrschte noch kaum Betrieb, und niemand drängelte.


Nach zehn Minuten hatte ich dann endlich meine Wahl getroffen. Ich bezahlte, nahm Kuchenpaket sowie Brötchentüte in Empfang, um sie in den Korb zu legen – und ließ um ein Haar beides auf den Boden plumpsen. Mein Wagen war weg, dabei hatte er doch eben noch hier gestanden! Suchend blickte ich mich um und entdeckte zehn Meter weiter einen Herrn (wenn er denn einer war), der fröhlich vor sich hin pfeifend einen – meinen! – Einkaufswagen durch die Gänge schob. Na, das war ja wohl die Höhe! „He, Sie da!“, wollte ich schon losbrüllen, „bringen Sie gefälligst die Karre zurück, die gehört mir!“ Nur, was sollte das nützen? Wie hätte ich beweisen können, dass es tatsächlich m e i n Euro war, der in dem Münzschlitz steckte? Ich fühlte, wie eiskalte Wut auf den dreisten Kerl in mir hochkam; doch dann obsiegte mein Sinn für Gerechtigkeit. Schließlich war es meine eigene Schuld, ich hätte den leeren Wagen nicht einfach so herum stehen lassen dürfen. Auch war mir kein Schaden entstanden – hatte ich doch erst wenige Tage zuvor wieder einen glücklichen Fund gemacht, das glich sich also aus. Und im Nachhinein besehen hatte mir der Wagendieb sogar einen Gefallen erwiesen, indem er mir die Steilvorlage für diese Geschichte lieferte. So fühlte ich mich am Ende noch als die Beschenkte. Es ist eben alles eine Frage des Blickwinkels und hängt ganz davon ab, in welchem Licht man eine Angelegenheit betrachtet.


Allen Lesern wünsche ich stets die richtige Perspektive...



...und einen sonnigen Feierabend!

Nickname 21.07.2017, 17.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

FOREVER YOUNG?


Träumen Sie auch von der immerwährenden Jugend? Meine Kusine Billa tut das. Ein ebenmäßiges, faltenloses Gesicht, straffe Brüste sowie Bauch/Beine/Po als cellulitefreie Zone und das alles auf ewig und drei Tage, das wär´s für sie. Trotz aller fieberhaften Suche ist dieser Jungbrunnen aber noch nicht gefunden; und bis es soweit ist, wird eben gecremt, geschnippelt, abgesaugt und aufgespritzt, was das Zeug hält. Die Prominenz macht es vor, und Billa erwägt ernsthaft, sich etwas Fett vom Gesäß entnehmen und in die Wangen injizieren zu lassen. Da bekommt das Wort „Arschgesicht“ eine ganz neue Bedeutung... Für mich hört sich das eher nach einem Horrorfilm an, Frankenstein lässt grüßen!


Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass sich wohl die wenigsten darüber im Klaren sind, mit welchem Tierleid und welcher Tierquälerei das vermeintliche Plus an Schönheit erkauft wird. Botulinumtoxin (besser bekannt als Botox) zum Beispiel ist ein Nervengift und zwar "das stärkste Gift der Welt. Schon ein Zehnmillionstel Gramm genügt, um einen Menschen zu töten."


Malen Sie sich bitte einmal aus, wie viele unserer Mitgeschöpfe unter unsäglichen Schmerzen sterben mussten, bevor dieses Präparat überhaupt auf dem Markt zugelassen wurde und fragen Sie sich dann, ob das bisschen makellose Haut solche Opfer rechtfertigt. Wobei „makellos“ relativ ist, da Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt. Trotzdem entwickeln sich kosmetische Operationen mittlerweile immer häufiger zur Sucht. Wer an einer Stelle angefangen hat, findet stante pede eine neue, die ebenfalls noch optimierungswürdig scheint.


Wissenschaftler und Alchimisten in der ganzen Welt arbeiten ja schon seit Jahrhunderten daran, dem Geheimnis der ewigen Jugend und nie vergehenden Schönheit auf die Spur zu kommen. Neben der unsterblichen Seele einen ebensolchen Körper zu besitzen, wäre jedoch eine Katastrophe. Wir sind eh schon zu viele, und täglich kommen einige Hunderttausende hinzu. Es ist abzusehen, wann Mutter Erde diese immer schwerer werdende Last nicht mehr tragen, geschweige denn ernähren kann.


Für immer jung, möchten Sie das wirklich sein? Also, ich nicht. Ewige Jugend wäre ja auch gleichbedeutend mit ewigem Stillstand, da der Geist, genau wie der Körper, auf der Stelle treten würde. Es gäbe keine Entwicklung, keinen Reifeprozess, keine Erfahrungen. Außerdem habe ich Heimweh nach denen, die schon mal vorgegangen sind - besonders nach meinen Großeltern und unseren Hunden – und freue mich darauf, sie eines Tages wiederzusehen. Im Übrigen besitzen alte Gesichter mit ihren Runzeln und Falten für mich eine besondere Ausstrahlung und ihren ganz eigenen Reiz. Ich lese gern in ihnen und höre den Menschen, die sie tragen, zu, wenn diese mir die Geschichten ihres langen Lebens erzählen.


Nickname 20.07.2017, 14.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

HEUTE NICHT, MORGEN NICHT, ÜBERMORGEN GANZ BESTIMMT


Sie kennen das: Alle Jahre wieder am Silvesterabend beschließen Sie, endlich abzunehmen, mit dem Rauchen aufzuhören, sich mehr zu bewegen oder was immer Ihnen sonst erstrebenswert scheint. Und alle Jahre wieder passiert dasselbe: Spätestens am 2. Januar haben Sie sämtliche guten Vorsätze vergessen. Schon der große griechische Philosoph Sokrates (469 – 399 v. Chr.) stellte sich die Frage, warum das wohl so ist: Weshalb tut der Mensch das Schlechte, obwohl er eigentlich weiß, was das Gute wäre? „Akrasia“ nannten die Griechen das Problem. Das bedeutet so viel wie „Willensschwäche“ oder „Handeln wider besseres Wissen“: Jemand hat sich entschieden, mit dem Trinken aufzuhören, weil Alkohol die Leber kaputt macht. Aber wenn´s doch so gut schmeckt und so gesellig ist…


Sokrates verwirrte damals seine Freunde mit der Behauptung, dass es dieses Phänomen im Grunde gar nicht gebe: Wenn einer das Schlechte tue, dann wüsste er eben doch nicht so genau, was das Gute sei, denn sonst würde er es auch tun. Dem widersprechen allerdings meine ganz persönlichen Erfahrungen: Ich weiß sehr wohl, dass es gut für meine Gesundheit wäre, die zehn Kilo, die ich so an überflüssigem Ballast mit mir herumschleppe, endlich abzuwerfen. Dafür müssten allerdings sämtliche Konditoreien und Eisdielen im Umkreis von mindestens hundert Kilometern auf der Stelle schließen. „…und führet mich nicht in Versuchung…!“


Die Schwierigkeit liegt also offensichtlich in der Diskrepanz zwischen guten Gründen auf der einen Seite und handlungswirksamen Motivationen auf der anderen. Eine solche könnte zum Beispiel die zauberhafte türkisfarbene Hose sein, die seit drei Jahren in meinem Kleiderschrank hängt und nur darauf wartet, dass ich den Reißverschluss wieder zukriege (wenn ich die Hose anhabe, versteht sich). Morgen beginne ich mit der Diät, ganz bestimmt. Und heute werde ich auch nicht mehr viel essen, höchstens gleich ein oder zwei klitzekleine Stückchen Pflaumenkuchen, zum Abgewöhnen sozusagen…


Nickname 20.07.2017, 13.49| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

MÜßIGGANG HAT GOLD IM MUNDE ODER: MORGENSTUNDE IST ALLER LASTER ANFANG


Wie heißt es richtig: „Lass mir die Arbeit machen“ oder „lass mich die Arbeit machen?“ Beides ist falsch: „Lass a n d e r e die Arbeit machen“, muss es korrekt lauten. So will es zumindest die deutsche Sprachlehre für Faule. Meine persönliche Grammatik ist das nicht. Vor Jahren waren wir mit einem bekannten, leider früh verstorbenen Showkünstler eng befreundet. Über sechs Monate gastierte er mit seinem Partner hier in der Stadt, aber natürlich konnten wir nur manchmal eine Vorstellung besuchen. Jeden Abend dachte ich, jetzt steht er wieder bis kurz vor Mitternacht auf der Bühne, danach noch abschminken, mit den Fans plaudern und Hunderte von Autogrammen schreiben. Vor eins kommt er nicht aus dem Theater, während du hier im Bett liegst und selig schlummerst. Also habe ich bis ein Uhr früh gelesen, gelernt und Seminararbeiten geschrieben. Mit unseren Gärtnern verhält es sich zurzeit ähnlich. Sie jäten fleißig Unkraut, schneiden Hecken, mähen Rasen; aber ich sitze derweil nicht etwa mit einem guten Buch in der Sonne. Stattdessen wasche ich den Wagen und räume die Garage auf.


Ich hatte schon immer ein schlechtes Gewissen, wenn andere arbeiten mussten, während ich mir einen feinen Lenz machte. Dabei habe ich es dreißig Jahre lang ebenso gehalten: Während die Gäste unseres kleinen Familienhotels sich die Stadt ansahen, gut essen gingen und eine tolle Zeit verlebten, habe ich ihr Frühstücksgeschirr abgewaschen, ihre Betten bezogen und ihre Toiletten geputzt. Das fand ich völlig in Ordnung. Anscheinend ist es eben doch nicht dasselbe, wenn zwei das gleiche tun. Aber vielleicht fällt es mir einfach nur schwer, mich daran zu gewöhnen, dass ich das Glück habe, anderen Menschen Arbeit geben zu können. Mögen mich nie schlimmere Sorgen plagen.


Nickname 20.07.2017, 13.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BEST BEFORE



Vor kurzem entdeckte ich beim Aufräumen meines Kühlschranks einen Becher Sahnejoghurt und ein Päckchen Geflügelaufschnitt. Sie waren ans hintere Ende der Glasplatte gerutscht und dort in Vergessenheit geraten; daher lag ihr Mindesthaltbarkeitsdatum inzwischen eine Woche zurück. Ich wollte schon beides in den Mülleimer werfen, zögerte dann aber.


Eine Freundin hatte kürzlich den Film „Taste the Waste“ gesehen und mir davon erzählt. Aus ihm geht hervor, dass in deutschen Haushalten und Supermärkten rund die Hälfte aller Lebensmittel weggeworfen wird. Nur die wenigsten davon sind tatsächlich verdorben. Aber jede Tomate, die nicht rot genug ist, jeder Apfel, der ein bisschen schrumpelig wirkt und jedes Brot, dessen Kruste nicht mehr genügend kracht, wandert gnadenlos in den Müll. Ganz zu schweigen von den vielen Tonnen an Nahrungsmitteln, die zwar für die Gesundheit noch völlig unbedenklich sind, jedoch das magische Datum erreicht oder bereits geringfügig überschritten haben. Diese dürfen nicht einmal mehr an Bedürftige verschenkt werden, weil der Gesetzgeber dies als menschenverachtend untersagt. Es tut mir leid, aber darunter verstehe ich etwas anderes. Im übrigen handelt es sich, wie der Name deutlich macht, um ein Mindesthaltbarkeits- und kein Verfallsdatum. Wenn jemand während einer Autofahrt sagt, bis zur nächsten Raststätte sind es mindestens noch zwanzig Kilometer, dann meint er damit ja auch, es werden wohl eher fünfundzwanzig sein.


Mutig wagte ich einen Selbstversuch. Ich öffnete den Joghurtbecher und unterzog den Inhalt einer kritischen Prüfung. Rein optisch war nichts daran auszusetzen, und er roch, als sei er soeben frisch abgefüllt worden. Da es außerdem meine Lieblingssorte war (Kiwi mit Banane und Schokostückchen), löffelte ich den Becher genüsslich leer. Auch der Geflügelaufschnitt schien durchaus noch genießbar, und ich aß zwei Scheiben davon. Den Rest bot ich unseren Fellnasen an, die sich begeistert darüber hermachten. Dann wartete ich ab, was passieren würde. Es geschah – nichts. Weder ich noch die Hundchen zeigten irgendwelche Vergiftungserscheinungen. Stunden später erfreuten wir uns immer noch bester Gesundheit und unternahmen zur Feier des Tages einen besonders ausgedehnten Waldspaziergang.


Seitdem schrecken ein paar Tage „darüber“ mich nicht mehr, und ich kaufe öfters Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeit unmittelbar vor dem Ablauf steht. Sie haben obendrein den Vorteil, dass man sie meistens zum halben Preis bekommt. Das tut nicht nur meinem Gewissen gut, sondern auch meinem Portemonnaie. Gestern zum Beispiel erwischte ich ein Bio-Hähnchen für €7,59 statt für reguläre €15,98. Ich habe davon eine köstliche Hühnerbrühe gekocht, die genau richtig kam. Der beste aller Ehemänner ist nämlich gerade ein wenig sommerverschnupft, und frisch gekochte Hühnersuppe gilt bekanntlich als Geheimwaffe gegen Erkältungsviren, egal zu welcher Jahreszeit.


Bei meiner Geburt bekam auch ich ein Etikett mit meinem Haltbarkeitsdatum. An manchen Tagen fühle ich mich, als wäre es bereits verstrichen. Im Selbstversuch stelle ich dann glücklicherweise fest, dass ich durchaus noch genießbar bin. Mindestens haltbar bis…? Das weiß nur der liebe Gott. In dem Sinne: „Carpe diem“!


Nickname 19.07.2017, 15.16| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SPÄTERES HAPPY END NICHT AUSGESCHLOSSEN

Heute möchte ich Ihnen den Rüden LUCKY aus dem Tierheim Berlin vorstellen. Hier sein Steckbrief:



Vermittlungsnummer: 17/415

Rasse: Labrador - Mix

Sonstiges: Ich suche ein Gnadenplätzchen

Geburtsdatum: 06/2005

Im Tierheim seit: 14.02.2017

Geschlecht: männlich


Lucky wurde gefunden. Er ist ein absolut liebenswerter und menschenbezogener Kerl. Auch mit seinen Artgenossen versteht er sich gut.


Aufgrund neurologischer Ausfälle hat Lucky Schwierigkeiten beim Laufen. Er wünscht sich deshalb ein ebenerdiges Zuhause und liebevolle Zweibeiner mit viel Zeit, die gut auf ihn aufpassen. Über einen eingezäunten Garten würde er sich auch sehr freuen. Auf seinen Bewegungsapparat wird er bei uns im Tierheim lebenslang kostenlos behandelt.


Können Sie Lucky ein tolles endgültiges Zuhause geben? Er wartet im Gruppenhaus auf seine neuen Menschen. Wenden Sie sich auch gerne telefonisch unter 030 / 76 888 204 an seine Tierpfleger.


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Am liebsten hätten wir ihn auf der Stelle zu uns geholt, er entspricht haargenau unserem Beuteschema. Aber unsere Familienplanung ist abgeschlossen. „Aller guten Hunde sind drei“, dabei soll und muss es bleiben. Denn einerseits wäre unser Dreigestirn von weiterem Rudelzuwachs wohl nur mäßig begeistert. Besonders Woody begegnet fremden Artgenossen immer noch mit Misstrauen. Er hat während seiner dreijährigen Gefangenschaft im rumänischen Hundeknast wohl zu schlimme Erfahrungen gemacht. Barny und Nelly findet er okay, sie gehören ja zur Familie. Aber alle übrigen Vierpfoter mögen sich bitteschön fernhalten.


Ich müsste außerdem meine Ehrenämter  bei meinen Senioren aufgeben. Zwar sind mir (von wenigen Ausnahmen abgesehen) Hunde lieber als Menschen, aber alte Leute haben hierzulande ebenso wenig eine Lobby wie unsere tierischen Mitgeschöpfe. In den vergangenen elf Jahren habe ich viele traurige, einsame Menschen gesehen und bei einigen, die sonst niemanden mehr hatten, gemeinsam mit einer Pflegekraft am Sterbebett gesessen.


Dass wir uns recht verstehen: Die beiden Heime, in denen ich tätig bin, sind tadellos geführt. Die Bewohner werden mit allem Notwendigen versorgt und respektvoll behandelt. Aber die Mitarbeiter stehen unter einem enormen Stress. Die Rundumbetreuung der großenteils schwer Pflegebedürftigen erfordert unglaublich viel Kraft und Energie. Da bleibt kaum Zeit übrig für persönlichen Zuspruch und Beschäftigung. Hier beginnt mein Job, und mir geht regelmäßig das Herz auf, wenn ich begrüßt werde mit Worten wie: „ Ach, schön, da sind Sie ja wieder. Jetzt gibt´s hier gleich was zu lachen!“ Ich habe meine Berufung und meine Aufgabe in diesem Leben gefunden. Dafür bin ich dankbar.


Zurück zu Lucky: Leider können wir ihn nicht bei uns aufnehmen, darum haben wir für ihn eine Patenschaft übernommen. Das ist eine echte Alternative für Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, kein eigenes Haustier halten können oder wollen, aber dennoch einem Vierbeiner etwas Gutes tun möchten. Bei einem Hund sind Sie ab 50€ monatlich dabei, es gibt auch Patenschaften für Katzen und Kleintiere. Wenn Sie Interesse haben, schauen Sie sich doch hier mal unverbindlich um:


http://www.tierschutz-berlin.de/nc/tierheim/tiervermittlung/hunde.html


Ihr Beitrag hilft, das Tier zu pflegen, ärztlich zu versorgen und zu ernähren, bis es in ein neues liebevolles Zuhause vermittelt werden kann. Als Pate haben Sie einen wichtigen Anteil am Happy End für Ihr Patentier!


Dabei geht es besonders um die Sorgenkinder, die aus ganz unterschiedlichen Gründen im Tierheim sind. Es sind ältere oder chronisch kranke Tiere - oder solche, die ganz spezielle Anforderungen an einen neuen Besitzer stellen. Diesen Tieren, die unter Umständen länger warten müssen, bis sie jemand zu sich nimmt, kann mithilfe Ihrer Patenschaft bis zu ihrer Vermittlung der Aufenthalt im Tierheim Berlin so liebevoll und artgerecht wie möglich gestaltet werden.


Natürlich bekommen Sie (über das befriedigende Gefühl, etwas Gutes zu tun, hinaus) auch etwas für Ihre Patenschaft:


Sie erhalten eine Urkunde mit einem Foto Ihres Patentiers, die Zeitschrift "Berliner Tierfreund", und Sie werden, falls Sie es wünschen, auf der Internetzseite des Tierheims als Pate genannt.


Wer Zeit und Freude daran hat, kann sein Patentier besuchen. Direkter Kontakt zu den Tieren ist über die Teilnahme und entsprechende Vorbildung an den ehrenamtlichen Arbeitsgemeinschaften z.B. für Hunde oder Katzen möglich. Und wer weiß, was sich daraus vielleicht entwickelt…



Es gibt eine Liste, aus der man sich ein Patentier wählen kann. LUCKY stand allerdings nicht auf dieser Liste. Wir haben ihn aus den Vermittlungshunden ausgesucht, weil er unserer verstorbenen Wendy - meiner Seelengefährtin - ähnlich sieht. Auch sie war ein Fundhund – ausgesetzt, weil sie schon älter und die Krebsgeschwulst in ihrer Achsel nicht mehr zu übersehen war. Ich habe beim Tierheim angerufen, unseren Wunsch vorgetragen, und wenige Tage später hielten wie die „Adoptionspapiere“ in der Hand. Sie können also auch für Ihr Traumtier eine Patenschaft übernehmen, bis es – hoffentlich – ein neues Zuhause gefunden hat.


Bestimmt gibt es diese Möglichkeit  auch in anderen Tierheimen. Das ersetzt den schuldlos verstoßenen Fellnasen zwar kein eigenes Zuhause, aber es bedeutet immerhin ein winziges Fünkchen Hoffnung. Das ist besser als nichts.


Nickname 16.07.2017, 22.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

KLEINE BIENE MAJA


Die kleine Hundeoma MAJA ist seit kurzem eine Bewohnerin unseres Tierheims. Ihr genaues Alter ist leider nicht bekannt, aber sie ist mindestens 10 Jahre alt. Charakterlich ist sie einfach unglaublich freundlich und aufgeschlossen gegenüber uns Menschen. Mit ihrer sanften Art fordert sie uns gern zum Kuscheln auf und genießt jede Zuwendung. Bei den Schmuseeinheiten macht die Kleine auch gern wie eine Katze einen Buckel und blüht zusehends auf. Auch mit ihren Artgenossen versteht sich Maja sehr gut und verhält sich freundlich ihnen gegenüber.


Leider ist die Süße in einem sehr schlechten Pflege- und Gesundheitszustand zu uns gekommen. Wir wissen nicht, was die Kleine in ihrem Leben schon alles durchmachen musste und was sie alles erlebt hat. Aber wir sind uns ziemlich sicher, dass sie bisher kein schönes Leben hatte. Die kleine Maja tut uns so Leid und wir tun unser Bestes, damit sie bei uns alles Schlimme vergessen kann. Sie soll sich in Ruhe bei uns erholen und wieder ganz viel Lebenskraft finden. Sie hat jetzt einen warmen Schlafplatz, täglich mehrere kleine Mahlzeiten, gute tierärztliche Versorgung, liebe Hundekumpels und ganz viel Zuwendung von uns Zweibeinern. Es werden nun auch alle tierärztlichen Behandlungen wie Zahnsteinentfernung, Blut- und Herzuntersuchung vorgenommen.


Hundeoma MAJA würde sich riesig freuen, wenn sich liebe Menschen finden würden, die sie mit einer Spende oder einer Langzeitpatenschaft unterstützen möchten. Sie sagt jetzt schon ganz lieb DANKE! 


Das Schönste für Maja wäre aber, wenn sie ein fürsorgliches Zuhause bei einer liebevollen Familie finden würde.


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 16.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

HEY, AMIGO CHARLY!


Ein freundliches "HALLÖCHEN" an alle Hundeliebhaber!

 
Mein Name ist CHARLY und ich bin zirka im September 2016 geboren. Ich bin ein Mischlingsrüde und habe eine Schulterhöhe von  38 cm. Findet Ihr nicht auch das ich ein wunderhübscher Hundemann bin und einfach unglaublich niedlich aussehe? Leider brachte mir das bisher kein Glück, denn ich wurde wie ein Wanderpokal immer wieder hin und her gereicht, bis ich zum Schluss im Tierheim Herzsprung abgegeben wurde.


Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir versprochen, dass jetzt damit Schluss ist und sie mir ein Zuhause bei verantwortungsbewussten Menschen suchen, bei denen ich den Rest meines Lebens verbringen darf. Ich finde das klasse und möchte Euch vieles über mich erzählen, damit Ihr wisst, ob ich in Eure Familie passen würde.


Ich muss Euch jetzt gleich sagen, dass ich kein Anfängerhund bin. Ich bin sozusagen ein Hundemann mit zwei Persönlichkeiten. Meine erste ist die eines liebevollen, anhänglichen, lebensfrohen und aufgeweckten Hundejungen. Ich übertreibe nicht, wenn ich euch sage dass ich euch Zweibeiner liebe und jede Zuwendung von Euch unheimlich genieße. Die angenehmen Kusche-l und Schmuseeinheiten liebe ich sehr und fordere sie auch regelmäßig ein. Auch habe ich von meinen Pflegefrauchen schon allerhand Spitznamen bekommen, wie z.B. „Tolpatsch“, „Clown“ oder „Schlingel“. Ich denke sie haben sich für diese Kosenamen entschieden, weil ich im Geiste noch ein richtiges Kind bin und die Welt für mich ein riesengroßer Spielplatz ist. Ich liebe es zu toben, rennen, spielen, springen und jede Menge Dinge zu erforschen. Lange Spaziergänge sind genau das Richtige für mich und dabei blühe ich unheimlich auf. Ein paar Sachen habe ich schon gelernt, wie z.B. Stubenreinheit, das Kommando „Sitz“ und das brave Mitfahren im Auto. Aber es gibt noch viele Punkte des Hundeeinmaleins, die ich lernen muss. Aber mit Eurem liebevollem Training, meiner Intelligenz und meinem „großem Appetit“ werde ich Klassenbester und ein richtiger Vorzeigehund.


Meine zweite Persönlichkeit ist leider das genaue Gegenteil. Ich habe in meinem kurzen Leben schon viele schlechte Erfahrungen machen müssen und ein fürsorgliches Zuhause ist mir fremd. Daher habe ich mir angewöhnt, auf mir unbekannten Situationen, sowie Dinge, die ich nicht möchte, mit Knurren und Schnappen zu reagieren. Dies ist kein leichtes Welpenzwacken, sondern ernst gemeint.

 
Meine Pflegefrauchen im Tierheim haben mir aber erklärt, dass ich bei den passenden Menschen und mit einer liebevollen, konsequenten Erziehung dieses Verhalten wieder Stück für Stück ablege. Wir wachsen dann zu einen klasse Teamzusammen und werden jede Lebenssituation meistern. Ich suche auf jeden Fall ein sportliches Zuhause - bei einer Familie ohne kleine Kinder - das mich körperlich sowie geistig auslastet. Mit meinen Artgenossen komme ich auf neutralem Gelände sehr gut zurecht, jedoch reagiere ich in meinem Zuhause eifersüchtig. Aus diesem Grund suche ich ein Zuhause ohne einen anderen Hund.


Ich hoffe sehr, dass sich freundliche Menschen in mich verlieben und ich bei ihnen die schlechten Erfahrungen aus meiner Vergangenheit vergessen kann.


http://tierherzen-brauchen-hilfe.de/

Nickname 16.07.2017, 21.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

GEHT NICHT AN IHNEN VORÜBER!

Ich schenke mein Herz den Hundesenioren, die dankbar sind für streichelnde Hände, für langsame, gemütliche Spaziergänge, ein warmes Plätzchen auf dem Sofa und viel Liebe. Denn auch wir Menschen werden älter, aber deswegen doch nicht weniger liebenswert.

Ihr geht an mir vorüber
und seht mich gar nicht an,
da springt ein wilder Feger,
gleich da nebenan.


***


Ihr geht an mir vorüber,
haltet endlich an,
ich mag so gerne Kinder
und springe auch nicht an.


***


Ihr geht an mir vorüber,
ich warte viel zu lang,
mit meiner grauen Schnauze.
Nun zittert auch mein Gang.


***


Ihr geht an mir vorüber,
nun steh ich nicht mehr auf.
Mich schmerzen meine Glieder,
Trauer nimmt ihren Lauf.


***


Ihr geht an mir vorüber,
mein Blick ist grau und leer,
Meine Hoffnung schwindet,
ich liebte euch so sehr.


***


Ihr geht an uns vorüber,
wir sitzen auf der Bank,
streichelnd warme Hände,
mein Herz ist voller Dank.


(C.V.)


Nickname 15.07.2017, 13.43| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SPÄT FLIEGT ER, DOCH ER FLIEGT


"Wir fliegen über weite Strecken,
können das Lebenslicht erwecken;
bringen dir die Herrlichkeit dieser Welt,
zeigen dir Schönheit und was dir gefällt.
Zwinkern wir dir zu,
findest du Gelassenheit im Sein und Ruh´.
Wir sind die Boten des Glücks und der Unsterblichkeit,
über winden alle Ewigkeit,
vereinen die Welt in unserem Sein,
so gühren wir dich zu dir heim,
können still im Wasserstehen
und in den inneren Spiegel sehen.
Daraus erwächst die Kraft für alle unsere Tätigkeiten,
wir können mit den Wolken reiten
in die unendlichen Weiten."


Jeanne Ruland


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Kraniche gelten in Schweden als Glücksboten, weil sie den Frühling und damit neues Leben ankündigen. Bei den Kelten hingegen hüten sie das Geheimnis um das Ogham (das Keltische Baumalphabet) und sind mit dem keltische Gott Ogma verbunden, welcher die Oghamschrift erfunden haben soll, nachdem er den Flug der Kraniche beobachtet hatte.


So kommt das Krafttier Kranich zu uns, um uns einen Neubeginn und eine Überraschung anzukündigen. Es wird Zeit, dass wir den Winter unserer Lebensphase hinter uns lassen und uns einem neuen Frühling zuwenden. Als Meister der Meditation und Kontemplation zeigt uns das Krafttier Kranich, wie wir durch Meditation zu innerem Wissen und Weisheit gelangen und dadurch das Gleichgewicht in unserem Leben wiederfinden.


Themen wie Wachsamkeit, Glück, Neubeginn, Konzentration und Entspannung spielen eine zentrale Rolle. So zeigt uns der Kranich, wie wir gleichzeitig wachen und schlafen können, um uns tiefenentspannt zu erholen und dennoch blitzschnell präsent zu sein, wenn es erforderlich ist. Es geht also vermehrt um die Intensität des Erlebens oder Loslassens und die Bündelung der Gedankenkraft.


