
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: nach Hause
WÖRTER, DIE KEINER FINDET

JACOBY
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2021
Schulterhöhe: 60 cm
Tage, Stimmen. Immerzu und überall Stimmen. "Benny! Molly! Komm!" Jeden Tag hört man Wörter, die fliegen wie Leckerli durch die Luft, geworfen von lachenden Menschen, aufgefangen von fröhlich bellenden Hunden. Manche Namen werden mit Liebe ausgesprochen, viele mit Sehnsucht, andere einfach so.
Nur meiner fällt nie: Jacoby. Ich höre meinen Namen in der Stille. Ich fühle
ihn, wenn alle anderen fort sind und ich allein in meinem Zwinger liege.
Manchmal probiere ich ihn aus, ganz leise in Gedanken, und stelle mir vor, wie
er in einer warmen Stimme klingt; wie es wäre, wenn jemand ihn laut ruft; nicht
aus Versehen, sondern weil er wirklich mich meint.

Aber sie rufen, sie streicheln, sie adoptieren andere. Meine Schwester und
meine Freunde durften gehen, sie durften diesen traurigen Ort verlassen, weil
jemand sie beim Namen gerufen hat. Ich bin übriggeblieben, mit all den
liebevollen Sätzen in meinem Herzen, die niemand je zu mir gesagt hat.
"Wart nur ab, Jacoby, irgendwann kommt auch dein Mensch, oder deine Familie und
holt dich hier raus!" Das ist lange her. Ich habe gewartet, 365 Tage, 730 und inzwischen
schon über 1500. Jeden einzelnen davon habe ich meinen Namen inwendig gespürt
und ihn doch nie gehört. Ich weiß, wie die Jahreszeiten riechen und wie schwer
Worte wiegen, wenn sie nicht ausgesprochen werden.
Ich bin freundlich und geduldig. Ich habe mich immer bemüht, möglichst unsichtbar
und unauffällig zu sein, weil niemand nach mir ruft und nach mir verlangt. Vielleicht
war das ein Fehler und ich habe deswegen keine Leine kennengelernt, weil ich
nie dorthin durfte, wo ein Name mehr bedeutet würde als ein Eintrag in einer
Liste.

Tage und Nächte vergehen, ich werde älter, schwerer und ruhiger. Meinen Alltag
teilte ich lange mit Jontar und Betsy. Die beiden hatten Glück, sie durften in
den Sicheren Hafen umziehen und warten dort auf ihre(n) Menschen. Ich blieb
allein zurück. Wenn die Tierschützer mich alle paar Monate einmal für wenige
Minuten besuchen kommen, spreche ich innerlich meinen Namen wie ein stilles
Gebet. Manchmal glaube ich, die Sehnsucht hängt als Klang in der Luft, doch
niemand nimmt sie wahr.
Was würde wohl passieren, wenn jemand an das Gitter käme, innehielte und meinen
Namen sagte? Was könnte auf einmal in mir lebendig werden, wenn da draußen
wirklich jemand wäre, der nicht einfach nur einen Hund sieht, sondern Jacoby
ruft. Mich.
Vielleicht bist du das, liebe Leserin, lieber Leser. Vielleicht sprichst du am
Ende das Wort aus, das mein Leben zum Leuchten bringt, fängst meinen Namen auf
und heilst die Stille und Leere in mir und um mich herum.

Und wenn die Zeit reif ist, kann ich das allererste Mal hören, wie mein Name
klingt: Jacoby.
Bitte ruf DU mich, damit ich endlich weiß, wie es sich anfühlt, einen Namen zu
haben, kein Niemandshund mehr zu sein und nach Hause zu kommen.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
26.06.2026, 18.40 | (0/0) Kommentare | PL
EINMAL WIRD DIE SONNE WIEDER SCHEINEN FÜR: JULIA

