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Tag: bescheiden
MARHERITO - AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT

Margherito
Rasse: Owtscharka Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2016
Schulterhöhe: 72 cm
Acht Jahre, so lange sitzt du schon hinter Gittern. Acht Jahre, in denen die Sonne für dich nur als Lichtstreifen durch Gitterstäbe scheint, jeder Tag nach schmutzigem Beton riecht und jede Nacht nach Einsamkeit. Acht endlose Jahre in einer Einzelzelle ohne Beschäftigung, ohne Auslauf, ohne menschliche Nähe, die länger dauert, als nötig ist, um dir hin und wieder einen Napf mit Futter durch die Zwingertür zu schieben.
Als du ins Hundelager kamst, warst du ein Jahr alt - ein junger,
hoffnungsvoller Rüde, der neugierig war auf die Welt; der toben spielen und
lernen wollte. Stattdessen bekamst du ein Leben, das keines ist mit einem Alltag,
der außer Warten nichts zu bieten hat.

Du bist ist kein schwieriger Hund, im Gegenteil:
Wenn unsere Tierschützer dich zwei-, dreimal im Jahr kurz besuchen dürfen, stehst
du ruhig da, aufmerksam mit wachem Blick und einer Gelassenheit, die fast körperlich
schmerzt. Du lässt dich berühren, an die Leine nehmen und, sogar lenken, so als
hättest du längst verstanden, dass Widerstand zwecklos ist. Du vertraust,
obwohl du allen Grund hättest, es nicht mehr zu tun.

Deine Ohren und dein Schwanz sind beschnitten - schmerzhafte
Spuren einer unbarmherzigen Entscheidung, die Menschen über dich getroffen
haben; vielleicht, um duch furchterregend und wehrhaft wirken oder einfach nur
stark erscheinen zu lassen. Dabei hat dir die Welt nicht zuwenig Stärke,
sondern zuwenig Freiheit gegeben.
Manchmal begegnest du anderen Hunden und egal, ob
Rüden, Hündinnen, es gibt nie irgendwelche Probleme. Nur wenn Futter im Spiel
ist, zeigst du, dass du noch etwas verteidigst: dein armseliges Fressen, das Wenige
und Einzige, das dir geblieben ist.

Du bist freundlich zu Menschen und neugierig, ohne
dabei aufdringlich zu werden; selbstbewusst genug, um mit neuen Situationen
umzugehen, dabei so bescheiden, dass man spürt, wie sehr du dich anpasst -
einfach, um zu überleben.

Und während draußen die Jahreszeiten wechseln, sitzt du dort, wo nichts sich
verändert. Du spürst kein Gras unter deinen Pfoten, keinen Wind, der dir durchs
Fell fährt; eben nichts, das dich wirklich berührt. Vielleicht ist das das
Schlimmste an deiner Geschichte: Nicht, dass du vergessen wurdest, sondern dass
du es weißt und gelernt hast, still zu warten, während die Welt an dir vorübergeht.
Du hast nichts falsch gemacht, aber Menschen haben dir
alles genommen, was ein Hund braucht, um wirklich Hund zu sein. Nun suchen wir
für dich jemanden, der dir etwas zurückgibt.

Liebe Leserin, lieber Leser! Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für Marherito sein? Dann geben Sie ihm eine - Ihre - Stimme und rufen Sie seine Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!
PS: Unter www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/herdenschutzhunde finden Sie wichtige Informationen zu Herdenschutzhunden. Und selbstverständlich können Sie sich bei Fragen jederzeit an uns wenden.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
04.07.2026, 19.52 | (0/0) Kommentare | PL
GEA - EIN HAUCH VON HERZ

Gea
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 09.2022
Schulterhöhe: 54 cm
Hallo, liebe Tierfreundinnen und -freunde!
Wisst Ihr, ob es viel mehr Hunde als Menschen gibt? Weil, wenn es andersherum
wäre, dann hätte doch jeder Hund ein Zuhause und dürfte sich versorgt und
geborgen fühlen. Ich habe leider keines und Ihr könnt Euch sicher denken, wie
ich mich fühle. Ganz allein auf mich gestellt habe ich meine Welpchen geboren,
in einer Gegend, die man bestenfalls als Wüste bezeichnen kann; es ist das
Death Valley der streunenden Hunde!