In diesem Sinne, allen Lesern einen von Glück und Harmonie geprägten Wochenausklang mit angenehmen Überraschungen. Denken wir stets daran: Die Welt ist voll von kleinen Freuden - die Kunst besteht nur darin sie zu sehen!


Nickname 14.07.2017, 22.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENFÜHRER AUF LEISEN SOHLEN

„Hunde haben Herrchen,

Katzen haben Personal.“


(Volksmund)


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Sie heißt Mimi, Pussy, Kitty oder Mohrle und ist, neben Hund und Vogel, unser liebstes Haustier: die Katze. Die alten Ägypter verehrten sie als Göttin und setzten sie als Tempelwächterin ein, weil sie ungebetene Geister und Kräfte mit ihrem „7. Sinn“ sofort wahrnehmen kann. Neun Leben soll die Katze haben, und in vielen Kulturen gilt sie als Orakeltier. Den Spruch „Schwarze Katze von links – Glück bringt´s, schwarze Katze von rechts bringt Schlecht´s“ kennen sicher viele. Auch sagt man ihr nach, dass sie zwischen den Welten reisen und mit Toten und Geistern kommunizieren könne.



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Als Krafttier will die Katze uns den Weg in die Selbstbestimmung zeigen und uns daran erinnern, dass wir unserer Intuition vertrauen und auf unsere innere Stimme hören sollen. Sie fordert uns auf, mit wachen Sinnen durchs Leben zu gehen und unsere Freiheit niemals um der Sicherheit willen aufzugeben (offen gestanden hätte ich damit ein Problem, denn mein persönliches Sicherheitsbedürfnis ist ausgesprochen groß). Unser Selbstwertgefühl hängt oftmals doch sehr stark vom Urteil anderer ab. Wir möchten geliebt und gelobt werden und erhoffen uns von unseren Mitmenschen Anerkennung, Aufmerksamkeit und seelische Streicheleinheiten. Wenn die Katze in unser Leben schleicht, will sie uns lehren, unabhängig zu sein. Nach dem Motto: „Ich hab euch gern, und ihr könnt mich auch gern haben.“


Wenn wir nicht mit denen zusammen sein können, die wir lieben, dann lieben wir doch einfach die, mit denen wir zusammen sind. Selbstliebe, das ist das Zauberwort, denn mit wem verbringen wir schließlich mehr Zeit, als mit uns selbst? Andere haben nur so lange Macht über uns, wie wir ihnen das erlauben. Erkennen wir uns an, wie wir sind und nehmen uns selbst liebevoll in den Arm. Wir sind bei uns selbst in den besten Händen, oder sollten es jedenfalls sein. Meisterin Katze leitet und dabei an: „Entspanne dich, strecke dich wohlig aus und lasse dich wärmen von der Sonne und der Liebe, die überall um dich ist.“ Umgeben wir uns mit Menschen, die uns zu schätzen wissen und lassen wir jene in Dankbarkeit und Frieden ziehen, die uns nicht mehr guttun. Durch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit ziehen wir neue, glückliche Erfahrungen an.



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Die Kehrseite der Katzenmedaille ist, dass die Samtpfoten für Täuschung, Hinterhältigkeit, Grausamkeit und Manipulation stehen. Sie gelten als egozentrisch, kratzbürstig, eigensinnig und unberechenbar. Zu ihrer Ehrenrettung sei aber gesagt, dass es sich auch um äußerst reinliche Tiere handelt, die den klaren Durchblick lieben. Und wenn der mal nicht gegeben ist, legen sie eben selber tatkräftig Pfote an:



AFFIRMATIONEN:


„Unabhängig und frei folge ich dem Weg meiner Seele.“


„Ich bin ich.

Frei und glücklich gestalte ich mein Leben

und lasse alles los,

was mir nicht mehr dient.“

Nickname 14.07.2017, 21.59| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENFÜHRER MIT WEI(S)SER SCHNAUZE

"Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und Antworten

sind im Hund enthalten."


(Franz Kafka)


Mein ganzes Leben lang haben Hunde mich begleitet. Sie sind meine Lieblingstiere, darum sollen sie auch den Reigen der beschriebenen Krafttiere eröffnen.


Ein Krafttier ist ein uns schützender Tiergeist. Es verleiht uns besondere Eigenschaften und Fähigkeiten, es warnt und begleitet uns, es hilft bei Heilbehandlungen, es schenkt uns den Mut und die Stärke, im Leben weiterzugehen und anstehende Aufgaben zu bewältigen und es zeigt uns, wie es um unsere Kraft steht und was wir tun können, um diese wiederherzustellen und zu erhalten.


Es gibt lebenslange Krafttiere und Helfertiere, die uns nur für eine Weile begleiten. Doch egal auf welche Weise ein Krafttier zu uns kommt, jedes birgt eine besondere Medizin in sich. Medizin meint im schamanischen Sinn eine Kraft, die heilig ist und jedem Wesen inne wohnt. Diese Kraft kann ohne greifbare Wirkstoffe wie Tabletten, Pülverchen oder Tropfen eine Heilung bewirken.


Der Hund wird oft dem Element Wasser zugeordnet und bringt uns die Medizin, die wir brauchen, um zu uns selbst zu finden. Wenn keiner mehr für uns da ist, steht er uns bei und ermutigt uns. Er erträgt uns auch dann, wenn wir uns mal nicht von der besten Seite zeigen. Er fordert uns auf, uns nicht zu vergraben, sondern vor die Tür zu gehen, die Natur zu genießen und sie anzunehmen, wie sie gerade ist. Mit seiner bedingungslosen Liebe zeigt er uns, dass jeder Tag ein neuer Anfang ist und neue Chancen bietet. Er lehrt uns die Kunst, im Hier und Jetzt zu sein, unsere Aufgaben und Pflichten zu erfüllen und unserem gewohnten Rhythmus zu folgen, egal, wie es gerade in uns aussieht.



Wenn der Hund in unser Leben tappst, dann haben wir in ihm einen treuen und aufrichtigen Begleiter und Lehrer gefunden. In der Mythologie fällt dem Hund die Aufgabe zu, die Zwischenwelten zu bewachen – so der Höllenhund Zerberus in den griechischen Sagen. Der Hund ist ein aufopferungsvoller Bewacher und Beschützer sogar in den schwierigsten Situationen. Er lehrt uns Loyalität gegenüber anderen. Dabei respektiert er unseren freien Willen und lässt uns das Tempo vorgeben. Er wartet, bis wir von uns aus ein Zeichen geben, dass wir bereit sind weiterzugehen. Der Hund schenkt uns Mut und Kraft, unseren Weg zu gehen, uns selbst und anderen zu vergeben und uns dabei selbst treu zu bleiben.



Das Verhalten unseres Hundes spiegelt oft auch unsere eigene Persönlichkeit wieder. Durch seine Beobachtungsgabe und das ständige Zusammenspiel mit uns kann er unseren nächsten Schritt schon vorausahnen und dient dadurch als Spiegelbild dessen, wer wir wirklich sind.


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Wo so viel Licht ist, gibt es natürlich auch Schatten. Von der negativen Seite betrachtet kann uns der Hund auf versteckte Aggressionen hinweisen, auf gedankenlose Befehlstreue und Obrigkeitshörigkeit, auf Verschlossenheit, starke Abgrenzung und Angst vor Strafe. Er verweist uns auch darauf, dass wir möglicherweise dazu neigen, uns in die Angelegenheiten anderer einzumischen, die uns nichts angehen und mehr auf andere als auf uns selbst ausgerichtet sind.


AFFIRMATIONEN:


„Ich nehme bedingungslos die Umstände,

das Hier und Jetzt in meinem Leben an.“


„Ich sage JA zu dem, was ist und vertraue meinem Weg.“


Nickname 14.07.2017, 17.32| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

JA, WO ISSES DENN?

  AHOI!


Liebe Leute, na, habe ich Euch den Mund wässrig gemacht? Bestimmt möchtet Ihr jetzt erfahren, was ein Krafttier ist und welche Bedeutung die einzelnen Tiere haben, wenn sie auf irgendeine Weise in Euer Leben trotten, rennen, traben, springen oder fliegen.


Also, ein Krafttier ist ein Seelenführer. Jeder Mensch kann eines oder mehrere Krafttiere haben und sie können so unterschiedlich sein wie Ihr. Das Krafttier bringt Euch sozusagen eine Botschaft, die für Eure aktuelle Lebenssituation wichtig ist. Wenn Ihr Eure Aufgabe gemeistert habt, kann es sein, dass ein Krafttier verschwindet und ein anderes Tier an seiner Stelle auftaucht, das Euch auf dem nächsten Abschnitt begleitet. Aber erst müsst Ihr sie ja mal finden, oder sie Euch. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ihr könnt Euch zum Beispiel überlegen, welches Tier Ihr schon als Kind immer besonders gern mochtet, welches Euch als Erstes einfällt, wenn Ihr an Tiere denkt oder von welchem Tier Ihr öfters träumt. Eventuell gibt es Tiere, mit denen Ihr etwas Besonderes erlebt habt. Das kann etwas Angenehmes oder Unangenehmes sein. Vor welchen Tieren habt Ihr vielleicht schon lange Angst? Das spielt nämlich auch eine Rolle, weil diese Tiere Euch auffordern wollen, dass Ihr Euch mit ihnen beschäftigt und Eure Angst vor ihnen verliert. (Bei unserer Madame sind das vor allem Spinnen und Schlangen, da kreischt sie schon und rennt weg, wenn sie die bloß mal im Fernsehen sieht).


Gibt es Tiere, die Euch seit Eurer Geburt begleiten, oder habt Ihr ein Tier als Sternzeichen? Da könnt Ihr ruhig auch mal in anderen Horoskopen nachschauen, zum Beispiel im chinesischen oder indianischen. Unser Frauchen ist so ziemlich von allem etwas: Löwe im westlichen Horoskop, Ziege im chinesischen und im indianischen ist sie ein Lachs. Der reinste Zoo! Wir werden ja sehen, was das zu bedeuten hat. Wurdet Ihr schon mal von einem Tier angegriffen oder gebissen, und welche Tiere trefft Ihr in Eurer Umgebung immer wieder? Das kann alles wichtig sein, wenn Ihr Euer ganz persönliches Krafttier finden wollt. Ihr könnt auch meditieren oder eine schamanische Krafttierreise machen, aber das ist schon mehr was für Fortgeschrittene; dann lieber vor dem Einschlafen das Tier bitten, dass es sich Euch im Traum zeigt. Wenn´s nicht gleich auf Anhieb klappt, lasst Euch nicht entmutigen, probiert es einfach immer wieder!


Nun wollt Ihr aber wissen, welches Tier den Anfang macht, stimmt´s? Das lest Ihr dann beim nächsten Mal; vorerst verrate ich Euch nur soviel: Es gilt schon seit ewigen Zeiten als bester Freund des Menschen.


Also, bis denne.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny



Nur ein ganz kleiner Snack -
Schreiben macht hungrig, sagt Frauchen auch immer!

Nickname 14.07.2017, 14.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

DIE KRAFT DER TIERE

  AHOI!


Liebe Leute, wie Ihr wisst, bin ich nur ein Hund. NUR? Einige Menschen denken, sie wären uns Tieren überlegen durch ihre Logik, ihr Urteilsvermögen und ihre Intelligenz. Es stimmt, in mancher Beziehung habt Ihr uns einiges voraus. Wir handeln rein instinktiv oder intuitiv und nicht nach dem Verstand (ob der allerdings immer ein Vorteil ist, weiß ich nicht); auch können wir nicht in die Zukunft planen, sondern leben ganz im Hier und Jetzt. Das lässt uns abhängig und angreifbar sein.


In der Bibel steht: "Macht euch die Erde untertan". So weit, so gut. Aber trägt ein Herrscher nicht auch die Verantwortung für das Wohlergehen seiner Untertanen? Trotzdem meinen viele Menschen, sie hätten das Recht, uns - ihre Mitgeschöpfe - zu missbrauchen, auszubeuten und zu quälen. Das war nicht immer so: In früheren Kulturen wurden die Tiere beschützt und als geistige Wesen verehrt. Man glaubte, dass es am Anfang eine Welt der Tiermenschen gegeben habe, in der beide Gattungen sich sozusagen 'vermählt' hätten und aus der die Menschenwelt erst geschaffen worden sei. Die Menschen lernten von den Tieren und waren überzeugt, dass sie verwandte Seelen hätten. Indianische Priester riefen Tiere zu Hilfe, wenn sie sich mit deren Kraft verbinden wollten, um zum Beispiel Kriege zu beenden und Krankheiten zu heilen.


Damals entstand auch das Wissen um die so genannten Kraft- und Helfertiere, von denen wir Euch in der nächsten Zeit berichten wollen. Wir erklären Euch, was ein Krafttier ist, wie Ihr Eures findet und was es für Euch tun kann. Vielleicht begegnet der Eine oder Andere seinem ganz persönlichem Krafttier, das ihn begleitet und ihm auf seinem Lebensweg zur Seite steht. Kommt mit, das wird eine richtig spannende Safari ohne jedes Blutvergießen. Also dann, bis bald.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny


Nickname 14.07.2017, 14.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

DIE UNTERSCHÄTZTE GEFAHR

Eigentlich möchte man nicht viel einkaufen, drei Minuten müssten reichen: Schnell ins Geschäft, nach einer Packung Salz, einem Kilogramm Zucker und einem Glas Gurken greifen und zur Kasse hasten, denn schließlich wartet der Hund vor dem Eingang.


TASSO warnt davor, Hunde vor dem Geschäft angeleint warten zu lassen


Immer wieder erreichen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale Meldungen, dass Hunde, die für einen kurzen Moment vor dem Laden angeleint wurden, verschwunden sind. „Das ist eine stark unterschätzte Gefahr“, erklärt TASSO-Leiter Philip McCreight, der sich seit über 30 Jahren für die Rückvermittlung verschwundener Tiere einsetzt. Hundehalter, die ihr Tier vor Geschäften anleinen, gehen dabei gleich drei Risiken ein. So kann der geliebte Vierbeiner gestohlen werden; Kriminelle können die Situation beobachten und blitzschnell zuschlagen. Der Hund ist in den allermeisten Fällen unwiederbringlich weg. Auch muss man sich bewusst machen, dass es viele Hundehasser gibt, die dem Hund unbemerkt einen Giftköder anbieten können. Hat der Hund nicht gelernt, Futter von Fremden abzulehnen, kann ein dreiminütiger Einkauf das Tier unter Umständen sein Leben kosten. Zuletzt muss man auch immer davon ausgehen, dass der angeleinte Hund von Passanten bedrängt werden kann. Da die Länge der Leine keine ausreichende Rückzugsmöglichkeit bietet, kann es passieren, dass er aus Angst zuschnappt und so eine unnötige Konfliktsituation losgetreten wird.


Vor Geschäften angeleinte Hunde können zudem auch selbst als Gefahr wahrgenommen werden: Für Menschen, die Angst vor Hunden haben, kann das Betreten eines Geschäftes, dessen Eingangstür scheinbar von einem Hund bewacht wird, zur stressigen und vielleicht sogar unmöglichen Herausforderung werden.


TASSO empfiehlt: Nehmen Sie Rücksicht auf die Sicherheit Ihres Hundes und auf Ihre Mitmenschen. Sofern es die Wetterbedingungen zulassen, kann der Hund einen kurzen Zeitraum im Auto warten. Am besten ist der Hund jedoch immer zu Hause aufgehoben.

©TASSO e.V.

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Anmerkung: Es kommt noch etwas hinzu: Wenn mehrere Hunde, die sich untereinander nicht kennen, gleichzeitig vor dem Laden angebunden sind, kann es leicht zu lautstarken Auseinandersetzungen oder sogar Beißereien kommen - einfach deshalb, weil die ansonsten friedliebenden Tiere "Frust schieben". Man hat sie dort zurückgelassen und ist allein in den Laden gegangen, aus dem es obendrein auch noch verlockend riecht. Sowas geht ja mal gar nicht! Manche Hundehalter behaupten allerdings, ihr Vierbeiner würde ums Verrecken nicht allein zu Hause bleiben. Das kann man aber üben. Unsere Holly war so eine Hündin. Kaum waren wir aus dem Haus und hatten die Tür hinter uns zugemacht, fing sie an, herzzerreißend zu jaulen. Dabei handelte es sich um nichts anderes als pure Verlassensangst, denn die Süße war als Fundhund ins Tierheim gekommen, sprich: Sie wurde ausgesetzt. Wir haben es dann so mit ihr trainiert: Rausgehen - Tür zu - Holly jault - wir Tür auf und zurück ins Haus - Holly fürs Aufpassen loben. Wir haben mit einer halben Minute begonnen und es nach relativ kurzer Zeit geschafft, sie bis zu drei Stunden allein zu lassen, ohne die gesamte Nachbarschaft durch Hundis "Sirenengeheul" in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen. Dass wir beim Nachhausekommen die Betten neu gemacht, einen vormals glatten Teppich mit Fransen versehen (siehe Foto) und einmal sogar zwei frischgebackene Kuchen, die ich leichtsinnigerweise offen auf dem Küchentisch hatte stehen lassen, halb aufgefressen vorfanden, gehört eigentlich nicht hierher...


HOLLY


Nickname 13.07.2017, 22.22| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

WENN HALTER ZUSAMMENHALTEN

...haben Hunde mehr Spaß!



Am liebsten begleiten unsere Hunde uns überall hin. Aufgeregt wedeln sie mit dem Schwanz, sobald Herrchen oder Frauchen zu den Schuhen greift und freuen sich über jeden noch so kleinen Ausflug.


Allerdings ist es nicht immer möglich, den geliebten Vierbeiner mitzunehmen. Manchmal ist es sogar sinnvoller, wenn er zu Hause bleibt. So beispielsweise beim Einkauf: Obwohl es immer noch weit verbreitet ist, rät TASSO dringend davon ab, Hunde vor dem Geschäft warten zu lassen. Den Hund im Auto lassen, ist da keine Alternative: Ab bereits frühlingshaften Temperaturen kann das Auto zur tödlichen Falle werden.


Ungern allein


Nicht nur der Kinobesuch oder Ausflug in einen Freizeitpark, sondern auch spontane Überstunden im Büro oder ein ungeplanter Krankenhausaufenthalt können dafür sorgen, dass Abwesenheitszeiten in zumutbarer Weise überbrückt werden müssen. Deshalb ist es sinnvoll, das Alleinbleiben von Anfang an zu trainieren. Beginnen Sie mit kleinen Schritten: Verlassen Sie den Raum für einen kurzen Moment und schauen Sie, wie Ihr Hund reagiert. Bleibt er entspannt, steigern Sie langsam die Zeit, ohne ihn zu überfordern. Mit der Zeit erkennt der Vierbeiner das Muster und verlässt sich darauf, dass Sie zurückkommen. Und Sie haben den wichtigsten Schritt getan: Ein gut vorbereiteter Hund, der Vertrauen in seinen Halter hat, wird so auch wenige Stunden allein zu Hause bleiben können.


Es geht auch anders


Meist ohne es zu wissen haben Hundehalter die großartige Möglichkeit, ein starkes Netzwerk zu gründen. Wer einen Hund hat, wird bestätigen, dass der regelmäßige Spaziergang zu vielen neuen Bekanntschaften führt. Schnell kommt man mit anderen Gassigehern ins Gespräch, erfragt Namen und tauscht Kontaktdaten aus.



Hundehalter verbindet nicht nur die gemeinsame Wahl des Haustieres, sondern auch die damit verbundenen Herausforderungen des Alltags. Haben Sie Menschen kennengelernt, mit denen Sie den Spaziergang gerne absolvieren, und haben sich auch die Hunde aneinander und an die jeweils andere Person gewöhnt, nutzen Sie diesen tollen Umstand! Besprechen Sie die Möglichkeiten, sich bei der Hundebetreuung gegenseitig zu unterstützen, indem Sie bei Bedarf den jeweils anderen Hund zu sich nehmen. Auf diese Weise tragen Sie zur Lebensqualität Ihres Hundes bei, der seine Zeit mit einem liebgewonnenem Artgenossen und einem sorgenden Menschen verbringen darf.



Wichtig ist, dass Sie den Hunden genügend Zeit geben, ihr jeweiliges Gegenüber gut kennenzulernen. Auch diese neue Situation muss geübt werden. Beginnen Sie mit kurzen Abwesenheitszeiten, die Sie nach und nach steigern. Entwickelt sich alles zu Ihrer und des Hundes Zufriedenheit, sind Sie auf einem guten Weg, auch mal für eine längere Zeit, Ihren Hund betreuen lassen zu können. Prüfen Sie aber auch, ob der andere Tierhalter mit Ihrem Hund zurechtkommt. Schließlich haften im Ernstfall Sie als Halter grundsätzlich für eventuelle Schäden, die Ihr Hund verursacht – auch wenn er sich in anderweitiger Obhut befindet. Besprechen Sie das Vorgehen in Notfällen und auch, wer wann und auf welche Weise benachrichtigt werden muss.


Sind alle Fragen geklärt und die Hunde gut vorbereitet, kann es bei der nächsten Möglichkeit losgehen.


TASSO wünscht allen Hunden und ihren Haltern viel Spaß!


©TASSO e.V.

Nickname 13.07.2017, 22.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

ACHTUNG, GIFTKÖDER!

Erschreckend, aber leider wahr: Auch in diesem Jahr häufen sich bereits wieder die Giftköderwarnungen und Berichte über vergiftete Hunde.


Giftköder sind mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen versehene Wurststückchen oder Hundeleckerlis. Hundehasser legen sie an durch Hunde gut frequentierten Orten aus: in Parks und Hundefreilaufflächen, hinter Büschen und Hecken sowie im hohen Gras.


Seien Sie aufmerksam!


Besteht der Verdacht, dass Ihr Hund einen Giftköder aufgenommen hat, müssen Sie schnell handeln. Obwohl die unterschiedlichen Giftstoffe auf verschiedene Arten wirken, verursachen die meisten Köder schon binnen kürzester Zeit erste Vergiftungsanzeichen. „Häufiges und oft erstes Symptom von Vergiftungen ist Erbrechen. Weitere Symptome einer Vergiftung können unter anderem ein übermäßiges Hecheln sowie eine vermehrte Produktion von weißem Speichel, blasse Schleimhäute, veränderte Pupillen sowie eine allgemeine Teilnahmslosigkeit sein“, erklärt TASSO-Tierärztin Frau Dr. Anette Fach.


Bei Rattengift können die ersten Symptome, wie beispielsweise Müdigkeit, Erbrechen, blutiger Durchfall oder auch eine herabgesetzte Körpertemperatur, auch erst nach einigen Tagen erscheinen. Zudem treten zwei bis drei Tage nach der Aufnahme von Rattengift Blutungen auf Schleimhäuten und aus den Körperöffnungen auf. Der Hund verstirbt meistens innerhalb von drei bis fünf Tagen an Organversagen. Auch das Insektenbekämpfungsmittel Schneckenkorn wird zum Präparieren von Giftködern genutzt. Aufgrund seines süßlichen Geschmacks wird es von Hunden, aber auch von Katzen gern gefressen. Darüber hinaus nutzen Hundehasser auch die tödliche Wirkung von überdosierten Sedativa für ihre Zwecke: Hat Ihr Hund einen mit Beruhigungsmitteln gespickten Köder geschluckt, kommen die ersten Anzeichen binnen kürzester Zeit. Er beginnt zu torkeln oder verliert das Bewusstsein. Jedoch nicht nur Giftstoffe kommen zum Einsatz. Ebenso können Köder zum Beispiel mit Nägeln oder Rasierklingen gespickt sein.


Bemerken Sie, dass Ihr Hund an etwas intensiv schnuppert oder bereits an etwas leckt, sollten sie sofort reagieren und das Verhalten unterbinden. Vorsicht ist immer geboten, denn viele Gifte wirken bereits dann, wenn sie nur eingeatmet werden oder das Tier lediglich daran leckt.


Beugen Sie vor!


Verlieren Sie Ihren Hund draußen nicht aus den Augen. Eine vertrauensvolle Bindung und ein guter Grundgehorsam bilden eine solide Basis, um den Hund im Zweifelsfall schnell abrufen zu können. Im Idealfall können Sie durch gezieltes Training Ihrem Hund beibringen, nichts vom Boden aufzunehmen. Holen Sie sich Rat bei einem Hundetrainer. Hilfreich ist es auch, den Hund beim Spaziergang ausreichend zu beschäftigen, damit er sich nicht selbst auf die Suche nach interessanten Dingen begibt. Von einer Fütterung des Tieres vor einem Spaziergang ist abzuraten, denn übermäßige Bewegung nach einer Mahlzeit zählt zu den möglichen Risikofaktoren, die eine Magendrehung verursachen. Zudem wird auch ein satter Hund ein gefundenes Leckerli nicht verschmähen.


Haben Sie einen Giftköder gefunden, zeigen Sie den Fund unbedingt bei der Polizei an, denn nur mit Erstattung einer Anzeige kann diese gegen die Täter ermitteln.


Verhindern Sie Unmut!


In Hundekot zu treten ist selbst für den größten Tierfreund nicht angenehm. Das rechtfertigt natürlich noch lange nicht, Hunde zu vergiften. Jedoch gibt es extremen Hundehassern Anlass für ihre Giftköder-Anschläge. Wir von TASSO wünschen uns, aber auch allen Hundehaltern und allen, die kein Tier haben, einen rücksichtsvollen Umgang miteinander. Dazu gehört auch, dass Hundekot vom Halter aufgesammelt und in Abfallbehälter entsorgt wird.



© Copyright TASSO e.V.

Nickname 13.07.2017, 22.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

HUNDEBABYS ZU VERKAUFEN

 Nach DAN CLARK, 'Weathering The Storm'

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen:


Hundebabys zu verkaufen.


Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: "Für wie viel verkaufen Sie die Babys?" Der Besitzer sagte, "zwischen 30 und 50 Dollar." Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Kleingeld heraus. "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich sie mir anschauen?" Der Besitzer lächelte und pfiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, sichtlich weit hinter den anderen und deutlich langsamer als diese. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. "Was fehlt diesem kleinen Hund?", fragte er. Der Mann erklärte, dass der Welpe von Geburt an ein kaputtes Gelenk habe und nie richtig laufen würde.


"Den möchte ich kaufen!" sagte der Junge. "Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund", antwortete der Mann. "Aber wenn du ihn unbedingt haben willst, schenke ich ihn dir."


Der kleine Junge würde wütend. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde, und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Dollar und dann jede Woche 50 Cent, bis ich ihn abbezahlt habe." Der Mann entgegnete: "Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen. Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen Hunde."


Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf. Zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes und verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Liebevoll auf den Hund blickend, sagte er: "Ach, ich renne selbst auch nicht gut, und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht!"


Der Mann biss sich auf die Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte: "Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."


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Diese anrührende Geschichte kann uns die Augen öffnen. Viele Menschen fühlen sich wertlos und klein. Sie glauben, nicht gut genug zu sein, halten sich für unnütz und überflüssig. Sollten auch Sie so denken, bitte beherzigen Sie folgendes:


Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht an seiner Perfektion. Niemand ist vollkommen; selbst jene, die als die schönsten Menschen gelten, entdecken an sich noch Makel. Vielmehr kommt es darauf an, ob Sie die Herzen Ihrer Mitmenschen erreichen, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie – wenn vielleicht auch nur für einen Augenblick – glücklich machen können. Was zählt, ist nicht, wie Sie aussehen, sondern wer Sie sind. Wenn Sie ganz Sie selbst sind, werden andere Sie genau so akzeptieren, Sie schätzen und lieben. Vielleicht muss man erst ein gewisses Alter erreichen, um das zu begreifen – vor dreißig Jahren war ich auch noch nicht so weit. Aber alle Gedanken, die uns selber abwerten, alle Grenzen, die uns scheinbar gesetzt sind, existieren nur in unseren Köpfen. Was wir von uns halten, das halten auch andere von uns. Herzensgüte und Mitgefühl sagen mehr über den Menschen aus, als Body-Maß-Index und Körperfettanteil. Nobody is perfect, also lieben Sie Ihre Unvollkommenheit – Sie haben jedes Recht dazu!


Wir wünschen Allen

Nickname 13.07.2017, 21.53| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

WENN´S DEM ESEL ZU WOHL WIRD

…dann geht er aufs Eis. So will es jedenfalls das Sprichwort. In Wahrheit dürfte das aber weit neben der Realität liegen. Der Esel scheut nämlich das Wasser in jeder Form, also vermutlich auch in gefrorenem Zustand. Die Grauchen weigern sich hartnäckig, selbst durch kleinste Wasserläufe zu waten, obwohl sie dazu ohne weiteres in der Lage wären. Wegen der spiegelnden Oberfläche können sie nicht erkennen, wie tief der Bach oder das Flüsschen ist. Daher baute man ihnen etwa ab dem 19. Jahrhundert kleine Brücken, die sprichwörtlichen „Eselsbrücken“. Eine solche ist im übertragenen Sinn ein Umweg, der dennoch – oder gerade deswegen – zum Ziel führt. Außerdem überquert ein Esel nicht unbesehen jede Brücke, sondern setzt seinen Huf nur auf ihm geheuer erscheinenden Untergrund. Er geht erst hinüber, wenn ihm die Brücke ausreichend Halt bietet. In dem Sinne steht die „Eselsbrücke“ auch für Sicherheit.



