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Tag: sicher
OXEN - BRÜDERCHEN UND SCHWESTERCHEN

OXEN
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2025
Die meisten Welpen laufen fröhlich und vertrauensvoll auf Menschen zu – nicht so Oxen.
Sobald sich die Zwingertür öffnet oder sich Schritte nähern, zieht er sich möglichst lautlos zurück. Er sucht die nächste Ecke und drückt sich an die Wand, als könnte sie ihn beschützen, als wäre sie der einzige Ort, den er kennt. Und wahrscheinlich ist genau das die Wahrheit.

Oxen wurde gemeinsam mit seinen GeschwisternOlmo, Olyvia, Olrik, Orbel, Ovidia, Orvin und Ozira hinter Gitterstäben auf nacktem Beton in die Dunkelheit eines Hundelagers hineingeboren. Seitdem gab es für die Hundekinder kein Gras unter den Pfoten, kein weiches Körbchen und niemanden, der sie liebevoll begrüßte, sondern nur Mauern. Und selbst das Wenige, das ihnen Halt gab, wurde ihnen genommen.

Vor kurzem wurden die Brüder von ihrer Mama und ihren Schwestern getrennt, die nun hinter anderen Gittern sitzen. Sie wissen, dass ihre Mutter irgendwo ganz in der Nähe ist. Vielleicht können sie sie riechen und ihre Stimme hören; doch sie können sie nicht mehr sehen.
Für Welpen, die nie etwas anderes als Angst kennengelernt haben, war diese Nähe wie ein kleiner Anker, nun ist auch dieser verschwunden.

Wenn man Oxen beobachtet, könnte man glauben, er wolle sich unsichtbar machen. Dabei sucht er vermutlich nur einen Ort, an dem ihm nichts geschieht und er sich geborgen fühlen darf.
Trotzdem gibt es da diese kostbaren Momente: Ein scheuer Blick, ein kurzes Innehalten, ein Schrittchen nach vorn, bevor die Angst ihn wieder einholt – so als würde ein kleiner Teil von ihm fragen: "Darf ich dir vielleicht doch vertrauen?"

Diese Frage braucht eine Antwort von Menschen, die Zeit und Geduld mitbringen, weil sie verstehen, dass Vertrauen nicht eingefordert werden kann, sondern Tag für Tag wachsen muss. Die sich über den ersten Blick freuen, über einen kleinen Schritt oder einen vorsichtigen Schwanzwedler; Menschen, die wissen, dass die größten Wunder oft ganz leise beginnen.
Oxen sucht einfach jemanden, der nichts von ihm erwartet und trotzdem an ihn glaubt; der ihm zeigt, dass Hände streicheln und Stimmen freundlich klingen können und er nicht länger Schutz an kahlen Wänden suchen muss.

Vielleicht wird Oxen nie der Hund sein, der jedem fröhlich entgegenspringt. Aber wir glauben fest daran, dass der Tag kommen kann, an dem er auf seinen Menschen zugeht, weil er weiß: Bei dir bin ich sicher.
Und vielleicht beginnt genau in diesem einen Moment endlich das Leben, das Oxen und seinen Geschwistern von Anfang an verwehrt geblieben ist.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
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29.07.2026, 11.00 | (0/0) Kommentare | PL
DRAENOR - EINER MUSS DEN JOB JA MACHEN

Draenor
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05.2021
Schulterhöhe: 51 cm
Ja, ich weiß. Ich bin niedlich. Das wird mir vermutlich öfter gesagt, als es für einen erwachsenen Rüden mit ausgeprägtem Interesse am geordneten Zusammenleben angemessen ist. Dieses weiche Fell, die wuscheligen Ohren, der freundliche Blick - offenbar löst mein Anblick bei Menschen sofort den Wunsch aus, mich süß zu nennen.
Nun gut, ich kann damit leben. Aber nur, damit keine Missverständnisse entstehen: Unter diesem Plüsch steckt durchaus ein Hund mit eigener Meinung.

Mein Name ist Draenor. Ich wurde im Mai 2021 geboren, bin 51 Zentimeter groß und hause seit Ende Mai 2026 in einem Hundelager. Dort teile ich meinen Zwinger mit Rüden und Hündinnen. Das klappt grundsätzlich gut. Allerdings bin ich der Meinung, dass eine Wohngemeinschaft ein gewisses Maß an Organisation braucht. Und wenn sich sonst niemand zuständig fühlt, übernehme ich das eben.
Manche würden sagen, ich spiele ein bisschen den Chef. Ich formuliere es eher so: Ich behalte den Überblick. Ob meine Mitbewohner mich offiziell in dieses Amt gewählt haben, ist nicht überliefert. Ich halte solche Formalitäten ohnehin für überbewertet.
Dabei suche ich keinen Streit. Ich weiß einfach gern, was um mich herum passiert. Schließlich kann man nicht gleichzeitig so niedlich aussehen und auch noch völlig verantwortungslos sein.

