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Tag: Häschen
RAVIEN - WEGSCHAUEN GILT NICHT!

Ravien
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 02/2024
Schulterhöhe: 65 cm
Er ist gute zweieinhalb Jahre alt und sitzt bereits seit seinem geschätzten vierten Lebensmonat hinter Gittern. Warum? Vermutlich aus demselben Grund wie so viele seiner Mithäftlinge: Entweder wurde er bei den falschen Menschen geboren oder ist irgendwann den falschen Menschen begegnet.
Seit sich die Tore des schrecklichen Canile hinter Ravien geschlossen haben, steht sein Leben still. Es gibt nur noch Ödnis zwischen Betonwänden und Gitterstäben. Als wäre das nicht schlimm genug, muss Ravien seinen Zwinger auch noch ganz alleine bewohnen, obwohl der liebe Rüde sowohl mit Artgenossen als auch mit Katzen problemlos verträglich ist.

Anfang Juli 2026 durften die mit uns befreundeten Tierschützer Ravien zum ersten Mal besuchen. Sie machten mit ihm eine kleine Runde auf der angrenzenden Wiese und ließen ihn sowohl einen anderen Rüden als auch eine Katze kennenlernen.
Anfangs habe Ravien etwas schüchtern gewirkt, erzählen die Tierschützer. Doch schon nach kurzer Zeit sei er zutraulich geworden und habe neugierig Kontakt aufgenommen. Auch die Leine war für ihn völliges Neuland. Nach anfänglichem Zögern lief er jedoch erstaunlich gut mit. Und die Begegnungen mit Hund und Katze? In einem Wort: entspannt. Die Katze war ihm völlig egal, und den Rüden begrüßte er so, wie Hunde es eben tun: schnüffeln, schauen, kurz mit der Rute wedeln – und weiter.

Ravien hat fast seine gesamte Welpen- und Junghundezeit unter tierquälerischen Bedingungen verbracht. Es gab keine geistige Anregung, keine freundliche Ansprache, kein Spiel, keine Abwechslung – nur Langeweile, unaufhörlichen Lärm und Gestank. Der arme Bub ist bis auf die Knochen abgemagert, besitzt kaum Muskeln und kennt so gut wie nichts von der Welt außerhalb seiner Zelle.
Trotzdem hat er jede Streicheleinheit, jede sanfte Berührung der ihm völlig unbekannten Tierschützer in sich aufgesogen. Vorsichtig und zurückhaltend hat er um noch ein wenig mehr davon gebeten.
Ravien leidet still und einsam. Sein Leben besteht seit über zwei Jahren aus Warten; darauf, dass ihn endlich jemand sieht. Jemand, der nicht wegschaut, sondern handelt.


Können Sie Ravien helfen? Oder kennen Sie jemanden, für den genau dieser besondere Hund der richtige Begleiter wäre? Jede Weiterempfehlung kann für Ravien den entscheidenden Unterschied machen.
Für Ravien suchen wir Menschen mit etwas Hundeerfahrung und der Bereitschaft, sich auf einen Hund einzulassen, der bislang kaum etwas kennenlernen durfte. Menschen, die spüren, wie schnell Ravien seine neue Welt entdecken möchte und kann, wann er überfordert ist, wieviel Bewegung ihm anfangs guttut und wann er Ruhe braucht, um all die neuen Eindrücke zu verarbeiten.

Ideal wäre ein Zuhause in einem Haus mit einem sicher eingezäunten Garten. Ein Ort, an dem Ravien Schritt für Schritt ankommen darf, wo er zum ersten Mal ausgiebig durch Gras und Erde schnüffeln, die Sonne genießen und vielleicht sogar einfach losrennen kann.
Weil auch für Ravien dieser eine Tag kommen soll, an dem ihn seine Für-immer-Familie entdeckt, ihn ins Herz schließt und ihm endlich das Leben schenkt, das jeder Hund verdient.
Vielleicht sind genau Sie dieser Mensch. Jemand, der hinschaut und handelt. Wir danken Ihnen in Raviens Namen.
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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07.08.2026, 17.11 | (0/0) Kommentare | PL
ISAETTE - HÄSCHEN IN DER GRUBE - KÖRBCHEN GEFUNDEN!