Während der Schulzeit habe ich sie geliebt, jene kleinen gereimten, oftmals recht witzigen Merksätze, die man Eselsbrücken nennt. Besonders in Musik und Geschichte haben sie meinem Gedächtnis mehr als nur einmal auf die Sprünge geholfen: „753, Rom kroch aus dem Ei“, „333, bei Issos Keilerei“, sowie Eine Alte Dame Geht Häufig Einkaufen“ für die Reihenfolge der Saiten auf der Gitarre sind wohl heute noch jedem Schüler geläufig. Aber auch in anderen Fächern bewahren sie einen vor so mancher Stolperfalle. Beispielsweise in Physik, die optische Linse – ist konvex nun nach innen gewölbt und konkav nach außen, oder verhält es sich genau umgekehrt? Ich weiß nicht mehr, in wie vielen Klausuren mich das Punkte gekostet hat, weil ich die beiden immer wieder verwechselt habe – bis mein Papa (Ingenieur von Beruf und daher physikalisch bewandert) mir folgenden Spruch verriet, der mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird: „Ist ein Mädchen brav, bleibt der Bauch konkav; hat ein Mädchen …, wird der Bauch konvex“. Glauben Sie mir, seitdem habe ich das nie mehr durcheinandergebracht.


So, und nun sind Sie dran. Was meinen Sie, wodurch wird der Bauch des Mädchens konvex? Ein kleiner Hinweis: Es liegt nicht am zu vielen Essen…

Nickname 13.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: VON TIEREN UND MENSCHEN

SEELENHUNDE


Manche sind unvergessen...

...weil sie ein Leben verändert haben und auch nach ihrem Tod in einem weiter leben.


Man spürt es - in seinem Denken, in seinem Handeln, in seinem Fühlen. Seelenhunde hat sie jemand genannt: Jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.


Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.


Kein Tag wird vergehen, ohne an sie zu denken und ohne sie zu vermissen. Nur Hundemenschen können verstehen, wie es ist, einen Hund zu verlieren!



Trotzdem - oder gerade deshalb -  ist es wichtig, sich zu fragen:


Was hätten sie gewollt?


"Wir können Tränen vergießen, weil sie gegangen sind,
oder wir können lächeln, weil sie gelebt haben.

Wir können unsere Augen verschließen und beten,
dass sie wiederkehren,
oder wir können unsere Augen öffnen und all das sehen,
was sie hinterlassen haben.


Das Herz kann leer sein, weil wir sie nicht sehen können,
oder es kann voll Liebe sein, die wir mit ihnen geteilt haben.


Wir können uns vom Morgen abwenden und im Gestern leben,
oder wir können morgen glücklich sein, wegen des Gestern.


Wir können uns grämen, dass sie gegangen sind,
oder wir können uns dankbar erinnern, ihr Andenken bewahren
und es weiterleben lassen.

Wir können weinen und uns verschließen,

leer sein und uns abwenden,
 oder wir können tun, was sie gewollt hätten:
lächeln, unsere Augen öffnen, leben und weitermachen."


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Ich will es versuchen, um all unserer Lieblinge im Regenbogenland willen. Und ich will dankbar sein, dass es sie für uns gab, dass wir sie lieb haben und ihrem Leben einen versöhnlichen Ausklang bereiten durften. Eines wunderschönen Tages sehen wir uns wieder!


Nickname 13.07.2017, 17.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

LIEBESKUMMER LOHNT SICH NICHT, MY DARLING

  AHOI!


Tagchen, ich bin´s mal wieder. Hatte ich schon erwähnt dass hier in meiner Gegend die allerschönsten Mädchen weit und breit wohnen? Ehrlich, von so was können die meisten andernorts nur träumen. Es gibt Blonde, Braune und Schwarze; mit Locken, kraushaarig oder glatt. In allen Rassen und Größen – eine hübscher als die andere. Wie soll hund sich da bloß entscheiden? Na ja, was mich angeht, habe ich meine Wahl getroffen:


Die Niedlichste überhaupt ist und bleibt EMMY, sie habe ich am liebsten (außer Wendy natürlich, das ist klar). Emmy ist ein Retriever-Mischlingsmädchen, mit wunderschönen hell- bis mittelblonden Löckchen und den seelenvollsten Augen von der Welt. Eigentlich ist Emmy sehr schüchtern und guckt immer ganz verlegen zur Seite, wenn wir uns treffen. Aber sie wedelt mit dem Schwänzchen, was heißen soll, dass sie sich freut, mich zu sehen. Unsere Frauchen verstehen sich gut, und die gemeinsamen Spaziergänge sind für uns Hunde jedes Mal ein Fest. Treue lautet Emmys zweiter Vorname, wenigstens dachte ich das bis vor kurzem. Aber dann war plötzlich alles anders, sie tat, als würde sie mich gar nicht kennen, und schüchtern konnte man sie weiß Gott auch nicht mehr nennen. Emmy war heiß. Das hatte aber nun so rein gar nichts mit dem Wetter zu tun. Nein, mein Frauchen sagte, sie (also Emmy) wäre läufig, und das konnte man ruhig wörtlich nehmen. Wenn ihr Frauchen nämlich nicht höllisch aufgepasst hat, ist sie ausgebüxt und jedem Köter hinterher gelaufen, egal ob der nun hübsch oder hässlich war. Auf einmal fand sie sogar den doofen Pepper toll, der sonst Luft für sie ist und den sie normalerweise nicht mal mit der Kneifzange anpacken würde. Er war auch ziemlich scharf auf sie; na ja, wie der Name schon sagt. Bloß mich hat sie kaum noch angeguckt. Also, nicht dass ich richtig eifersüchtig gewesen wäre, ich fand sie auch gar nicht so viel anders als sonst. Das liegt wohl daran, dass ich damals in dem polnischen Tierheim kastriert wurde, irgendwie habe ich das mit der Liebe anscheinend vergessen. Aber es machte mich doch traurig. Ich meine, vielleicht bin ich ja nur noch ein halber Mann, aber trotzdem immer noch ein ganzer Kerl!


Dann fuhr Emmy mit ihrer Familie für zwei Wochen weg, und ich konnte nur hoffen, dass, wenn sie zurück kommt, alles wieder beim Alten ist. Wie mein Frauchen meinte: „Ewige Liebe vergeht, aber wahre Freundschaft besteht.“ Es hieß also abwarten und Knochen kauen! Und was soll ich Euch erzählen – als Emmy wiederkam, war sie wie früher: Lieb, schüchtern und noch immer ein bisschen verlegen. Mann, war ich froh! Das mit der Hitze hat sich in Zukunft auch erledigt, Emmy wurde nämlich vorige Woche ebenfalls kastriert. Seit gestern ist sie diesen lästigen Plastikkragen los, und wir können wieder zusammen spielen, als ob da nie was gewesen wäre. Und das Schönste ist, heute Mittag haben wir im Wald Pepper getroffen. Der Blödmann dachte sich wohl, mal sehen, vielleicht geht da ja doch noch was. Ich wollte ihm schon zeigen, wo das Stöckchen hängt, aber das war gar nicht nötig. Emmy lief einfach an ihm vorbei, präsentierte ihm kurz ihren niedlichen Südpol, und Leute, das war´s. Ich bin wieder ihre Nummer Eins, (wenn auch nur platonisch, wie Frauchen das nennt), und das Leben ist ja sowas von schön!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny


Nickname 13.07.2017, 17.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

SAUER MACHT LUSTIG - WER´S GLAUBT, MUSS NIESEN

  AHOI!


Liebe Leute, na das war vorhin vielleicht ätzend, sowas passiert mir auch nur einmal und nie wieder! Ihr müsst wissen, unser Frauchen, die ist echt ´ne Wucht. Kaum, dass die mal mit uns schimpft; höchstens, wenn wir uns beim Briefträger oder beim Paketboten so richtig eingegroovt haben und einfach nicht mehr aufhören wollen zu bellen - da kann´s schon vorkommen, dass sie etwas energischer wird. Aber sonst lässt sich wirklich nichts gegen sie sagen. Klar hat sie ihre Macken und den einen oder anderen Tick: Zum Beispiel, wenn´s um gesunde Ernährung geht.


Sie ist kein Ökofreak oder so, isst ein-, zweimal im Monat wohl auch ein Stück Fleisch oder Wiener Würstchen (das meiste davon fällt ihr allerdings "rein zufällig" auf den Boden, wo wir es dann aufsammeln dürfen). Aber sie sagt, gerade weil sie und Chef nicht immer nur das essen, was wirklich bio-logisch ist, kommt es auf eine gute Nahrungsergänzung an. Sie behauptet sogar, dass es heutzutage gar nicht mehr ohne geht, weil in den meisten Lebensmitteln zu wenig von dem drin ist, was der Körper so zum Leben braucht.


Zurzeit schwört sie auf Vitalpilze und Apfelessig - und ich stecke ab heute meine Nase garantiert nie mehr in Sachen, die mich nichts angehen, das gelobe ich bei meinem Schnurrbart und meinen Schlappohren! Ich wollte nämlich unbedingt wissen, was drin ist in dieser Dose mit den weißen Tabletten; man will ja schließlich mitbellen können. Da hat sie mich eben dran schnuppern lassen. Das hat vielleicht gebissen in meiner Nase und im nächsten Moment ging´s auch schon los: Ich habe geniest und geniest und konnte gar nicht mehr aufhören. Anstatt mich zu bedauern, hat Frauchen nur gelacht und gemeint, so würde es neugierigen Hunden ergehen, und Apfelessig habe nun mal kein Leberwurstaroma. Also, wenn das wirklich gesund sein soll, na dann ha-ha-hatschiiii, Prost Mahlzeit!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer BARNY


Nickname 13.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DIE GESCHICHTE VON LEA



Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

Als sie mich meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir, ihnen auf die Nerven ginge. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche, wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.


Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich soll verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.


Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen.


Ich heiße jetzt Lea.


Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und es gibt nichts Schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.


Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte es wäre o.k., dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Zuchten und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.


Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.


In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "man kann nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken nur noch schreien vor Schmerzen.


Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand.


Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich ...... Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.


Ein Traum:
Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie "Auf Wiedersehen" auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.


Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es sollte nicht sein. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht.
Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.


Lea


©1999 J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Witt


Meine eindringliche Bitte an alle, die sich einen Familienhund anschaffen möchten: "Es geht auch billiger" und "Geiz ist geil" - diese Mentalität mag beim Kauf eines Fernsehers oder einer Waschmaschine durchgehen, nicht aber bei einem lebendigen Wesen. Wer einen Hund so billig wie möglich haben möchte (z. B. auf Polenmärkten oder im Internet), sollte sich darüber im klaren sein, dass er damit Qualzuchten unterstützt. Dabei werden Hündinnen als reine Gebärmaschinen missbraucht; und wenn sie dann mit vier, spätestens fünf Jahren "ausgedient" haben, kann sich jeder ausmalen, was mit ihnen geschieht. In den Tierheimen hierzulande sitzen die schönsten Hunde, die dort für kleines Geld zu haben sind. Die meisten von ihnen mögen nicht "reinrassig" sein - was immer das heißt, denn sie sind auf jeden Fall echte Hunde. Und sie haben einen unschätzbaren Vorteil: Sie alle sind Individualisten, keiner gleicht punktgenau (wie die berühmten 101 Dalmatiner) dem anderen, und Sie können Ihren Liebling unter Tausenden erkennen!


Nickname 13.07.2017, 17.08| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

BRIEF EINES ARBEITERS AUS EINER PERRERA

Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht einen Weckruf!

Als Leiter einer Perrera werde ich etwas mit Euch teilen ... einen Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt.


Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die Ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn sie nicht mehr die süßen Hundebabies sind. Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass eine 90%ige Chance besteht, dass diese Hunde nie mehr aus dem Zwinger kommen, wenn sie erst einmal hier gelandet sind? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt herum laufen, sind reinrassige Tiere.


Die häufigsten Ausreden, die ich höre, sind:


"Wir sind umgezogen, und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen."Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus, in dem sie mit ihrem Tier leben können?


"Der Hund wurde größer, als wir dachten."Und was dachten Sie denn, wie große ein deutscher Schäferhund wird????


"Ich habe keine Zeit mehr für das Tier."Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.


"Er zerstört meinen ganzen Garten."Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?


Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund." Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird. Und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal erklären:


Dein Tier hat 72 Stunden Zeit, eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es.


Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.


Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren.


Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die es verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass es mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Fressen, welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen.


Wenn Dein Hund groß und schwarz ist oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...) angehört, hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick, in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" sie sind.


Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist, wird er sterben.


Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.


Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt.


Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektion der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von €150,- zu bezahlen.


Und nun möchte ich Euch etwas über die Euthanasie schreiben, für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:


Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz, bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.


Dein Hund oder Deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem, wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht und eine Dosis einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lautem Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.


Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten, wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig?


Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag wenn ich nach Hause komme von der Arbeit. Ich hasse meinen Job, ich hasse es, dass es ihn überhaupt gibt, und ich hasse es zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn Ihr Euch nicht ändert.


Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras! Nur Du kannst das stoppen! Ich mache alles Mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere, die rein kommen als die, die raus dürfen.


Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben!


Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh, und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.


Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe Ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt.


Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.


Jazz M. Onster.


QUELLE: bmt


**********************************************



Anmerkung: Auch unser Barny saß in Polen in einer solchen Tötungsstation. Die Todeskandidaten werden meist wahllos zusammengestellt und den Verantwortlichen ist es egal, ob junge oder alte, hübsche oder hässliche, gesunde oder kranke Hunde sterben. Wieviele Hunde an einem Tag sterben, hängt davon ab, wie voll die Perrera ist. Es können 50 Hunde sein, es können aber auch "nur" 15 sein. Da kommt der Veterinär und sagt: "So, jetzt dieser Zwinger, dieser und dieser..." Barny hatte das große Glück, dass er über das Tierheim Herzsprung nach Deutschland kam und so den Weg zu uns fand.

Nickname 13.07.2017, 16.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

A PROPOS: SCHÖNHEITSIDEALE

  AHOI!


„Spieglein, Spieglein dort am Schrank, seh´ ich dich, dann werd´ ich krank!“ Diesen Spruch sagt unser Frauchen jeden Morgen innerlich auf, wenn sie sich in der Spiegeltür am Kleiderschrank anschaut. Ihr gefällt rein gar nichts, was sie da sieht. Ihren Bauch findet sie zu wabbelig, die Oberschenkel zu dick, den Po zu flach. Klar, sie ist keine zweite Claudia Schiffer oder Heidi Klum, und die Zeit ihrer Idealmaße (damals 68,5 kg bei 1,76 m Körpergröße) liegt auch schon ein paar Jahrzehnte zurück. Aber Nelly, Woody und ich, wir Drei lieben sie genauso wie sie ist, weil sie uns lieb hat und gut für uns sorgt. Das ist überhaupt das Wichtigste.


Ihr Menschen legt viel zu viel Wert auf Äußerlichkeiten. Für einen perfekten Body quält Ihr Euch im Fitnessstudio (das ist ja noch harmlos), lasst Euch mit schmerzhaften Spritzen malträtieren und legt Euch sogar unters Messer. Und was kommt dabei raus: Muskelpakete, die nicht mehr zum übrigen Körper passen, Brüste wie Atombomben und Lippen, dass man meinen könnte, jemand sei in einen Bienenschwarm geraten. So ein Stückchen glattere Haut macht aus Euch ja auch noch keinen neuen, besseren Menschen - abgesehen davon, das unzählig viele meiner Artgenossen und andere Tiere dafür in grausigen Tierversuchen schreckliche Schmerzen erleiden und sogar mit ihrem Leben bezahlen müssen. Macht Euch doch mal locker, und denkt nicht immer nur an Euer Aussehen. Wie Ihr inwendig beschaffen seid, darauf kommt´s nämlich an. Wir Hunde würden niemals einen Artgenossen verachten, bloß weil sein Fell struppig wirkt, seine Beine ein bisschen krumm gewachsen sind oder seine Schnauze ein Stück zu kurz geraten ist. Hauptsache, er gibt einen duften Kumpel ab, mit dem man Knochen stehlen kann. Schönheit liegt jeweils im Auge des Betrachters, und bekanntlich sieht man nur mit dem Herzen gut.


Weiter nichts als Gemeinplätze, sagen Sie? Schon möglich, aber stimmen tun sie doch. Nehmen Sie zum Beispiel unseren Bobby. Mit seinen deformierten Vorderbeinen, dem fehlenden Auge, der schiefen Schnauze und dem gespaltenen Ohr war er wahrlich kein Adonis und wäre bei Schönheitskonkurrenzen wohl regelmäßig leer ausgegangen. Dafür hatte er ein Gemüt wie Samt und Seide und ein flaumfederweiches Herz. Das hatten Nelly und ich auf Anhieb gecheckt und ihn mit offenen Pfoten in unser Rudel aufgenommen. Für uns Hunde zählt wirklich nur die innere Schönheit, und die sehen wir bei Euch auch ohne dass Ihr Euch wenden oder operieren lasst!


Na dann, bis in Bälde.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny




Wellness im Schnee - mei, d e s macht schee!

Nickname 12.07.2017, 22.26| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

JETZT BIN ICH BERÜHMT!

Heute wurde ich geboren. Eins von zehn. Mein Vater war sehr berühmt. Ich habe eine Menge Halbbrüder und -schwestern. Meine Mutter ist sehr berühmt. Seit sie berühmt wurde, hatte sie immer nur Welpen. Keine liebende Hand, keine lustigen Ausflüge . . . nur Welpen. Sie ist immer sehr traurig, wenn sie von ihr weggehen.


Heute verließ ich mein Heim. Ich wollte nicht weg, deshalb habe ich mich hinter meiner Mutter und drei übrigen Geschwistern versteckt! Ich mochte dich nicht. Aber sie sagten, ich würde eines Tages berühmt sein. Ich frage mich, ob berühmt das gleiche ist wie Spaß und gute Zeiten? Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl es Dich gestört hat, daß ich mich vor dir versteckt habe. Ich glaube nicht, daß Du mich mochtest.


Mein neues Heim ist weit weg. Ich bin verstört und ängstlich. Mein Herz sagt: Sei tapfer. Meine Verwandten sind es auch. Ob sie auch in gute Hände kamen wie ich? Ich bin hungrig, weil zuviel essen schlecht für meine Knochen ist. Ich kann nicht beißen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind. Ich laufe einfach weg und spiele und tue so, als ob ich auf einer großen Wiese bin mit Schmetterlingen, Rotkehlchen und Fröschen.


Ich weiß nicht, warum sie mich treten. Ich bin still, aber der Mann schlägt mich und sagt laute Dinge. Die Frau gibt mir keine guten Sachen, wie ich sie bei meiner Mutter hatte. Sie wirft nur trockenes Futter auf den Boden und geht weg, bevor ich nah genug zum Berühren und Schmusen kommen kann. Manchmal riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem.


Heute bekam ich zehn Welpen. Sie sind so wundervoll und warm. Bin ich jetzt berühmt? Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen, aber sie sind so klein. Ich bin so jung und verspielt, daß es schwer ist, hier in dem Loch unter dem Haus zu liegen und meine Welpen zu säugen. Jetzt weinen sie. Ich zerkratze und zerreiße mein Fell. Ich wünschte, jemand würde mir etwas Futter hinwerfen. Ich bin auch sehr durstig.


Jetzt habe ich nur noch acht. Zwei wurden während der Nacht kalt und ich konnte sie nicht warm machen. Sie sind tot. Wir sind alle sehr schwach. Vielleicht können wir etwas Futter bekommen, wenn ich sie auf die Veranda trage?


Heute haben sie uns weggeholt. Es war zuviel Aufwand, uns zu füttern und jemand kam, um uns zu holen. Jemand schnappte meine Welpen, sie weinten und winselten. Wir wurden in einen Lastwagen mit Boxen getan. Sind meine Babies jetzt berühmt? Ich hoffe es, denn ich vermisse sie. Sie sind weg.


Der Ort riecht nach Urin, Angst und Krankheit. Warum bin ich hier? Ich war genau so schön wie meine Verwandten. Ich bin hungrig, schmutzig, in Panik und unerwünscht. Vielleicht das Schlimmste, unerwünscht zu sein. Niemand kam, obwohl ich lieb zu sein versuchte.


Heute kam jemand. Sie legten mir ein Band um den Hals und führten mich zu einem Raum, der sehr sauber war und einen glänzenden Tisch hatte. Sie hoben mich auf den Tisch. Jemand hielt mich und streichelte mich. Ich fühlte mich so gut!!! Dann fühlte ich mich müde und lehnte mich hinüber zu demjenigen, der mich gestreichelt hatte.


Jetzt bin ich berühmt:

Heute hat sich jemand um mich gekümmert!


Aus: Dalmatinerpost, Juni 1997,
Verfasser leider unbekannt

Nickname 12.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EINE LEIHGABE

"Ich werde dir für eine Weile diesen Hund leihen", sagte Gott. "Damit du ihn liebst, während er lebt und damit du um ihn trauerst, wenn er gegangen ist. Vielleicht für zwölf oder vierzehn Jahre, oder vielleicht auch nur für zwei oder drei.


Aber wirst du, bis ich ihn zurückrufe, für ihn sorgen?


Er wird dich mit all seinem Charme erfreuen.Und sollte auch sein Aufenthalt kurz sein, wirst du dich doch immer an ihn erinnern, auch in deinem größten Kummer.


Ich kann dir nicht versprechen, dass er bleiben wird, weil alle von der Erde wieder zurückkehren.


Aber es gibt Dinge, die hier gelernt werden, die dieser Hund lernen soll. Ich habe um die ganze Welt geschaut, um einen geeigneten Lehrer zu finden. Und von allem Volk, das sich auf der Erde tummelt, habe ich dich gewählt.


Wirst du ihm nun all deine Liebe geben, nicht das Unvermeidliche scheuen, noch mich hassen, wenn ich komme, um ihn zurück zu holen?


Trotz all der Freude, die dieser Hund dir bringen wird, gehst du das Risiko von großem Schmerz ein.


Wirst du ihn mit Zärtlichkeit aufnehmen, wirst du ihn lieben, während du darfst, und für das Glück, das du kennen lernen wirst, für immer dankbar sein?


Aber sollte ich ihn viel früher zurückrufen, als du rechnest, bitte trage tapfer den bitteren Schmerz, der kommt, und versuche zu verstehen.


Erinnere dich daran, als du ihn mit deiner Liebe umhegen konntest, halte jeden Moment eures vertrauten Bandes fest und sei sicher:


Er liebte dich auch"


(Verfasser leider unbekannt)



Wir haben den Trennungsschmerz von einem geliebten Vierbeiner schon oft erlebt - die kürzeste, gemeinsam verbrachte Zeitspanne mit unserem JULCHEN betrug gerade acht Monate - und er steht uns noch des öfteren bevor. Jedes Mal bricht es uns das Herz, aber wir möchten keinen unserer Lieblinge missen. Und ich glaube, am Ende sind sie die größeren Lehrer als wir.

Nickname 12.07.2017, 22.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EIN KLEINER, ALTER RÜDE


Einer nach dem Anderen geht an meinem Käfig vorbei.
Zu alt, zu verbraucht, zu abgenutzt, auf keinen Fall.
Hat die Zeit hinter sich, taugt nicht mehr
für Lauf und Spiel mit dem Ball.
Dann schütteln sie langsam den Kopf und gehen vorbei.


Ein kleiner alter Rüde, krank von Arthrose und Schmerz.
Es scheint, für mich gibt es keinen mehr mit Herz.
Ich hatte mal ein Zuhause und auch ein Bett.
Einen warmen Platz und Futter - so nett.


Nun wird mein Fang grau und mein Augenlicht schwach.
Wer möchte einen Hund, so alt und schwach.
Meine Familie entschied, ich sollte weg.
Ich war im Weg und meine Haltung, kein Zweck.


Ganz gleich welcher Grund in den Sinn ihnen kam.
Es war nicht Recht, dass man mein Leben mir nahm.
Nun sitz ich im Käfig. Tagaus und tagein
finden jüngere Hunde ein neues Daheim.


Als ich, fast am Ende, schon den Glauben verlor,
sahst du mein Gesicht und Hoffnung kam empor.
Du sahst durch das Grau und die vom Alter gebeugten Beine
Und sagtest mir, dass jenseits des Käfigs die Sonne noch scheine.


Du nahmst mich nach Hause, gabst mir Futter
und einen Platz zu leben,
teiltest dein Kissen mit meinem armen müden Kopf daneben.
Wir schmusen und spielen und du sprichst lieb mit mir.
Du liebst mich so innig und zeigst es auch hier.


Auch wenn ich viele Stunden mit andren verbracht habe,
so ist deine Liebe zu mir eine besondere Gabe.
Ich verspreche die Liebe zurück zu geben,
während meines gesamten restlichen Lebens.


Wir werden Wochen oder Jahre miteinander überstehen.

Wir teilen ein Lächeln und ich werde dich weinen sehen.
Und wenn der Abschied kommt für mich und dich,
weiß ich, dass du weinst und dein Herz trauert um mich.


Wenn ich dann die Brücke erreiche, ganz frisch
Sind meine Gedanken bei dir an deinem Tisch.
Und ich werde prahlen vor allen und jedem
Von dem Menschen, der meine letzten Tage erfüllte -
mein Leben.


(Gefunden im Internet, Verfasser leider unbekannt)



Nickname 12.07.2017, 22.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

MÖRDER HUND? BESTIE KIND?


Wir sind allein im Zimmer, deine Mutter ist im Obergeschoss des Hauses. Ich mag dich, habe dich von Anfang an sehr gern gehabt. Ich nehme es dir nicht übel, dass du oft grob zu mir bist, du bist ja noch klein.


Plötzlich findest du diesen Bürotacker, beginnst damit zu spielen... Du bist ja noch so klein, so neugierig, willst alles ausprobieren. Du tackerst Papier zusammen, jauchzt vor Freude. Ganz selten beschäftigt sich jemand mit dir, armes Kind, das musst du meist selbst machen, sie wollen nur ihre Ruhe haben.


Dann kommst du auf mich zu, mit dem Tacker in der Hand. Deine kleine Kinderhand greift nach meinem Schlappohr, und ... AU! Das hat weh getan! Ich jaule auf, doch du verstehst es nicht. Bist ja noch so klein, für dich ist es nur ein Spiel. Du greifst wieder nach meinem Ohr, ich will fliehen, doch wir sind in dem kleinen Zimmer eingesperrt.


Du tust es wieder, wieder jaule ich laut auf unter dem Schmerz. Du verstehst es nicht, denkst es wäre ein Spaß, ein lustiges Spiel. Ich bin dir nicht böse, du bist ja noch so klein. Du tust es wieder und wieder und wieder, ich kann dir nicht entkommen.


Mein lautes Jaulen schallt durchs ganze Haus, doch niemand kümmert sich darum. Wo ist deine Mutter? Warum läßt sie uns wieder so lange allein? Warum hört sie mein Jaulen, meine verzweifelten Hilfeschreie nicht? Du rennst hinter mir her, drängst mich in die Ecke, tust es wieder. Wieder jaule ich gequält auf, dieses Mal noch lauter als zuvor.


„Halt endlich die Schnauze du Scheißköter!", hallt die Stimme deiner Mutter durchs Treppenhaus. Sie nennt mich immer so, sie mag mich nicht besonders. Eigentlich hat sie mich nur gekauft, damit du etwas zum Spielen hast, und sie in Ruhe lässt. Sie will immer nur ihre Ruhe haben. Sie mag sich nicht um dich kümmern, und sie mag sich erst recht nicht um mich kümmern.


Mein Ohr schmerzt, doch du lässt nicht von mir ab. Was soll ich nur tun? Ich will dir nicht wehtun, weiß du meinst es micht böse. Du verstehst es nicht, weil dir niemand beigebracht hat, dass man Tiere nicht zum Spaß quälen darf. Niemand hat dir je beigebracht, dass auch ich Schmerzen empfinde. Sie wollen nur ihre Ruhe haben ...


Wieder spüre ich diesen stechenden Schmerz, er macht mich rasend. Wieder versuche ich zu entkommen, doch es glingt mir nicht. Ich will dir nicht wehtun, ich liebe dich doch! Du tust es wieder und immer wieder, der Schmerz wird unerträglich. Doch du hörst nicht auf, jagst mir eine Klammer nach der Anderen ins Ohr. Du kannst nichts dafür, du weißt nicht was du tust. Du bist ja noch so klein, verstehst es nicht.