Mit Katzen komme ich übrigens gut zurecht. Katzen lassen sich ohnehin nur schwer beeindrucken, verwalten oder von irgendetwas überzeugen. Ich habe deshalb früh erkannt, dass ein friedliches Nebeneinander hier die vernünftigste Lösung ist. Man respektiert sich, das reicht vollkommen.
Menschen gegenüber bin ich anfangs etwas zurückhaltender. Das überrascht Sie jetzt vielleicht, weil ich auf den Fotos so aussehe, als würde ich jeden sofort freudig begrüßen und anschließend höflich um ein kleines Gebäckstück bitten. Ganz so schnell geht es bei mir aber nicht.
Ich möchte erst einmal schauen, mit wem ich es zu tun habe. Geben Sie mir einfach ein wenig Zeit und drängen Sie mich nicht. Sobald ich merke, dass alles in Ordnung ist, entspanne ich mich und komme von selbst auf Sie zu. Dann dürfen Sie mich gern auch niedlich finden. Sie müssen es nur nicht pausenlos laut sagen.

An der Leine laufe ich gut. Gemeinsame Spaziergänge fände ich ohnehin deutlich angenehmer als das ewige Stillsitzen im Zwinger. Da draußen gibt es schließlich so viel zu entdecken, zu erschnuppern und zu erleben. Außerdem macht sich ein Hund mit meinem Fell zwischen Bäumen und Wiesen vermutlich ausgesprochen gut.
Für mein zukünftiges Zuhause bringe ich also einiges mit: Ich bin mit Rüden und Hündinnen verträglich, komme mit Katzen zurecht, laufe gut an der Leine und kann mich auf Menschen einlassen. Ich brauche nur einen kleinen Moment, bevor ich mein Vertrauen verschenke.

Gesucht werden deshalb Menschen, die in mir nicht nur den herzigen Plüschhund sehen. Menschen, die meine anfängliche Vorsicht respektieren, über meine kleine Chefrolle lächeln und mir freundlich zeigen, dass ich künftig nicht mehr alles selbst regeln muss.
Vielleicht möchte ich nämlich gar nicht wirklich der Chef sein, sondern wünsche mir, meinen kleinen Hausmeisterjob endlich aufgeben zu dürfen. Jemanden, der mir das Gefühl gibt, dass alles gut ist. Einen weichen Platz zum Schlafen. Spaziergänge statt Betonzelle. Sicherheit statt Verantwortung. Menschen, bei denen ich den Überblick auch einmal abgeben darf.

Ich bin noch nicht lange hier. Vielleicht habe ich ja das Glück, gar nicht erst lernen zu müssen, wie man sich an ein so einen traurigen Ort gewöhnt.
Sie dürfen mich dann auch niedlich nennen - aber bitte erst, nachdem Sie meine Vermittlerin angerufen haben.
Tanja Roth
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0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
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28.07.2026, 12.00 | (0/0) Kommentare | PL
ALENYA – AUCH KLEINE KROKODILE BRAUCHEN HILFE

Alenya
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.2019
Schulterhöhe: 38 cm
Alenya vertraut Menschen nicht. Und sie hat wohl auch allen Grund dazu.
In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für die kleine Hündin Alenya und ihren Freund Arelio war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.

Es liegt nahe, dass diese Erfahrungen schuld an Alenyas tiefem Misstrauen gegenüber fremden Menschen sind. Als die Tierschützer sie und Arelio Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, machte sie unmissverständlich klar, was sie von den unbekannten Zweibeinern hielt: nämlich überhaupt nichts.
Sie wich aus, bellte, knurrte und zeigte die Zähne. Und als all das die fremden Menschen nicht auf Abstand hielt, griff sie zu ihrem letzten Mittel. Die kleine Alenya verwandelte sich – zumindest in ihrer Vorstellung – in ein „Krokodil; als wollte sie ihrem Gegenüber weismachen, sie sei viel gefährlicher, als sie sich in Wahrheit fühlte.
Dabei hätte sie keine ihrer Verteidigungsstrategien gebraucht. Die Tierschützer bedrängten sie nicht. Sie ließen ihr Zeit, bewegten sich behutsam und ruhig; und irgendwann durften sie Alenya sanft berühren. Sie ließ es still geschehen.