Wenn du plötzlich aufwachst und dein Albtraum
ist Realität geworden – ja, dann findest du dich im Leben von JULIA wieder.
Für Julia begann ihr ganz persönlicher Albtraum irgendwann im Jahr 2016, als sie von ihren Menschen ins Shelter Kozhuhovo abgeschoben wurde. Wir wissen nicht, weshalb sie dahin gebracht wurde, wir wissen nur: Sie ist immer noch dort.
Die Anfangszeit im Shelter war für Julia sehr sehr schwer, denn sie verstand nicht die Welt nicht mehr. Alles war laut, eng und schmutzig und dann diese vielen Hunde mit ihrem Gebell um sie herum. Nicht nur, dass sie plötzlich in einem engen Zwinger leben musste, machte ihr zu schaffen - auch dass die Hoffnung, wieder abgeholt zu werden, mit jeden Tag mehr und mehr schwand.
Mittlerweile kennt Julia den Ablauf im Shelter ganz genau. Sie weiß, wann die Arbeiter das Futter bringen, wann sie sich ducken muss, um Schlägen oder Fußtritten auszuweichen und wann die Betreuer ins Shelter kommen, um sie einmal pro Woche für eine kurze, selige Stunde in den Auslauf zu führen.
Doch heute man merkt es Julia an, dass das
Shelter nicht ihr Zuhause ist und auch niemals wirklich sein wird. Immer wieder
aufs Neue steht sie dort am rostigen Gitter und hält Ausschau nach einem Menschen,
der sie nach Hause holen möchte. Aber sie schaut vergebens, denn in all der
Zeit, die sie nun schon im Shelter lebt, kam nicht eine Menschenseele für
Julia.

Julia versucht dennoch, das Beste aus ihrer
Situation zu machen, Sie freut sich über die - wenn auch viel zu seltenen -
Besuche der Betreuer und die Aufmerksamkeit, die ihr dann zuteil wird. Ein
kurzer Moment in der Woche, der sie hoffen lässt und ihr das Gefühl gibt, nicht
ganz in Vergessenheit geraten zu sein.
Sie ist stets freundlich, lieb und hört auf die russischen Kommandos der Betreuer. Selbst das Laufen an der Leine macht sie prima mit und hilft bei der Erziehung der jüngeren Hunde im Shelter. Legen diese im Auslauf ihr Rüpelverhalten an den Tag oder werden zu wild, knurrt sie kurz und die jungen Hunde wissen – jetzt ist Schluss.
Seit 4 Jahren wartet Julia nun schon in Russland auf ein neues, liebevolles Zuhause mit Menschen, die ihr treu bleiben und sie nicht wieder hergeben. Doch irgendwie will es dort nicht so recht klappen. Zu groß, zu schwarz, zu alt, es ist leider immer dasselbe traurige Lied. Daher hoffen wir, dass Julia nun hier in Deutschland ihre passende Familie oder den richtigen Menschen fürs Leben findet.
Für Julia suchen wir liebe und noch aktive Menschen, die ihr nicht nur einen warmen und sicheren Platz schenken möchten, sondern auch mit ihr an ihrem Übergewicht arbeiten. Durch die Trauer hat Julia ziemlich viel minderwertiges Trockenfutter gefressen und viel zu wenig Bewegung gehabt. Sie braucht wirklich ein Zuhause mit Menschen, die für sie die Sonne wieder scheinen lassen.

Julia ist bereits kastriert, gechipt, geimpft und wird ausschließlich auf eine Endstelle vermittelt.
Möchten Sie Julia aus ihrem Albtraum wecken und für sie die Sonne scheinen lassen? Dann melden Sie sich doch bitte bei uns, Julia und ihre Vermittlerin freuen sich auf Sie.
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos
27.09.2024, 20.13 | (0/0) Kommentare | PL
UND WIEDER SEHE ICH NUR DIE RÜCKLICHTER! ALBA
Hündin,
ca. 2017 geboren und
ca. 45 - 50 cm groß
lieb, nicht ängstlich, eher vorsichtig
Alba wurde als Welpe von Patricia bei einer sehr tierlieben, älteren Frau, die regelmäßig von ihr mit Futter und medizinischer Versorgung unterstützt wird, abgeholt. Sie nahm sie mit zu Carmena ins Par - Shelter, um ihr dadurch eine Chance auf Vermittlung in ein schönes Zuhause zu geben.
NIEMAND SIEHT MICH
NIEMAND WILL MICH
MAN HAT MICH VERGESSEN
Damals, als Patricia mich hierher brachte, war meine kleine Welt noch in Ordnung. Ich hatte auch sofort drei kleine Freunde an meiner Seite. Wir sahen uns sogar sehr ähnlich, hätten wahrhaft Geschwister sein können. Wir waren eine tolle, kleine Spieltruppe. Doch nach einigen Monaten durften die ersten Beiden ihr Köfferchen packen. Ein weißer Transporter kam und sie stiegen ein. Sie reisen in ihr Zuhause, sagte man uns, zu ihrer lieben Familie, wo ein wunderschönes Leben auf sie wartet.
"Ganz sicher seid ihr Beiden auch bald unter den Glücklichen, die in den Glücksfellchenexpress einsteigen dürfen." Von da an waren wir jedesmal zur Stelle, wenn der Transporter vorfuhr, immer in der Hoffnung, dass wir mitreisen dürfen.
Und siehe da, irgendwann kamen sie auf uns zu. Wir waren so aufgeregt und in freudiger Erwartung, dass nun auch endlich UNSERE Reise ins Glück starten würde. Doch sie trugen NUR meinen Freund ins Auto. MICH ließ man einfach stehen.
Ich weinte meinem letzten, besten Freund hinterher, doch die Menschen
schüttelten nur traurig ihren Kopf und sagten:"„Es tut uns entsetzlich leid,
Alba, aber für dich ist leider kein Platz im Glücksfellchentransport gebucht
worden. Es müssen sich erst liebe Menschen
finden, die dir ein Zuhause schenken möchten, dann darfst auch du
einsteigen."
Meine Welt war in tausend Stücke zerbrochen. Von vier besten Freunden blieb
ich nun als EINZIGE allein hier zurück…
HOFFNUNG
Ich wage gar nicht mehr zu hoffen. So oft habe ich erwartungsvoll am Zaun gestanden, immer in der Hoffnung, dass man mich dieses Mal mitnimmt. Doch jedesmal musste ich zurückbleiben. Mittlerweile beobachte ich nur noch still das ganze Geschehen, wenn der Transporter wieder vorfährt. Später, wenn alle Glücksfellchen an Bord sind und sie starten, schaue ich ihm so lange hinterher, bis seine Rücklichter in der Dunkelheit verschwunden sind. Danach ziehe ich mich dann jedesmal traurig und resigniert in meine Zwingerecke zurück.
Meine allerletzte Hoffnung bist nun DU!
Bitte, schau mich an, und verliebe dich in mich!
BITTE, BITTE HOL MICH NACH HAUSE
Sag den Mädels, dass ich beim nächsten Mal mitreisen darf und sie schnell ein Ticket für mich buchen mögen.
Bitte melde dich bei:
Bianca Raabe
Nadine Decker
oder Andrea Sbrisny von
SAVING ANGELS DEUTSCHLAND e.V.
http://www.facebook.com/SavingAngelsDeutschland/
Sämtliche Auflagen werden vor der Ausreise
getätigt!