Schließlich kann ich nicht mehr, halte die Schmerzen nicht länger aus. Ich schnappe nach dir, mein Fangzahn streift dich an der Wange. Wir halten beide erschrocken inne, sehen uns einen Moment in die Augen. Ich wollte dich nicht verletzen, wollte nur dass es aufhört ... Du greifst dir mit deiner kleinen Hand an die Wange, und als du das Blut an ihr siehst, beginnst du zu schreien.


Plötzlich geht alles ganz schnell. Deine Mutter kommt, reißt dich an sich. Dein Vater kommt, tritt brutal auf mich ein und schleift mich ins Auto. Er bringt mich zum Tierarzt. „Sofort einschläfern, die Töle hat mein Kind gebissen!", brüllt er aufgebracht. Der Tierazt kennt mich, er wundert sich, kann kaum glauben, dass ich das wirklich getan haben soll. Tränen schießen ihm in die Augen, als er die annähernd 100 Heftlammern in meinem Ohr sieht. Er streichelt mir sanft über den Kopf, dann greift er zur Spritze.


Er muss es tun, ist dazu verpflichtet ...


Morgen werde ich die Sonne nicht mehr aufgehen sehen. Aber ich werde berühmt sein. Auf den Titelblättern aller großen Zeitungen wird mein Foto stehen. Darüber wird in großen Buchstaben geschrieben sein: „HUND ZERFLEISCHT KIND!"


In den Artikeln wird es heißen:


„Schon wieder fiel ein vermeintlich braver Familienhund grundlos ein Kind an und verletzte es schwer im Gesicht..."


Vielleicht wird die Geschichte sogar im Fernsehen diskutiert. Viele Menschen werden dann entsetzt aufschreien, hitzig diskutieren, einige werden fordern, dass alle Hunde für immer eingesperrt werden sollten. Aber niemand wird sagen was genau geschah, denn das interessiert nur ganz wenige. Deine Eltern haben es den Medien so erzählt, und die waren sehr froh darüber. Die Menschen lieben Geschichten über wilde Bestien, das bringt gute Auflagen und gute Einschaltquoten. Gute Auflagen & Einschaltquoten bringen viel Geld, und das lieben die Menschen noch viel mehr.


Ich habe die Menschen geliebt. Ich habe dich geliebt ...


QUELLE:

studivz, "Pro Tierschutz", Verfasser leider unbekannt)


Anmerkung: Immer wieder gibt es Eltern, die glauben, ein Hund wäre eine Art Nanny und könnte ihre eigene Zuwendung ihrem Kind gegenüber ersetzen. So wie viele Erziehungsberechtigte ihre Kinder vorm Fernseher oder Computer "parken", damit sie in Ruhe ihren eigenen Angelegenheiten nachgehen können, so soll mancher Hund gleichzeitig Spielkamerad, Seelentröster und Aufsichts'person' für den Nachwuchs sein. Ich bin an sich keine Kinderfeindin, sie sind Opfer ihrer Un - Erzogenheit und wissen noch nicht, was sie tun.Ein Hundeführerschein soll nach dem Willen des Gesetzgebers bald verbindlich für alle Hundehalter eingeführt werden. Wie wäre es mit einem Kinderführerschein als Eignungstest für zukünftige Eltern? Die Durchfallquote läge sicherlich erschreckend hoch.

Nickname 12.07.2017, 14.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

VIEL ZU HEIß!

  AHOI!


Liebe Leute, sagt mal, wann kommt denn nun endlich der Sommer? Wo hält sich der bloß versteckt? Frauchen hat schon überall nachgesehen: unterm Bett, hinter der Couch und sogar im Kühlschrank – nirgends eine Spur! Es braucht ja nicht gleich so eine Gluthitze zu sein wie momentan in Kalifornien; aber 17 Grad sind wirklich nicht die Welt und so ein bisschen Sonne aufs Fell wäre schon fein. Vorausgesetzt, man kann sich an ein schattiges Plätzchen zurückziehen, wenn´s einem zu bullig wird und muss zum Beispiel nicht stundenlang in der Stadt im geparkten Töff-Töff schmoren. Dabei erdulden wir Hunde nämlich echte Höllenqualen.


Stellt Euch das vor: Wenn es draußen 25°C sind, herrschen in einem Auto, das im Schatten steht, ungefähr 32 Grad; und wenn Ihr Euren Wagen in der Sonne geparkt habt, weil weit und breit kein anderer Platz zu finden war (übrigens wandert ja die Sonne. Wo es eben noch Schatten gab, kann sie schon bald darauf vom Himmel brennen), liegt die Temperatur im Innern ratzfatz bei etwa 70°C! Das hält kein Schwein aus, erst recht kein Hund. In so einem Brutkasten erleiden viele von uns nach kürzester Zeit einen Hitzschlag, der unser Gehirn schädigen kann und an dem wir im schlimmsten Fall sogar sterben. Ihr meint, das brauche ich Euch nicht extra zu sagen? Na klar, I h r würdet Eure Lieblinge niemals für länger in einen derartigen Backofen setzen. Leider haben andere da weniger Verstand.


In München gab es erst kürzlich wieder einen solchen Fall: Da entdeckten Passanten eine Deutsche Dogge in einem VW Golf (!) und alarmierten sofort die Polizei. Das Tier hatte kaum genügend Platz, um sich hinzulegen, und die Fenster waren alle hermetisch verschlossen – als ob sich jemand an ein Fahrzeug wagen würde, das von so einem Kalb bewacht wird! Das arme Vieh hockte mit verdrehten Augen völlig apathisch da, hechelte mit dunkel angelaufener Zunge und hatte sich auch schon erbrochen. Das sind alles typische Symptome für einen Hitzschlag. Vom Besitzer war natürlich weit und breit nichts zu sehen, deswegen mussten die Beamten den Wagen knacken. Drei Mann hoch (so eine Dogge wiegt ja schon was) hievten sie den Hund nach draußen in den Schatten, gaben ihm ein paar Schlucke Wasser zu trinken und verständigten einen Tierarzt. Der Hundehalter bekam eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Eine viel zu milde Strafe, finde ich. Wenn es nach mir ginge, müsste man solche Leute ebenfalls für ein paar Stunden ohne einen Tropfen Wasser und ausreichend Luft in ein heißes Auto sperren und erst in allerletzter Sekunde befreien, damit sie am eigenen Leib erfahren, wie sich das anfühlt.


Ihr wisst ja, grundsätzlich gilt für uns Fellnasen die olympische Idee: „Dabei sein ist alles!“ Aber so freudig wir Euch sonst überallhin begleiten - während der Hundstage machen wir schon mal eine Ausnahme und warten (wenn es nicht allzu lange dauert) gern daheim auf den kühlen Fliesen in der Küche oder im Bad, bis Ihr zurück seid. Wenn wir dann hecheln und die Augen verdrehen, liegt es nicht an der Hitze, sondern an unserer großen Wiedersehensfreude. In dem Sinne – kommt alle gesund durch den Sommer (bald ist er da, Ihr werdet sehen)!


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny



Vorne bin ich schon knackig braun,

bloß hinten muss ich noch ein bisschen...

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...und anschließend im Halbschatten dösen -

so lass ich mir den Sommer gefallen!

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WENDY hat das auch immer sehr genossen.

Nickname 11.07.2017, 21.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

UMSONST GELEBT!



Ich öffne meine Augen und sehe meine Mama, die warm ist und dicke Zitzen hat. Ich spiele mit meinen Brüdern und Schwestern, wir knurren und beißen einander und haben viel Spaß.

Ich bin glücklich. Ich bin schon zehn Wochen alt und kann bereits springen und bellen, als fremde Leute kommen, die mich auf den Arm nehmen und mich mitnehmen in mein neues Zuhause.


Alles riecht fremd dort und ich fühle mich nicht heimisch, aber die Kinder lehren mich allerlei wilde und verrückte Spiele, und das liebe ich. Ich darf in ihre Hausschuhe beißen und auf ihrem Bett liegen, um mit ihnen dort zu spielen und bei ihnen zu schlafen. Die ganze Familie lacht, wenn ich in die Ärmel beiße und schrecklich knurre. Im Garten jagen wir hintereinander her und ich darf in ihre Beine beißen. Ich darf alles tun, was ich will. Sie lachen, wenn ich sie anspringe und ich bin glücklich.


Ich bekomme neue Zähne und werde groß und stark. Wenn ich sie jetzt anspringe, fallen sie manchmal um und weinen und dann sind die großen Menschen böse mit mir und schreien mich an. Wenn ich jetzt einen herrlich riechenden Hausschuh finde und zerbeiße, nehmen sie ihn mir weg und schlagen mich damit und schreien. Wenn sie mich vom Bett herunterholen und ich knurre sie an wie einst, denn ich darf doch dort schlafen, schreien sie wieder und jagen mich in den Garten.


Ich darf nicht mehr im Haus bei meiner Menschenfamilie sein und nicht mehr mit den Kindern spielen. Sie sperren mich in eine Kammer. Ich bin unglücklich. Ich verstehe nicht, was mit mir passiert. Ich jammere, ich belle und möchte bei meinen Menschen sein. Ich werde verrückt. Wenn ich jemanden aus dem Haus kommen höre, hoffe ich, sie kommen, um mich zu holen und ich belle. Da schreien die Menschen und schütten Wasser nach mir. Ich bin Tage und Wochen eingesperrt, ich bin einsam, mir ist oft kalt. Warum sitze ich hier? Ich will heraus, ich will nicht allein sein. Ich belle und jammere. Ich bin unglücklich.


JETZT sitze ich irgendwo in einem fremden Käfig zwischen anderen Käfigen mit vielen Hunden. Wir jammern, und manchmal kommen Menschen, um uns hinter den Gittern anzusehen. Ich vertraue niemandem mehr, sitze hinten in meinem Käfig und weigere mich, die Menschen anzuschauen. Nie bleiben sie vor meinem Käfig stehen. Ich bleibe hier sitzen - warum sitze ich hier??? Ich will heraus, ich will nicht allein sein, ich jammere und belle. Ich bin unglücklich!



Da kommt ein Mann mit einer Leine und einem Halsband - möchte er mich etwa haben? Er nimmt mich mit durch viele Gänge in ein Zimmer, wo es fremd riecht. Er nimmt eine Leine und bindet mir meine Schnauze zu. Warum macht er das? Ich habe doch nicht die Absicht ihn zu beißen! Er nimmt mich in seinen Arm - will er doch freundlich sein?


Au - was macht er jetzt? Er steckt etwas in mein Fell. Ich kann meine Augen nicht mehr offen halten. Ich schließe sie, ich schlafe ein. Ich höre auf, traurig zu sein. Ich höre auf, mich zu fragen, was es war, was die Menschen von mir wollten. Ich schlafe, ich sehe den Himmel, niemand schreit mehr mit mir, niemand tut mir mehr weh!!!


(www.tierherzen-brauchen-hilfe.de)


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Regel Nr. 1: Einmal erlaubt, immer erlaubt = Gewohnheitsrecht. Das gilt für kleine Kinder und junge Hunde gleichermaßen. Klare Ansagen und liebevolle Konsequenz sind das A und O jeder Erziehung.


Regel Nr. 2: "Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück." (Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker, 570 ? 480 v.Ch.) Was damals galt, ist heute immer noch wahr.


Regel Nr. 3: Wer sichergehen will, dass er mit seinem vierbeinigen Hausfreund keine "Katze im Sack" kauft, der begebe sich in ein Tierheim, lasse sich dort beraten und wähle dann in Ruhe und mit Bedacht seinen Traumhund aus.



 CHARLY, einer unserer früheren Lieblinge

aus dem Tierheim Berlin

Nickname 10.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WAS WÄRE, WENN?

Haben Sie schon mal Post von Ihrem Hund erhalten? Wohl kaum, denn er kann zwar vieles, nur schreiben leider nicht. Aber könnte er es, wären seine Briefe sicher höchst interessant und aufschlussreich. Er würde auch nicht lange - wie wir es gern tun - um die Sache herumreden, sondern gleich auf den Punkt kommen. Das läse sich dann beispielsweise so:

Liebes Frauchen!


Könntest du damit aufhören, mich in aller Öffentlichkeit "Bärchen" oder "Schieterle" zu nennen? Ich weiß, du tust das, weil du mich so süß und knuddelig findest. Zu Hause in unseren eigenen vier Wänden stört es mich ja auch nicht weiter; nur wenn wir unterwegs sind, vor den anderen, da ist es mir doch ein bisschen peinlich. Zum Beispiel heute, als wir Emmy in der Frühe beim Waldgassi trafen, hat sie mich wieder kaum angeguckt. Aber diesmal bestimmt nicht aus Schüchternheit, sondern weil sie sich insgeheim halbtot gelacht hat darüber, wie du mich rufst. Wenn sich das rumspricht, bin ich bei den anderen Jungs unten durch. Ich finde meinen Namen, den du extra für mich ausgesucht hast, wirklich schön. Wollen wir es nicht dabei lassen? BITTE!


Dein Barny



BARNY, einfach nur Barny.

Na ja, vielleicht höchstens noch "Poldi",

nach meinem polnischen Landsmann

aus der Nationalmannschaft.

Alles andere lassen wir sein.

Nickname 10.07.2017, 20.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DAS KANN DOCH JEDEM MAL PASSIEREN!

  Liebes Frauchen!

Tut mir echt leid, dass ich neulich in dem großen Kaufhaus für Tiere ans Regal mit den Halsbändern und Leinen gepinkelt habe, als du mir einen neuen Ranzen anprobieren wolltest. Bestimmt war dir das sehr peinlich, aber musstest du gleich so ein Drama daraus machen? Die nette Verkäuferin sagte noch, das wäre halb so wild, und ich sei nicht der erste, dem das passiert. Deswegen roch es dort wahrscheinlich auch so aufregend, dass ich einfach nicht an mich halten konnte. Überhaupt, wessen Idee war es denn, dass ich den neuen Ranzen brauchte, wo ich den alten gerade so schön eingetragen hatte? Ich fand, er passte noch ganz gut, aber du meintest, er wäre „eingelaufen“. In Wirklichkeit findest du mich einfach nur zu dick. Dabei trägt höchstens mein dichtes Fell, auf das du sonst so stolz bist, vielleicht ein bisschen auf. Und falls (ich sage ausdrücklich falls!) ich tatsächlich ein klein wenig zugelegt haben sollte, wessen Schuld wäre das? Schließlich bist d u es von uns beiden, die weiß, wie man die Kühlschranktür öffnet!


Dabei fällt mir ein: Warum hast du morgens beim Gassigehen vergessen, das Täschchen mit den Leckerlis für unterwegs mitzunehmen? Gerade heute, wo Herrchen den ganzen Tag weg ist und ich vor Kummer meinen Schwanz auf Halbmast trage, hätte ich ein Trösterchen dringend gebraucht. Aber Schwamm drüber, vergessen wir alles und sind uns wieder gut, ja?


Dein dich liebender Barny


P.S. Das „kleine Drecksvieh“ vor allen Leuten musste trotzdem nicht sein!


Nickname 10.07.2017, 19.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DIESE KUTSCHE FÄHRT RETOUR


Vor geraumer Zeit hatte ich hier das Gedicht 'Frau vs. Hund' wiedergegeben. Es löste völlig zu Recht heftige Empörung aus. Zur Erinnerung noch einmal das "Werk":


"Jüngling in den reifen Jahren,
willst du nehmen eine Frau,
denke stets an die Gefahren,
überleg´ es dir genau.


Hüte dich vor Liebesgaben,
hüte dich vor schwacher Stund´,
willst du lieben ohne Plagen,
kauf dir lieber einen Hund!


So ein Hund gehört dir immer,
weil er dich als Herrn erkennt,
bei einer Frau geschieht das nimmer,
denn Gehorsam ist ihr fremd.


Mitgift hat er freilich keine,
aber eines weißt du ganz genau,
so ein Hund wird immer treu sein –
weißt du das von deiner Frau?


So ein Hund weint nie ´ne Träne,
niemals braucht er Aspirin,
abends hat er nie Migräne
und braucht nie was anzuzieh´n.


Willst du mal ´ne Reise machen,
kannst du ruhig den Wau Wau
einem Freund in Pflege geben –
versuch das mal mit deiner Frau!

Gehst du mit ihr auf die Straße,
bleibt sie plötzlich stille steh´n:
„Lieber Mann, mich drückt die Blase,
halt die Tasche, ich muss gehen.“


Deinem Hund genügt ein Bäumchen,
denn er nimmt´s nicht so genau,
er hebt einfach hoch das Beinchen –
verlang das mal von deiner Frau!


Vor den Läden steh´n die Frauen,
neue Kleider sind ihr Ziel,
können gar nicht satt sich schauen,
haben Hüte nie zu viel.


Einen Hund, den brauchst du nimmer
auszuschmücken wie ´nen Pfau,
denn er läuft ja nackend immer –
verlang das mal von deiner Frau!


Willst du wie in früheren Tagen,
abends in die Kneipe geh´n,
musst die erst dein Frauchen fragen,
bitte, bitte, musst du fleh´n.


Bei den Hunden ist das anders,
denn die Sitten sind hier rauh,
diese werden eingeschlossen –
versuch das mal mit deiner Frau!


Und kommst du mal spät nach Hause,
willst zu ihr ins Bettchen geh´n,
wird sie toben ohne Pause:
„Geh, ich will dich nicht mehr seh´n!“


Doch wie anders ist so´n Hündchen,
macht es mal zu laut wau wau,
kriegt es eines auf die Schnauze –
mach das mal mit deiner Frau!


Drum ihr Männer, lasst euch sagen,
lasst die Hände von der Frau,
denn in ihren alten Tagen,
wird sie hässlich, alt und grau.


Wird dein Hund dir mal zuwider,
dann verkaufst du den Wau Wau
und kaufst dir ´nen neuen wieder –
verkauf mal so ´ne alte Frau!


Geschmacklos, oder? Besonders die beiden letzten Strophen wurden von Vielen als abstoßend empfunden, und mit Humor hat das wirklich nichts mehr zu tun. Vor kurzem bin ich nun auf das aus meiner Sicht höchst vergnügliche Gegenstück gestoßen. Ich finde, das kann man ruhig so stehen lassen. Aber lest bitte selbst:


Mädel, bist du zwanzig Jahr´,
nimm dir niemals einen Mann.
Willst du dich vor Leid bewahren,
schaff dir bloß kein Mannsbild an.


Schlecht sind heute alle Männer,
Kind, ich weiß das ganz genau.
Ich geb´ dir 'nen Rat als Kenner:
"Kauf dir lieber ´nen WAUWAU".


So ein Hündchen, ein Wauwauchen,
das ist Geld und Goldes wert.
Sagst du nur, "Sei lieb zu Frauchen",
ist er lieb, wie's sich gehört.


Und des Nachts vor deinem Bettchen
liegt er und bewacht dich dann.
Wohlbemerkt: "Vor" deinem Bettchen,
glaubst du denn, das tut ein Mann???


So ein Hündchen kannst du streicheln,
kannst zu ihm so zärtlich sein.
Doch willst du einem Manne schmeicheln,
bildet er sich gleich was ein.


So ein Hund, der kann nicht lügen,
höchstens knurrt er dann und wann.
Er wird niemals dich betrügen.
Weißt du das von deinem Mann???


So ein Hündchen geht nie kegeln,
lässt dich nie des Nachts allein.
Geht nicht zum Fußball, geht nicht segeln,
der will stets nur bei dir sein.


Und führen fern dich deine Wege,
gibst du dein WauWauchen dann
bei der Nachbarin in Pflege.
Mach das mal mit deinem Mann!


Zugegeben, beim Lesen habe ich das eine oder andere Mal mit dem Kopf genickt - obwohl der Beste selbstverständlich die berühmte Ausnahme von der Regel und über jede Kritik erhaben ist, ebenso wie alle anderen hier lesenden Herren der Schöpfung!


Nickname 10.07.2017, 17.37| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

ENTSCHULDIGUNG EINES HUNDEBESITZERS

Liebe Mitmenschen,

die ihr keine Hunde habt

UND (ich betone UND)

diese auch nicht leiden könnt!

Ihr habt ja so Recht!



Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk?


Und zwar  durchweg alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund-, Mischlings-, Doggen- oder Mopsbesitzer. Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde.


Und ja: unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse!


Es tut mir so leid!


Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:


1. Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn Ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchtet. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn Ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinen Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch!


2. Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht mal angeatmet hat!). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer.


3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das eklig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen.


4. Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr Euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche. Dann frisst mein Hund eben heute mal frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan!


5. Liebe Mitmenschen, die Ihr so romantisch in freier Natur grillt! Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja TEILWEISE ohne Leine laufen darf (Danke, Danke! Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierflasche treten oder an Euren Grillresten ersticken soll!


6. Liebe Jogger, natürlich habt Ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde Euren Weg kreuzen und Euch nötigen, Euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört Euch! Wir Hundebesitzer können unserem Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!


7. Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meinen Hund am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Gruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muss Danke zu mir sagen. Ich bin ein Hundebesitzer!


Liebe Mitmenschen, ich bilde meinen Hund aus und bringe ihm Gehorsam bei, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögender-Mensch nähert.


Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden.


Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten!


Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-mögende Mitmenschen! Ich weiß, dass es Euch gibt. Vereinzelt habe ich Euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit Euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn Ihr ihn streichelt.


Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken.


Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher! Danke!


Nickname 10.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

GRAND CHARMEUR IM ALTERSHEIM

AHOI!


Liebe Leute, das ging mal wieder so richtig rund, heute Nachmittag im Seniorenheim! Vor dem 'Event' kämmte und bürstete Herrchen mich stundenlang, um mein Fell schön streichelweich für die alten Hände zu machen. Frauchen packte jede Menge Leckerlis ein – wohlweislich nur meine Lieblingssorte, sie wollte sich ja nicht blamieren. Wenn ich nämlich etwas nicht mag, kann sie sich auf den Kopf stellen oder ein Rad schlagen – ich mache meine Schnauze nicht auf. Einen Haufen Spielzeug, darunter zwei niegel-, nagelneue Qietschbälle, nahmen wir auch mit. Dann ging es los.


Bei unserer Ankunft wurden wir gleich mit großem Hallo begrüßt. Frauchen rückte schnell noch ein paar Tische zur Seite, damit meine Rennbahn frei war, und schon begann der Spaß. Ich will nicht hochstapeln, aber bestimmt bin ich an die dreißig Mal hinter meinen Bällchen her gerannt und habe sie wieder zurückgebracht. Na schön, früher habe ich es locker auf das Doppelte gebracht, aber immerhin. Das ging natürlich nicht ohne einiges Getöse ab, denn wie schon erwähnt handelte es sich um Qietschbälle. Es hat aber niemanden gestört; nur eine Bewohnerin war etwas irritiert und fragte immer wieder: „Hört ihr nicht, es hat an der Tür geklingelt. Warum geht denn keiner aufmachen?“ Na ja, sie ist fast taub, nur ganz hohe Töne hört sie noch gut. Frauchen hat übrigens echt Bauklötzer gestaunt, wie flink und behende einige der Damen plötzlich waren; sonst sitzen sie nämlich meistens nur still auf ihren Stühlen und rühren sich nicht vom Fleck.


Zwischendurch gab es immer wieder eine Runde Leckerlis und jede Menge Streicheleinheiten. Die alten Damen haben sich beim Kraulen gegenseitig förmlich überboten, und es ist ein Wunder, dass ich überhaupt noch Fell habe. Aber schön war es doch, und ich habe es richtig genossen, Hund im Korbe zu sein. (Ich weiß, dass es Hahn heißt. Aber erstens habe ich vier Beine; und zweitens kann ich nicht krähen – bis jetzt jedenfalls. Wer weiß, vielleicht fange ich eines Tages ja noch an, Fremdsprachen zu lernen.) In der „Linde“ herrscht nämlich chronischer Herrenmangel. Es gibt zwar auch einige männliche Bewohner; aber die wollen entweder für sich allein sein oder sind bereits so krank, dass sie an den Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen können.


Das viele Pfötchengeben war ein bisschen doof, immer erst „Sitz“ und Pfote hoch, bevor es was zu futtern gab. Aber die alten Leutchen stehen da voll drauf, und Frauchen hatte mich extra darum gebeten. Sie meinte, diese Menschen hätten wirklich nicht mehr viel Freude im Leben, eigentlich würden viele nur noch dasitzen und auf den Tod warten. Da habe ich ihnen natürlich den Gefallen getan, und sie gerieten vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen!


Nach anderthalb Stunden waren sämtliche Leckerlis vernichtet, und die Bälle quietschten nicht mehr. Meine Spielkameradinnen fingen langsam zu gähnen an, und ich fühlte mich so richtig schön k.o. Noch eine Runde mit Streicheln und Pfötchengeben, und dann nichts wie nach Hause. Beim Abschied mussten wir hoch und heilig versprechen, bald wiederzukommen. Na klar, machen wir!


Es war ein toller Nachmittag, aber jetzt bin ich hundemüde. Meine Decke habe ich schon mal vorgewärmt, und Herrchens Schuhe geben ein feines Kopfkissen ab. Also dann, gut´s Nächtle, liebe Leute. Ich wünsche Euch einen friedlichen Schlaf und viele lustige Träume.


Macht´s gut, Nachbarn!
Euer BARNY


Nickname 09.07.2017, 22.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WIE MACHE ICH´S NUR WIEDER GUT?

Liebes Frauchen!


Verzeih, dass ich in der Frühe beim Waldgassi den Benno von Frau Meyer-Kühlwein so ein bisschen angegangen bin. Ich weiß, du hasst es, wenn ich das tue, aber ich konnte nicht anders. Der Typ ist so ein Langweiler: Statt wie jeder vernünftige Beagle mit mir eine Runde pirschen zu gehen, Vögel aufzuscheuchen und in Mauselöchern zu stöbern, steht er nur da wie ein Denkmal, zuckt mit keiner Wimper und rührt sich nicht vom Fleck. Mir sagt man ja nach, dass ich nicht mehr der Schnellste bin; aber verglichen mit dem gehe ich immer noch ab wie ein Düsenjet! Ich musste ihn einfach zwicken, um zu sehen, ob er überhaupt noch lebt. Wer konnte denn ahnen, dass er deswegen gleich so ein Theater macht! Jault wie am Spieß gebraten, humpelt, als hätte ich ihm ein Bein abgebissen - dabei habe ich ihn nicht mal richtig erwischt - und verkriecht sich unter Muttis bodenlangem Sommermantel. Klar, dass die sauer war und geschimpft hat, Du hättest das umgekehrt auch getan.


Aber Frauchen, wir beide wissen: Es gibt so gut wie kein Problem, das sich mit einer anständigen Fleischwurst nicht aus der Welt schaffen ließe. Was hältst Du davon, wenn wir rübergehen und ihm zur Versöhnung eine bringen? Du könntest noch eine Flasche Sekt mitnehmen. Die trinkst Du dann mit der Meyer-Kühlwein, und wenn mich der Benno von der Wurst abbeißen lässt, wäre das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Man muss flexibel sein, sagst du doch immer.

Dein Dich liebender BARNY



Ist gut, ich schäme mich ja schon!

Nickname 09.07.2017, 21.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

BOTSCHAFT VOM HIMMEL

Letzte Nacht stand ich an Deinem Bett,

um einen Blick auf Dich zu werfen,
und ich konnte sehen, dass Du weintest
und nicht schlafen konntest.
Während Du eine Träne wegwischtest,
winselte ich leise, um dir zu sagen:
"Ich bin's, ich hab' Dich nicht verlassen.
Ich bin wohlauf, es geht mir gut, und ich bin hier."


Heute morgen beim Frühstück,
da war ich ganz nah bei Dir
und ich sah Dich den Tee einschenken,
während Du daran dachtest,
wie oft früher Deine Hände zu mir herunter gewandert sind.


Ich war heute mit Dir beim Einkaufen,
Deine Arme taten Dir weh vom Tragen.
Ich sehnte mich danach,
Dir dabei zu helfen und wünschte,
ich hätte mehr tun können.


Heute war ich auch mit Dir an meinem Grab,
welches Du mit so viel Liebe pflegst.
Aber glaube mir, ich bin nicht dort.
Ich ging zusammen mit Dir nach Hause,
Du suchtest den Schlüssel.
Ich berührte Dich mit meiner Pfote und sagte lächelnd:
"Ich bin's."


Du sahst so müde aus,
als du Dich in den Sessel sinken ließest.
Ich versuchte mit aller Macht,
Dich spüren zu lassen, dass ich bei Dir bin.
Ich kann Dir jeden Tag so nahe sein,
um Dir mit Gewissheit sagen zu können:
"Ich bin nie fortgegangen."


Du hast ganz ruhig in Deinem Sessel gesessen,
dann hast Du gelächelt, und ich glaube, Du wusstest -
in der Stille des Abends,
dass ich ganz in Deiner Nähe war.


Der Tag ist vorbei, ich lächle und seh' Dich gähnen,
und ich sag' zu Dir:
"Gute Nacht, Gott schütze Dich,
ich seh' Dich morgen früh."


Und wenn für Dich die Zeit gekommen ist,
die Brücke, die uns beide trennt, zu überqueren,
werde ich zu Dir hinübereilen,
damit wir endlich wieder zusammen,
Seite an Seite sein können.