Dieser kleine Augenblick mag unbedeutend erscheinen. Für eine Hündin wie Alenya ist er alles andere als das.
Wie immer hoffen wir auch für Alenya, dass es irgendwo genau diesen einen Menschen gibt: Der hinter dem kleinen Krokodil die verängstigte Hündin erkennt. Der weiß, dass Furcht manchmal bellt, knurrt oder die Zähne zeigt. Und der versteht, dass dies nicht aus Bösartigkeit geschieht, sondern reinem Selbstschutz dient.
Alenya sucht deshalb keinen Helden. Sie sucht einen einfühlsamen Menschen, der möglichst schon ein wenig Erfahrung im Umgang mit unsicheren Hunden mitbringt; jemanden, der sie zu nichts drängt und sich auch über kleinste Erfolge freuen kann, weil er weiß, dass Vertrauen vor allem zweierlei braucht, wenn es wachsen soll: Viel Geduld und noch mehr Liebe.
Die geschätzt siebeneinhalb Jahre alte Hündin (Stand Juli 2026) wird vermutlich recht schnell begreifen, dass ihr Napf jeden Tag gefüllt wird, dass Spazieren gehen viel Spaß macht, dass Hände nicht immer nur wehtun und – was für sie wohl am wichtigsten ist – dass sie sich bei ihren Menschen sicher fühlen und einfach nur Hund sein darf. Dafür wird sie ihnen früher oder später vertrauensvoll ihr kleines Hundeherz zu Füßen legen.

Alenya und Arelio sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.
Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Alenya und Arelio sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.
Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Alenya allerdings vermutlich ihr ganzes Leben mit Arelio zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihr ein freundlicher, selbstsicherer Ersthund den Start in ihr neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.

Können Sie sich vorstellen, unserer Kleinen schrittchenweise beizubringen, dass sie sich nicht länger verteidigen muss, weil alles Schlimme nun hinter ihr und ein Leben in Geborgenheit vor ihr liegt?
Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei Alenyas Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diese tapfere, kleine Hündin das glückliche Leben, auf das sie so lange warten musste.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
25.07.2026, 14.00 | (0/0) Kommentare | PL
JIMMY - IM WARTEN EINE EINS

Jimmy
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2018
Schulterhöhe: 51 cm
Hallo, mein Name ist Jimmy!
Ich bin ein mittelgroßer Rüde (ca. 51 cm Schulterhöhe) und lebe seit dem 25. Juni 2024 in einem Canile. Vielleicht siehst du es auf meinen Bildern schon: Ich bin ein hübscher Kerl mit weichem, blondem Fell und sanften braunen Augen, die oft ein bisschen verträumt in die Welt blicken.
Ich bin ein ausgesprochen menschenbezogener Hund. Sobald jemand in meine Nähe kommt, freue ich mich riesig und suche den Kontakt. Streicheleinheiten genieße ich besonders und schenke meinen Menschen schnell mein Vertrauen. Ich bin dabei kein Draufgänger, sondern eher ein ruhiger, sanfter Begleiter. Nur wenn etwas völlig neu für mich ist oder ich nicht verstehe, was von mir erwartet wird, kann ich zunächst etwas protestieren. Mit Geduld und liebevoller Führung werde ich mich aber bestimmt gut zurechtfinden.

Mit anderen Hunden verstehe ich mich sehr gut. Im Canile teile ich meinen Zwinger mit mehreren Artgenossen und das klappt prima. Manchmal spiele ich ein wenig den Chef, besonders wenn mir jemand zu sehr auf die Pelle rückt. Deshalb wäre ein souveräner Hundekumpel schön, ist aber kein Muss.

Was wünsche ich mir? Menschen, die mir Sicherheit und Geborgenheit schenken und mir Zeit geben, in meinem neuen Leben anzukommen. Ich freue mich auf Spaziergänge, gemeinsame Ausflüge, kleine Trainingsaufgaben und natürlich auf ganz viele Kuschelstunden. Ein Garten wäre toll, wichtiger sind mir aber Menschen, die mich als Familienmitglied aufnehmen und mir mit Herz, Geduld und einer klaren, freundlichen Führung zeigen, wie schön ein richtiges Hundeleben sein kann.
Wenn du dir einen treuen Begleiter wünschst, der mit dir durch dick und dünn geht, könnte ich genau der Richtige für dich sein. Vielleicht bist du ja der Mensch, auf den ich schon so lange warte.
Dein Jimmy

P.S. Kaum war meine Bewerbung fertig, kam leider ein kleiner Dämpfer: Bei einer Untersuchung hat der Tierarzt ein Herzgeräusch festgestellt. Deshalb wurde ich bisher auch noch nicht kastriert. Natürlich macht mich diese Nachricht traurig. Aber ich hoffe sehr, dass sich trotzdem jemand in mich verliebt und erkennt, dass ich so viel mehr bin als dieser Befund.
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Juli 2025
Ein weiteres Jahr ist vergangen. Ich sitze noch immer im Canile und warte ... und warte ... und warte. Manchmal frage ich mich, ob ich nicht langsam eine Medaille fürs Geduldigsein verdient hätte. Mein Alltag besteht aus Gitterstäbe zählen und gemeinsam mit meinen Kumpels die Wände anzustarren. Aber trotz allem lasse ich den Kopf nicht hängen. Meine Ohren spitzen sich jedes Mal, wenn jemand vorbeikommt, denn vielleicht - ja vielleicht - ist heute endlich DER Tag.

