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Tag: Herz
ANNIUS - WIE LANGE NOCH BIS ZULETZT?

Annius
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.06.2015
Schulterhöhe: 62 cm

Zuletzt ist jetzt.

Zuletzt ist jetzt.
Neulich kamen sie wieder zu mir; aber obwohl sie
richtig lieb waren und mich mich eigentlich gefreut habe, musste ich sie anbellen.
Es ist hier drinnen so laut, immer nur Lärm von über tausend Hunden, die um
Hilfe bellen und weinen, ich stehe so unter Stress, ich bin so allein. Ich will
das nicht mehr, die sollen mich Ruhe lassen. Deswegen habe ich sie so böse
angebellt, obwohl ichdas eigentlich gar nicht wollte, aber…
Zuletzt ist jetzt.

Meine einzige Hoffnung, diesen schrecklichen Ort
noch lebend zu verlassen: dass mich jemand sieht, der mich nicht zu alt, zu
groß, zu dunkel und zu kaputt findet und sich von meinem Schutzpanzer aus
Missmut und Abwehr nicht abschrecken lässt. Das ist ja alles bloß äußerlich; tief
in meinem Innerenn sehne ich mich Liebe, Wärme und Geborgenheit. Wenn irgendwer
- wenn vielleicht gerade DU mich haben willst, mich in Dein Herz und Dein
Zuhause lässt und mir auch etwas gegen meine Schmerzen gibst, dann ist zuletzt
doch noch nicht jetzt.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
29.03.2026, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL
SIGRID - DAS SCHICKSAL IST WANKELMÜTIG

Sigrid
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 12.2022
Schulterhöhe: 50 cm
Am 26. Oktober 2024 wendete sich Sigrids Schicksal; nicht zum Guten, denn es verschlug die kleine Hündin gnadenlos in ein Canile, ein italienisches Hundelager. Der Satz "Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel" bekommt dort eine schreckliche Bedeutung: Die Tiere, die bis auf wenige Glückliche, für immer in ihrer Betonbox eingesperrt sind, erhalten von allem nur soviel, dass sie gerade noch am Leben bleiben. Das Futter ist so schlecht, dass es nur den Magen füllt, aber nie wirklich satt macht; frisches Trinkwasser ist ein seltener Luxus, und ein Tierarzt kommt nie, mag einer der Hunde auch sterbenskrank sein. Mit dem Geld, welches der Staat für die Unterbringung der Hunde zahlt, füllen die Canilebetreiber sich die Taschen.

Aber nun hat Sigrid, die sich ihre kahle Zelle einträchtig mit Lotmar teilt, ihr Los ein klein wenig in die eigenen Pfoten genommen. Denn als Tierschützern einer ihrer raren Besuche im Hundegefängnis gewährt wurde, zeigte sie sich als besonders liebes Mädchen. Bitte, lesen Sie selbst, was uns die Tierfreunde über sie erzählten:

"Auf den ersten Blick scheint Sigrid eher eine stille Beobachterin zu sein. Sie gehört zu den Hunden, die nicht laut nach Aufmerksamkeit verlangen, sondern lieber abwarten und sich langsam annähern. Menschen gegenüber zeigt sie sich leicht unsicher. Dabei ist sie aber sanft, gutmütig und lässt sich anfassen, wenn man ihr mit Ruhe und Geduld begegnet.

Hinter ihrer anfänglichen Zurückhaltung verbirgt sich ein feines, sensibles
Wesen, das einfach nur einen sicheren Rahmen braucht, um Vertrauen aufzubauen.
Hat sie diesen gefunden, wird sie sich Stück für Stück öffnen und ihre weiche,
anschmiegsame Seite zeigen.

Sigrid stellt keine Forderungen. Sie macht keinen Lärm. Sie steht einfach da, lässt Nähe zu, nimmt Berührungen an - wie ein vorsichtig begonnenes Gespräch, bei dem sie erst einmal zuhört. Mit Rüden und Hündinnen kommt sie zurecht, freundlich und unauffällig. Das Draußen kennt sie nur aus Erzählungen anderer."