Es gibt so viel, das ich Dir zeigen muss,
und es gibt so viel für Dich zu sehen.
Habe Geduld und setze Deine Lebensreise fort,
und dann komm, komm heim zu mir.


(gefunden im Internet,
Verfasser leider unbekannt)



WENDY, meine Seelengefährtin

Nickname 09.07.2017, 21.44| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

DER HUND MIT DEN ZWEI KÖPFEN?!


DANN DOCH EHER

ZIEMLICH BESTE FREUNDE!

Nickname 09.07.2017, 21.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

WENN HUNDE IN DEN HIMMEL KOMMEN

...brauchen sie keine Flügel, denn Gott weiß, dass Hunde rennen möchten.

So gibt er ihnen Wiesen. Wiesen und Wiesen und Wiesen.

Wenn ein Hund im Himmel ankommt, dann rennt er einfach los.


Im Hundehimmel gibt es schöne Seen, groß und klar. Und überall Gänse, die flattern und schnattern, zupfen und rupfen. Hunde lieben das.


Sie rennen am Wasser entlang und bellen und bellen. Und Gott, hinter einem Baum verborgen, schaut ihnen zu und lächelt.


Natürlich gibt es Engel dort, Engelkinder.


Gott weiß, dass Hunde Kinder mehr lieben als alles andere sonst auf der Welt. Darum schickt er viele Engelkinder in seinen in seinen Hundehimmel. Es gibt dort Kinder mit Fahrrädern und Kinder mit Schlitten; es gibt Kinder, die rote Gummibälle werfen, und Kinder, die ihre Drachen durch die Wolken ziehen.
Die Hunde sind dabei, und die Kinder lieben sie heiß.


Und, oh, Hundekuchen! Hundekuchen über Hundekuchen, so weit das Auge reicht.


Gott hat einen Sinn für Humor. So gibt er seinen Hundekuchen die Gestalt von witzigen Tieren und anderen Sachen:
Kätzchen-Hundekuchen gibt es und Eichhörnchen-Hundekuchen. Aber auch Eiskrem-Hundekuchen und Schinkenbrötchen-Hundekuchen.


Klar, jeder Engel, der vorbeikommt, hat einen Leckerbissen für jeden Hund.
Und natürlich, alle Gottes-Hunde gehorchen sofort, wenn ein Engel „Sitz!“ sagt.
Im Hundehimmel wird jeder Hund ein guter Hund.


Gott schüttelt unermüdlich Wolken auf; damit macht er weiche Kuschelbetten für seinen Hunde im Hundehimmel.


Und wenn sie dann müde sind vom vielen Rennen und Bellen und Schinkenbrötchen verschlingen, findet ein jeder von ihnen ein Wolkenbett zu Schlafen.


Sie legen sich nieder, drehen sich um und um auf ihrer Wolke…
…bis sie genau richtig liegen, und dann rollen sie sich zusammen und schlafen ein.
Gott wacht über jeden Einzelnen von ihnen, und schlechte Träume gibt es nicht.


Leider nicht alle, aber viele Hunde im Hundehimmel haben jemandem gehört, solange sie auf der Erde waren. Natürlich haben sie das nicht vergessen. Ihr Himmel ist voller Erinnerungen. Und manchmal führt ein Engel einen Hund zu einem kleinen Besuch zurück auf die Erde. Niemand auf der Erde kann ihn sehen oder hören. Aber der Hund schnüffelt in seinem alten Hof herum, sieht nach der Katze von nebenan, folgt seinem Menschenkind auf dem Schulweg, hockt sich vor die Gartentür und wartet auf den Briefträger.

Und dann, wenn er zufrieden feststellt, dass alles in Ordnung ist, kehrt er mit seinem Engel in den Himmel zurück.

Denn das ist ihr Platz, ganz in der Nähe Gottes, der sie geschaffen hat.


Die Hunde im Hundehimmel, die auf der Erde kein richtiges Zuhause hatten, bekommen eines im Himmel. Dort haben sie Höfe und Vorgärten zum darin Spielen, und Sofas zum darauf Liegen und Tische zum darunter Sitzen, während die Engel ihre Mahlzeiten einnehmen. Natürlich hat jeder Hund seinen Napf mit seinem Namen darauf. Und jeder Hund wird den ganzen Tag gestreichelt und bekommt gesagt, wie brav er ist.


Hunde dürfen im Hundehimmel bleiben, solange sie möchten, und das kann bedeuten, für immer.


Wenn alte Freunde ankommen, werden sie schon erwartet. Die Hunde im Hundehimmel sind da, gleich an der Himmelspforte:


Beinahe wie Engel!


(gefunden im Internet, Verfasser leider unbekannt)



Unser Karlchen

Nickname 09.07.2017, 21.28| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

HERRCHEN UNSER

Ich glaube an das Herrchen
und an seine Streichelhändchen,
heimkehrend von der Arbeit,
ruhend auf der Wohnzimmercouch.


Von dort wird es kommen
zu richten meine Futterschüssel,
zu kraulen hinter den Ohren,
zu bürsten mein Fell,
oder zu empfangen meine Flöhe.


Herrchen unser,
gesegnet sei dein Vorrat an Hundefutter,
geheiligt sei unser täglicher Spaziergang ,
dein Pfiff komme,
mein Wille geschehe,
wie bei Tag als auch bei Nacht.


Und vergib mir die zerbissenen Schuhe,
wie auch ich vergebe denen,
die glauben, mein Hinterteil wäre der
ideale Spritzenlandeplatz,


denn mein ist das Reich
und des Kauknochens Herrlichkeit
in Ewigkeit – wuff!



Dieses herrliche Hundgebet stammt aus der Feder von Sonja Bartl. Die bewundernswerte Frau hat viele Jahre tapfer gegen ihre Krankheiten gekämpft und trotz aller Schmerzen und Rückschläge nie ihren Humor verloren. Ich hatte das Glück, sie persönlich kennenzulernen. Leider ist sie viel zu jung verstorben; aber in ihren Gedichten, Geschichten und Bildern lebt sie weiter.

Nickname 09.07.2017, 21.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: LIEBE TRÄGT EIN WEICHES FELL

EINE GUTENACHT - GESCHICHTE

DER KORB DES ALTEN MANNES

(Frei erzählt nach SHAD HELMSTETTER)

 

Es war einmal ein Waisenjunge. Er zog von Dorf zu Dorf, immer auf der Suche nach etwas Essbarem und einem Dach über dem Kopf.


Eines Tages traf der Junge auf einen alten Mann, der ebenfalls von Dorf zu Dorf wanderte. Sie beschlossen, gemeinsam weiterzugehen.


Der alte Mann trug einen großen, zugedeckten Weidenkorb, der offenbar sehr schwer war, denn der Alte lief tief gebeugt und stöhnte hin und wieder unter der Last. Als sie Rast an einem Bach machten, stellte der alte Mann seinen Korb erschöpft auf den Boden.


Der Junge fragte "Soll ich deinen Korb für dich tragen?"


"Nein", antwortete der Alte, "den Korb kannst du nicht für mich tragen. Ich muss ihn ganz allein tragen."


"Was ist denn in dem Korb?" fragte der Junge, doch er erhielt keine Antwort.


Viele Tage wanderten die beiden gemeinsam. Nachts, wenn der Alte glaubte, dass der Junge schlief, kramte er in seinem Korb herum und sprach leise mit sich selbst.


Es kam der Tag, an dem der alte Mann nicht mehr weitergehen konnte. Er legte sich nieder, um zu sterben. Und er sprach zu dem Jungen: "Du wolltest wissen, was in meinem Korb ist, nicht wahr? In diesem Korb sind all die Dinge, die ich von mir selbst glaubte und die nicht stimmten. Es sind die Steine, die mir meine Reise erschwerten. Auf meinem Rücken habe ich die Last jedes Kieselsteines des Zweifels, jedes Sandkorns der Unsicherheit und jedes Mühlsteins des Irrwegs getragen, die ich Laufe meines Lebens gesammelt habe. Aber ach – ohne sie hätte ich so viel weiter kommen können im Leben. Statt meine Träume zu verwirklichen, bin ich nun nur hier angekommen." Und er schloss die Augen und starb.


Der Junge ging zu dem Korb und hob den Deckel ab. Der Korb, der den alten Mann so lange niedergedrückt hatte, war leer.


***************************************

 

Beim Lesen der Geschichte fiel mir auf, dass ich ganz gut an der Stelle des alten Mannes hätte sein können. Anderen geht es vielleicht ebenso: Sie fühlen sich wie „in den Fuß gehauen“ durch die Zweifel und die Unsicherheiten, die sie von klein an mit sich herumschleppen. Bestimmt wurde den Wenigsten damals gesagt, sie seien einzigartig, wunderbar und liebenswert und das trotz – oder gerade wegen – ihrer Fehler und Schwächen. Meine Mutter war jedes Mal persönlich beleidigt, wenn ich eine Klassenarbeit verhauen hatte. Dann hieß es: "Hast du wieder stundenlang geschmökert, anstatt zu lernen? So schwer kann´s wohl nicht gewesen sein, sonst hätten andere keine Eins oder Zwei geschrieben. Also, streng dich beim nächsten Mal mehr an, wir wollen doch stolz auf dich sein." Für mich hieß das übersetzt, ich sei unfähig und dumm, denn ich hatte ja gelernt und es trotzdem nicht kapiert. Heute weiß ich, dass sie im Grunde gar nichts dafür konnte. Sie war wie eine dieser Eislaufmuttis; ich sollte ihre eigenen Ambitionen verwirklichen, die sie selber aufgrund der Umstände nicht ausleben konnte.

 

Aber wenn wir schon als Kind derart negative Urteile über uns hören, halten wir sie für wahr; sie werden uns ja von den Menschen eingeimpft, die uns am nächsten stehen und denen wir vertrauen. Sie wurzeln tief in unserem Kopf und unserem Herzen, wo sie zu regelrechten Glaubenssätzen werden, die wir nicht mehr ausreißen können. Schließlich geht es uns wie dem alten Mann: Wir tragen die Last solcher abwertenden Gedanken bis ans Ende auf unseren Schultern.

 

Irgendwann müssen also wir den Korb der Zweifel und Unsicherheiten absetzen und für immer in die Ecke stellen. Sonst belastet er uns auf ewig und verhindert, dass wir unbeschwert unsere Ziele verfolgen, unsere Träume verwirklichen und einfach leben.

 


Eine kleine Übung,

um im Hier und Jetzt anzukommen:

 


HEUTE

Entscheide ich mich dafür,

keine Vergangenheit  zu haben.

Ich 'vergesse' alles,

was ich erlebt und erfahren habe

und lebe nur heute.


Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

WARTE, WARTE NUR EIN WEILCHEN

Sind Sie ein geduldiger Mensch? „Für den, der abwarten kann, beginnt auch ein Ei zu fliegen“, so drückte es Robert Lembke aus. Ich persönlich liebe mein gelegentliches Frühstücksei butterweich – also höchstens fünf Minuten – gekocht und wäre nur mäßig begeistert, wenn es plötzlich mit schadenfrohem Gackern auf und davon flöge. Sie merken schon, Geduld ist nicht meine Stärke. Im Gegenteil, sie gehört zu den schwierigsten Lernaufgaben, die mir für dieses Leben gestellt wurden.


Unsere Vierbeiner sind hierbei hervorragende Lehrer. Bobby zum Beispiel war ein echter Zen – Meister, ein Muster an Gelassenheit und Ruhe. Wenn wir spätabends unsere letzte Runde drehten, brauchten wir von der Gartentür bis zur nächsten Straßenecke und retour – eine Strecke von etwa vierhundert Metern – gut eine halbe Stunde. Da halfen weder ungeduldiges Zerren an der Leine (der Große stemmte einfach alle Viere fest in den Boden und machte sich so schwer wie ein Elefantenbaby), noch gemurmelte Beschwörungen im Stil von: „Na los, jetzt komm schon, du fauler Hund, oder willst du hier Wurzeln schlagen?“. Bevor nicht jeder einzelne Grashalm, jedes Blatt am Strauch gelesen und mit einem Kommentar versehen worden war, ging es keinen Millimeter voran. Ich trat dabei von einem Fuß auf den anderen und vertrieb mir die Zeit, indem ich zum nachtblauen Himmel schaute und die lieben Sternlein zählte. Oder ich lauschte dem Flüstern der Blätter in den Baumkronen und träumte vor mich hin. Wenn es dann irgendwann an der Leine ruckte, was bedeutete, es möge nun bitteschön weitergehen, merkte ich, dass ich im Stehen eingeschlafen war.



Wussten Sie eigentlich, dass „Patient“, wörtlich übersetzt, nicht der Kranke, sondern der Geduldige heißt? Denken Sie bei Ihrem nächsten Arztbesuch daran, wenn Sie, trotz vereinbarten Termins, wieder zweieinhalb Stunden im überfüllten Wartezimmer hocken, bevor Sie endlich aufgerufen werden. Dafür ist aber der Doktor dann auch ein richtiger Mensch – hoffentlich! - und kein Ei, das nach einer bestimmten Wartezeit… Sie wissen schon.

Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

UNSER TÄGLICHES BROT


Bei unserem Bäcker hängt an der Wand hinter der Verkaufstheke ein Holzschild in Form einer Stulle (für Nicht-Berliner: eine Brotscheibe oder –schnitte). Darauf steht: „Altes Brot ist nicht hart. KEIN Brot, das ist hart.“


Ich lese es und frage mich, warum er dort ausgerechnet diesen Spruch angebracht hat. Wenn seine Kunden den beherzigen und zukünftig alle ihr Brot aufessen würden, anstatt es nach zwei Tagen in den Müll zu werfen, weil die Kruste nicht mehr kracht, wäre das doch ziemlich schlecht fürs Geschäft.


Die Erzählungen meiner Mutter aus der Zeit nach dem Krieg fallen mir ein. Meine Großmutter war damals schwerkrank, mein Großvater befand sich in Gefangenschaft, und Mama als die Älteste von drei Geschwistern war verantwortlich für das Überleben der Familie. Oft legte sie barfuß oder in viel zu engen Schuhen fünfzehn Kilometer und mehr am Tag zurück, um irgendwo ein Brot zu ergattern. Das kam natürlich nicht frisch aus dem Backofen, wies wohl auch schon ein paar Schimmelstellen auf. Diese wurden sorgfältig entfernt. Das übrige Brot schnitt man in kleine Würfel und röstete sie mit einem Stückchen Butter – sofern vorhanden – in der Pfanne an (war keine Butter oder sonstiges Fett da, was der Regel entsprach, sahen später eben mehr Augen in die Suppe hinein als aus ihr heraus). Das Ganze wurde mit kochendem Wasser übergossen, man gab ein paar Krümel Salz oder Zucker für ein bisschen Geschmack hinzu, und fertig war das Festmahl. Satt machte so eine Brotsuppe zwar nicht, aber sie wärmte durch und besänftigte den knurrenden Magen wenigstens für kurze Zeit.


Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Stück Brot wegwerfen muss. Zum Glück kommt das nur selten vor. Man kann geschnittenes Brot ja wunderbar einfrieren und entnimmt dann eben immer nur so viele Scheiben, wie man auch wirklich essen will. 


Übrigens gibt es einen kinderleichten Trick, um altbackenes Brot noch einmal so gut wie frisch zu bekommen: Man besprühe es leicht mit Wasser, stecke es für eine bis zwei Minuten, je nach Brotsorte und Dicke der Scheiben, in den Toaster und röste es auf mittlerer Stufe an. Die Krume wird wieder weich und fluffig, die Kruste schön kross. Etwas Butter und Pflaumenmus drauf – für diesen Leckerbissen lasse ich die feinste Sahnetorte stehen. Probieren Sie es aus, es schmeckt phantastisch. Ich wünsche guten Appetit!



Nickname 08.07.2017, 22.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ICH BIN JA SO VERSCHOSSEN

„…in deine Sommersprossen, die kleinen und die großen sind meine Freud´!“ Diesen alten Gassenhauer singe ich unserem Barny manchmal vor. Der Schatz hat nämlich zwei ganz allerliebste Sommersprossen auf seiner süßen Schnute. Direkt zum Verschießen!



Aber wieso ist man eigentlich verschossen? Schlag nach bei Shakespeare, denn da steht was drin, so hieß es in meiner Jugend. Heute stehen uns andere Informationsquellen zur Verfügung, und da habe ich mich einmal schlau gemacht:


Also… früher sagte man: „Ich bin geschossen“ - eine Anspielung auf Amor, den römischen Liebesgott. Der Legende nach verliebt sich derjenige besonders heftig, der von dessen Pfeilen getroffen wird und man ist machtlos gegen das süße Gift. Nun wissen wir alle, dass besonders die Herren der Schöpfung sich schwer tun mit verbalen Liebeserklärungen. Einfach zu sagen, ich bin verliebt, ist und war vielen von ihnen auch früher schon peinlich.  Man(n) wusste sich zu helfen: Er verschmolz kurzerhand zwei Wörter – geschossen und verliebt – zu einem neuen, weniger gefühlsseligen und ist seitdem verschossen. So simpel, so genial. Wollten wir es allerdings ganz genau nehmen (was wir natürlich nicht tun, dafür ist die Sache an sich viel zu schön), dann gäbe es hierbei einen Haken: Ein wörtlich verschossener Pfeil hätte nämlich leider sein Ziel verfehlt und wäre irgendwo in die Landschaft geflogen, anstatt mitten ins Herz.


Aber egal, wie Sie es nennen – Spaß macht es auf jeden Fall. Am besten suchen Sie sich einen strategisch günstigen Platz, wo der Pfeil Sie unter allen Umständen treffen muss, und seien Sie wieder mal verliebt!


Nickname 08.07.2017, 21.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

TRÄUME SIND NICHT NUR SCHÄUME

Seit einiger Zeit träume ich nachts manchmal die kuriosesten Geschichten. Lauter Dinge, die mit meinem aktuellen Dasein rein gar nichts zu tun haben. Mein Unterbewusstsein kramt sie wohl aus irgendwelchen früheren Leben hervor, damit ich sie endlich auflöse und heile. Das strengt ganz schön an, deswegen bin ich morgens oft unausgeschlafen und komme nur schwer in die Gänge.

 

Mit meinem letzten Traum kann ich wenigstens etwas anfangen: Ich saß mit einer Gruppe von Leuten zusammen – alle zwischen Dreißig und Vierzig, also bedeutend jünger als ich – und wir spielten Kniffel. Das ist ein vergnügliches, nicht allzu anspruchsvolles Würfelspiel, bei dem man sich zwar konzentrieren muss, sich aber trotzdem immer noch angeregt unterhalten kann. Leider war ich die Einzige mit echten Würfeln, Spielblock und Stift. Alle anderen hatten sich das Spiel als App auf ihr Smartphone heruntergeladen und knobelten still vor sich hin.


 

Das wurde mir bald zu dumm und ich sagte: „Also, mir reicht´s, ich habe keine Lust mehr. Kniffel ist schließlich ein Gesellschaftsspiel und wie der Name sagt, spielt man es miteinander und nicht allein auf einem fremden Stern.“ Zwar hörte niemand hin, dafür waren alle zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Aber kennen Sie das befreiende Gefühl, wenn Sie endlich etwas ausgesprochen haben, das Sie schon lange loswerden wollten? So war mir nach dem Aufwachen zumute.

 

Wie ich gerade auf Kniffel kam, liegt nahe; ich spiele es regelmäßig mit zwei alten Damen im Heim. Über Smartphones kann ich wenig sagen, denn ich besitze keins. Vor kurzem habe ich gelesen, dass viele Menschen die wachsende Isolation und Vereinsamung in unserem Land beklagen. Mir scheint, sie arbeiten gerade fleißig daran mit.

 

Nickname 08.07.2017, 21.08| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

SCHERZFRAGE

"Was ist der Unterschied zwischen Gott und Lehrern?" Antwort: "Gott weiß alles, Lehrer wissen alles besser." Wer alles besser weiß, braucht aber deshalb noch lange nicht viel zu wissen, geschweige denn alles. Besonders Pauker - Hochschullehrer inklusive - spielen allerdings gern den Zwerg Allwissend. Von ein paar rühmlichen Ausnahmen abgesehen; so hatte ich zum Beispiel an der Uni einen Professor, der, um unsere Examensangst ein wenig zu mildern, frank und frei zugab, dass wir ihn ohne weiteres auch 'auf Lücke' prüfen könnten. Aber viele von ihnen tun wirklich so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Dabei verlangt keiner von ihnen, dass sie Gott sind und tatsächlich alles wissen. Warum geben sie dann so an?


Möglicherweise können sie gar nichts dafür, und es liegt an unserer Erwartungshaltung, die wir ihnen gegenüber haben. Sie sollten vielleicht nicht alles wissen, aber doch eine ganze Menge, das ist der Anspruch. Es wäre ja auch voll peinlich, wenn ein Lehrer bei "Wer wird Millionär" bereits an der 500-Euro-Frage scheitern würde (obwohl ich sagen muss, dass ich beim Mitraten an der Stelle schon öfter ins Straucheln gekommen bin, die 125.000er-Frage dagegen puppenleicht fand). Das gäbe dann am nächsten Tag in der Schule ein schönes Spießrutenlaufen. Dabei finde ich, dass nicht das reine Wissen einen guten Lehrer ausmacht; das kann jeder Schüler sich auch allein mithilfe von Handbüchern und im Internet aneignen. Lehrer sollten vor allem gut darin sein, ihren Schülern etwas beizubringen, das sie zu lebenstüchtigen jungen Menschen macht. Dazu gehört weit mehr als nur stures Einpauken von Geschichtsdaten und mathematischen Formeln.





Nickname 07.07.2017, 22.12| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

V.I.P.


In metallic-blauer Schrift auf einem Kuvert aus goldfarbener Knisterfolie leuchtet es mir entgegen:


„Herzlichen Glückwunsch, liebe Frau D.! Sie wurden als V.I.P. Kundin von uns ausgewählt…“


Wie denn, ich als V.I.P.? Na, da soll doch gleich…! Ich ahne schon, was mich erwartet, und richtig: In dem nobel aussehenden Umschlag steckt der brandneue Katalog eines Modehauses für die Dame ab Konfektionsgröße 42. Alles was die stärkere Frau im kommenden Herbst und Winter so trägt, fotografiert an bildhübschen Zwanzigjährigen mit, na sagen wir, höchstens Größe 36. Wir erinnern uns: Zielgruppe soll hier Mrs. Molly und nicht Miss Twiggy sein! Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Also, Mode für Herbst und Winter 2017/2018. Donnerwetter, die haben vielleicht ein Tempo drauf! Ich habe noch nicht einmal meine Garderobe für diesen Sommer aufgefrischt. Auf der Titelseite geht es dann folgendermaßen weiter:


„…Sie kommen als Erste (Frage: Und Einzige? Wenn man das so liest, könnte man es fast glauben) in den Genuss unserer Kollektion für die Saison Herbst/Winter 2017/2018. Für Ihre Vorabbestellung bis 25.07.2017 aus unserem neuen Katalog bedanken wir uns mit lohnenden Vorteilen:


Geschenk 1: praktischer Multifunktionswecker (brauchen wir nicht, Nelly, Barny und Woody sorgen mit ihren kalten Schnauzen schon dafür, dass wir nicht verpennen)


Geschenk 2: Gutschrift über 10 € für Sie (wenn ich nichts bestelle, spare ich mehr)


Extra: bevorzugte Lieferung ab Mitte September 2017


Das ist ja wohl der Hohn auf Socken! Ich kaufe doch heute nichts, was ich erst in knapp zweieinhalb Monaten bekomme. Geduld ist nicht meine Stärke, und wenn ich überhaupt etwas bestelle, dann will ich es möglichst schon gestern geliefert haben. Außerdem, wer sagt, dass ich im Herbst noch Mode für große Größen brauche? Schließlich könnte ich bis dahin abnehmen. Vielleicht nicht gleich mehrere Kleidergrößen und erst recht nicht während der von mir so heiß geliebten Eiszeit (Mango, Pistazie, Zitrone,  Stracciatella, mmhhh…). Aber das wissen die ja nicht.


Regelmäßig finde ich mindestens drei solcher Druckerzeugnisse, alle ganz ähnlich marktschreierisch aufgemacht, in unserem Hausbriefkasten vor. Pro Woche? Nicht doch, pro Tag! Woher wissen die bloß alle, wie ich heiße und wo ich wohne, obwohl ich noch nie etwas bei ihnen geordert habe? Ganz zu schweigen von der Flut an Flyern diverser Pizzalieferdienste, Handwerksbetriebe und Gärtnereien sowie den Wurfsendungen sämtlicher ortsansässiger Discounter. Für die kleinen, unscheinbaren, dafür aber immens wichtigen Briefe – Liebesgrüße vom heimlichen Verehrer, Steuergutschrift vom Finanzamt, das kommt schon mal vor! – bleibt kaum noch Platz, und man muss höllisch aufpassen, dass man sie nicht versehentlich mit all dem unerwünschten Papierkram in der blauen Tonne entsorgt. Unser Postbote hat jedes Mal seine liebe Not, den ganzen Wust in unseren Briefkasten zu stopfen, der sich dann wegen Überfüllung oft nur mit Gewalt öffnen lässt. Aber das ist noch längst nicht alles. Neulich kam der Katalog eines bekannten Versandhauses mit vier Buchstaben sogar per Paketauto. Der Wälzer wog mindestens drei Kilo und war ungefähr so dick wie der 10. Band des Großen Brockhaus (die Älteren erinnern sich: Das ist ein auf Papier gedrucktes Lexikon, also ein Buch).


Der Text auf Umschlag oder Titelblatt variiert von Firma zu Firma, Inhalt und Aussage bleiben sich dagegen stets gleich. Papier ist geduldig; ich bin es nicht, und ich merke, wie ich beim Lesen immer mehr erröte. Vor Freude? Nein, vor Wut und das aus mehreren Gründen.


Erstens: Halten die mich echt für so bescheuert, dass ich ihnen abkaufe, gerade ich sei unter Tausenden - ach was sage ich, Hunderttausenden - auserwählt worden, diese tollen, extra für mich designten Modelle zu erwerben und zu tragen? Nicht wahr, da fühle ich mich doch gleich wie Claudia Schiffer, Heidi Klum und Naomi Campbell in einer Person! Und wäre es wirklich an dem, was um Himmelswillen sollen all die anderen, minder Privilegierten in der kommenden Saison anziehen? Oder müssen die nackt herumlaufen? Zweitens: Wissen die Verantwortlichen für diese überflüssigen Papierberge noch immer nicht, welchen Schaden Folien und ähnliche Verpackungen in der Umwelt anrichten? (Dazu fällt mir ein: Wer, zum Teufel, ist eigentlich irgendwann auf den idiotischen Einfall gekommen, bunte Blumensträuße in Klarsichtfolie zu verpacken, die man noch nicht einmal wiederverwenden kann, weil sie beim Versuch, den Tesafilm abzuziehen, todsicher zerreißt?) Abgesehen davon haben die Prospektmacher und ihre Auftraggeber wohl auch nichts vom Sterben des Regenwaldes gehört. Das Papier für ihre bunten Hochglanzblätter wird bekanntlich aus Holz gemacht, und woraus bestehen Bäume? Aus Holz. Botschaft angekommen? Ein paar Zyniker werden jetzt einwenden, dass das vorhin erwähnte Lexikon schließlich auch auf Papier gedruckt wurde; aber das lässt sich ja wohl nicht vergleichen.


Alle meine Bemühungen, die lästigen Briefkastenverstopfer loszuwerden, sind kläglich gescheitert. Ich habe versucht, sie telefonisch abzubestellen. Das Gespräch ging natürlich auf meine Kosten, weil die meisten Unternehmen wenig kundenfreundliche, gebührenpflichtige 01805er Rufnummern verwenden. Dutzende von Mails habe ich geschrieben, mit der Bitte, meine Daten doch schleunigst aus dem Firmencomputer zu löschen. Ich habe geweint, gebettelt und gedroht. Es war vergebens. Man kann oder will mich einfach nicht verstehen. Prospekte und Kataloge flattern weiterhin munter ins Haus - und wandern gleich darauf ungelesen in den Müll.



Bisher glaubte ich, das Kürzel V.I.P. stände für „Very Impotent Person“. In Wahrheit bedeutet es aber etwas ganz anderes, nämlich: „Völlig Irrsinnige Papierverschwendung“!

Nickname 07.07.2017, 22.03| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

BALL PARADOX

„Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen.“ Diesen Satz habe ich schon auf vielen Seiten als Leitmotiv gelesen. Für mich klingt er fast rührend trotzig, dabei ist er wohl eher provokativ gemeint. Im Grunde trifft er aber genau den Kern der Sache.