Isaette
Rasse: Molosser Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 10.2023
Schulterhöhe: 50 cm
Das war mein erster Gedanke beim Ansehen des Videos von Isaette: Sie wirkt wie ein Häschen, das in eine Grube gefallen ist und nicht allein herauskommt, weil es nicht mehr hüpfen kann. Da sitzt sie nun mit diesem fragenden und hoffenden, zwischendurch ratlosen und dann wieder bittenden Blick, der einem fast das Herz zerreißen könnte. Denn der Ort, an dem sie seit zwölf Monaten ihr Dasein fristen muss, lässt sich durchaus mit einer Grube vergleichen, aus der es ohne Hilfe kein Entrinnnen gibt. Es ist ein sehr kalter und einsamer Ort, an dem die Hunde abgeschottet und vor den Augen der Welt verborgen werden, damit niemand sieht, mit welchem Elend hier viel Geld gemacht wird. Zum Dank behandelt man die Tiere wie jemand, der tatsächlich nicht mehr wert ist, als in die Grube geworfen zu werden.
Was tut eine kleine Hündin, die keine Ahnung hat, warum ihr das alles zustößt,
wenn es wie durch ein Wunder plötzlich scheint, als würde Hilfe nahen? Wenn
Menschen sie besuchen kommen, die sie vielleicht fortholen könnten aus diesem
schmutzigen Loch? Nun, zuerst versucht sie sich zurechtzufinden. Aber als die
Menschen sich ihr behutsam und freundlich nähern, gibt sie alles: Jeder, der dicht
genug bei ihr ist, bekommt Küsschen von Isaette. Und nicht nur eines, sondern
so viele wie möglich. Dabei drängelt sie sich nicht vor; Cyra, mit der sie
einträchtig ihre Zelle teilt, ist einfach nur ein wenig zurückhaltender. Auch
die Leine scheint die kleine Isaette zu kennen; und sie weiß auch, wofür so
eine Leine da ist, nämlich um daran spazieren geführt zu werden. Aber in der
Grube kann man nicht spazierengehen, also heißt angeleint werden wohl, dass es
endlich nach draußengeht, dorthin, wo das möglich ist (Anm.: das heißt es leider
nicht in dem Lager in welchem Isaette interniert ist, aber die Kleine zeigt
auch im Zwinger, was sie kann).

Liebe Leserinnen, liebe Leser, unsere Isaette ist ein kleines Hundemädchen, das
- wie wir es leider viel zu oft in Italien erleben - kurz nach ihrem ersten
Geburtstag in einem Hundeasyl gelandet ist. Sie kennt die Leine und sie liebt
Menschen. Daher vermuten wir, dass sie in ihrem ersten Lebensjahr ein Zuhause
gehabt haben könnte; angeschafft als süßer, kleiner Welpe und weggegeben, als
sie erwachsener wurde und vielleicht ein bisschen weniger niedlich war, um
Platz zu machen für einen neuen Welpen, den über kurz oder lang das gleiche traurigeSchicksal
ereilen wird.
Die Tierschützer, die Isaette besuchen durften, erzählten uns von einer
bezaubernden, vertrauensvollen Hündin, die unsagbar unter der Gefangenschaft
leidet und die so sehr gehofft hatte, an der Leine hinausgeführt zu werden;
irgendwohin, wo sie nicht länger weggesperrt wäre. Sie im Zwinger zurücklassen
zu müssen, fiel allen unendlich schwer.