Eine liebe Tierschützerin, die gerade auf dem Weg zum Tierarzt war und dabei mit einer Kollegin telefonierte, sah zwei kleine Hundebabies am Straßenrand nach Futter suchen. Sie ist sofort an die Seite gefahren, ausgestiegen und meinen kleinen Mädels, Gin und Grappa, nachgeschlichen zu dem Versteck, in dem wir uns vor der Welt und ihren Gefahren verborgen hatten. Dort hat sie dann auch mich und mein Baby, den Buben Guinness, gefunden. So schnell wie möglich kam ihre Freundin ihr zu Hilfe, um uns einzufangen. Ich hatte eine Heidenangst vor ihnen, aber mein Hunger war größer, so dass ich mich zuletzt doch schnappen ließ. Meine Welpchen waren sehr schwach und ausgemergelt und leisteten keinen Widerstand.


Die ersten Tage hatten wir schreckliche Angst vor
den Menschen und der neuen Umgebung. Aber wir merkten schnell, dass uns bei der
Tierschützerin in ihrer kleinen Auffangstation kein Leid geschieht. Ich war
glücklich zu sehen, wie meine Kinder jeden Tag mehr an Gewicht zunahmen,
neugierig ihre Umgebung erkundeten und sich von der Tierschützerin behandeln
und nur allzu gern füttern ließen.


Ich selbst bin eine noch sehr junge, schneeweiße Hündin, bescheiden und vom Leben nicht verwöhnt. Es war ein Wunder, dass ich in der ungastlichen Gegend überleben und noch dazu meine Welpchen säugen konnte. Ob der große Hundeengel wohl auch für mich noch ein Wunder übrig hat? Wem darf ich vertrauen und mein treues Herz zu Füßen legen?
Mit dieser Frage grüßt Euch die Gea

******************************
Liebe Leserinnen und Leser! Während andere Hunde glücklich in ihr neues Zuhause reisen, bleibt Gea zurück; immer wieder, Jahr für Jahr. Sogar ihre Welpen, die sie unter erbärmlichsten Bedingungen liebevoll aufgezogen hat, sind inzwischen alle vermittelt und in Sicherheit. Nur Gea wartet weiter im Schatten, leise und ungesehen.

Bei der Tierschützerin, die sich täglich liebevoll um sie kümmert, hat Gea bereits kleine Fortschritte gemacht: In ihrer Nähe bleibt sie ruhig und entspannt, während sie sich bei ihr fremden Menschen eher zurückzieht. Das zeigt, dass dass sie sich nach Vertrauen und Sicherheit sehnt. Dabei drängt sie sich niemandem auf. Sie fordert den Platz nicht ein, den sie so sehr verdient hätte, sondern hofft still, dass ihn jemand ihr eines Tages anbietet.

Wären Sie bereit, der sanften, wunderschönen Gea die Zeit zu
geben, die sie benötigt, um Vertrauen zu fassen? Möchten Sie für sie da sein,
weil ihr Schicksal Sie berührt und Sie erkennen, welch kostbarer Schatz sich hinter
ihrer Scheu verbirgt? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin.
Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
15.05.2026, 16.14 | (0/0) Kommentare | PL
EIN VERLORENES LEBEN? NOCHKA

NOCHKA
Hündin
geb. 2010
55 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden
Von vielen gesehen, von manchen bewundert – und doch hat sich bis heute nichts an Nochkas traurigem Dasein geändert.
Bis heute ging das Glück an Nochka vorbei. Können Hunde träumen? Ich glaube, ja. Nochka träumt sich in ein besseres Leben, weit entfernt von diesem Ort, an welchem sie sich so unbehaglich fühlt und an dem sie dennoch seit Jahren in Gefangenschaft lebt. Gottergeben lässt sie dieses trostlose Dasein über sich ergehen, nur wie lange hält sie das noch durch? Ihre freiwilligen Betreuer wünschen sich sehnlichst ein Zuhause für diese schwarze, ruhige und geduldige Schönheit.

Seit 2012 hockt Nochka bereits im Moskauer Shelter Kozhuhovo hinter Gittern – den weitaus größten Teil ihres Lebens. Man spürt förmlich ihre Traurigkeit, wenn sie verloren im Freilauf sitzt, den die Hunde einmal in der Woche besuchen dürfen, wenn die freiwilligen Helfer kommen und sich um ihre Schützlinge kümmern. Gern vergräbt sie sich auch am Rande irgendwo im Sand, oder sie sitzt einfach nur da und schaut wehmütig in die Ferne. Die anderen Hunde jagen ihr Angst ein.

Die Zeit mit den Betreuern vergeht immer viel zu schnell. Jeder der Freiwilligen muss sich ja in der einen Stunde um mehrere Hunde kümmern – da kommen die Zurückhaltenden, wie Nochka, die sich nie in den Vordergrund drängen, leicht zu kurz. Wenn sie Glück hat, darf sie manchmal in den Sheltergängen Gassi gehen. Danach führt der Weg jedoch unweigerlich zurück in ihren winzigen Zwinger, in welchem es nun wieder eine Woche lang ausharren heißt.