Es ist nicht der Sinn unseres Lebens, den Vorstellungen und Erwartungen anderer zu entsprechen. Unser Ego redet uns das zwar ein: „Du musst nur den anderen gefallen, dann hast du Erfolg und wirst geliebt.“ Unser höheres Selbst, das heißt unser eigentliches ICH, weiß es besser. Wenn wir nicht authentisch sind und auch mal gegen den Strom schwimmen (was das Leben zugegebenermaßen anstrengender macht), dann sind wir auf Dauer nicht glaubwürdig. Und wenn wir uns selbst nicht lieben und wertschätzen, wie soll es dann sonst jemand tun? Wie innen, so außen, ganz einfach und logisch.


Trotzdem stört mich etwas an dieser Aussage, sie erscheint mir irgendwie unvollständig. Wenn man dagegen den Umkehrschluss zieht und beides hintereinander liest, wird das Bild komplett: „Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen – und die anderen sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ich sie haben will!“. Toleranz pur. Wobei das Wort für mich immer so einen negativen Beigeschmack hat: Zwar heiße ich es nicht gut, wie er/sie denkt, sich kleidet oder benimmt, aber ich toleriere es halt, weil ich so ein weltoffener, großzügiger Mensch bin. Akzeptanz gefällt mir persönlich besser, denn das bedeutet, den anderen ohne Vorurteile und Vorverurteilungen anzunehmen, genauso wie er ist. Nun bin ich selbst von dieser Haltung noch Lichtjahre entfernt, ertappe mich täglich dabei, wie ich mir über Menschen eine Meinung bilde, die ich überhaupt nicht kenne und nur flüchtig im Vorbeigehen registriere. Aber wenn wir irgendwann dahin kommen könnten, diesen Satz zu leben, dann wäre das das Ende aller Feindseligkeiten und Kriege. Wir hätten unseren Garten Eden wieder.


Nickname 06.07.2017, 22.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

HILFE, ICH BRAUCHE DRINGEND NEUE FÜßE!

Meine passen nämlich bald in keinen Schuh mehr. Warum? Weil ich mir jeden, wirklich jeden anziehe, egal ob es meine Größe ist oder nicht.


Jüngstes Beispiel: Robin, der Enkel meiner Freundin Melanie, besucht seit einem Jahr die Realschule. Seine Leistungen sind ganz unterschiedlich; in Mathematik ist er ein As, Deutsch geht so, und Englisch läuft irgendwie nebenher. Seine Einstellung dazu war bisher eher lässig: „Was regst du dich auf über die Fünf in Englisch? Dafür habe ich in Mathe eine Eins!“ Aber allmählich kommt er drauf, dass gute Noten doch cooler sind als schlechte, und zwar in allen Fächern. Er strengt sich jetzt richtig an, und Melanie hilft ihm nach Kräften. Jeden Tag paukt sie mit ihm Englisch, obwohl sie es selber gar nicht kann.


Bisher lief das ganz prächtig, und im wöchentlichen Vokabeltest hatte der Junge schon zweimal ein „Sehr gut“. Aber jetzt geht´s langsam ans Eingemachte, an die Grammatik. Da stößt sie an ihre Grenzen, und vor ein paar Tagen erreichte mich ein telefonischer Hilferuf. Ich sagte, weißt du was, nenn mir den Titel des Englischbuchs, dann bestelle ich es mir, und wir machen Fernunterricht. Sie wohnt im Rheinland, da ist es leider nichts mit schnell mal rübergehen für ein Stündchen Nachhilfe. Kurze Zeit später rief sie mich wieder an: „Ich habe das Buch bestellt und an deine Adresse verschickt, am Donnerstag müsste es da sein." Prima, dann hätten wir übers Wochenende Zeit; am Montag ist nämlich die erste Hausaufgabe fällig.


Leider wartete ich heute vergeblich auf den Postboten. Ich war richtig verärgert. Warum hatte Melanie mir nicht einfach den Titel genannt, wie sie es ursprünglich wollte? Ich hätte das Buch dann bei einem großen Onlinehändler bestellt, bei dem gerade meine einmonatige kostenlose Probemitgliedschaft als Premiumkundin läuft. So wäre es garantiert heute hier gewesen. Ich weiß, sie meinte es gut und wollte mir die Ausgabe ersparen. Und dafür, dass die Mühlen der Post so langsam mahlen, können wir schließlich beide nichts. Trotzdem mache ich mir Vorwürfe und fühle mich schuldig, weil ich dem Kind dieses Mal nicht helfen kann. Anscheinend habe ich einen moralischen Schuhtick. Aua, verflixt noch mal – schon wieder eine neue Blase…


Nickname 06.07.2017, 22.02| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DANKE, SIE SIND EIN ENGEL!

„Mit siebzehn hat man noch Träume, da wachsen noch alle Bäume in den Himmel der Liebe“, sang Peggy March einst in den 60ern. So schön, so romantisch – nur leider wuchsen bei mir keine Bäume in den Himmel, sondern ich selbst. Schon mit fünfzehn war ich einen guten Kopf größer als die meisten meiner Mitschüler, und mit einem Kampfgewicht von knapp siebzig Kilo kam ich mir wie ein richtiges Elefantenbaby vor. Meine Omi, die nur anderthalb Meter groß war und nie mehr als einen Zentner wog, redete mir gut zu: „Warte nur, mein Kind, eines Tages wirst du dem lieben Gott dankbar sein, dass er dich hat so groß werden lassen.“ Ein schwacher Trost, wenn ich mir immer wieder den dämlichen Spruch anhören musste: „Na, wie ist denn die Luft da oben?“ und sich alle Jungs nur für meine zierlichen Freundinnen interessierten. Von denen hatte ich immerhin eine ganze Menge, sie brauchten ja meine Konkurrenz nicht zu fürchten. Am gemeinsten war, dass es ab Kleidergröße 40 keine richtig flotten Teenagerklamotten mehr gab und ich zu allem Übel auch noch im Omalook herumlaufen musste; zumindest empfand ich es damals so.


Aber irgendwann findet jedes Töpfchen sein Deckelchen. Mit einundzwanzig lernte ich in der Tanzschule den Besten kennen, der für mich auch heute noch der Größte ist – von außen, wie von innen. Wir waren damals beide auf der Suche nach einem neuen 'Trainingsgerät' fürs Turniertanzen - bei seinem Gardemaß von 1,90 m kein leichtes Unterfangen. Fast zwanzig Jahre lang haben wir dann recht erfolgreich Standardturniere getanzt. Hierbei kam unsere Körperlänge uns zugute, denn wir konnten viel raumgreifender tanzen und fielen einfach mehr auf als die kleineren Paare.


Es kommt des Öfteren vor, dass mich im Supermarkt jemand bittet, ihm etwas aus den oberen Regalen herunterzureichen. Erst gestern versuchte eine kleine Dame vergeblich, an das letzte Päckchen Tiefkühlspinat zu gelangen, das im Fach ganz hinten lag. Ich half ihr und erntete dafür ein strahlendes Lächeln. „Vielen Dank, Sie sind ein Engel!“, sagte sie. Das war vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es söhnte mich ein weiteres Mal mit meinen 'Affenarmen' aus. Omi hat recht behalten, es kommt manchmal eben doch auf die Größe an…


Nickname 06.07.2017, 21.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

EINS RAUF MIT MAPPE! EIN BISSCHEN NOSTALGIE


„Ach ja, früher, da war alles besser!“ Das sagen viele, aber so war es sicher nicht - und wenn doch, dann nur sehr bedingt. Es kommt ganz darauf an, in welcher Epoche man den größten Teil seines Lebens verbracht hat. Unsere Eltern und Großeltern würden wohl kaum von sich behaupten, sie hätten die besten aller Zeiten erlebt. Ihre Jugend und jungen Erwachsenenjahre waren geprägt von Krieg und Zerstörung, von Hunger und Angst. Eigentlich konnte es nur noch aufwärts gehen. Ich persönlich denke, dass meine Generation (Jahrgang 1955 und folgende) es hierzulande am glücklichsten getroffen hat. Wir leben seit unserer Geburt in Frieden, größtmöglicher Freiheit und sofern ich das beurteilen kann, weitestgehend in sozialer Sicherheit. Ich bin keine ewig Gestrige, die wehmütig den alten Zeiten nachtrauert. Es gibt aber Dinge, von denen ich meine, sie seien früher tatsächlich anders und besser gewesen.


Unsere Patentochter Sanni hat gerade ihr Abitur gemacht. Das erinnert mich an meine eigene Schulzeit. Wir hatten damals noch kein Kurssystem, sondern wurden bis zum Ende im Klassenverband unterrichtet. Natürlich gab es Cliquen, man mochte nicht alle Mitschüler gleich gut leiden, und ich gehörte eher zu den Unbeliebten. Trotzdem standen meine Klassenkameraden auf dem Gang vor dem Prüfungszimmer und drückten mir die Daumen, als ich ins mündliche Abitur musste, um mich von der Fünf in Mathe auf eine Vier zu retten. Als unser Lehrer dann endlich den Kopf durch die Tür steckte und flüsterte: „Ja, sie hat´s geschafft“, klatschten sie sogar Beifall.


Es gab eine richtig tolle Schulabschlussfete; eigentlich war es schon eher ein Ball. Wir hatten alles in eigener Regie geplant und vorbereitet, jeder steuerte seinen Teil bei: Etwas für das leibliche Wohl, ein selbst getextetes Lied, eine Parodie oder einen lustigen Sketch. Sämtliche Eltern und Lehrer waren eingeladen, und sie kamen auch alle, um mit uns den Abschluss dieses Lebensabschnitts zu feiern, bevor wir dann „hinaus ins feindliche Leben“ gingen.


Bei Sanni verläuft schon längst vieles im Sande. Durch das Kurssystem werden Freundschaften frühzeitig beendet, denn jeder setzt sich andere Schwerpunkte, und in den letzten drei Semestern hat sie ihre Freundinnen im Unterricht nur noch selten gesehen. Eine Abifeier war zwar geplant, aber „eigentlich hat keiner so richtig Lust, sich um die Vorbereitungen zu kümmern. Es wollen sowieso nicht alle kommen, sondern lieber mit ihren eigenen Leuten was machen.“ Ich finde das jammerschade. Ein bisschen Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt wären doch ganz hübsche Mitbringsel aus der guten, alten Zeit.


Nickname 06.07.2017, 21.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

UND HEUT´ ABEND HAB ICH KOPFWEH

Perlen bedeuten Tränen, so besagt es das Sprichwort. Bei mir sind es jedes Mal Freudentränen, wenn ich welche geschenkt bekomme; egal ob als Kette, als Armband, als Ohrclips oder als Ring. Die kleine Meerjungfrau in mir liebt alles, was aus dem Wasser kommt, und Perlen sind für mich ein ganz besonderer Schatz der Natur. Wenn ich bedenke, welche Anstrengung es eine Auster kostet, um ein solches Kleinod hervorzubringen, wird mir ganz andächtig zumute.


Perlen sind gern unter sich; deshalb ist es ratsam, sie weich einzupacken und getrennt von anderen Preziosen aufzubewahren.- Ein sehr spezielles Schmuckkästchen hatte ein französischer Fischer aus Saint – Tropez eingerichtet. Der Ärmste litt jahrelang unter quälenden Kopfschmerzen, allerdings ohne ersichtlichen Grund. Seine Frau befürchtete für ihre Ehe schon das Schlimmste (normalerweise sind Migräne in gewissen Momenten der Unlust ja eine beliebte Entschuldigung der Damen), als ein Arztbesuch ebenso überraschende wie erleichternde Aufklärung brachte: Ihr Mann lebte seit sechzehn Jahren mit einer Zuchtperle im Ohr! Wie war sie dorthin gelangt? Die Ehefrau erinnerte sich, dass ihre damals zweijährige Tochter ihr seinerzeit beim Spielen versehentlich eine Perlenkette vom Hals gerissen hatte. Eine der größten Perlen war offenbar in das Ohr des Vaters geraten, als dieser mittags ein Nickerchen hielt. Jahrelang blieb die Suche vergeblich – bis zu jenem denkwürdigen Besuch beim Ohrenarzt.


Endlich konnte die Kette repariert werden; der Mann war um eine Ausrede ärmer, die Frau um ein geliebtes Schmuckstück reicher – und „Fisherman´s Friend“ war in diesem Fall kein Halsbonbon, sondern ein besonders edler Ohrwurm.


Fazit: Perlen schmücken, statt zu drücken – vorausgesetzt, sie werden äußerlich getragen.


Nickname 05.07.2017, 22.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

DAHOAM IS DAHOAM!

"East, west - home is best!" Dieses Sprichwort nahm eine Engländerin sich zeitlebens besonders zu Herzen. Die kürzlich Verstorbene reiste in 94 Jahren nur ganze 16 Kilometer weit! Als vierjähriges Mädchen zog sie mit ihrem Vater in das kleine südenglische Dorf Shrewton, wo sie die restlichen 94 Jahre ihres Lebens verbrachte, so meldete die Londoner "Times". Einzige Ausnahmen bildeten ein Arztbesuch im Nachbardorf und ein Ausflug in die nächste Kleinstadt Salisbury, wo sie als 96-Jährige zum ersten Mal in ihrem Leben eine Fußgängerampel sah.

Wie ihre Angehörigen versicherten, hatte sie trotzdem nie das Gefühl, etwas zu verpassen. Sie lebte gern in Shrewton und es zog sie nichts von dort weg. Der Tante-Emma-Laden und das Postamt hielten alles bereit, was sie zum Leben benötigte. Eine Verwandte, die am Sterbebett bei ihr war, berichtete: "Sie sagte immer: 'Hier gibt es doch alles, was ich brauche.' "


Dabei dachte ich, wir wären die weltweit größten Reisemuffel. Wir haben es nie über die Steiermark hinaus gebracht, und auch das ist schon zwölf Jahre her. Das liegt natürlich mit an unseren Vierbeinern, denen wir weite Reisen nicht gern zumuten möchten. Der Hauptgrund ist aber die eigene Bequemlichkeit. Madame ist zum Kofferpacken nämlich viel zu faul - wozu sich die Mühe machen, wo man doch zuhause alles an Ort und Stelle hat!




Monsieur lässt ebenfalls am liebsten auf der heimischen Terrasse die Beine baumeln.


Nickname 05.07.2017, 22.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MISCELLANEA

ZUR GUTEN NACHT: DARÜBER LÄSST SICH STREICHEN

Neue Verbr... äh, Verzeihung, Versprecher - gesammelt von meinem Lieblingspfarrer Hartmut Walsdorff:

"Herzlichen Dank für das korpulente Mahl." (opulente, und zuviel davon macht dann eben korpulent)


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"Ich sage das voller Wermut." (Wehmut, aber zuviel Wermut kann sicher auch manchmal wehmütig stimmen)


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"Kaum ein Junge kennt heute noch dasMörseralphabet." (Morse, für die Jüngeren: So ähnlich wie SMS-Kürzel)


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"Einer wie er hat immer noch was in Petting." (Wie schön, wenn man sowas in petto hat)


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"Mit einer Artillerieverkalkung ist nicht zu spaßen." (Gemeint sind natürlich die Arterien; bei der Artillerie wäre es mir eigentlich lieber)


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"Ihr rechtes Blicklicht blickt nicht." (Blinklicht blinkt nicht - zwei schöne Zungenbrecher)


Allen Lesern

eine bärig gute Nacht!


Nickname 04.07.2017, 17.47| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SO GEHÖRT SICH DAS: ERST DIE FREIZEIT, DANN DAS VERGNÜGEN!


"Alle Kinder waren munter wie die Fische im Wasser. Am nächsten Morgen konnte der Heimleiter einige im See fangen. Sie wurden zum Mittagessen gebraten."


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Schulwandertag: "In einer Stunde waren wir gewaschen, angezogen und gefrühstückt."


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"Zur Strafe mussten wir die Schnipsel alle wieder aufsammeln. Das war eine richtige Syphilisarbeit." (Sisyphus)


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Verkehrserziehung: "Wenn ein Auto einen Radfahrer überholt, sollte es ihm genügend Platz zum Hinfallen lassen."


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Dein Helfer in allen Lebenslagen: "Der riesige Menschenstrom vor Weihnachten zwang die Polizei in der Stadt, Verhütungsmaßnah-
men zu ergreifen. Ein großes Aufgebot regelte den Verkehr."


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Rücksichtsvoll: "Er schleppte sich in ein Haus, damit die Leute auf der Straße nicht merkten, dass er tot war."


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Verständigung: "Das Buch des Papstes ist jetzt auch ins Evangelische (ins Englische) übersetzt worden."


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Halbe Sache: "Die Schwesterparteien haben Frieden geschlossen und wollen wieder aufeinander losgehen (zugehen)."


Allen Lesern einen friedlichen Abend!


Nickname 04.07.2017, 17.39| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

MAN SOLLTE SCHON WISSEN WIE ES GEHT!

„Im Zeitalter der Aufklärung lernten die Menschen, wie man die Kinder selber macht.“

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Wie im richtigen Leben: „Man muss in der Schule nicht alles kapieren. Hauptsache, man kann es.“


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Rücksichtsvoll: „ich beichte in der Kirche nur ganz wenig, damit sie hinter mir nicht so lange warten müssen.“



So werden sie erwachsen: „Mein kleiner Bruder ist schon abgestillt. Jetzt muss er nur noch abgeflascht werden.“



Weise Voraussicht: „Heiraten kann man erst, wenn man eine Kamera hat. Weil die Braut ja ein Video von der Hochzeit haben will.“


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Man kann nicht alles haben: „Gestern war ein Mann an der Tür, der hat fürs Altersheim gesammelt. Aber unseren Opa haben wir ihm nicht gegeben.“


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„Mein Opa spielt in der Blaskapelle auf einer echten Trombose."


Allen einen musikalischen Feierabend!


Nickname 04.07.2017, 17.36| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

DIE BENACHTEILIGUNG ERFOLGT DURCH DIE POST

"Höhepunkt des Abends sind die singenden, musizierenden und johlenden Geschwister Schmidt." (jodelnden)


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"Rinderhufsteaks zum Braten und Grillen." (Hüft...)


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"Mann 40, habe Ärger mit 2 Frauen, suche 3., die mir Rechtsanwalt bezahlt."


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"Kühler und Wasserpumpe eines nicht zugelassenen Opas montierte ein Mann am vergangenen Montag in Unterhachingen ab und nahm die Teile mit." (Opels)


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"Das größte Glück der Pferde sind Reiter auf der Erde."


Allen Lesern

einen sattelfesten Feierabend!


Nickname 04.07.2017, 17.27| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

WAS DARF´S DENN SEIN?

Jeder, der Bestellungen bearbeiten muss, hat es schon erlebt: Nicht immer weiß der Kunde genau, was er will. Manches kennt er nur vom Hörensagen, und da können die Ohren schon mal den einen oder anderen Streich spielen. Hier ein paar hübsche Beispiele:


Bestellung: Textbuch zu Hoffmannstropfen
Gemeint war: Hoffmanns Erzählungen


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Bestellung: Andersens gesammelte Mädchen
Gemeint war: Andersens Märchen


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Bestellung: Etwas von Annemarie Rilke
Gemeint war: Rainer Maria Rilke


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Bestellung: Maiers Schulrat
Gemeint war: Maria Stuart


Nickname 04.07.2017, 17.19| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

HAMSE NICH EEN LIED FÜR MICH?

So ein Radiomoderator hat es nicht immer leicht, wenn es darum geht, die musikalischen Wünsche seiner Hörer zu erfüllen. Oftmals muss er dabei wahre Detektivarbeit leisten und gibt auch dem zuständigen Redakteur allerhand Rätsel auf. Wie wär´s zum Beispiel hiermit:


Bestellung: Klein Müllers Dori
Gemeint war: Glenn Miller Story


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Bestellung: Mei Häppi nässt.
Gemeint war: My Happiness


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Bestellung: Insel mit Mut
Gemeint war: In the mood


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Bestellung: Sio ledda arigedda
Gemeint war: See you later Alligator


In diesem Sinne!


 

Nickname 04.07.2017, 17.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

VERSPROCHEN IST VERSPROCHEN!

Ob in der Wirtschaft, beim Sport oder in der Politik: Der Versprecherteufel findet seine Opfer überall, zum Vergnügen von Zuhörern und Lesern. Bei vielen stand wohl der gute, alte Sigmund Freud Pate; bei anderen - wie dem "Sexfrühstück" - war eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Wie auch immer, amüsant sind sie allemal. Ich habe hier für Sie wieder eine kleine Auswahl zusammengetragen. Viel Spaß damit!




Allen einen schönen Abend,

der hält, was er verspricht!

Nickname 03.07.2017, 17.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SUCHE GARAGE MIT DUSCHE/WC FÜR ZWEI AUTOS

Ja, auch das findet man, wenn man die Anzeigenteile diverser Tageszeitungen aufmerksam liest. Überhaupt zahlt genaues Lesen sich aus. Schmunzeln garantiert!

"Wieder mehr Babys! Ursache ist größtenteils unklar."

Oder auch nicht, denn:
"Der Geschlechtsunterschied zwischen den Eltern ist Voraussetzung für die Zeugung des Nachwuchses."
(Vive la différence!)


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"Als untergewichtig gelten Säuglinge, die bei der Geburt weniger als 2500 Kilogramm wiegen." (Ach, du dickes Ei!)


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"Total entnervte Psychologen-Wohngemeinschaft sucht robuste Person zur Zähmung zweier antiautoritär erzogener 'Ungeheuer', 3 und 6 Jahre alt"


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"Diskussionsgruppe Donnerstag: Der Verkehr mit dem anderen Geschlecht (nur bei schlechtem Wetter)" (Und was machen wir bei Sonnenschein?)


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"Und er verströmte warme Wellen von Trost und Liebe für sie, und wenn er ihr die Butter reichte, war sein Herz darin."


Allen Lesern

einen herzerwärmenden Montagabend!


Nickname 03.07.2017, 17.20| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ES FÄNGT DAMIT AN, DASS AM ENDE EIN PUNKT FEHLT

Gute Manieren: „Ach, wissen Sie, wer im Gasthaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!“ (Glashaus)

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Botox fürs Parlament: „Herr Abgeordneter, Sie müssen sich hier nicht so aufpolstern.“ (aufplustern)


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Putzig: „Es half dann auch nichts, dass Wolfgang Schnäuble staubte.“ (Schäuble schnaubte)


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Jungfräulichkeit verloren: „Der Senator kam nicht mit hehren Lenden.“ (leeren Händen)


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Studenten hoffen auf Sonne: „Es bleibt bei der Regenstudienzeit. Punkt.“ (Regelstudienzeit)


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Appetitlich: „Die Kinder sehen sich gerade Schneeweißchen und Rosenkohl an.“ (Rosenrot)


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Hier wäre ein Navi hilfreich: „ Sie finden uns in Köln, Frankfurt oder Frankfurt oder an der Oder in Franfkurt an oder in Berlin – na, hoffentlich finden Sie uns!“


Allen einen gut orientierten Feierabend!


Nickname 03.07.2017, 17.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ES SPIELTE DAS PHILHARMONISCHE STREICHPARKETT

Rekordverdächtig:

„Brigitte Mira war dreimal verheiratet und fünfmal geschieden.“


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Da war was los:

„Riesenstimmung herrschte unter den 37.000 ausverkauften Zuschauern.“


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Schon wieder hungrig:

„Können wir jetzt endlich zur Tageskarte kommen?“ (Tagesordnung)



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Toller Service:

„Ich bin noch Marktfrau der alten Schule: Wenn ein Kunde keine Tasche mithat, schlage ich ihm die Eier ein.“


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Das nennt man Fortschritt:

„Vor der Wende gab es nicht mal Apfelsinen bei uns, jetzt gibt es Mangos und Zivis.“ (Kiwis)


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Goethe lässt schön grüßen:

(An die Versicherung) „Beide Hunde liefen frei, da kam es zur Beißerei. Unser Schäferhund gewann – und Sie sind dran!“


Allen einen harmonischen Nachmittag!



Nickname 03.07.2017, 16.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

ES GIBT WIRKLICH KEINEN GRUND ZUM ANLASS

Ganz schön elitär: „Bei uns im Dorf studierte natürlich nicht jeder Schafskopf. Aus meinem Jahrgang war ich der Einzige.“


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Ein echter Feinschmecker: „Ich esse am liebsten Obst, Genüsse und Flügel.“ (Nüsse und Geflügel)


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„Wir schalten nach Rom zur Ostereisprache des Papstes.“ 
(…ansprache)


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Eine saubere Sache: „Ihre Seife kann ich nur wärmstens empfehlen. Unsere Kinder sind nicht wiederzuerkennen!“


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Na, dann Prost: „Hauptverantwortlich für den Dialog soll der landeskirchliche Sektbeauftrage sein.“ (Sekten…)



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Ein unmoralisches Angebot: „Ihr könnt mich doch gern alle mal haben!“ (alle mal gern haben)


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Schnipp, schnapp, Haare ab: „Gelobt sei der Herr der himmlischen Haarscheren!“ (Heerscharen)


Allen einen wohlfrisierten Feierabend!



Nickname 03.07.2017, 16.43| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

SO SICHER WIE DAS AMEN IN DER KÜCHE

Dazu fällt mir spontan die folgende kleine Geschichte ein: Zwei Steppkes unterhalten sich. Fragt der eine: "Sag mal, betet ihr bei euch zu Hause auch immer vor dem Essen?" Antwortet der andere: "Nee, das brauchen wir nicht, meine Mutter kocht ganz gut!"



Und hier noch ein paar Betthupferl, entdeckt in Schulaufsätzen unseres hoffnungsvollen Nachwuchses. Viel Vergnügen!


"Mozart ist selbst gestorben." (Eine alte Erkenntnis - wenn man will, dass etwas richtig getan wird, muss man es selbst tun!)


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"Wenn langsam das Empfinden für das andere Geschlecht wächst, werden die Abende länger..." (...die Nächte dafür um so kürzer)


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"Auch mein Vater ist mit Vögeln groß geworden. Mein Opa hatte eine riesige Voliere." (Ach so, das erklärt natürlich alles!)


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"Der Heimcomputer ist mein liebstes Haustier." (Praktisch - er braucht kein Futter und muss nicht raus)


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"Da spürte er etwas Hartes in der Hose - es war der Salzstreuer, den er aus Versehen eingesteckt hatte." (Sicher war die Enttäuschung groß!)


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"I want to be sexsessful!" (Wer möchte das nicht?)


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"Erst jetzt, wo sie gestorben sind, können sie endlich in Frieden miteinander leben." (Besser spät, als nie!)


Allen Lesern eine friedliche Nachtruhe!



Nickname 02.07.2017, 21.59| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: BITTE LÄCHELN!

AUF EIN WORT


Manche fragen mich: "Warum führst du diese Seite hier? Engel existieren doch höchstens in der Phantasie von ein paar weltfremden Esoterikern. Überhaupt fällt es angesichts all des Scheußlichen, das wir einander und unseren Mitgeschöpfen antun, schwer, noch an etwas Gutes im Menschen zu glauben!“ Letzteres stimmt. Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass es Engel gibt, denn ich habe in meinem Leben schon oft Hilfe erfahren, die nicht von dieser Erde war. Die Vorstellung, dass ich dem ganzen Chaos um mich herum und den Widerwärtigkeiten in der Welt nicht völlig schutzlos ausgeliefert bin, unterstützt mich außerdem dabei, weiterzumachen und meinen Alltag zu meistern. Diese Sprüche sind meine eigenen kleinen Lichtblicke und haben für mich persönlich autosuggestive Kraft. Ich sage sie mir vor wie ein Mantra und spüre, sie entspannen mich und tun mir gut. Es heißt, „Freude ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Sie kennen das: Wenn Sie einen flachen Stein ins Wasser werfen, zieht er zunächst nur enge, dann immer weitere Kreise. Vielleicht verhält es sich mit guten Gedanken ähnlich, darum teile ich Sie hier mit Ihnen.


"Das JA zu meinem Leben,
das JA zu meinem Tod
gibt mir die Kraft zu leben,
vom Morgen- bis zum Abendrot
und auch mitten in der Nacht,
wenn mein Engel bei mir wacht."


Nickname 02.07.2017, 17.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

HIER MÖCHTE ICH WOHNEN!

"Es gibt einen Ort namens Glück,
der nur eine Armlänge von deinen Ängsten entfernt ist
und sich ein paar Schritte
jenseits deiner Bedenken befindet.


Auf dem Weg dorthin
muss man manchmal den Pfad des Mutes
bis zur Niemals - aufgeben - Straße gehen,
um schließlich auf das Feld der Träume zu gelangen."


Nickname 02.07.2017, 16.48| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

KLEINE GESCHENKE ERHALTEN DIE FREUNDSCHAFT

Fülle lebt von Aufmerksamkeit.
Ich bin mit meiner Konzentration ganz bei mir selbst.
Ich spüre mich, meine Kraft,
meine Liebe zu mir selbst.


Wenn ich die Fülle im Innen und im Außen wahrnehmen kann,
dann kann mir das Leben die Geschenke liefern,
die schon lange für mich bereit stehen.


Nickname 02.07.2017, 16.40| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

VON ALLEN SEITEN

Der Engel Gottes sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.