Zum Glück habe ich meinen Humor nicht verloren. Ich freue mich nach wie vor über jeden Besucher und habe mein freundliches Anschmiegen inzwischen zur Meisterschaft gebracht. Ich bin offen, zutraulich und genieße jede Streicheleinheit. Neue Dinge finde ich manchmal erst etwas merkwürdig, gehe sie aber neugierig und mutig an.
Mit meinen Hundekumpels läuft es weiterhin gut. Klar, manchmal spiele ich ein bisschen den Chef. Irgendjemand muss schließlich den Überblick behalten. Die anderen wissen: Mit Jimmy kann man Pferde stehlen oder wenigstens das schlechte Futter hier gemeinsam ertragen - nach dem Motto: Der Hunger treibt´s rein...

Vielleicht schrecken manche Menschen wegen meines Herzgeräuschs zurück. Dabei wünsche ich mir einfach jemanden, der mein fröhliches Wesen sieht und gemeinsam mit mir das Abenteuer Leben beginnen möchte.
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Juli 2026
Also gut, ich gebe es zu: Ich habe in den letzten Wochen ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich hier vielleicht eine Festanstellung habe. Titel: Beauftragter für gute Laune im Zwinger. Kollegen: Dioneo und Havah. Arbeitszeiten: rund um die Uhr. Gehalt: mäßig. Benefits: überschaubar. Aber hey, wenn man schon wartet, dann bitte mit Stil!
Ich habe mein "Vielleicht-heute-ist-es-soweit"- Gesicht inzwischen perfektioniert. Das ist dieses leicht schief gelegte Köpfchen und der Blick, der fragt: "Oh? Besuch? Nur zufällig hier? Oder etwa ... für mich?" Dioneo meint übrigens, ich übertreibe mit meinem Charme. Havah findet, ich sollte es mal mit geheimnisvoll und zurückhaltend versuchen. Aber seien wir ehrlich: Das bin ich einfach nicht. Ich bin Team: "Hallo! Hier bin ich! Wollen wir Freunde sein?"
Ich liebe Menschen. Wirklich. Wenn ich gestreichelt werde, fühle ich mich wie ein König bei seiner Krönung. Und ja, ich gebe es zu: Wenn sich dann ein anderer Hund dazwischendrängeln möchte, denke ich kurz: Moment mal ... das ist gerade mein Termin! Nicht böse. Nur ein bisschen engagiert.

Und dann ist da noch das Halsband. Freunde, DAS ist mein Broadway-Moment.
Sobald jemand dieses magische Ding in die Hand nimmt, geht in mir ein Feuerwerk los. Ich wackle wie ein kleiner Pinguin, meine Pfoten wissen plötzlich nicht mehr, wohin mit sich, ich tippele aufgeregt hin und her, drücke meine Nase ans Gitter und sehe vermutlich aus wie jemand, der gerade erfahren hat, dass Weihnachten und Geburtstag auf denselben Tag fallen.
Für mich bedeutet das Halsband Hoffnung. Es bedeutet: Jetzt passiert etwas! Und jedes einzelne Mal denke ich: Jetzt beginnt mein neues Leben.
Bis jetzt war es leider jedes Mal ein Irrtum. Aber weißt du was? Ich freue mich trotzdem wieder genauso, wenn das Halsband das nächste Mal in einer Hand auftaucht. Denn irgendwann wird dieser eine Moment kommen. Der Moment, in dem ich nicht mehr zurück in den Zwinger muss, sondern endlich mit meinem Menschen nach Hause gehen darf.

Körperlich geht es mir übrigens gut. Das Herzgeräusch ist weiterhin da, deshalb wäre ein Herzultraschall sinnvoll, um genauer nachzusehen. Aber ich fühle mich fit und lebensfroh.
Vielleicht stehst du ja irgendwann vor meinem Zwinger. Mit einem Lächeln. Mit einer Leine. Und mit den Worten:
"Komm, Jimmy."
Ich bin bereit.
Dein Jimmy
Bettina Graf
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aus dem Ausland:
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per EMail:
14.07.2026, 19.18 | (0/0) Kommentare | PL
TRAUER MUSS ELETTRA NICHT LÄNGER TRAGEN - ZUHAUSE GEFUNDEN!