Im rauen Takt des Hundelagers - zwischen
Betonwänden, Gitterstäben und dem verzweifelten Bellen anderer Vierbeiner -
bleibt Sigrid eine gleichbleibende Größe, wie eine Kerze, die stetig ein warmes
Licht abgibt. Ihren kargen Zwinger teilt sie jetzt mit Nalthea und Grigor. Das
Lager ist ein Ort, an dem Schicksale willkürlich zusammengeworfen werden und wo
jeder an jedem Tag nach Zuwendung hungert. Trotzdem trägt Sigrid in sich eine
zarte Würde, die sich nicht aufdrängt, sondern sanft um Aufmerksamkeit bittet.

Diese wunderbare Hundeseele darf einfach nicht an diesem dunklen, schmutzigen Ort verkümmern. Sollten Sie daher einen Hund suchen, der nicht laut ruft: Hier bin ich!, sondern bescheiden fragt: Darf ich auch?, dann werden Sie in Sigrid eine besonders treue Gefährtin finden. Die sanfte Hündin wartet nur darauf, entdeckt und geliebt zu werden - von jemandem wie Ihnen mit Geduld, Herz und einem offenen Ohr für die leisen Töne.
Margot Wolfinger
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14.03.2026, 20.26 | (0/0) Kommentare | PL
GIOTTO - PASST ZU VIELEM MEHR ALS ZUM KAFFEE!

Giotto
Rasse: Bretone
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2016
Schulterhöhe: 45 cm
Manchmal können wir es selbst kaum glauben, wie großartig unsere Vermittlungskandidaten sind. Ja, säße unser zauberhafter Um-den Finger-Wickler Giotto in einem deutschen Tierheim, dann hätte sich bestimmt längst jemand in ihn verliebt und der süße Kerl hätte seinen Platz auf dem Sofa und im Herzen seiner neuen Familie bereits gefunden.


Wäre, hätte, Fahrradkette - naja, Sie wissen schon… Aber ich möchte es einmal
so ausdrücken: Was noch nicht ist, kann und wird unbedingt noch werden! Denn zweifellos
dürfen wir Ihnen mit unserem Giotto ein echtes Sahnestückchen vorstellen, das
zu so viel mehr passt, als nur zu einer Tasse Kaffee! Der kleine Mann ist rundum
nett und verträglich mit allen Vier- und Zweibeinern. Er bringt sich fast um
vor Freude über jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit, liebt
Spaziergänge und läuft dabei sogar vorbildlich an der Leine. Und das, obwohl
sein vorheriges Leben bei einem Jäger wohl eher schwer und entbehrungsreich war
- weit entfernt davon, wie ein geliebtes Familienmitglied gehalten zu werden. Hunde sind für italienische Jäger im Grunde
nichts weiter als Gebrauchsgegenstände; als das Herrchen verstarb, hatte dessen
Tochter letztlich auch keinerlei Verwendung mehr für den treuen Vierbeiner und
schob ihn mitleidlos in ein Hundelager ab.

Dabei liebt Giotto uns Menschen und möchte so gern überall dabei sein. Aufmerksamkeit, Nähe und gemeinsame Augenblicke sind das Größte für ihn; voller Neugier bewegt er sich durch den Alltag und strahlt dabei soviel Sanftheit, Charme und Lebensfreude aus – eine Mischung, der man nur schwer widerstehen kann.


Ich möchte noch erwähnen, dass Giotto, wie viele Vertreter seiner Rasse, mit einer kurzen Rute geboren wurde. Zudem wurde bei ihm ein Herzgeräusch festgestellt und er bekommt Tabletten. Zwar sollte man die Sache ein wenig im Blick behalten; sie beeinträchtigt ihn aber weder in seiner Unternehmungslust, noch in seiner Lebensfreude.

Solo con Giotto – vielleich braucht es für Sie nur diesen einen Hund, um alles richtig zu machen.
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
11.03.2026, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL
NIEMAND SOLL VERGESSEN SEIN!