Der Engel Gottes sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen.


Der Engel Gottes sei hinter dir,
um dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.



Der Engel Gottes sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
um dich aus der Schlinge zu ziehen.


Der Engel Gottes sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.


(Nach einem irischen Segenswunsch)

Nickname 02.07.2017, 16.21| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SO SEI ES

 


"Die Liebe und Zuneigung des Himmels
seien mit dir.


Die Liebe und Leidenschaft der Heiligen
seien mit dir.


Die Liebe und Gewogenheit der Engel
seien mit dir.


Die Liebe und wärmende Kraft
der Sonne seien mit dir.


Die Liebe und das wegweisende Licht
des Mondes seien mit dir -


an jedem Tag und in jeder Nacht
deines Lebens."


(IRISCHER SEGENSWUNSCH)

Nickname 02.07.2017, 12.41| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

VON EINEM FREUND


"Das Leben ist mein Freund.
Es zeigt mir seine Liebe deutlich in vielfältiger Weise.


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Ich erhalte und entdecke täglich
die wunderbaren Geschenke des Lebens."

Nickname 02.07.2017, 07.33| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

ES IST IMMER DER RICHTIGE MOMENT

"Ich kann mein Leben jederzeit ändern.
Ich bin jetzt bereit für positive Veränderungen."


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"Ich ziehe jetzt neue Freunde in mein Leben,
(ohne darüber die alten zu vergessen)
die faszinierend, liebevoll, einfühlsam,
fröhlich und großzügig sind."


(LOUISE L HAY)


Nickname 01.07.2017, 22.17| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

MEINE ERKLÄRUNG DER SELBSTACHTUNG


Ich bin ich.

Auf der ganzen Welt gibt es niemanden, der genauso ist wie ich.


Es gibt Menschen, die mir in Teilen ähnlich sind, aber niemand ist ganz wie ich. Deswegen gehört alles, was von mir kommt, auf authentische Weise mir, weil ich allein es wähle.


Mir gehört alles von mir - mein Körper und alles, was er tut; mein Verstand und alle Gedanken und Ideen; meine Augen und alle Bilder, die sie erblicken; meine Gefühle, welche immer sie sein mögen: Wut, Freude, Frustation, Liebe, Enttäuschung, Aufregung; mein Mund und alle Worte, die aus ihm kommen - höflich, süß und roh, richtig oder falsch; meine Stimme, laut und leise; alle meine Taten, ob sie auf andere oder mich selbst gerichtet sind.


Mir gehören meine Phantasien, meine Träume, meine Hoffnungen, meine Ängste. Mir gehören alle meine Triumphe und Erfolge, ebenso alle meine Niederlagen und Fehler.


Weil mir alles von mir gehört, kann ich mir selbst eng vertraut werden. Dadurch kann ich mich lieben und in allen Teilen freundlich zu mir sein. Ich kann es dann allem von mir möglich machen, in meinem besten Interesse zu wirken.


Ich weiß, es gibt Aspekte von mir selbst, über die ich im Unklaren bin und andere Aspekte, die ich nicht kenne. Aber solange ich mir selbst gegenüber freundlich und liebend bin, kann ich mutig und hoffnungsvoll nach Lösungen für das Rätsel und nach Möglichkeiten suchen, mehr über mich herauszufinden.


Wie auch immer ich in einem gegebenen Augenblick aussehe und klinge, was immer ich sage und tue und was immer ich denke und fühle, bin ich. Dies ist authentisch und repräsentiert, wo ich zur Zeit stehe.


Wenn ich später überblicke, wie ich aussah und klang, was ich sagte und tat, wie ich dachte und fühlte, können sich einige Aspekte als unpassend herausstellen. Ich kann das Unpassende verwerfen und das behalten, was sich als passend erwiesen hat und etwas Neues erfinden für das, was ich verwarf.


Ich kann sehen, hören, fühlen, denken, sagen und tun. Ich besitze das Handwerkszeug um zu überleben, anderen nahe zu sein, produktiv zu sein, aus der Welt der Menschen und Dinge, die mich umgeben, Sinn und Ordnung zu schaffen.


Ich gehöre mir, und deswegen kann ich mich gestalten.
ICH BIN ICH, UND DAS IST OKAY.


(VIRGINIA SATIR)

***

Es täte sicher uns allen gut, wenn wir uns wieder darauf besinnen würden.

***

VIRGINIA SATIR(* 26. Juni 1916, Neillsville, Wisconsin; † 10. September 1988, Kalifornien) war eine der bedeutendsten Familientherapeutinnen. Sie wird auch häufig als Mutter der Familientherapie bezeichnet.


Nickname 01.07.2017, 22.05| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

MEIN HERZ IST EIN GARTEN


Vor kurzem bin ich bei der Suche nach einem bestimmten Text auf die aus vorchristlicher Zeit stammenden Essener Schriftrollen gestoßen. Die Betonung liegt auf der 2. Silbe (Essëner), der Name hat also nichts mit den Einwohnern der Stadt Essen zu tun. Die Essener oder Essäer waren vermutlich eine religiöse Gruppe im antiken Judentum, die äußerst strenge, zum Teil sogar asketische Lebensregeln befolgte. Ob sie identisch sind mit den Bewohnern von Qumran im Westjordanland, ist nicht bewiesen. Die Schriftrollen vom Toten Meer, die zwischen 1947 und 1956 in elf Felsenhöhlen nahe der Ruinenstätte Khibet Qumran gefunden wurden, werden ihnen jedoch zugeschrieben. Einige dieser Schriftrollen sind übersetzt worden. Egal, ob jemand gläubig ist oder nicht und welcher Religion er sich zugehörig fühlt – die Texte sind wunderbar poetisch, weise und zeitlos gültig. Daher möchte ich sie hier gern auszugsweise wiedergeben und, soweit ich es vermag, mit meinen eigenen Worten interpretieren.


INHALT DER 1. SCHRIFTROLLE:


„Mein Herz ist ein Garten, genannt Eden. Mein Garten ist fruchtbar und schöpferisch […] Wie der Garten Eden kann er ein Segen oder ein Fluch sein. Ein ungepflegter Garten wird zu einem Dschungel, und kein Garten bringt mehr Wachstum hervor als der Garten meines Herzens und meines Gemütes.
Wenn Unkraut und Disteln gepflanzt werden, so sind sie es, die wachsen. Sie werden die Blumen meines Herzens, die Lebensfreude ersticken und verderben. Der Meister hat gesagt: 'Wie der Mensch in seinem innersten Herzen denkt, so ist er.' Was ich in meinem Garten gepflanzt habe, ist, was ich bin, oder besser gesagt ist, was ich glaube zu sein, und alles, was ich je in meinem Leben erfahren werde, ist, was ich im Garte meines Herzens pflanze.
Wenn ich Samen des Schmerzes und der Zurücksetzung säe, so pflanze ich in meinen Garten die Überzeugung, ungeliebt zu sein, pflanze Dornen des Schmerzes und der Benachteiligung. Selbstmitleid wird die Erfahrung meines Lebens sein.“


Dazu fällt mir ein: Wie innen, so außen (Spiegelgesetz). Die Welt ist das, was du über sie denkst (Huna). Wie man hineinruft, so schallt es heraus. (Sprichwort)


Nickname 01.07.2017, 17.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

RESONANZ OHNE DOPPELTEN BODEN

"Zusammen mit meinem Engel

macht alles Freude.

Er gibt mir Kraft - überall!"



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Ein persönliches Wort von mir: Manchen von Ihnen mögen diese Sätze recht naiv und blauäugig erscheinen. Klingen sie doch fast wie aus einem Märchen: zu schön, um wahr zu sein und unglaubwürdig angesichts all des Hasses und der Gewalt in der Welt. Aber das ist genau der Punkt. Wenn man vom Gesetz der Resonanz ausgeht, das besagt "Wie innen, so außen", dann ist es nur folgerichtig, zuerst für den eigenen inneren Frieden zu sorgen. Dabei können solche Kraftsätze sehr hilfreich sein. Wenn man sie sich immer wieder vorsagt, bis man sie verinnerlicht hat, spürt man, wie man ruhiger wird und sich entspannt. Das strahlt man dann natürlich auch nach außen und wirkt somit wohltuend auf andere - so, als ob man einen flachen Stein ins Wasser wirft, der dann immer wietere Kreise zieht. Ralf Senftleben (nachzulesen auf zeitzuleben.de) formuliert es treffend so:


Wenn Sie sich mit dem Thema der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, sind Sie bestimmt schon einmal über das Resonanzprinzip gestolpert. Das ist die Idee, dass alles, was uns passiert, irgendwie etwas mit uns selbst zu tun hat.


Es gibt ja das Sprichwort:


„Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es auch zurück.“


Dieser alte Spruch beschreibt so ungefähr das Resonanzprinzip.


Wir alle rufen ständig bewusst oder unbewusst Dinge in den sprichwörtlichen Wald. Oder sagen wir besser: in die Welt. Damit sind aber natürlich nicht nur unsere Worte gemeint, sondern noch mehr unsere Taten.


Und die Stimme, die aus der Welt zurückkommt, hat meistens etwas damit zu tun, was wir vorher in die Welt hineingesprochen haben.


Es kann aber auch etwas aus der Welt zurückkommen, weil wir vorher etwas NICHT in die Welt gegeben haben. Das heißt, auch Unterlassungssünden spielen beim Resonanzprinzip eine Rolle.


Ein nützliches Denkmodell


Unter den Verfechtern des Resonanzprinzips gibt es übrigens auch die, die sagen, dass dieses Prinzip immer und überall gilt; dass also grundsätzlich ALLES, was uns passiert, etwas mit uns selbst zu tun hat. Diese eher dogmatische Sichtweise teile ich persönlich nicht. Denn unser Leben hängt immer auch von Dingen ab, die jenseits unseres Einflusses liegen.


Für mich ist das Resonanzprinzip eher ein nützliches Denkmodell. Dieses Denkmodell hilft mir, in unerwünschten oder schlichtweg hässlichen Situationen über meinen Anteil an der Sache nachzudenken. Das Resonanzprinzip erlaubt mir hier, aus kniffeligen Situationen zu lernen, damit ich es das nächste Mal besser machen kann.


Ich sage mir dann:

1. O.k., du hast hier eine Situation, die du dir anders gewünscht hättest.
2. Und wenn ich ehrlich mit mir bin, habe ich bestimmt etwas in die Welt gegeben, das diese Situation mit hervorgebracht hat.
3. Oder ich habe vergessen, etwas zu sagen oder zu tun, so dass es dazu kommen konnte.
4. Ich sage nicht, dass ich alleine Schuld bin. Ich sage nur, dass ich auch meinen Anteil an der ganzen Sache habe.
5. Also, was genau war mein Teil an dieser Situation?
6. Und was kann ich das nächste Mal anders machen, damit diese Geschichte das nächste Mal nicht mehr passiert?


Diese Fragen zeigen so ungefähr den Denkprozess, mit dem man aus seinen Fehlern lernen kann.


Bei sich ansetzen


Wenn man das Resonanzprinzip anwendet, dann schaut man in erster Linie auf sich selbst und weniger auf die anderen, die an der Situation beteiligt waren. Das ist eine höchst pragmatische Sichtweise, denn bei uns selbst können wir am einfachsten ansetzen, um für die Zukunft etwas zu ändern.


Andere Menschen können wir dauerhaft kaum ändern. Auch nicht die Umgebung oder die Welt, in der wir leben. Aber uns selbst können wir ändern. Das ist zwar auch nicht immer einfach. Aber es ist ganz oft die einzige Chance, die wir haben, wenn wir etwas ändern wollen.


Nicht nach dem Schuldigen suchen


Und wenn Ihnen etwas Unangenehmes passiert ist, suchen Sie besser auch nicht nach dem Schuldigen. Warum soll man das nicht machen? Weil es ja nie nur EINEN Schuldigen gibt. Alles, was passiert, ist das Resultat von vielen, vielen Menschen, Umständen und Einflüssen.


Wir möchten zu unserer eigenen Entlastung zwar gerne einen einzigen Schuldigen haben, damit wir es nicht gewesen sind. Und damit es jemand gibt, auf den wir unseren Zorn konzentrieren können. Und damit es jemand gibt, den wir bestrafen und dann zur Tagesordnung übergehen können. Aber das Bestrafen des Schuldigen ändert ja selten das System, das den „Schuldigen“ hervorgebracht hat. Und damit haben wir nur das Symptom bekämpft und nicht die Ursache. Und wir haben dann schnell wieder den gleichen Salat.


Nach dem Resonanzprinzip gibt es keinen einzelnen Schuldigen. Sondern es gibt immer nur eine Reihe von Menschen, die durch ihr Tun oder ihre Unterlassungen einen Anteil an der augenblicklichen Situation haben.


Und die Suche nach einem Schuldigen ist zwar seelisch kurzfristig entlastend. Aber sie kann auch wirksam verhindern, dass man seinen eigenen Anteil an einer Situation sieht und für die Zukunft etwas daraus lernt.


Entspannt mit der eigenen Unzulänglichkeit umgehen


Wenn wir uns immer auf unseren eigenen Anteil konzentrieren, dann kommen wir manchmal zwangsläufig mit unserer eigenen Unzulänglichkeit, mit unseren Schwächen und unseren wunden Punkten in Berührung. Das macht natürlich nur bedingt Spaß und das auszuhalten, muss man auch erst einmal lernen.


Hier ist es wichtig, möglichst entspannt und verständnisvoll mit sich selbst umzugehen.


Machen Sie sich bitte klar, dass jeder von uns eine Menge Unfertigkeiten, Baustellen und Reizpunkte mit sich rumschleppt. Das trifft auch auf Sie zu. Genau wie auf mich. Oder auf Ihren Chef. Und auf Ihre Eltern. Das gilt einfach für uns alle.


Und das ist es auch, was das Menschsein interessant macht. Wenn wir perfekt wären, dann wären wir vollkommen und komplett langweilig. Und unser Leben wäre ohne Höhen und Tiefen. Erst unsere Schwächen machen uns menschlich, interessant und letztlich auch liebenswert.


Sagen Sie sich also oft Dinge wie:

•„Ja, ich habe meine Fehler. Manche meiner Fehler akzeptiere ich, wie sie sind. An anderen arbeite ich.“
•„Es ist nicht meine Aufgabe, perfekt zu sein.“
•„Ja, ich habe einen Fehler gemacht und ich bin da auch nicht stolz drauf. Aber das bedeutet nicht, dass ich ein schlechter Mensch bin. Das bedeutet nur, dass ich – wie jeder von uns – ein unfertiger Mensch bin.“
•„Zum Menschsein gehört es dazu, Fehler zu machen. Und solange ich meine Fehler sehe und daraus etwas lerne, ist das auch vollkommen in Ordnung.“


Das eigene Leben beleuchten


Das Resonanzprinzip ist ein sehr praktisches Instrument, um über sich selbst und den eigenen Wachstumsprozess nachzudenken.


Denken Sie doch mal kurz über Ihr Leben nach:


•Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Lebensqualität? Sind Sie hier zufrieden? Oder eher nicht?
•Wie sieht es mit Ihrem Beruf aus? Sind Sie mit Ihrer Situation zufrieden oder darf es gerne anders werden?
•Was ist mit Ihrem Liebesleben? Ist hier alles gut oder gibt es Verbesserungsmöglichkeiten?
•Wie steht es mit Ihren Finanzen? Stimmt hier alles? Oder muss sich etwa ändern?


Und dann fragen Sie sich:


•Was habe ich in die Welt gegeben, das dazu beigetragen hat, dass ich in dieser Situation gelandet bin?
•Bei unerwünschten Situationen: Was hätte ich anders machen müssen, um vielleicht nicht in dieser Situation zu landen, in der ich heute bin?
•Oder was müsste ich vielleicht in die Welt geben, um etwas zu ändern?
•Oder was sollte ich nicht mehr in die Welt geben, um etwas zu ändern?


Hier macht es auch oft Sinn, Menschen zu fragen, die einen gut kennen und die einem wirklich wohlgesonnen sind. Denn andere sehen oft viel klarer, was wir in die Welt geben, als wir selbst.


Das Resonanzprinzip hilft Ihnen, mehr Verantwortung für sich und Ihr Leben zu übernehmen. Es hilft Ihnen dabei, zu lernen und zu wachsen. Es hilft Ihnen, nicht immer gleich nach einem Schuldigen zu suchen und Ihren Anteil an Ihrer Situation zu erkennen. Und es kann Ihnen auch helfen, mit der Zeit mehr Verständnis für sich selbst zu entwickeln.


Oder, um es auf den Punkt zu bringen:


Das Resonanzprinzip ist

Persönlichkeitsentwicklung in Reinform.


In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein

!!!


Nickname 01.07.2017, 17.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

MEINE (BE)STÄNDIGEN BEGLEITER



Jetzt, in diesem Augenblick, bin ich von Engeln umgeben. Das Wort "Engel" bedeutet übersetzt "Botschafter Gottes". Man könnte sie auch himmlische Postboten nennen, denn sie übermitteln Botschaften zwischen der Quelle allen Seins und den Menschen. Sie blicken unter die Oberfläche und wissen um das Göttliche in jedem von uns. Die Engel lieben mich bedingungslos und wünschen nichts mehr, als mir in allen Bereichen meines Lebens hilfreich beizustehen. Sie sind vollkommen vertrauenswürdig und erfreuen sich nicht an meinen Fehlern - wie andere Menschen das nur allzu oft und gerne  tun.

Den Engeln ist es egal, ob ich an sie glaube oder nicht, denn sie glauben an m i c h. Sie erkennen meine Fähigkeiten und Begabungen, wissen, dass ich eine bedeutsame Lebensaufgabe zu erfüllen habe und möchten mir helfen bei allem, was ich erlebe und tue. 

Ich brauche kein besonderes spirituelles Training, um mit den Engeln zu kommunizieren; noch muss ich wie eine Heilige leben oder mich religiös betätigen. Jedem, der sich an sie wendet, wird von diesen himmlischen Wesen geholfen, und es gibt dabei keine Ausnahme. Die Sache hat keinen Pferdefuß, die Hilfe der Engel steht mir immer zur Verfügung und kostet mich nichts.

*****************


"Wir, die Engel, wissen, dass ihr zuweilen
unnötig leidet, da ihr glaubt,
allein und ohne Freunde zu sein.
Lasst euch von uns versichern, dass dem nicht so ist!
Wir sind immer für euch da,
um euch zu führen und zu trösten,
und wir werden das Licht der Liebe
auf jedes Problem richten, mit dem ihr ringt."


(DOREEN VIRTUE)


Nickname 30.06.2017, 19.34| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

EINKAUFSBUMMEL IM HIMMELSLADEN

Vor langer Zeit ging ich auf dem Pfad des Lebens

und sah ein Schild, auf dem stand:
"Der Himmelsladen".


Als ich näher kam, ging die Tür auf,
und bevor ich´s recht begriff, war ich schon drin -
und überall Engel um mich herum!


Einer davon gab mir einen Korb und sagte:
"Du darfst alles kaufen, was du dir wünscht.
In diesem Laden gibt es alles, was dein Herz begehrt,
und was du heute nicht kannst besorgen,
kannst du morgen holen."


Das erste, was ich nahm,
waren GEDULD und LIEBE.
Beide waren im selben Regal.
Dann griff ich nach VERSTÄNDNIS,
so etwas braucht man ja überall.
Außerdem packte ich zwei Schachteln WEISHEIT
und zwei Säckchen GLAUBEN in den Korb.


Selbstverständlich habe ich auch
den HEILIGEN GEIST nicht vergessen,
der überall zu finden war.
Ich nahm KRAFT und MUT,
denn sie sind im Beruf und im Leben an sich hilfreich.


Als mein Korb schon fast voll war,
erinnerte ich mich daran,
dass ich noch etwas GNADE und SEGEN brauchte;
auch mein SEELENHEIL sollte ich nicht vergessen.
Natürlich habe ich von allem genug
für dich und für mich eingepackt.


Ich ging zur Kasse, um zu bezahlen.
Ich hatte jetzt alles Notwendige,
um den Willen des Heilers zu erfüllen.


Fast an der Kasse angelangt, sah ich das GEBET.
Trotz vollem Korb wusste ich,
ich würde es draußen brauchen.


FRIEDEN und FREUDE

befanden sich in kleineren Regalen,
und das GLÜCK hing an der Decke,
ich packte von jedem etwas ein.
Als ich bei der Kasse angelangt war,
fragte ich, was alles kostet:
Der Kassierer lächelte und sprach:


"Nimm deinen Korb, und verteile überall, wohin du gehst,
die unerschöpfliche FÜLLE und den REICHTUM des Himmels:

Alles, worum du im Glauben gebeten hast,

wirst du bekommen." (Matthäus 21,22)


*Autor leider unbekannt*




fürs Lesen und

einen gesegneten Nachmittag!

Nickname 30.06.2017, 14.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

DES PUDELS KERN

Schon als kleines Mädchen hatte ich mit dem lieben Gott meine Not. Ich dachte wohl, dass es ihn gab; jemand musste schließlich die Erde erschaffen haben, die Tiere, die Blumen, die anderen Menschen und mich selbst. Nur das Bild des alten, gütigen, weisen Mannes mit Bart, das man uns Kindern von ihm malte, passte mir nicht. Für diese Darstellung waren die älteren Herren, die ich kannte, nämlich meine beiden Großväter, einfach zu schlechte Vorbilder.


Ebenso missfiel mir der Gedanke, Gott säße irgendwo im Himmel und würde nur darauf lauern, dass ich etwas Verbotenes tat, wofür er mich bestrafen konnte. Diese Angst wird in nahezu allen Religionen geschürt: "Wenn du gegen eines der Gebote verstößt, nicht blind gehorchst, dich nicht klein machst oder dich der höchsten Autorität widersetzt, musst du auf ewig in der Hölle die furchtbarsten Qualen erdulden." Angst essen Seele auf, heißt es; aber Gott ist sicherlich kein Kannibale.


Am wenigsten behagte mir die Vorstellung des angeblichen Getrenntseins von Gott. Er als der Allmächtige da oben, ich als kleines, unbedeutendes Würmchen hier unten - nach meinem Empfinden konnte das so nicht stimmen. Schon früh hatte ich mich der Natur verbunden gefühlt. Ich erinnere mich noch, wie ich meiner Omi erzählte: "Weißt du, ich glaube, der liebe Gott wohnt im Wald!", und sie antwortete: "Ja, mein Kind, der liebe Gott wohnt überall und in Allem." Diese Art zu glauben nennt man Pantheismus, doch das wussten wir beide damals natürlich nicht.


Alle sind eins, Jeder fühlt sich Jedem verbunden. Verstehen und Verzeihen heißen die Zauberwörter in der großen, himmlischen Familie. Einer Familie, in der es - anders, als es in meiner irdischen der Fall war - statt vieler Ungerechtigkeiten, Eifersucht und Neid nur gegenseitiges Verständnis, Harmonie und Freude gibt.


Gottvater und -mutter sind reines Licht und pure Liebesenergie. Als ein Teil davon habe ich die heilige Pflicht und Schuldigkeit, allem Lebendigen - einschließlich mir selbst - mit größtmöglicher Achtung und Liebe zu begegnen.


Wie passen die Engel in dieses märchenhafte Bild? Ich betrachte sie als meine himmlischen Geschwister, die immer für mich da sind und auf die ich mich jederzeit verlassen kann.


Manch einem werden solche Ideen wohl allzu naiv und weltfremd erscheinen. Für mich sind sie des Pudels Kern. Vielleicht versetzt mein Glaube keine Berge. Doch ich bin schon zufrieden, wenn es mir gelingt, ein paar von den winzigen Steinchen zu beseitigen, die uns manchmal in die Schuhe geraten und so gemein an den Fußsohlen pieken.


fürs Lesen, und bleiben Sie behütet!

Nickname 30.06.2017, 14.00| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

MEINE WAHL!

Es gibt tausend gute Gründe für mich,
ängstlich und zweifelnd im tiefen Mauseloch zu sitzen
und vom sonnigen Glück nur zu träumen.


Aber es gibt mindestens zweitausend bessere Gründe,
endlich hinauszugehen, mein Licht leuchten zu lassen
und ganz ich selbst zu sein.



Einer davon - wenn nicht sogar der beste - ist:
Es macht einfach Freude!


Nickname 29.06.2017, 15.09| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

SELBSTWERT IST MEHRWERT

Um mit mir im Reinen zu sein,
muss die Meinung, die ich von mir selber habe,
mehr Gewicht haben als die Mutmaßungen,
die andere über mich anstellen.
Es ist eine bewusste Entscheidung,
mich nicht länger von ihren Worten

kleinmachen zu lassen.


Mein persönlicher Wert
ist das Produkt meiner Gedanken.
Ich darf mich nicht

in meinem Selbstwertgefühl verrechnen,
indem ich nur meine Unsicherheiten

zusammenzähle.


Nickname 29.06.2017, 14.56| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: MEIN SEELENGARTEN

ZUM GUTEN SCHLUSS

   


Erinnern Sie sich an die 'unheimliche Begegnung der dritten Art' mit meinem Klon? Ich sage Ihnen, das war echt gruselig! Jeder hat ja angeblich irgendwo auf der Welt einen Doppelgänger. Bekannte wollen unser Frauchen zum Beispiel mal am Strand von Mallorca gesichtet haben. Die schwören heute noch Stein und Bein, dass sie und nur sie es gewesen sein kann. Dabei hat die Große noch nie im Leben einen Fuß auf die Insel gesetzt. Aus der Ferne mag das ganz lustig scheinen. Aber wenn man sich dann selbst leibhaftig gegenübersteht, sieht die Sache schon anders aus.


Zurück zu Benny, so heißt mein Schwippzwilling. Stellen Sie sich vor, es könnte sein, dass wir gemeinsame Vorfahren haben! Sein Frauchen erzählte nämlich, sie hätte ihn von ihrem Schwiegerpapa geerbt. Der war damals schon achtzig, als er den Hund aus dem Tierschutz übernahm. Wenn Sie mich fragen, ein bisschen alt für einen zweijährigen, quirligen Hundejungen! Die beiden lebten in einer Zweizimmerwohnung. Viel Auslauf hatte Benny da nicht. In der Nähe gab es zwar einen kleinen Park, aber dort durften die Hunde natürlich nicht herumtoben, sondern mussten brav an der Leine laufen.


Ursprünglich stammt Benny genau wie ich aus Rumänien. Er hat dort auf der Straße gelebt, bis er von den Hundefängern gekascht wurde. Gott sei Dank haben deutsche Tierschützer ihn aus dem Tötungslager gerettet, nur ist nicht bekannt, wo genau das war. Wir sind auch gleichaltrig, beide so sieben bis acht Jahre. Wer weiß, am Ende sind wir sogar echte Geschwister! Benny lebt jetzt bei seiner neuen Familie in Kleinmachnow – das liegt direkt bei uns um die Ecke – in einem Haus mit großem Garten. Vielleicht können wir ihn da ja mal besuchen. Umgekehrt wird´s ein bisschen schwierig, weil unser Woody mit fremden Hunden noch nicht so richtig gut Freund ist.


Irgendwie schon komisch, auf einmal einen Bruder zu haben, von dem man bisher nicht wusste, dass es ihn gibt. Aber vielleicht ist unsere Ähnlichkeit ja auch bloß ein Zufall, sozusagen eine Laune der Natur. Was soll´s, für mich bleibt so oder so alles beim Alten. Frauchen hat nämlich gesagt, egal, wie viele Brüder, Schwestern, Vettern oder Kusinen von mir noch auftauchen – sie hält es mit einem bekannten Schlager aus den 60ern. Der geht so:

„…es gibt Millionen von Sternen,

in der Nacht brennen tausend Laternen,

Gut und Geld gibt es viel auf der Welt,

aber dich gibt´s nur einmal für mich!“


Ist das nicht schön?

Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre NELLY


Nickname 28.06.2017, 16.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

DIE WELT IST EIN DORF!

 


Wie man sich doch irren kann. Bisher dachte ich immer, ich sei ein Unikat, und Frauchen meint das auch. Wenn ich meine selbst einstudierte Ballakrobatik zeige oder einen Indianertanz aufführe, bei dem garantiert jeder Häuptling vor Neid erblasst, lacht sie, bis ihr die Tränen kommen und sagt, Nelly, du bist wirklich einmalig. Stellen Sie sich nun mein Entsetzen vor, als ich mich heute beim Waldgassi urplötzlich meinem Zwilling gegenübersah! Ich stehe jetzt noch unter Schock, das können Sie mir glauben. Der Schrecken schlug mir augenblicklich auf die Eingeweide, und ich musste mich schleunigst ins Unterholz verdrücken.