Elettra
Rasse: English Setter
Geschlecht: Hündin
Geboren: 09.2016
Schulterhöhe: 46 cm
Elettra, die überaus freundliche Setterhündin, wurde von uns im "Sicheren Hafen" aufgenommen. So können die Tierschützer sich ein genaues Bild von ihr machen. Die wunderhübsche, eher zierliche Hundedame zeigt sich hier von ihrer besten Seite: Sie ist verträglich mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen und ausgesprochen nett zu den Menschen, wobei sie zwischen Frauen und Männern keinen Unterschied macht. Schon nach dieser kurzen Zeit läuft sie brav an der Leine, und ihre Augen beginnen immer mehr zu leuchten. So wird sie ihrem Namen gerecht, denn Elettra ist die italienische Form von Elektra, was übersetzt "die Leuchtende" heißt.

Elettra ist eine neunjährige, ausgemusterte Jagdhündin. Dabei wirkt sie
überraschend fit, hat ein erstaunlich gepflegtes Fell und auch ihr Verhalten
spricht dafür, dass sie von dem Jäger - anders als sonst üblich - einigermaßen
gut behandelt wurde. Sie konnte ihn wohl mit ihrer gewinnenden Art wenigsten
ein bisschen um den Finger wickeln. Das hinderte den Mann allerdings nicht
daran, sie aus Altersgründen abzugeben, denn mit ihren knapp neuneinhalb Jahren
ist sie in Jägeraugen uralt und wertlos. Undank ist der Welt Lohn, das bekommen
ausgediente Jagdhunde in Italien schmerzlich zu spüren.

Die trotz ihres leicht fortgeschrittenen Alters sehr aufgeweckte und lernfreudige Elettra saugt all das Neue, das ihr schon jetzt bei uns im Sicheren Hafen begegnet, förmlich auf wie ein Schwamm. Wir sind uns sicher, dass sie sich im eigenen Zuhause als Musterschülerin erweisen und das Hundeeinmaleins im Pfotenumdrehen erlernen wird. Schon bei ihrer Ankunft zeigte sie sich völlig unkompliziert. Freudig nimmt sie ihr neues Leben an, wedelt begeistert mit dem Schwanz, wenn die Tierschützer Zeit haben, sich mit ihr zu beschäftigen. Wie selig wird sie erst sein, ein eigenes Körbchen, eigenes Spielzeug, eine eigene Familie zu haben und von ihr geliebt und umsorgt zu werden! Elettra hat bereits alle notwenigen Impfungen erhalten und kann kurzfristig mit dem nächsten Transport, welcher Anfang März stattfindet, zu Ihnen ins Glück reisen.

Für Setterliebhaber
ist die freundliche, bildhübsche, eher ruhige Elettra wie ein Sechser im Lotto.
Möchten Sie ihre wunderschönen Augen mit den auffallend weißen Wimpern gern zum
Leuchten bringen? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen,
lieben Dank!
NACHTRAG: Inzwischen hat Elettra auch Katzen kennengelernt und den Test mit Bestnote bestanden. Sie nahm die Samtpfoten kurz zur Kenntnis, um sie dann schlichtweg zu ignorieren. Die kluge Hündin hat offenbar beschlossen, dass ein friedliches Zusammenleben wunderbar klappt, wenn jeder sein eigenes Ding macht und man sich höflich aus dem Weg geht.
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/
07.06.2026, 19.16 | (0/0) Kommentare | PL
VON DER SCHIPPE GESPRUNGEN: ALLEYA

ALLEYA
Hündin
geb. Mai 2022
ca. 50-55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
lieb, verspielt, mag Kinder
gut verträglich mit Artgenossen
offen und zutraulich gegenüber Menschen die sie kennt;
bei Fremden braucht sie ein wenig Zeit
läuft artig an der Leine
in einer Pension in Russland
sehnt sich nach Ruhe und Geborgenheit
bei lieben Menschen für den Rest ihres Lebens
Gerettet und zurückgekämpft ins Leben!
Du wurdest im vergangenen September von tierlieben, mutigen Menschen völlig abgemagert und geschwächt auf den Strassen Moskaus gesichert. Für dich kam die Rettung in letzter Sekunde. Sie brachten dich umgehend in eine Tierklinik und der behandelnde Tierarzt ließ deine Retter wissen, dass du in diesem erbärmlichen Zustand nur noch wenige Tage zu leben gehabt hättest.
Deine eigene Rettung ist eng verknüpft mit der von Irokez, der im vergangenen Juli mitten in Moskau entlief und, nach einer beispiellosen Suchaktion, vier endlos lange Monate später im November endlich gesichert werden konnte.