Ihr Lieben alle!
Das Jahr verging wieder wie im Flug und schon bald steht nun auch das Weihnachtsfest vor der Tür.
Warme Zimmer - gutes Essen - leckere Düfte - freudige Stimmung - Lachen - viel Liebe – all diese wunderbaren Dinge teilen wir mit unseren geliebten Vierbeinern, die aus unseren Leben einfach nicht mehr wegzudenken sind. Das Fest der Liebe und Geborgenheit, der Geschenke, desGlücklichachens und Glücklichseins.
Doch zahlreiche Fellnasen, die bisher noch nicht das Glück hatten, ihre eigene Familie zu finden, verbringen leider auch über Weihnachten ihre Tage im Tierheim. Aus diesem Grund hatten wir vor vielen Jahren zum ersten Mal unser Weihnachtswunder ins Leben gerufen, um auch ihnen eine kleine Freude zu bereiten: etwas, das ihnen zeigt, sie sind vergessen und das ihnen die kalten Tage erträglicher macht, bis sie im kommenden Jahr dann hoffentlich selbst ein liebevolles Zuhause ihr Eigen nennen dürfen.
Auch im Ausland warten unzählige Tiere in den Tötungen und Asylen sehnsüchtig auf eine Chance, endlich ihr Glück zu finden. Sie hoffen jeden Tag darauf, endlich gesehen zu werden, damit ihr karges, eintöniges Leben im Zwinger schon bald der Vergangenheit angehört. Dieses Jahr möchten wir, neben unseren eigenen Schützlingen, auch den Insassen des rumänischen Tierheims Smeura eine Freude bereiten. Dort verbringen über 6000 Fellnasen ihre liebeleeren Tage und können von einem besinnlichen Weihnachtsfest nicht einmal träumen. Es wäre so schön, wenn wir so vielen wie möglich ein kleines Weihnachtswunder und ein Fünkchen Hoffnung schenken könnten.

Und so sieht unser Weihnachtswunder aus:
Das Weihnachtswunder ist für die Tiere in dem rumänischen Tierheim Smeura und für unsere derzeitigen tierischen Bewohner hier in Herzsprung gedacht. Jede(r), der/die gern mitmachen möchte, kann an unser Tierheim ein oder mehrere Pakete schicken. Auf die Größe des Pakets kommt es nicht an, es zählen allein die gute Absicht und Hilfsbereitschaft. Bis zum 01.01.2026 können Pakete für unsere Weihnachtswunderaktion geschickt werden.
In unserem Tierheim leben derzeit viele Hündchen, sowie einige Katzen, Schafe, Pferde und Kaninchen. Selbstverständlich darf jede Tierart, ganz nach Ihren/Euren persönlichen Vorlieben, beschenkt werden. Im Paket kann alles enthalten sein, worüber sich die Tiere freuen würden - Leckerlies, Spielzeug, Futter, Kuscheldecken, Halsbänder, Leinen, Geschirre und vieles mehr. Ebenfalls willkommen wäre ein Gutschein von Amazon, Zooplus, Fressnapf oder dergleichen, da einige unserer Schützlinge ein Spezialfutter benötigen, welches wir dann davon kaufen könnten. Lassen Sie Ihrem Einfallsreichtum ruhig freien Lauf!
In der rumänischen Smeura werden besonders dringend benötigt: Kuscheldecken, Plastikkörbe, Hobelspähne in Plastikballen (zum Einstreuen in die Freiläufe), Schermaschinen sowie medizinische Materialien (Verbände, Salben, Spritzen, Nadeln, Desinfektionsmittel, Handschuhe), Inkontinenzunterlagen uvm. Und natürlich freuen sich auch hier die verlassenen Seelen besonders über gutes Futter und ein paar Extraleckereien.
Sehr lieb wäre es, wenn Sie das Tierheimpersonal, das sich Tag für Tag aufopfernd um die Tiere kümmert, ebenfalls mit einer Kleinigkeit überraschen möchten. Schokolade, Plätzchen, Stollen, Kaffee, Tee oder Fertigmahlzeiten zum Aufwärmen an den besonders in Rumänien bitterkalten Tagen zaubern den Pflegerinnen und Pflegern, die dort Schwerstarbeit für die Tiere leisten, garantiert ein Lächeln ins Gesicht.
Bitte legen Sie dem Paket eine Postkarte oder ein Zettel mit Ihrem Namen und dem Betreff „Weihnachtswunder“ bei, damit wir Ihre Spende leichter zuordnen können. Wir hoffen von ganzen Herzen, dass sich dieses Jahr erneut zahlreiche Tierfreunde an unserem Weihnachtswunder beteiligen und unsere Postboten wegen der Vielzahl an Paketen ins Schwitzen bringen.
Wir freuen uns schon sehr auf Ihre/Eure liebevoll gepackten Päckchen und Pakete und hoffen, wir können unsere rumänischen Kolleginnen und Kollegen auch in diesem Jahr wieder mit einer großen Ladung an Weihnachtsgeschenken erfreuen.
Dies ist die Adresse unseres Tierheims:
Tierheim Herzsprung
Herzsprunger Dorfstrasse 19/20
16909 Heiligengrabe OT Herzsprung
Vielen, lieben Dank und eine gesegnete Adventszeit!

