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Tag: Beton
POLDINO – DAS SUPERTALENT

POLDINO
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03/2018
Schulterhöhe: 54 cm
Poldino ist ganz aufgeregt, sein Herz tanzt vor Lampenfieber. Der hübsche schwarz-weiße Hund hat all seinen Mut zusammengenommen und steht nun auf der Bühne. Heute stellt er sich der Jury vor.
Jury: „Guten Abend. Möchten Sie sich bitte vorstellen?
Poldino: „Hallo, ich bin Poldino und mein besonderes Talent ist es, ein Seelenhund zu sein.
Jury: „Ein Seelenhund? Was genau können Sie denn besonders gut?
Poldino: „Ich kann gut zuhören und begleite Menschen sanft und ruhig durch ihren Alltag.
Jury: „Herzlichen Glückwunsch, Poldino! Das ist ein ganz besonderes Talent. Sie kommen ins Finale – und wir wünschen Ihnen ein Happy End!
Erleichtert verlässt Poldino die Bühne. Draußen warten bereits die Reporter und bitten ihn um seinen Steckbrief.
Doch als sie seine Geschichte lesen, wird es still.
2019 wurde der damals etwa einjährige Hundejunge nach einem Unfall in ein Canile gebracht. Wenigstens wurde seine Verletzung medizinisch versorgt: Sein vermutlich gebrochenes rechtes Vorderbein wurde mit einem Fixateur stabilisiert. Danach schlossen sich die Türen seines Zwingers.
Seit inzwischen sieben langen Jahren lebt Poldino auf wenigen Quadratmetern nacktem Beton.

Dabei beschreiben ihn die Tierschützer vor Ort als ausgesprochen freundlichen, sozialen und liebevollen Rüden. Er läuft gut an der Leine, versteht sich mit Hündinnen ebenso wie mit Rüden und hat auch einen Katzentest glänzend bestanden. Nur seinen Napf möchte er im Moment noch nicht teilen. Nach allem, was er erlebt hat, überrascht uns das nicht. Mit Geduld und Vertrauen wird er sicher lernen, dass ihm niemand mehr etwas wegnehmen möchte.
Unsicher sind sich die Tierschützer lediglich bei seinem Alter. Einige verlorene Zähne und starker Zahnstein lassen vermuten, dass Poldino älter sein könnte als ursprünglich angenommen.
März 2025 Der Vorhang ist gefallen. Doch Poldino wartet noch immer geduldig hinter den Kulissen des Lebens auf seinen großen Auftritt.
Die Jury hat er längst überzeugt. Nur die wichtigste Entscheidung steht noch aus: die eines Menschen, der ihm endlich ein Zuhause schenkt.

Poldino bleibt freundlich. Er bleibt sanft. Er bleibt bereit, sein Herz zu verschenken. Er ist ein Hund, von dem man lernen kann.
Juni 2026 Licht aus. Spot an. Und niemand kam.
2024 war er der Hund mit den zitternden Pfoten und dem Herzen voller Lampenfieber. Er wollte gesehen erden. Er wollte leben. 2025 wartete er geduldig hinter den Kulissen. Ohne Vorwurf. Ohne Bitterkeit. Als wäre er sicher gewesen, dass sein großer Auftritt noch kommen würde.

Und heute?
Heute sitzt Poldino einfach da. Ruhig. Zu ruhig.
Die Muskeln sind geschwunden, ein paar Zähne fehlen. Sieben Jahre Beton hinterlassen Spuren. Keine lauten, die man sofort sieht; sondern leise – die Stille eines Hundes, der gelernt hat zu warten.
Drei Akte. Derselbe Hund: Erst Lampenfieber. Dann Geduld. Jetzt Erschöpfung.
Beim Menschen würden wir es Resignation nennen. Bei Hunden sieht es oft aus wie Anpassung. Doch wir kennen den Unterschied und wir machen uns Sorgen.
Dabei ist Poldino kein Hund für die Einsamkeit. Er ist ein Hund für jemanden.
Das zeigte auch die Begegnung mit der fremden Hündin Silvana. Freundlich, ruhig und gelassen begegnete er ihr wie ein echter Gentleman. Nur an seinem Napf hält er noch fest – das ist seine kleine Baustelle. Alles andere bringt er bereits mit.
Beim Besuch unserer Tierschützer blitzte plötzlich wieder etwas auf. Für einen kurzen Moment war der alte Poldino wieder da. Der Hund, der einmal voller Vorfreude auf sein Leben wartete.