Die Adoptantin von Irokez machte ihn über die sozialen Medien zu Moskaus bekanntestem Hund. Und im Zuge der Suche nach ihm konnten einige Hunde gerettet werden, eine der Glücklichen warst du.
Vier lange Wochen verbrachtest du in der Tierklinik, deine Retterinnen und Retter ließen nichts unversucht und opferten ihr eigenes Erspartes um dir die bestmögliche Behandlung angedeihen zu lassen. Seit Ende Oktober 2023 befindest du dich nun in Pension bei RUSDOG, einer russichen Tierschutzorganisation, die sich in Moskau und Umgebung um Strassenhunde kümmert, bei deren Sicherung hilft, sie aufnimmt und unermüdlich nach einem Zuhause für sie sucht.

Leider waren ihre Bemühungen, für dich ein solches zu finden, bisher vergeblich. Für etwas größere Mischlingshunde, zumal wenn sie schwarzes Fell haben und mag dieses auch noch so schön glänzen, stehen die Sterne in deiner Heimat einfach ungünstig. Nur äußerst selten gelingt es den Tierschützern, dort für sie ein gutes Zuhause zu finden.
So machen wir uns nun hier in Deutschland auf die Suche nach herzensguten Menschen, die dir ein liebevolles Zuhause geben wollen. Du hast viel und eifrig bei RUSDOG gelernt: Inzwischen läufst du brav an der Leine, hast Kinder gern und verträgst dich wunderbar mit deinen Artgenossen. Fremden begegnest du anfangs ein wenig schüchtern und scheu; hast du aber erst einmal Vertrauen gefasst, wirst dur fröhlichen, anhänglichen Begleterin. Wir kennen dein Vorleben nicht, wissen nichts von deiner Vergangenheit, ob du einmal ein Zuhause hattest und von diesem verraten wurdest. Wenn es so war, dann soll dir dies auf keinen Fall noch einmal widerfahren. Du hattest Glück im Unglück, bist dem Tod buchstäblich von der Schippe gesprungen und nun soll dein Glück mit einem eigenen Zuhause besiegelt werden.

Möchten Sie dieser bildhübschen Junghündin gern eine behütete Heimat auf Lebenszeit schenken? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier ein einige Videos zum besseren Kennenlernen von Alleya:
Alleya beim Gassi mit ihrer Betreuerin am 15. 06. 2024:
Alleya bekommt Leckerlis in der Pension:
Alleya geht Gassi im Schnee:
Und hier der Link zu Alleyas Rettung:
https://www.facebook.com/groups/330460985282374/?multi_permalinks=692200285775107&ref=share
(als Suchbegriff bitte „ALLEYA“ eingeben)
01.08.2024, 19.22 | (0/0) Kommentare | PL
WENN DER ERSTE BLICK TRÜGT... DUKE
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Wie muss es sich anfühlen, wenn sich die Tore eines riesengroßen Shelters hinter einem kleinen Welpen schließen. Auf den ersten Blick verspricht es Wärme und Sicherheit, auf den zweiten Blick verrät es Einsamkeit.
DUKE kam bereits als kleiner Welpe in das russische Shelter „Kozhuhovo“. Nie hat er ein Leben in Freiheit mit all seinen „Macken“ und „Freuden“ erleben dürfen. Sein einziges Zuhause ist ein kleiner Außerzwinger. Und das seit mehr als 10 Jahren, dabei ist er so ein freundlicher und menschenbezogener Hund.
Einmal in der Woche kommt seine große Stunde… dann darf er mit seinen Betreuern und den Hundekumpels in den großen Auslauf. Dort zeigt er sich immer sehr verträglich, aber er sucht auffallend die Nähe „seines Menschen“. DUKE fehlt einfach die Zuneigung und die Liebe. Er hat vermutlich nie etwas Schlechtes erlebt, denn er war ja in Sicherheit in diesem Shelter und genau die Menschen, die ihm einmal in der Woche etwas Abwechselung bringen, sind sein Lebensinhalt.
Das Leben dort ist hart… Sommer wie Winter. Im Sommer brennt die Sonne erbarmungslos, und die Hunde versuchen, einen begehrten Schattenplatz zu ergattern – im Winter sind es die eisigen Temperaturen, die alles einfrieren lassen. Eine kleine Holzhütte – mit viel Glück mit Stroh ausgelegt – ist der einzige Schutz. Für Duke ist es dort bereits der 11. Winter… ohne Aussicht auf Hoffnung.