01.12.2025, 17.11 | (0/0) Kommentare | PL
FREIZEIT EINMAL ANDERS! UTAH

UTAH
Hündin
60 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2007
geimpft, gechipt, kastriert
Zwingernummer: C 100
Utah kam 2009 als junge und hoffnungsvolle Hündin ins russische Shelter Kozhuhovo. Doch schon bald wurde jede Hoffnung zerstört: Fast ihr ganzes Leben hat sie nun dort zugebracht und wenn kein Wunder geschieht, wird sie es eines Tages allein, still und unbeweint auch dort beschließen.
Inzwischen gehört die schlanke, hochgewachsene Schönheit zu den Seniorinnen in dem sogenannten Tierheim (ein Name, den dieser unbarmherzige, geisterhafte Ort kaum verdient). Ihr verbleibt nur wenig Zeit, um noch ein richtiges Hundeleben - umsorgt, behütet und geliebt von warmherzigen Menschen – kennenzulernen.

Die jungen Männer und Frauen, die am Wochenende ins Shelter kommen, um den Hunden wenigstens ein bisschen menschliche Nähe und Aufmerksamkeit zu spenden, beschreiben Utah als charmante, sanfte und eher schüchterne Hündin. Sie saugt jede noch so kleine Zuwendung förmlich auf und ist besonders dankbar, wenn ihr Fell ausgiebig gebürstet wird.

Diese jungen Menschen genießen meine größte
Dankbarkeit und Hochachtung. Statt sich am Wochenende auf Partys, in Discos
oder anderswo zu vergnügen, verbringen sie ihre freie Zeit im Shelter und
kümmern sich um verlassene Hunde. Aber leider sind sie viel zu wenige. Auf 3000
Hunde kommen ungefähr 100 Freiwillige, sodass zahlreiche Hunde oft wochenlang
in ihren engen Zwingern praktisch bewegungslos ausharren müssen, bis auch sie
in den Genuss von etwas Bewegung und Ansprache kommen.
Bei den seltenen Freistunden im Auslauf versteht Utah sich blendend mit ihren Artgenossen. In erster Linie sucht sie aber die Nähe zu den Betreuern, dank derer sie auch gelernt hat, brav an der Leine zu gehen.


Doch schon bald steht wieder der bitterkalte, russische Winter vor der Tür, welcher besonders den alten und geschwächten Hunden zusetzt. Die zugigen Außenzwinger, die immer mit drei oder noch mehr Hunden besetzt sind (auf dreieinhalb Quadratmetern) bieten – abgesehen von der winzigen Holzhütte, die sich die Hunde teilen müssen – keinerlei Schutz. So wird auch Utah die meiste Zeit auf dem vereisten Holzboden ausharren müssen.

Daher hoffen wir, für Utah möglichst schnell
eine Heimat zu finden bei Menschen, die ein Herz für vierbeinige Senioren haben
und die ihr weitere eisige Winter ersparen wollen; Menschen, bei denen sie die
kurze Spanne, die ihr noch zu leben bleibt, in Liebe und Geborgenheit
verbringen darf.