Er ist noch da. Und er wartet immer noch.
Oftmals ist das größte Glück gar kein großer Auftritt. Es kann auch ein ein ruhiger Abend auf dem Sofa sein. Ein Hund, der viel zu lange allein war und irgendwann seinen Kopf auf Ihr Bein legt.
Sieben Jahre Zwinger. Sieben Jahre Beton. Sieben Jahre Warten.
Sein vierter Akt ist noch nicht geschrieben. Er könnte mit Ihrem Anruf beginnen.
Ina Schoenfuss
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus Deutschland:
0172 -83 86 015
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08.08.2026, 17.13 | (0/0) Kommentare | PL
NORGEN - ANLAGE ZUM TRAUMHUND

Norgen
Rasse: Labrador Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2019
Schulterhöhe: 60 cm
Lieber Mensch!
Hast Du manchmal Langeweile oder kommst Du viel zu selten hinaus an die frische
Luft, in die schöne Natur? Fühlst Du Dich hin und wieder allein, ungesehen und
ungeliebt? Hast Du gerade nicht viel zu lachen in Deinem Leben und an treuen,
stets verfügbaren Freunden fehlt es auch? Dann geht es Dir genau wie mir!

Ich bin ein siebenjähriger, beeindruckender Hundemann und hause seit nunmehr vier Jahren in diesem schrecklichen Gefängnis. Hier gibt es nur Gitter, Beton,
Schmutz und viele Hunderte hoffnungsloser Hunde. Uns bleibt nur eine winzige
Chance, diesen furchtbaren Ort irgendwann lebend zu verlassen, indem wir uns
von unserer besten Seite zu zeigen, wenn die Tierschützer mit den Fotoapparaten
uns ein-, zweimal im Jahr für ein paar Minütchen besuchen dürfen.
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Sie sagen, ich sei freundlich und verträglich und kein bisschen aggresiv, aber ich wirke bekümmert und angespannt. Wen wundert das? Ich bin bellend, mit erhobener Rute auf sie zugelaufen. Dann habe ich sie neugierig beschnuppert und mich sofort wieder beruhigt. Aber wachsam und auf der Hut bin ich in diesem unheimlichen Riesenlager eigentlich immer. Wo und bei wem ich die Jahre davor gelebt habe, weiß ich nicht; jedenfalls hat man man mir dort beigebracht, wie man manierlich an der Leine läuft. Allerdings lasse ich mich nur ungern anfassen – keine Angst, ich schnappe nicht zu, nur so recht genießen kann ich es nicht. Dafür verstehe ich mich blendend mit meinen Artgenossen. Ich teile meine Betonbox mit Annetta, und über eine nette Hundefreundin im neuen Zuhause würde ich mich echt freuen.

Vielleicht ist die Lösung für Dein und mein Problem ganz einfach: Dir fehlt ein guter Hund genauso wie mir eine gute Familie. Eine, die mich freundlich willkommen heißt und mich lehrt, das zu genießen, was ich zum täglichen Leben brauche: leckeres Fresschen, ein gemütliches Körbchen, Spaziergänge und einen Auslauf oder Ausguck im Garten, gelegentlich Gesellschaft von anderen Vierbeinern und ganz besonders Deine/Eure Liebe und Fürsorge.

Da ist noch eine Sache, die ich lieber verschweigen würde, aber es ist wohl besser, Du weißt darüber Bescheid: Ich habe Leishmaniose. Das ist so eine doofe Infektionskrankheit, die bei uns im Süden ziemlich oft vorkommt. Zwar lässt sie sich nicht heilen, aber gut behandeln und wenn du auf mich achtest, kann ich damit richtig alt werden.