Ein großer, alter und dazu noch schwarzer Hund…. Und schon sinken die Vermittlungschancen gen Null! In Russland wird Duke keine großartigen Chancen mehr haben. Viel zu viele sind schon an seinem Zwinger vorbei gegangen – ohne überhaupt einen zweiten Blick auf ihn zu werfen. Insbesondere die Vermittlung von älteren und schwarzen Hunden ist immer sehr schwer, aber Duke hat nie etwas falsch gemacht… er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.
Wir sind aber davon überzeugt, dass für diesen lieben Rüden irgendwo die richtigen Menschen warten. Menschen, die bereit sind, einem Hund, der in seinem gesamten Leben nie die Sonnenseiten kennen lernen durfte, zu zeigen, was es heißt, wenn man geliebt wird. Menschen, die bereit sind, Duke langsam und sicher in ein Leben zu führen, dass er irgendwann aus vollem Herzen genießen darf.
Für Duke wünschen wir uns, dass er irgendwann auf einem Kissen liegt und ganz tief ausatmet und man sofort weiß, dass er jetzt zu Hause angekommen ist.
Dieser hübsche Rüde hat ein Leben mit viel Liebe verdient und er könnte – wenn es Menschen gibt, dessen Herz er berührt – schon zeitnah geimpft, gechipt und kastriert reisen. Mit seinen Artgenossen versteht sich Duke gut und er hätte bestimmt nichts gegen eine nette bereits vorhandene Hündin einzuwenden. Duke kann sogar schon ein wenig an der Leine zu laufen. Wie er sich gegenüber Katzen verhält, können wir leider nicht zuverlässig testen.
Wir bitten um Verständnis, dass wir Duke, wie all unsere anderen Hunde auch, nur auf eine Endstelle vermitteln.
Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!
18.01.2024, 18.54 | (0/0) Kommentare | PL
LUST AUF EIN ABENTEUER? PLOMBIR

Als Junghund kam Plombir in das Shelter. Woher er kam und wie sein Leben bis dahin aussah kann niemand sagen.
Es hat ein wenig gedauert, bis Plombir Vertrauen gefasst hatte. Er freute sich jedes Mal, wenn er die freiwilligen Helfer sah, aber wenn sich dann jemand näherte, war die Furcht doch etwas größer als die Neugier. Die Betreuer sahen dennoch, dass er den Kontakt unbedingt wollte und auch brauchte. So verbrachten sie etwas mehr Zeit mit ihm und holten ihn aus dem Zwinger. Bei den kleinen Spaziergängen nahm Plombir schnell Kontakt auf und genoss die Streicheleinheiten.
Bis heute freut sich Plombir auf den einen Tag in der Woche, an dem er für eine Stunde seinen Zwinger verlassen darf. Ein kurzer, glücklicher Moment.
10 Jahre sind eigentlich noch kein Alter…. wenn unsere Familienhunde alt werden, dann wird ihr Leben ruhiger und langsamer Wir betrachten es als Geschenk...
Doch in
einem Shelter mit fast 3.000 Hunden ist das ein Ding der Unmöglichkeit! Im
Shelter muss ein alter Hund vorsichtig sein. Im gleichen Atemzug muss er aber
auch schnell sein, denn er muss mit den jungen Hunden mithalten, ansonsten geht
er gnadenlos in der Menge unter.
Ein Leben im
Shelter ist eine Aufgabe, die nicht alle bestehen können. Viele heiße
Sommertage, an denen es keine Schattenplätze mehr gibt, stürmische und nasse
Herbsttage, die die Hunde bis auf die Knochen nass werden lassen und eiskalte
Winternächte, die das Fell mit Eisklumpen überziehen. Vor diesen
unvorstellbaren Bedingungen gibt es nicht immer Schutz für jeden Hund.
Plombir hat
all die Jahre gemeistert und dabei sein freundliches Wesen nicht verloren!

Doch mittlerweile hat auch Plombir die Zeit eingeholt. Er ist im Shelter zum Senior geworden. Fast 10! Jahre sitzt Plombir dort und hat in all den Jahren das Shelter nie verlassen. Er kennt die Welt außerhalb der Mauern nicht.
In einem so großen Shelter hat „alt sein“ noch eine ganz andere Bedeutung…. Die Chancen ein Zuhause zu finden, gehen gegen Null – gibt es doch so viele junge Hunde, die ebenfalls auf der Suche sind. Auf der Suche nach ein wenig Glück…. Die alten Hunde sind dabei oft die Verlierer, denn selten möchte sich jemand auf das „Abenteuer“ einlassen.
Daher versuchen wir das fast Unmögliche… wir versuchen, für diesen freundlichen, verträglichen Senior ein Zuhause zu finden. Ein ruhiges Zuhause, dass keine großen Erwartungen an ihn stellt und ihn sicher und mit viel Geduld ankommen lässt.
Plombir ist ca. 50-55 cm groß, gechipt, geimpft und kastriert. Er hat ein freundliches Wesen und ist gut verträglich mit Artgenossen. Ob er sein Zuhause mit Katzen teilen könnte, kann vor Ort leider nicht zuverlässig getestet werden.
Sollte sich
jemand auf das "Abenteuer" alter Hund ernsthaft einlassen wollen
freuen sich unsere Teamkolleginnen über Anfragen.
16.01.2024, 19.11 | (0/0) Kommentare | PL
DU BIST DAS SÜSSESTE MÄDEL DER WELT! ARIA