21.04.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL
WO UND BEI WEM- WENN NICHT HIER UND BEI DIR? CASPER

CASPER
Rüde
geb. 2020
65 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Spielgefährte(n) und
Für-immer-Plätzchen zum Ausruhen gesucht

Glück hält dieses Leben für dich leider nur noch selten und in kleinen Häppchen bereit, seit du im Dezember 2021 in das riesige, liebeleere Shelter Kozhuhovo kamst.
Wir wissen nicht, woher du kamst, o du jemals eine Familie hattest oder ein Hundekind der Straße bist. Wir ahnen jedoch, wohin dein Weg bald führen könnte, wenn nicht doch noch ein Wunder geschieht.
Denn nach dem Willen der Verantwortlichen soll das Shelter im Herbst an einen Ort weit außerhalb von Moskau verlegt werden, unmittelbar neben eine Mülldeponie, deren Boden getränkt ist mit Giften und Abfällen der Menschen und der Industrie. Dann wird das Spielen mit dem Ball, das Kuscheln und das Zusammensein Kontakt mit den Betreuern, vielleicht nur noch eine schwache Erinnerung an eine nicht gute, aber doch bessere Vergangenheit sein. Aber noch geben wir den Kampf nicht auf und auch nicht die Hoffnung, dass an zuständiger Stelle ein Mensch sitzt, der ein Herz in der Brust trägt, das Ruder herumzureißen vermag und eine Lösung findet, mit der alle Beteiligten – Geschäftsleute, Freiwillige und vor allem ihr Hunde – zufrieden leben können.

Trotz deiner unbekümmerten, offenen und verspielten Art hast du leider keine Aussicht, in Moskau vermittelt zu werden. Dafür bist du zu groß und von deinem Aussehen her zu gewöhnlich. Ein Mischling eben, einer von vielen, für den sich außer deinen Betreuern bisher niemand interessiert hat.
Was du, ebenso wie deine unfassbar vielen Schicksalsgefährten brauchst, ist ein Wunder und genau dieses versuchen wir für dich zu bewirken. Denn bekanntlich sieht man nur mit dem Herzen gut – und warum soll es nicht hier in Deutschland wunderbare Menschen geben die dich in ihr Herz schließen, dich zu sich nach Hause holen und bereit sind, gemeinsam mit dir durch dieses Leben zu gehen? Auch hier wird es nicht einfach werden - aber wo, wenn nicht hier, könntest du glücklich sein?

Die Vermittlung und
Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Casper im Shelterauslauf:
Casper beim Sheltergassi:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
11.01.2024, 19.48 | (0/0) Kommentare | PL
Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