Danke fürs Lesen und für Deine Hilfsbereitschaft, auch wenn Du selbst mich gerade nicht bei Dir aufnehmen kannst. Wir Hunde spüren trotzdem den guten Willen. Und wer weiß? Vielleicht hast Du ja einen Freund, der einen kennt, dessen Hund verstorben ist oder weißt jemanden, der jetzt Zeit hat in seinem Tag, dem nur noch die passende vierpfotige Begleitung fehlt. Dann wäre uns beiden geholfen!
Es grüßt, mit einem wackeren Wuff,
der Norgen
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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28.07.2026, 21.12 | (0/0) Kommentare | PL
DRAENOR - EINER MUSS DEN JOB JA MACHEN

Draenor
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05.2021
Schulterhöhe: 51 cm
Ja, ich weiß. Ich bin niedlich. Das wird mir vermutlich öfter gesagt, als es für einen erwachsenen Rüden mit ausgeprägtem Interesse am geordneten Zusammenleben angemessen ist. Dieses weiche Fell, die wuscheligen Ohren, der freundliche Blick - offenbar löst mein Anblick bei Menschen sofort den Wunsch aus, mich süß zu nennen.
Nun gut, ich kann damit leben. Aber nur, damit keine Missverständnisse entstehen: Unter diesem Plüsch steckt durchaus ein Hund mit eigener Meinung.

Mein Name ist Draenor. Ich wurde im Mai 2021 geboren, bin 51 Zentimeter groß und hause seit Ende Mai 2026 in einem Hundelager. Dort teile ich meinen Zwinger mit Rüden und Hündinnen. Das klappt grundsätzlich gut. Allerdings bin ich der Meinung, dass eine Wohngemeinschaft ein gewisses Maß an Organisation braucht. Und wenn sich sonst niemand zuständig fühlt, übernehme ich das eben.
Manche würden sagen, ich spiele ein bisschen den Chef. Ich formuliere es eher so: Ich behalte den Überblick. Ob meine Mitbewohner mich offiziell in dieses Amt gewählt haben, ist nicht überliefert. Ich halte solche Formalitäten ohnehin für überbewertet.
Dabei suche ich keinen Streit. Ich weiß einfach gern, was um mich herum passiert. Schließlich kann man nicht gleichzeitig so niedlich aussehen und auch noch völlig verantwortungslos sein.

Mit Katzen komme ich übrigens gut zurecht. Katzen lassen sich ohnehin nur schwer beeindrucken, verwalten oder von irgendetwas überzeugen. Ich habe deshalb früh erkannt, dass ein friedliches Nebeneinander hier die vernünftigste Lösung ist. Man respektiert sich, das reicht vollkommen.
Menschen gegenüber bin ich anfangs etwas zurückhaltender. Das überrascht Sie jetzt vielleicht, weil ich auf den Fotos so aussehe, als würde ich jeden sofort freudig begrüßen und anschließend höflich um ein kleines Gebäckstück bitten. Ganz so schnell geht es bei mir aber nicht.
Ich möchte erst einmal schauen, mit wem ich es zu tun habe. Geben Sie mir einfach ein wenig Zeit und drängen Sie mich nicht. Sobald ich merke, dass alles in Ordnung ist, entspanne ich mich und komme von selbst auf Sie zu. Dann dürfen Sie mich gern auch niedlich finden. Sie müssen es nur nicht pausenlos laut sagen.

An der Leine laufe ich gut. Gemeinsame Spaziergänge fände ich ohnehin deutlich angenehmer als das ewige Stillsitzen im Zwinger. Da draußen gibt es schließlich so viel zu entdecken, zu erschnuppern und zu erleben. Außerdem macht sich ein Hund mit meinem Fell zwischen Bäumen und Wiesen vermutlich ausgesprochen gut.
Für mein zukünftiges Zuhause bringe ich also einiges mit: Ich bin mit Rüden und Hündinnen verträglich, komme mit Katzen zurecht, laufe gut an der Leine und kann mich auf Menschen einlassen. Ich brauche nur einen kleinen Moment, bevor ich mein Vertrauen verschenke.