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
30.09.2024, 13.28 | (0/0) Kommentare | PL
WEM ERZÄHLST DU DEINE TRÄUME? PUSHOK

PUSHOK
Rüde
geb. etwa November 2013
50/55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
streichelnde Hände auf Lebenszeit gesucht
Sie fragen (völlig zu Recht), warum ein so niedlicher, fluffiger Vierbeiner wie Pushok auch nach Jahren immer noch kein Zuhause gefunden hat? Nun ja, es sind einfach zu viele auf der Suche, und die freiwilligen Helfer können nicht jeden der neu Eingelieferten immer sofort präsentieren. Obendrein fehlt es an guten Geistern: Auf rund dreitausend Fellnasen kommen nur etwa einhundert Betreuer. Da dauert es oft lange, bis die Hunde überhaupt auffallen und gesehen werden, und viele schaffen es nie.
Dabei ist Pushok ein überaus freundlicher und sehr geselliger Bursche, der die Menschen liebt und ihre Nähe sucht, wann immer sich ihm die Gelegenheit dazu bietet. Dann wirft er sich vor ihnen auf den Rücken und fordert sie auf - mit einem Blick, der auch noch die letzten Eisberge zum Schmelzen bringen könnte – ihm die Brust und den Bauch zu kraulen.

Der niedliche Rüde fristet schon seit dem November 2016 sein Dasein in dem unüberschaubaren Hundegefängnis. Über sein früheres Leben wissen wir leider nichts; jedoch so freundlich und zutraulich, wie er sich den Betreuern gegenüber verhält, muss er wohl zu jemandem gehört und ein Zuhause gehabt haben.
Das Shelter ist aufgeteilt in vier Sektoren, von A bis D. Zu jedem der Sektoren gehört ein eingezäunter Auslauf, in dem sich die Hunde einmal in der Woche für ein Stündchen austoben, miteinander spielen und mit viel Glück – denn der Andrang ist groß – von den Betreuern ein paar Streicheleinheiten abholen können. Pushok, dessen Zwinger im Sektor B liegt, kommt mit allen seinen Artgenossen wunderbar aus. Sein bester Freund ist Chernos; mit ihm und zwei weiteren Schicksalsgefährten teilt sich Pushok den kleinen Außenzwinger.

Aber das Größte ist es für den anhänglichen Rüden, wenn er sich in der Nähe der Betreuer aufhalten darf. Besonders glücklich ist er, wenn sie ihm hin und wieder einige mitgebrachte Leckerlis zustecken; eine willkommene Abwechslung zu dem schrecklichen Shelterfutter, das weder schmeckt, noch sättigt. Durch die fehlenden Nährstoffe hat Pushok, wie viel andere Hunde auch, mit den Jahren fast alle seine Zähne verloren, was das Kauen des faden Trockenfutters für ihn immer schwieriger macht.
Wovon mag Pushok
träumen, wenn es nachts stockdunkel und totenstill im Shelter ist und er
zusammengerollt in seinem kahlen Zwinger liegt? Vielleicht träumt er von
einer weichen Decke oder einem bequemen Körbchen in einem schönen Zuhause bei
herzensguten Menschen, die ihn verwöhnen mit köstlichem Dosenfutter, das er nur
noch zu schlucken braucht und das ihn richtig satt macht – die ihm vor allen
Dingen die Liebe und Geborgenheit schenken, die er seit Jahren so schmerzlich
vermisst.

Über einen netten Artgenossen würde sich Pushok bestimmt freuen. Katzen dagegen sind eher nicht seine Welt - wie seine Betreuerin berichtet, fürchtet er sich vor den Stubentigern und ergreift die Flucht, wenn er ihnen begegnet.
Möchten Sie dem niedlichen Hundemann gern seinen großen Traum erfüllen? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht. Vielen lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Pushok und Chernos in ihrem kleinen Zwinger im Shelter:
Pushok, ein wahrer Kuschelbär:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail:
Ulrike.worringer@procanes.org
28.09.2024, 18.58 | (0/0) Kommentare | PL
SO GEHEN DIE JAHRE INS LAND FÜR: PYATNASHKA

PYATNASHKA
Hündin
geb. ca. 2011
50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt und kastriert
gut verträglich mit Artgenossen
freundlich zu Menschen; ruhig im Wesen
läuft folgsam an der Leine
Platz zum Ankommen gesucht
Es ist nun schon über drei Jahre her, seit Du in in das riesige Moskauer Hundegefängnis Kozhuhovo kamst. Auch heute noch wirkst Du oft sehr allein und verloren. Zwar gehst Du mit den anderen in den großen Auslauf, aber dort hältst Du Dich immer etwas abseits, lässt Dich am Rande nieder und beobachtest das Geschehen um Dich herum.
Den Menschen gegenüber verhältst Du Dich sanft und freundlich. Du lässt Dich streicheln, bist aber dabei stets zurückhaltend und unaufdringlich. Lieber gehst Du und verzichtest auf diesen kurzen Glücksmoment, als mit einem anderen Hund in Konkurrenz um ein paar Zärtlichkeiten zu treten.