ARIA
Hündin
geb. 03/2019
56/57 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
sicheres Körbchen für immer gesucht
Aria – die Edle – die Weise – die Goldene – das bedeutet ihr Namen in verschiedenen Sprachen. Für ihre Betreuerin ist Aria eines der „sweetest girls“ mit einem wahrhaft goldenen Herzen. Leider haben ihr bezauberndes Wesen und ihre Liebe zu den Menschen ihr bisher nicht geholfen. Seit etwa ihrem dritten Lebensmonat fristet diese junge Traumhündin als eine von dreitausend vergessenen Seelen ihr trostloses Dasein im Kozhuhovo, und ihrer Betreuerin wird es bang ums Herz beim Gedanken an Arias Zukunft.
Aria ist keine besonders mutige Hündin. Es mangelt ihr an Selbstvertrauen, um sich gegen die anderen Hunde durchzusetzen. So wurde sie im Auslaufgehege, in welchem sich die Hunde einmal wöchentlich kurz die Beine vertreten dürfen, immer wieder von einigen Leidensgefährten angegriffen und traut sich seitdem nicht mehr dorthin.
Zum besseren Verständnis: Keiner dieser Hunde ist von
Natur aus bösartig oder aggressiv. Nur sitzen drei bis vier, manchmal auch mehr
von ihnen, sieben Tage in der Woche rund um die Uhr eingesperrt auf etwas mehr
als drei Quadratmetern; und das jahre-, oft sogar lebenslang. Ist es da
verwunderlich, dass die Pferde mit ihnen durchgehen, wenn sie sich einmal in
der Woche bewegen und für eine Stunde so etwas wie Freiheit spüren dürfen? Dabei
geht es dann oft ziemlich rau zu, und natürlich trifft es immer die Ängstlichen
und Schwachen.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Bestimmt erinnern Sie sich noch an die Meldungen über gestiegene häusliche Gewalt während des Lockdowns. Und schauen Sie sich an, was in unseren Schulen und den sozialen Medien vor sich geht. Woher nähmen wir also das Recht, die Tiere zu verurteilen, von denen wir doch behaupten, dass wir geistig und seelisch so viel höher stehen, als sie?
Damit die sanfte, scheue Aria doch noch manchmal eine Freude hat und an dem, was wir Leben, nennen wenigstens schnuppern kann, scheuen die freiwilligen Helfer keine Mühen. Wenn die Sommerhitze in Moskau fast unerträglich wird, stellen sie in den Sheltergängen für die Hunde kleine, selbstgekaufte Plastikplanschbecken auf, die sie mit Wasser füllen. Aria ist eine echte Wassernixe und hat unendlich viel Spaß an dem kühlenden Nass.
Diese seltenen Glücksmomente lassen die junge Hündin vorübergehend ihr tristes und eintöniges Dasein vergessen und helfen ihr durchzuhalten. Sie geben ihr das Gefühl, für jemanden wichtig zu sein und schenken ihr Hoffnung – wenn Hunde hoffen können -, dass irgendwo da draußen auch auf sie noch ein besseres Leben wartet.

Aria läuft ausgezeichnet an der Leine und hängt mit zärtlicher Liebe an ihrer Betreuerin. Genauso wird sie sich an jeden Menschen anschließen, sobald sie spürt, dass man es gut mit ihr meint und ihr nichts zuleide tut. Von ihrer Seite gibt es mit Artgenossen keinerlei Probleme; bei Begegnungen zeigt sie sich friedfertig und geht jedem Streit aus dem Wege.
Nun sucht diese wunderhübsche, so überaus liebenswerte Hündin sehnsüchtig Familienanschluss bei verständnisvollen Menschen, die ihr Halt und Sicherheit geben und ihr Selbstvertrauen stärken. Ein ruhiger, freundlicher Artgenosse wäre sicher ein große Hilfe für sie, damit sie lernt, dass sie andere Hunde nicht zu fürchten braucht. Dies ist aber durchaus keine Voraussetzung.
Liebe Aria, von Herzen wünsche ich Dir, dass Du schon bald Deinen sicheren Hafen findest und ein beschütztes, glückliches Hundeleben führen darfst!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Aria beim Baden im Kennelgang:
Aria wird „gegossen“ – sie kann nicht genug vom Wasser bekommen:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail:Ulrike.Worringer@procanes.org
09.01.2024, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