Nochka führt bis jetzt ein verlorenes ohne Wärme und Geborgenheit, ohne gutes Futter und ohne Gras unter den Pfoten – vor allem aber, und das ist besonders schmerzlich, ohne irgendjemandem wirklich etwas zu bedeuten. Dabei ist sie so ein bescheidenes, ruhiges und friedliches Hundemädchen. Bei fremden Menschen zeigt sie sich zunächst schüchtern; ihre Artgenossen gegenüber verhält sie sich freundlich und geht Auseinandersetzungen grundsätzlich aus dem Weg.

Liebe Nochka, für den Rest Deiner Tage wünschen wir Dir ein Leben bei gutherzigen Menschen, die Dich in aller Ruhe ankommen lassen; die nichts Großartiges von Dir erwarten und bei denen Du die traurigen Schatten der Vergangenheit endgültig hinter Dir lassen darfst!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Für Nochka suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Nochka, ein wenig verloren im Auslauf :
Nochka beim Gassigehen im Shelterbereich:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
21.04.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL
BESCHEIDENHEIT IST (K)EINE ZIER! PONKA

PONKA
Hündin
geb. 2009
43 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
möchte ihre alten Knochen gern für
immer weich betten
Noch ist sie nicht erloschen, Deine
Hoffnung auf ein gutes Leben!
Du teilst das Schicksal vieler Hunde
in dem großen Moskauer Shelter Kozhuhovo. Als winzigen Welpen brachte man Dich
im Dezember 2009 dorthin, ohne einen Funken des Mitgefühls für Deine
Hilflosigkeit. Seitdem verbringst Du Deine Zeit in einem kalten, kärglichen
Außenzwinger, verloren unter 3.000 Schicksalsgefährten. Ein anderes Zuhause
hast Du nie kennenlernen dürfen und nun scheint auch dieses in Gefahr. Denn das
Sheltergelände ist verkauft worden und Ihr müsst alle umziehen – wohin, das ist
noch ungewiss. Die Betreuer setzen sämtliche Hebel in Bewegung, und wir hoffen
inständig, dass eine Lösung gefunden wird, mit der alle Beteiligten zufrieden sein
können.

Über die Jahre bist Du alt geworden
und niemand hat sich in Russland je für Dich interessiert. Dabei lädst Du mit
Deinem flauschigen Fell und Deinen niedlichen Schlappohren zum Kuscheln und
Knuddeln förmlich ein. Natürlich kennst Du noch nicht viel von dem, was ein
richtiges Hundeleben ausmacht – wie solltest Du auch? Immerhin haben die lieben
Betreuer, die sich um Dich und die anderen nach besten Kräften kümmern, mit Dir
das Laufen an der Leine geübt. Dank ihrer Geduld hast Du auch Deine Angst vor
der Fellbürste verloren (lange glaubtest Du wohl, sie wollten Dich damit
schlagen) und genießt es inzwischen, wenn Dein Haarkleid gepflegt wird.

Wenn es gelegentlich in den Auslauf geht, kommst Du dort mit Deinen Artgenossen wunderbar zurecht. Auf fremde Menschen reagierst Du erst einmal schüchtern und vorsichtig – aber wer möchte Dir das verdenken? Dir fehlt eben ein ruhiges Zuhause, gern mit einem freundlichen Hundekumpel und lieben, verständnisvollen Menschen, die nichts Besonderes von Dir erwarten und sich freuen, wenn Du in kleinen Schritten immer mehr Vertrauen zu ihnen fasst.
Es ist wieder bitterkalter Winter in
Russland, für Dich schon der dreizehnte, den Du im Shelter durchstehen musst.
Welchen Sinn hätte es, dass Du dort so lange ausgeharrt hast, wenn nicht am
Ende Deines Lebens doch noch etwas Gutes und Schönes auf Dich warten würde?

Noch ist Deine Hoffnung nicht
gänzlich erloschen, und so wollen auch wir sie nicht aufgeben. Vielleicht
möchten ja gerade Sie der netten und bescheidenen Ponka einen versöhnlichen
Lebensausklang bereiten? Dann bitte melden Sie sich schnell bei uns. Vielen,
lieben Dank!
Ponka, Buba und Marik bekommen
Extrafutter von den Betreuern:
Ponkas Fellpflege:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos
09.01.2024, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL
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| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