Zuerst glaubte ich an irgendeinen dämlichen Aprilscherz, oder mein Double wäre eine Art Fata Morgana und würde sich bei genauerem Hingucken in Luft auflösen. Aber weit gefehlt. Nachdem sich mein Innenleben beruhigt hatte und ich wieder aus dem Gebüsch hervorkroch, sah ich ihn mitten auf dem Waldweg liegen, wo er zwei Schmetterlinge beobachtete, die in der Sonne spielten und sich abwechselnd hinter dem linken und dem rechten Ohr kratzte. Hoffentlich hatte der keine Flöhe! Die springen ja meilenweit und hätten uns auch leicht verwechseln können, ähnlich wie wir uns waren. Er drehte sich nach mir um, wedelte freundlich mit seinem – meinem! - Schwanz und zwinkerte mir vertraulich zu.


Es war einfach unglaublich. Er hatte genau meine Größe, meine Statur, das gleiche dezente Grau um Schnauze und Brustansatz sowie – leider muss ich es zugeben – das gleiche schwarzglänzende, seidige Fell. Zum seinem Glück besaß er – anders als ich – noch beide Augen. Davon abgesehen glichen wir uns wie ein Ei dem anderen und wären glatt als doppeltes Lottchen durchgegangen – hätte es da nicht „den kleinen Unterschied“ gegeben. Sie verstehen schon, und ich brauche nicht weiter in intime Details zu gehen.


Ansonsten schien mein Klon nicht die hellste Kerze im Leuchter zu sein. Unsere Ähnlichkeit war ihm offenbar noch nicht aufgefallen; er tat zumindest so, als wäre das alles ganz normal. Ich brauchte dringend moralische Unterstützung. Unsere Frauchen waren längst in eine lebhafte Unterhaltung vertieft; sie schwatzten und lachten und achteten nicht weiter auf uns. Hilfesuchend sah ich mich nach Barny um. Aber der hatte inzwischen seine Busenfreundin Emmy entdeckt, ein hübsches Retrievermischlingsmädel; wenn die auf der Bildfläche erscheint, vergisst er alles andere und hat nur noch Augen für sie.


Mir war schlecht, ich wollte nach Hause. Zum Glück hatten unsere Frauchen gerade ihren Plausch beendet und verabschiedeten sich mit dem Versprechen, bald wieder gemeinsam spazieren zu gehen. Na, aber das nächste Mal dann bitteschön ohne mich! Wir fingen Barny ein, der sich nur schwer von seiner Emmy losreißen konnte und fuhren nach Hause, wo ich mich sofort in mein Körbchen flüchtete und mir die Decke über den Kopf zog. Bloß nichts mehr hören und sehen. Mir reichte es, vielen Dank, und von Doppelgängern bin ich für den Rest meines Lebens bedient! 


 


Bin ich´s oder bin ich´s nicht???

(Auflösung: Ja, ich bin es - Gott sei Dank!

Frauchen hatte nämlich keine Kamera dabei)


Jetzt am Abend – nach einem ausgiebigen Nickerchen, einem ordentlichen Abendfresschen und mit genügend Abstand – betrachte ich die Angelegenheit schon etwas anders. Ein Zwillingsbruder wäre vielleicht gar nicht so übel. Wenn ich mir überlege, was wir zwei alles anstellen könnten… Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, dass wir tatsächlich um ein paar Ecken miteinander verwandt sind. Das Leben geht ja manchmal seltsame Wege, und sein Frauchen hat da was erzählt. Mehr darüber demnächst. Mir fallen schon wieder die Augen zu, obwohl ich gerade erst ein paar Stunden geschlafen habe. Das alles war wohl doch ein bisschen viel für mich.


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre Nelly


Nickname 28.06.2017, 16.13| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

UNTER DEN BLINDEN



Das Sprichwort sagt, dort sei der Einäugige König. Allzu wörtlich würde ich das aber nicht nehmen. Du hast dich gestern sicher kein bisschen wie eine Königin gefühlt, als du nach der Operation aus der Narkose aufgewacht bist und einäugig warst. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und uns nur schweren Herzens zu dem Schritt entschlossen, das darfst du mir glauben. Gemeinsam mit der Tierärztin haben wir alles versucht, um dir das Auge zu erhalten. Wochenlang hast du Medikamente geschluckt, wir haben geträufelt und gesalbt. Leider trat keine Besserung ein, es wurde im Gegenteil immer schlimmer. Ich will gar nicht wissen, was für Schmerzen du ausgehalten hast; ich wäre wahrscheinlich schon längst schreiend durch die Decke gegangen, wehleidig wie ich bin. Die Tierärztin hatte gleich den Verdacht, dass ein Tumor dahinter steckt, und das hat sich nun bestätigt. Die Geschwulst hat auf den Sehnerv gedrückt und obendrein den Augapfel gequetscht. Armes Mäuschen, das muss höllisch weh getan haben. Verglichen damit sind die Wundschmerzen jetzt wohl ein Klacks; und dass ein Hund auch mit einem Auge ein glückliches und zufriedenes Leben führen kann, sehen wir am Böbchen. Jetzt hinterher tut es uns natürlich leid, dass wir so lange gewartet haben. Aber ein Auge zu entfernen ist schließlich etwas anderes, als einen Splitter aus der Pfote zu ziehen. Da überlegt man dreimal, bevor man etwas tut, das nicht mehr rückgängig zu machen ist.

 

Bis in zehn Tagen die Fäden gezogen werden, musst du den doofen Kragen anziehen. Dumme Witze gibt es gratis dazu – von wegen Rettungsweste oder Kardinal Richelieu. Aber mach dir nichts draus, betrachte ihn einfach als modisches Accessoire. Herrchen hat auch gesagt, dass die Farbe dir super steht. Außerdem sind diese modernen aufblasbaren Teile wesentlich bequemer als die Plastikdinger, die es früher gab. Die hatten so scharfe Kanten, dass nach dem Tragen erst mal die Wände frisch tapeziert und die Möbel restauriert werden mussten.

 

Gute Heilung, meine Kleine. Wirst sehen, bald ist alles vergessen. Dann guckst du wieder fröhlich ins Leben. „Wer dich liebt, lacht doch“, hat mein Papa immer gesagt; und für uns bleibst du auch mit Handicap das hübscheste Hundemädchen der Welt.


Nickname 28.06.2017, 16.10| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

OHNMÄCHTIGE TRÄNEN

 


Seit dem frühen Nachmittag sitzt Frauchen da und weint immer wieder bittere Tränen. Sie tut mir so leid! Es fing an, als sie dieses Gedicht hier gelesen hat:


DER ALTE KETTENHUND


"Ich bin allein; es ist schon Nacht und stille wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem harten Brett bewache seine Ruh'.


Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,
der Wind aus Ost weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht,
ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr,
der Regen tropft durch's morsche Dach,
Stroh gab's schon längst nicht mehr.


Die Nacht ist kalt, der Hunger quält,
mein Winseln niemand hört -
und wüßt mein Herr auch, was mir fehlt -
er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang - zum zehnten Mal leck ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus.


Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück, und nie werd' ich sie los.
Was Freiheit ist, das lern' ich nie,
doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich, warte auf den Tod,
denn dieser macht mich frei."


Leider ist nicht bekannt, wer dieses Gedicht geschrieben hat, es muss aber wohl jemand mit einem weichen, mitfühlenden Herzen gewesen sein. Herrchen, Barny und ich haben immer wieder versucht, unsere Große zu trösten, doch bisher war unsere Mühe vergeblich. Sie sagt, sie hat eine unbändige Wut auf die Menschen, fühlt sich so ohnmächtig und manchmal möchte sie am liebsten alles kurz und klein schlagen. Ich kann sie gut verstehen. Aber wer unser Frauchen kennt, der weiß, sie belässt es nicht beim Weinen, sondern muss selbst etwas tun. Und sie sagt, die besten Ideen kommen ihr immer dann, wenn sie so richtig wütend ist. Ich weiß noch nicht genau, was sie vorhat; nur dass es dabei um Tierschutz gehen soll, ist klar. Jetzt hört sie endlich auf zu weinen, Gott sei Dank! Ich habe nämlich schon Bauchweh vor lauter Mitgefühl. Aber das verschwindet sofort wieder, wenn es nachher Abendbrot gibt.


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Das ist WENDY, eine meiner Vorgängerinnen.

Sie musste hier nie an der Kette liegen -

ebenso wenig wie wir anderen!



Nickname 28.06.2017, 16.07| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

NACHGETRAGENES

So eine Sch…weinerei! Nachtrag von Frauchen


Trotz des unerfreulichen Intermezzos haben wir diesen und noch einen zweiten schönen Spaziergang sehr genossen. Es war aber auch ein richtiger Traumtag: Wolkenloser, strahlend blauer Himmel, das Laub raschelte unter den Füßen und leuchtete in den prächtigsten Farben, die Sonne schien unverdrossen bei sagenhaften 20 Grad. Um die Mittagszeit sang sogar eine Amsel ein spät-, spätsommerliches Lied. Nach der Gassirunde habe ich mich im Garten in die Sonne gelegt und noch einmal meinen natürlichen Vitamin – D – Speicher aufgefüllt. Einfach herrlich!


Mithilfe meines Engels übe ich gerade mehr Achtsamkeit: Bewussteres Atmen, Laufen, Hören und Sehen. Leben im Hier und Jetzt. Ich möchte lernen, Tage wie heute als Erinnerung in meinem Herzgedächtnis zu speichern. Daraus kann ich sie dann abrufen, damit sie mir über die dunkle, trübe Zeit hinweghelfen, bis wieder hellere Tage kommen. Vorhin gab es bei uns einen einzigartigen Sonnenuntergang mit ganzen Herden von rosaroten Schäfchenwolken. Jeder weiß, dass sie Schlechtwetterboten sind, und mein erster Gedanke war: Schade, nun ist der goldene Oktober wohl endgültig vorbei. Aber dann sagte ich mir: STOPP! Was zählt, ist nur dieser Moment. Jetzt ist es schön, du siehst das zauberhafte Farbenspiel am Himmel, das allein dafür gemacht ist, dich zu erfreuen. Also genieße es und sei dankbar, dass du das kannst. Kennen Sie das Lied „Fang das Licht“ von Karel Gott? Genauso sollte man es machen.


Einen angenehmen Feierabend wünscht
Ihre

Nickname 28.06.2017, 15.58| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

SO EINE SCH...WEINEREI!

 


Junge, Junge, unser Frauchen war vielleicht sauer, als wir vormittags vom Waldgassi heimkamen. So wütend habe ich sie noch nie erlebt. Sie schimpfte wie ein Rohrspatz und benutzte Ausdrücke, die ich hier lieber nicht wiederhole. Was war passiert? Schon bei der Rückfahrt fiel ihr auf, dass es im Auto strenger roch als sonst. Wie sie dann zuhause die Schuhe auszog, sah sie die Bescherung: Die Sohle vom linken Schuh klebte voll Hundesch...e! Da hatte es mal wieder jemand versäumt, seinem Fifi beizubringen, dass man auch im Wald sein großes Geschäft nicht mitten auf dem Weg erledigt. Sie achtet ja schon immer darauf, wo sie hintrtitt. Aber jetzt, wo alles so schön dick mit Laub bedeckt ist, kann man nicht gleich jede Hinterlassenschaft erkennen.


Herrchen brauchte geschlagene zehn Minuten, bis er den Schuh wieder blank geputzt hatte. Frauchen sagt, man müsste diese Leute packen und mit der Nase direkt in so einen Haufen stecken; dann wüssten sie, wie eklig das ist. Ich finde, sie hat recht.


Mit mir hat es diese Probleme übrigens von Anfang an nicht gegeben. Wie durch ein Wunder war ich nämlich schon total stubenrein, als ich aus Rumänien in meine Pflegestelle kam. Ich wusste auch, dass man an die Seite oder ins Gebüsch geht, wenn man groß muss. Dabei hatte ich niemanden, der mir das beigebracht hätte, als ich noch ein Welpe war. Die beste - wenn auch harte und oft unbarmherzige - Schule ist eben manchmal das Leben selbst.


Also dann, noch einen sonnigen Tag und auf Wiederlesen.


Bleiben Sie sauber!
Ihre Nelly


Nickname 28.06.2017, 15.01| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

NICHTS VERSÄUMT - NUR GETRÄUMT?

 


Manchmal werde ich in aller Herrgottsfrühe wach, wenn es draußen noch dunkel ist. Barny schnarcht friedlich in seinem Körbchen, die Großen schlafen tief und fest. Meine innere Uhr zeigt mir an, dass ich sie erst in ungefähr zwei Stunden wecken darf. Ich strecke mich genüsslich, schüttle mein Fell und kratze mich hinterm Ohr (dem rechten oder linken, wo es gerade juckt). Dann mache ich ein paar Drehungen und kuschle mich wieder in meine Decke. Sekunden später bin ich eingenickt.


Im Halbschlaf träume ich die verrücktesten Sachen: Gestern zum Beispiel von einer Schlange, die zusammengerollt vor Herrchens Bett neben seinem Stummen Diener lag. Sie ähnelte ein bisschen der von neulich im Wald. Nur war diese hier anders gemustert – breite, silberfarbene Streifen auf dunkelblauem Grund – und um einiges länger. Eben wollte ich sie ausgiebig beschnuppern, da wurde ich von einem Geräusch geweckt. Ich gähnte herzhaft, blinzelte und blickte im Zimmer umher: Auf dem Boden, dicht an Chefs Bett, schlief tatsächlich eine Schlange! Ich rieb mir die Augen mit den Pfoten und sah ein zweites Mal hin. Da lag sie noch immer reglos wie ein Stein, es war also kein Traum gewesen. Jetzt ließ Herrchen auch noch seinen Fuß aus dem Bett baumeln, direkt über dem Kopf des Untiers. Wenn das aufwachte und sich erschreckte, würde es ganz sicher zubeißen! Ich musste handeln und das schnell; denn schließlich ging es um Leben und Tod. In meiner Not packte ich Herrchens Schlafanzughosenbein mit den Zähnen und zerrte aus Leibeskräften daran. Er schimpfte und versuchte, mich abzuschütteln, aber ich ließ nicht locker. Endlich zog er seinen Fuß zurück und stand auf, dem gestreiften Biest immer noch gefährlich nahe. Um ihn aus dem Schlafzimmer zu locken, tat ich so, als müsse ich unbedingt nach draußen. Gott sei Dank, er folgte mir ins Esszimmer und öffnete die Terrassentür zum Garten. Damit hatte ich ihn fürs erste aus der Gefahrenzone. Dumm nur, dass ich jetzt wirklich ein dringendes Bedürfnis verspürte, die ganze Aufregung hatte mein Innenleben in ziemlichen Aufruhr versetzt. So ein Hund ist ja auch nur ein Mensch! Ich musste mich also zunächst um mein Geschäft kümmern und Herrchen seinem Schicksal überlassen.


Bis ich ins Haus zurückkam, schien einige Zeit vergangen zu sein. Chef hatte inzwischen geduscht und war bereits fertig angezogen. Er trug eine graue Jeans, ein hellblaues Hemd und dazu – ich traute meinen Augen nicht – die Schlange! Um seinen Hals war sie zu einem Knoten gebunden, Kopf- und Schwanzende hingen schlaff an seiner Brust herunter. Er hatte sie also auch ohne meine Hilfe zur Strecke gebracht. Natürlich gönnte ich ihm seine Trophäe. Trotzdem, hätte ich ihn nicht rechtzeitig gewarnt, wer weiß, wie die Sache ausgegangen wäre!


Viel Schönes und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Guck mal, was da fliegt!

Nickname 28.06.2017, 14.57| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

NICHTS FÜR FAUCHEN!

 


(Montag, 15. September 2014:) Liebes Tagebuch!


Heute morgen große Aufregung beim Waldgassi: Beinahe hätte ich eine Schlange gefrühstückt! Ich steckte mit meiner Schnauze gerade augentief in einem Mauseloch. Zuvor hatte ich erfolglos versucht, einem Eichhörnchen nachzuklettern und mit ihm ein wenig Fangen zu spielen. Nun hoffte ich bei Mäuschen auf mehr Glück. Plötzlich blieb Frauchen stehen wie ein Stock und flüsterte voller Angst: "Psssssssssssssst! Nelly, sei schön leise und rühr dich nicht vom Fleck!" Ich tat wie mir geheißen, sagte keinen Mucks und rührte mich nicht. Frauchen griff mich am Halsband und hakte die Leine ein. Sie zog mich weiter, erst ganz langsam, dann immer schneller. Nun riskierte ich doch einen Blick aus dem Augenwinkel und erspähte nur ein paar Zentimeter neben dem Mauseloch ein längliches, cremefarbenes Etwas mit einem schmalen, dunklen Strich auf dem Rücken, das sich in ulkigem Zickzack fortbewegte und wieselflink im Unterholz verschwand. So ein Ding hatte ich noch nie gesehen! Gern hätte ich Barny gefragt; er hätte mir sicher sagen können, was das war. Doch der trödelte natürlich wieder mal zehn Meter hinter uns her und kriegte von alldem nichts mit.


Zuhause berichteten wir Herrchen von unserem Abenteuer. Er meinte, das sei wohl bloß eine harmlose Blindschleiche gewesen. Na, ich weiß nicht. Blind vielleicht, sie wand sich ja, als würde sie den geraden Weg nicht finden. Aber von Schleichen keine Spur! Trotzdem hätte ich sie mühelos einholen und mit ihr ein wenig Fangen spielen können, wenn Frauchen mich nur gelassen hätte. Echt schade, manchmal ist sie so eine Spaßbremse!


Gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



LIEBES JULCHEN, wir denken oft an Dich!


Nickname 28.06.2017, 14.51| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

EINS ,ZWEI, DREI, KEILEREI

 


(11. November 2014:) Liebes Tagebuch!


Heute wieder ein Wildschwein gesehen. Diesmal habe ich es im Unterholz aufgestöbert, Barny steckte gerade kopfüber in einem Kaninchenbau. Ein Bild für Götter! Schade, dass wir keine Kamera dabei hatten. Chef war übrigens absolut not amused, besonders als ich auch noch anfing zu bellen. Es sollte furchterregend klingen und das Borstenvieh in die Flucht schlagen. Herrchen erzählte jedoch hinterher zuhause, es sei nur ein ängstliches "Wiff, Wiff" gewesen. War vielleicht auch besser so; wer weiß, wieviel Hündisch so ein Schwarzkittel beherrscht. Es wird einem ja so leicht das Wort im Maul verdreht, und am Ende kommt es dann zu folgenschweren Missverständnissen. Da geht´s uns Hunden wie den Menschen, habe ich gehört.


Nachdem Herrchen meinen Kumpel aus dem Kaninchenbau gezogen hatte (sonst hätte der sich noch bis Australien durchgebuddelt) und wir langsam weitergingen, stand der Keiler auf und schubberte sein dickes Hinterteil am nächsten Baum. Was er uns wohl damit sagen wollte?



Also dann, auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly

Nickname 28.06.2017, 14.46| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

BLEIB WEG VON MEINEM WIGWAM!

 


Kinder, war das ein Schreck! Da gingen wir, nichts Böses ahnend, vergnügt im Wald spazieren. Frauchen hatte mich anfangs noch an der Flexileine. Das macht sie immer so, bis wir die neuralgischen Punkte (so nennt sie die Stellen, an denen ich gern mal stiften gehe) passiert haben. Barny lief uns ein Stück voraus und stöberte links vom Weg im Unterholz. Auf einmal blieb er wie angenagelt stehen und starrte gebannt auf etwas. Meine scharfen Äuglein entdeckten es ebenfalls sofort, und ich kläffte vor Aufregung im höchsten Diskant. Am liebsten hätte ich mich losgerissen; aber die Leine ist ja sehr stabil und Frauchen hielt mich eisern fest.


Jetzt sah sie auch, was uns so faszinierte: Etwa zwanzig Meter neben dem Weg hatten Kinder im Sommer aus Ästen und Stöcken eine Art Wigwam gebaut. Und davor lag – nee, nicht Winnetou, sondern ein ausgewachsener Keiler! Es war halb elf am hellen Vormittag, noch dazu bei strahlendem Sonnenschein, wer rechnet denn da mit sowas? Anscheinend hatte der Bursche sich das hölzerne Zelt als Schlafplatz ausgesucht. Als er uns hörte, stand er behäbig auf und fixierte uns. Frauchen kriegte voll die Panik, das können Sie sich wohl denken. Leise, um das Wildschwein nicht zu erschrecken, rief sie nach Barny. Das war natürlich zwecklos, denn der gehorcht meistens nur, wenn er will. Und jetzt wollte er nicht. Aber da fing der Keiler zu quieken an; richtig drohend klang das und hieß auf Wildschweinisch wohl so viel wie: „Mach dich schleunigst vom Acker, du Zwerg! Ein bisschen dalli, wenn ich bitten darf, sonst nehme ich dich auf meine Hauer und lehre dich das Fliegen, dass dir Hören und Sehen vergeht!“ Das wirkte. Barny drehte sich um und trottete gemächlich zu uns zurück. Zack, da hatte Frauchen ihn auch schon am Haken. Dann gingen wir möglichst unauffällig weiter. Frauchen zitterten die Knie, und für den Rest der Strecke blieben wir angeleint. Das war zwar doof, aber sie kennt ihre Pappenheimer. Sie wusste genau, dass wir die erste sich bietende Gelegenheit zur Wildschweinjagd nutzen würden - und wie die hätte enden können, das malen wir uns lieber nicht aus!


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Nickname 28.06.2017, 14.42| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

DIE 5. JAHRESZEIT

 


Manche nennen sie Karneval oder Fasching. Bei unserem Frauchen heißt sie „Frühjahrsputz“. Zwar sagt sie selbst von sich, sie sei alles andere als eine perfekte Hausfrau. Es gäbe soviel Schöneres zu tun als sauberzumachen, und bei drei Hunden hätte man ohnehin selten ein blitzblankes Haus. Aber einmal im Jahr überkommt sie die Arbeitswut, dann gibt es kein Halten mehr. Heuer ist sie spät dran, weil ihr immer wieder etwas dazwischenkam. Deswegen muss Chef ordentlich mit ran. Sie hat ihn eingeteilt, um den Keller aufzuräumen, die Garage zu entrümpeln und die Küche neu zu streichen. In jedem Zimmer werden Gardinen abgenommen, Fenster geputzt und Teppichböden shampooniert. Frauchen kriecht bis in die hintersten Winkel, um auch noch die letzte Staubflocke zu vernichten. Für uns Hunde bedeutet das puren Stress. Überall stehen Wischeimer, Besen und Staubsauger herum, wir finden nirgends mehr ein stilles Örtchen. Und ständig heißt es: „Nelly, nun geh doch mal zur Seite!“, „Bobby, musst du ausgerechnet hier liegen?“ oder „Barny, du stehst schon wieder im Weg!“


Am ätzendsten finde ich den Geruch nach Essigreiniger, der in allen Räumen herumfliegt, in unsere Augen kriecht und unsere empfindlichen Nasen beißt. Warum eigentlich gibt es keine Putzmittel mit der erfrischenden Brise von knusprig gebratenem Hühnchen? Zum Glück ist das Wetter schön, da können wir wenigstens in den Garten flüchten. Dort haben wir unsere Ruhe – bis Herrchen wieder mit dem grässlichen Rasenmähdingsbums einen Höllenlärm veranstaltet und ich mich zu Tode fürchte. Wieso schaffen sie sich nicht lieber ein paar Heidschnucken an? Die machen wenig Krach, halten das Gras schön kurz und wir hätten noch jemanden zum Spielen.


Hoffentlich geht der Anfall bald vorbei, ich halte die ganze Aktion nämlich für reine Zeitverschwendung. Der Schmutz kommt sowieso wieder, und der Rasen wächst schneller, als du „Hundekuchen“ sagen kannst. Man könnte die Zeit viel sinnvoller nutzen, mit Ball spielen, Schmusen oder einfach gemeinsam in der Sonne dösen. Aber so sind unsere Zweibeiner – lieb und nützlich und gut, nur manchmal schwer zu begreifen.


Also dann, auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!
Ihre Nelly



Während die Großen rackern, genießen wir den Tag!
(Ich liege ganz links, bin ein bisschen schwer zu erkennen.
)

Nickname 28.06.2017, 14.31| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

EIN FLOTTER DREIER


    


Barny hat einen tierischen Schreibkrampf, deswegen übernehme ich heute.


Also…, die beiden Großen haben es noch einmal getan, und wir Hunde sind wieder zu dritt. Honi soit, qui mal y pense! Ganz ehrlich, das mit dem „Nur–für–ein–paar–Tage–und–Nächte–auf–Probe“ hat sowieso niemand ernsthaft geglaubt. Wer einmal hier ist, der bleibt auch da; außer, es hätte zwischen uns eine unüberwindliche Abneigung gegeben. Die gab es aber nicht, ganz im Gegenteil.


Ich bin kein Schmetterling, der von Blüte zu Blüte flattert. Unseren Bobby hatte ich aufrichtig gern, und Barny läuft sowieso außer Konkurrenz. Aber beim Woody hatte ich von Anfang an das Gefühl, als würde ich ihn schon seit einer Ewigkeit kennen. Das erste Treffen gab es, wie mit dem Böbchen, auf neutralem Boden im Auslaufgebiet. Das heißt, diesmal fand es am Waldrand statt, weil der Kollege sich zu der Zeit noch entschieden weigerte, auch nur einen einzigen Meter an der Leine zu laufen. Er stand bloß wie angewachsen da und ließ sich beschnuppern. Ich merkte, da war einer, der noch mehr Angst hatte als ich, das gab mir Selbstvertrauen. Barny akzeptiert grundsätzlich jeden, solange der ihm nur seine Ruhe lässt und Herrchen als sein - also Barnys - persönliches Eigentum anerkennt, und damit war die Sache soweit geritzt.


Als wir zu Hause ankamen, hatte ich ein Déja – vu. Genau wie derzeit Bobby zögerte Woody höchstens ein paar Minisekunden, dann hopste er ins Haus. Wegen seines verkürzten Hinterbeins sah er dabei zum Brüllen aus. Sorry, ich weiß, man soll sich darüber nicht lustig machen, aber es war einfach urkomisch! Er guckte sich nur kurz um, fand auf Anhieb eines unserer kuscheligsten Hundebetten und plumpste hinein. Barny verdrehte die Augen, als wollte er sagen, war das nötig? Wir hatten es doch gerade so gemütlich zu zweit! Aber wir wollten ja gastfreundlich sein. Außerdem gibt´s hier jede Menge an weichen Kissen und Decken, wo ausdrücklich "Reserviert für Hunde" draufsteht, wir müssen uns also deshalb nicht ins Fell kriegen.


Inzwischen sind dreieinhalb Monate vergangen. Von Kleinigkeiten abgesehen leben wir ganz zufrieden miteinander; und wenn wir nicht gestorben sind, dann bellen wir morgen noch. Klingt märchenhaft, ich weiß, ist aber trotzdem wahr.


Also dann, gute Zeit und auf Wiederlesen.


Haben Sie es fein!

Ihre NELLY




Nickname 27.06.2017, 21.23| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: NELLYS TAGEBUCH | Tags: Erinnerungen

WIR ÜBERLEGEN NOCH

 AHOI! 


Liebe Leute, unser Frauchen hat seit gestern einen dicken Knoten im Gehirn von dem Bandwurmsatz, den sie geschrieben hat. Deswegen mach´ ich hier mal weiter.


Also: Wo der Woody - der ja damals noch Grigore hieß -, vorübergehend Quartier bezogen hatte, das war keine richtige Pflegestelle, sondern ein Gnadenhof für alte und kranke Hunde. Die sollen gar nicht mehr vermittelt werden und dort friedlich bis zu ihrem Ende leben. Eigentlich eine schöne Sache. Da gab es aber eine Schäferhündin, die jünger und fitter war als die anderen und die das Sagen hatte. Anscheinend witterte sie in dem Neuzugang einen unerwünschten Konkurrenten und fing prompt an, ihn zu mobben. Sie hatte sozusagen das Hausrecht, und den Leuten fiel nichts Besseres ein, als den Grigore in eine Transportbox zu sperren (das ist eine Art Käfig, in dem wir Hunde zum Beispiel eine Flugreise aussitzen müssen). Darin brachte er viele Stunden am Tag und die meisten Nächte zu. Nicht eben komfortabel, und für seine angeknacksten Knochen war es das reine Gift. In dem engen Kasten konnte er sich ja kaum umdrehen, geschweige denn richtig ausstrecken.


Nach dem Telefongespräch mit Frau T. und zwei schlaflosen Nächten hielt unser Frauchen Familienrat mit Chef. Der kennt sie seit über vierzig Jahren und weiß, wie sie tickt. Darum wunderte er sich auch kein bisschen, als sie vorschlug, den Hund einfach mal so für ein paar Tage und Nächte auf Probe bei uns wohnen zu lassen. Er gab nur zu bedenken, wie ich und Nelly darauf reagieren würden. Wir hatten uns ja gerade erst wieder in unserer gemütlichen Zweisamkeit eingerichtet.


Genug für heute. Ich bin das viele Schreiben nicht gewohnt, und mir fallen gleich die Pfoten ab. Morgen gibt´s den Rest der Geschichte. Also, bis denne.


Macht´s gut, Nachbarn!<