Wir suchen nun nach einem Weg, sie aus ihrer Grube zu befreien. Dafür brauchen
wir Sie! Möchten Sie unserer süßen Isaette ein liebevolles Zuhause geben, haben
Sie eventuell schon etwas Erfahrung mit kleinen molossoiden Rassen und/oder sind
Sie bereit, sich darauf einzulassen und eingehender damit zu beschäftigen? Isaette
braucht Sicherheit, einen festen Platz im Leben und die Nähe zu ihrem/ihren
Menschen. Dann wird aus dem Häschen in der Grube ganz sicher eine fröhliche,
treue Begleiterin, die mit Freuden ihr Hundeherz verschenkt.
Simone Leitenbauer
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Simone.Leitenbauer@pro-canalba.eu
07.06.2026, 19.15 | (0/0) Kommentare | PL
CHUCKY - ES KANN NUR BESSER WERDEN

Chucky
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: ca.02.2018
Schulterhöhe: 48 cm
Einst lebte der Süße bei einem Mann, der ihn solange quälte und misshandelte, bis Nachbarn irgendwann endlich die Polizei riefen. Chucky kam in ein Canile - eines der furchtbaren italienischen Hundelager. Von dort wurde er wahllos an einen neuen Besitzer vermittelt, um von diesem bereits nach kurzer Zeit an jemanden weitergegeben zu werden, der sich weder um Chucky noch um dessen Gesundheit kümmerte. Dabei wäre das zwingend notwenig gewesen; denn die Schläge und Tritte, die der kleine Kerl jahrelang über sich ergehen lassen musste, waren nicht ohne Folgen geblieben. Chucky hat schwere Leberprobleme, berbunden mit einer Bauchwassersucht und wir hoffen, dass sein Herz nicht ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse stehen noch aus. Irgendwann in seinem Leben hat sich Chucky dann auch mit Leishmaniose infiziert, aber die inzwischen eingeleitete Behandlung schlägt sehr gut an.

Unser Chucky ist ein armes, krankes Häschen, das von seinem letzten Besitzer
schlussendlich zu einer Tierschützerin gebracht wurde, als dieser Italien
verließ und Chucky nicht mitnehmen wollte. Mit den Worten „Lasst ihn
einschläfern! übergab er seinen kranken Hund und ging. Das erscheint und ist
auch herzlos, in Italien jedoch die ganz große Ausnahme. Dort werden Hunde, die
man nicht mehr braucht oder will, in der Regel erschlagen oder ausgesetzt und
ihrem Schicksal überlassen.

Chucky erfährt gerade, wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben, wie es sich
anfühlt, umsorgt zu werden. Er frisst mit gutem Appetit und verhält sich wie
ein glücklicher, kleiner Hund. Mit seinen Artgenossen - Hündinnen und Rüden -
versteht er sich wunderbar und auch die kleinen Stubentiger haben von ihm
nichts zu befürchten. Wir tun, was in unserer Macht steht, um es ihm so schön
wie möglich zu machen. Dennoch sollte Chucky nicht in einem Tierheim leben, in welchem
bei aller Aufopferung doch nie genügend Zeit für jeden einzelnen Hund bleibt.
Der kleine Schatz sollte bei gutherzigen Menschen leben, die ihm Geborgenheit und
all die Liebe schenken, die er bisher so schmerzlich entbehren musste.
Darüber hinaus werden Folgeuntersuchungen und -behandlungen notwenig sein, auch
wenn vieles jetzt schon getan wurde und wird, um Chuckys Gesundheit so weit wie
möglich wiederherzustellen. Und so suchen wir verständnisvolle und großherzige Menschen,
die sich dies auch leisten können und möchten – damit aus dem armen, kranken
Häschen endlich der fröhliche, anhängliche Hundebub werden kann, der er seinem
Wesen nach ist.

Bitte, wenn es passt und Sie unseren lieben Chucky gern bei sich aufnehmen möchten,
dann melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Wir danken Ihnen sehr.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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0172-83 49 335
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23.03.2026, 20.05 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