Gesucht werden deshalb Menschen, die in mir nicht nur den herzigen Plüschhund sehen. Menschen, die meine anfängliche Vorsicht respektieren, über meine kleine Chefrolle lächeln und mir freundlich zeigen, dass ich künftig nicht mehr alles selbst regeln muss.
Vielleicht möchte ich nämlich gar nicht wirklich der Chef sein, sondern wünsche mir, meinen kleinen Hausmeisterjob endlich aufgeben zu dürfen. Jemanden, der mir das Gefühl gibt, dass alles gut ist. Einen weichen Platz zum Schlafen. Spaziergänge statt Betonzelle. Sicherheit statt Verantwortung. Menschen, bei denen ich den Überblick auch einmal abgeben darf.

Ich bin noch nicht lange hier. Vielleicht habe ich ja das Glück, gar nicht erst lernen zu müssen, wie man sich an ein so einen traurigen Ort gewöhnt.
Sie dürfen mich dann auch niedlich nennen - aber bitte erst, nachdem Sie meine Vermittlerin angerufen haben.
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus dem Ausland:
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28.07.2026, 12.00 | (0/0) Kommentare | PL
ARLEENE - WIE SAG ICH´S MEINEN KINDERN? SIE HAT IHR ZUHAUSE GEFUNDEN!

Arleene
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 62 cm
(Von Arleene, seit Juli 2023 unfreiwillige Expertin)
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser. Wenn Sie diesen Text lesen, interessieren Sie sich vielleicht für Hundeerziehung. Dann lassen Sie mich Ihnen sagen: Ich habe inzwischen fast drei Jahre Praxiserfahrung; leider nicht im Garten oder im Wohnzimmer, sondern im Beton.

Kapitel 1: Wählen Sie den richtigen Untergrund. Rasen wird überbewertet, ebenso wie Sand. Beton dagegen hat Charakter. Er ist hart, nackt und speichert jede Temperatur, die gerade als besonders unangenehm empfunden wird. Im Sommer beschert er Ihnen Brandblasen an den Pfoten, im Winter dafür Erfrierungen und abgerissene Haut, die an dem nassen, vereisten Untergrund kleben bleibt. Dadurch lernen Ihre Welpen schon früh, sich anzupassen und dass Weinen überhaupt nichts bringt.

Kapitel 2: Ruhig bleiben trotz Dauerlärm. Umgeben von Jaulen, Winseln, Bellen, Metallklirren und immer neuen Gesichtern hinter Gittern entwickeln junge Hunde eine ausgezeichnete Fähigkeit, gelassen zu bleiben. Ich habe meine Kinder gelehrt, dass nicht jedes laute oder fremde Geräusch zwangsläufig Gefahr bedeutet. Manchmal heißt es nur, dass wieder einer umsonst gehofft und gewartet hat.





Erkennen Sie die Ironie? Die Menschen suchen gesellige, liebevolle, selbstbewusste Hunde und ich sitze hier mit genau diesen Eigenschaften. Man muss nicht laut sein, um es verdient zu haben. Man muss nicht perfekt sein, um richtig zu sein. Ich habe meine Aufgabe erfüllt. Meine Kinder sind erwachsen und sind freundlich geblieben. Das war nicht ohne weiteres zu erwarten, besonders unter den gegebenen Umständen.

Jetzt wäre ich gern einmal nicht nur Mutter, sondern einfach die Hündin Arleene.Vielleicht ist ja 2026 das Jahr, in dem Sie und andere gutherzige Menschen beschließen, dass wir uns nicht länger im Warten üben müssen, sondern endlich anfangen dürfen zu leben. Wir sind mehr als bereit für das erste Kapitel außerhalb dieses Leitfadens.

Genug der Theorie, hiermit schließe ich meinen Betonratgeber. Für den Praxisteil beginnen Sie bitte mit Kapitel Zum Telefon greifen - natürlich gern auch für eins meiner Kinder Armindo, Arunny und Arriel, Meine Vermittlerin freut sich riesig auf Ihren Anruf und ich bin voller Vorfreude und kann es kaum erwarten.
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus Deutschland:
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aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
07.06.2026, 19.16 | (0/0) Kommentare | PL
JONTAR - HAPPY END GESCHRIEBEN: ZUHAUSE GEFUNDEN!