Nie zeigst Du so etwas wie überschwängliche Freude; Du bist einfach nur da, suchst die Nähe der Betreuer und schaust diese an. Du erträgst Dein Schicksal still – so als wüsstest Du längst, dass es in diesem Leben für Dich nichts anderes mehr geben wird.
Und doch bist es gerade Du, diese ruhige, freundliche,
alte Hündin, für die ich so sehr hoffe. Die mein Herz unendlich berührt, wenn
ich Deine Haltung und Deine Augen sehe. Still und vorsichtig, wie Du bist, zeigst
Du zwar keine offene Freude und drängelst Dich niemals vor, suchst aber dennoch
die menschliche Nähe.


Wir suchen für Dich ein ruhiges Zuhause ohne allzu großen Trubel. Du brauchst Menschen an Deiner Seite, die Dich verstehen, nichts von Dir fordern und Dich einfach nur da sein lassen. Ein netter Artgenosse wäre bestimmt sehr hilfreich für Dich, ist aber natürlich kein Muss.
Vielleicht erreichen diese Bilder ja gerade IHR Herz
und Sie möchten dieser so lieben Hündin gern eine Chance geben? Dann melden Sie
sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!

Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb
Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Liebe Pyatnashka, ich hoffe so sehr, dass Dich bald
ein herzensguter Mensch entdeckt; der Dich und Deine Not begreift und auch Dich
endlich glücklich werden lässt!

Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde
(Hier gibt es auch ein kurzes Video von Pyatnashka unter dem Datum vom 15. September 2022)
24.09.2024, 19.05 | (0/0) Kommentare | PL
ES FÄHRT KEIN ZUG NACH IRGENDWO! LESHEY

LESHEY
Rüde
geb. Februar 2018
55-60 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt. Kastriert
sucht sein Für-immer-Zuhause
Wie ein Damoklesschwert hängt der Shelterumzug vom
nördöstlichen Stadtgebiet Moskaus auf das Land, 40 Kilometer südlich von
Moskau, über all unseren Bemühungen, für Hunde wie Leshey ein Zuhause zu finden;
aber Aufgeben ist keine Option.
Zum Jahreswechsels kreisen unsere Gedanken normalerweise um die eisigen Temperaturen, die die Hunde in ihren Zwingern aushalten müssen; darum, dass die Tiere frierend und hungrig ausharren und auf ihre Betreuer warten, die sie ein oder zweimal in der Woche besuchen kommen. Über all das legt sich nun der dunkle Schatten eines Umzugs ins Nirgendwo.

Da ist die Angst, es könnte den Hunden noch um einiges
schlechter gehen, als es jetzt schon der Fall ist. Die Sorge, den freiwilligen
Betreuern, die alles für ihre Schützlinge tun und so viel für sie opfern,
könnte der Zugang zu den Hunden weiter erschwert werden. Die Befürchtung, die
medizinische Versorgung könnte einen Tiefpunkt erreichen oder sogar vollständig
wegfallen. All das beschäftigt uns jetzt mehr denn je; aber Aufgeben ist keine
Option.

Leshey ahnt zum Glück nichts alldem. Er und seine beiden Geschwister Lavrik und Donna kamen schon mit etwa drei Monaten ins Shelter. Alle drei sind unkomplizierte und freundliche Hunde. Leshey ist der mutigste von ihnen, er vergöttert die Menschen und möchte stets in ihrer Nähe sein.
Geht die Begeisterung darüber, seine Betreuer zu sehen, mit ihm durch, dann findet er sich schon einmal in deren Armen wieder. Da ist Standfestigkeit gefragt bei einem so stattlichen Hundemann.

Leshey läuft wunderbar der Leine. Im Auslauf rennt und spielt er freudig mit seinen Geschwistern und kommt mit seinen Artgenossen gut aus. Das Wichtigste für ihn ist und bleibt aber der Mensch. Am liebsten hätte er jemanden für sich allein, darum machen wir uns hier auf die Suche.
Wäre es nicht schön, wenn Leshey schon den nächsten Transport besteigen und das trostlose Shelter verlassen dürfte in Richtung eines freien und glücklichen Lebens?
Sollten Sie Ihr Herz für diesen liebenswerten
Hundejungen entdecken, wenden Sie sich bitte an unsere Vermittlerin. AUFGEBEN
IST KEINE OPTION. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Leshey beim Gassigehen im Shelterbereich:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
01.08.2024, 19.18 | (0/0) Kommentare | PL
BILDER AUS EINER ANDEREN ZEIT: TIMON
TIMON
Rüde
geb. 2012
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Für-immer-Zuhause gesucht
Wenn Dir das Liebste genommen wird, wenn Dein Herz gebrochen ist, wenn die andere Hälfte Deiner Seele von Dir gegangen ist - wie wolltest Du weiterleben? Die Augen sind das Tor zur Seele, und Timons Augen mussten das Schlimmste mitansehen.
Timon hat es im Leben bisher nie leicht gehabt. Als unschuldiger Welpe kam er im Jahr 2012 zusammen mit seiner Schwester Mona ins Shelter Kozhuhovo.
Das Leben an diesem Ort ist für Hundekinder, wie für erwachsene Hunde, gnadenlos und unerbittlich; doch Timon und Mona hatten einander, sie waren ein Herz und eine Seele und gaben sich gegenseitig Halt.
Auch äußerlich glichen sich die Zwei; sie hatten in etwa die gleiche Statur und wunderschönes, schokoladenbraunes Fell. Mona war die quirligere von beiden, sie lief stets voran und Timon folgte ihr. Er war der Besonnenere und gab auf seine Schwester acht. Gleich einem Schatten traf man ihn überall da an, wo Mona war. Sie gehörten zusammen, wie die zwei Seiten einer Medaille.
Lange und schwere Jahre vergingen, aber das feste Band zwischen den Hundegeschwistern blieb bestehen. Sie teilten sich einen Zwinger, gingen gemeinsam in den Auslauf und lernten, an der Leine zu laufen - nur ein Zuhause fanden sie leider nicht. Doch trotz aller Härte und Trostlosigkeit sah man sie oft fröhlich zusammen rennen und spielen, wenn sie einmal in der Woche für ein glückseliges Stündchen in den Freilauf durften.

Dann kam der Tag, an dem das Unfassbare geschah, der die beiden Unzertrennlichen für immer auseinanderriss: Im vergangenen Jahr wurde Mona bei einer Gassirunde auf dem Sheltergelände gebissen und lebensgefährlich verletzt. Timon konnte ihr nicht beistehen und sah seine geliebte Schwester sterben.
Ich möchte eines klarstellen: Die freiwilligen Betreuer trifft in so einem Fall keine Schuld. Sie tun, was sie können und bringen sich bei ihrem Engagement oft selbst in Gefahr. In diesen Sheltern herrscht fortwährender Ausnahmezustand; die Hunde sind durch den andauernden Stress, den Bewegungsmangel, die Langeweile und die schlechte Behandlung seitens der Arbeiter gereizt und manchmal unberechenbar. So kommt es auch in den Zwingern immer wieder zu Beißereien mit leider oft tödlichem Ausgang. Bitte stellen Sie sich vor, Sie wären rund um die Uhr, auf Jahre hinaus 365 Tage lang mit anderen Menschen auf wenigen Quadratmetern ohne jede Rückzugsmöglichkeit zuammengesperrt – verlören Sie da nicht den Verstand und ließen Ihren Aggressionen freien Lauf?
Über ein Jahr ist seitdem vergangen. Timon sitzt noch immer in seinem Zwinger, traurig und allein. Alles scheint für ihn gleich geblieben, und doch ist nichts mehr, wie es war. Zu schwer lastet das Erlebte auf seiner Seele und zu trostlos ist das Leben dort. Timon ist vor der Zeit zum Senior geworden. Sein Blick wirkt müde und trüb, der einst frohe und hoffnungsvolle Ausdruck in seinen Augen ist verschwunden. Nur wenn sich die Ehrenamtlichen mit ihm beschäftigen, leuchtet der alte Glanz in ihnen für einen kurzen Moment wieder auf.

Timon verhält sich Menschen gegenüber freundlich und verträgt sich gut mit seinen Artgenossen. Er zählt zwar mittlerweile zu den Senioren, aber längst noch nicht zum alten Eisen. Er ist gern aktiv und liebt Bewegung. Da er bisher noch nichts anderes kennenlernen durfte als das Leben im Shelter, wird er vielleicht ein Weilchen brauchen, um Vertrauen zu fassen und sich an all das Neue zu gewöhnen. Ein netter Hundekumpel (gern auch eine -kumpeline) in seinem Zuhause wäre dabei bestimmt hilfreich für ihn, ist aber keinesfalls Voraussetzung.
Niemand kann die Vergangenheit ungeschehen machen. Doch vielleicht gibt es noch einen versöhnlichen Ausklang für den netten und liebenswerten Timon, damit er nicht irgendwann sein Leben einsam und unbeachtet in seiner Zelle beschließen muss.
Bilder aus einer anderen Zeit (2017, Timon mit seiner Mona):
Lieber Timon! Aus vollem Herzen
wünsche ich Dir, dass es auch für Dich einen mitfühlenden Menschen gibt, bei
dem Du in einem schönen Zuhause und in Frieden Deinen Lebensabend genießen
darfst; der Dich umsorgt, Dich das Erlebte vergessen lässt, damit Du wieder
ganz wirst und noch einmal glücklich werden kannst!

Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
21.04.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL
WENN DIE SEELE WEINT... SERAFIMA

Wann genau die ca. 55-60 cm große SERAFIMA ins Shelter kam, daran kann sich niemand mehr erinnern. Daher kann auch niemand etwas über ihre Vorgeschichte sagen. Die ersten Aufzeichnungen von ihr stammen aus dem Jahr 2017. Hier war sie bereits eine der vielen Senioren im Shelter.
Ihre Betreuer beschreiben Serafima als große und sanfte Seele. Eine Seele die langsam am Shelterleben zerbricht. Denn immer, wenn Serafima nach dem Auslauf in ihren kleinen Zwinger zurück muss, jault sie hinter ihren Betreuern her. Sie möchte so gerne bei ihren Menschen sein. Die Einsamkeit hinter den kalten Gittern hat sie gezeichnet.
Den Betreuern bricht es jedes Mal das Herz, SERAFIMA in den Zwinger zu bringen, die Tür für die nächste Woche hinter sich zu schließen. So sehr würden sie sich ein Zuhause für sie wünschen. Ein Zuhause, welches es bisher für Serafima nicht gab.
Daher machen wir uns nun mit auf die Suche nach einem Zuhause für die sanfte Seele SERAFIMA. Ein Zuhause, dass sie die Kälte des Shelters vergessen lässt. Wo sie in Ruhe ankommen kann und keiner mehr eine Zwingertür hinter sich schließt. Ein eigenes warmes Körbchen, in dem ihre Seele Frieden finden kann.
.jpg)
Serafima ist eine ca. 55-60 cm große Mischlingshündin. Die Betreuer schätzen ihr Gewicht auf 35 kg und sie wurde 2008 geboren. Serafima ist bereits gechipt, geimpft und kastriert. Im Sektor versteht Serafima sich mit sen anderen Hunden, geht Konflikten eher aus dem Weg. Lieber ist aber in der Nähe ihrer Betreuer. Sie hat auch gelernt, an der Leine zu laufen und geht gerne spazieren. Ob Serafima sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht sagen. In Serafimas neuen Zuhause wäre es schön, wenn dort bereits ein Hund leben würde, an dem sie sich orientieren kann.
Bitte haben Sie Verständins dafür, dass wir für Serafima ausschließlich eine Endstelle suchen.
Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen.
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde
21.01.2024, 10.21 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