Jontar
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2021
Schulterhöhe: 62 cm
Mai 2026: Neuer Tag, neues Glück? Das mag für andere gelten, aber nicht für mich. Keiner sieht mich, keiner ruft mich beim Namen. Was einmal Hoffen und frohes Erwarten war, sitzt jetzt zuviel auf den Knochen und zuwenig auf der Seele. Die Tage tropfen auf den Zwingerboden und versickern im rauen Beton.


Als mich
die Tierschützer einmal kurz besuchen durften, sagten sie mir: "Lieber Jontar,
warte nur ab, deine Familie kommt schon bald." Und ich wartete, warte immer
noch, aber niemand meldet sich für mich. So vergehen die Jahre und mein Leben
verrinnt.

Ich sehe
andere Hunde kommen und gehen. Eine von ihnen ist Jozefina, meine Schwester.
Sie hat den Jackpot geknackt und ein Zuhause bei einer ganz lieben Familie
gefunden. Ich bleibe zurück und werde immer runder, stiller, und müder. Nur
noch selten frage ich mich, ob mein Bild auch endlich einmal zum Lieblingsbild
von einem Menschen wird.

Jacoby und Betsy sind meine Freunde. Wir teilen das Warten miteinander, aber schon längst nicht mehr die
Hoffnung. Was einmal Welpenmut hieß, ist jetzt ein unsichtiger, dicker Hund mit
stillen, traurigen Augen, kaum noch Muskeln und glanzlosem Fell.
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Dabei
mache ich alles richtig. Ich dränge mich nicht vor, belle nicht aufdringlich,
halte durch. Ich lasse mir vorsichtig das Halsband anlegen, folge tapfer, oder
stehe still, wie es gerade verlangt wird. Die Tierschützer sagen, ich sei
folgsam, sanft und vorsichtig hoffnungsvoll - aber ich frage mich: Erfährt das
überhaupt jemand? Oder ist auch das nur so ein Satz, der ungelesen in einem
Aktenordner verschwindet? Warum bin ich nie der, auf den jemand wartet? Bin ich
unsichtbar? Ich möchte doch so gern irgendwo ankommen und wissen, wie sich
richtiges Leben anfühlt.
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Ich bin
Jontar und ich hoffe immer noch, dass meine Geschichte endlich jemand zu Ende liest.
Vielleicht schreibst Du ja sogar das Happy End.
Dein Jontar
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
"> per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
WAS BISHER GESCHAH:
August 2023: Jacoby, Jontar, Jorik, Jorina, Jozefina und Julinda - einst sechs niedliche, kleine, unschuldige Welpchen, die in der Hundehölle landeten. Die drei Buben und drei Mädchen sind inzwischen erwachsen, ihre Welpenniedlichkeit konnte keinen von ihnen retten. Umso nachdenklicher stimmt es mich, wenn ich auf den Fotos und Videos der Geschwister sehe, dass sie sich nicht aufgegeben haben, sondern immer noch lustige und freundliche Wesen sind, die unsere Tierschutzkameraden freudig begrüßen. Sonnenscheine in einer trostlosen Welt. Wie kann es sein, dass sie dort noch vor sich hinvegetieren müssen, anstatt im eigenen Zuhause für Spaß und gute Laune zu sorgen?


Es muss ein heißer Sommertag, Ende August 2021 gewesen sein, als Jontar und
seine Geschwisterchen das Licht der Welt erblickten. Kaum zwei Monate alt,
wurden sie ins Hundelager gebracht; ob sie ausgesetzt oder frei geboren
und aufgegriffen wurden, wissen wir nicht. Seitdem fristen sie ihr Dasein
an diesem düsteren, furchteinflößenden Ort, verbringen ihre Tage auf nacktem
Beton in nicht endenwollendem Einerlei, ohne Gras unter ihren Pfoten, ohne
einen Ort, an den sie sich einmal zurückziehen könnten, ohne streichelnde Hände
und jegliche Fürsorge. Unvorstellbar? Ja, aber leider traurige Wirklichkeit.


August 2024: Inzwischen sind drei Jahre vergangen, in denen aus einer Rasselbande niedlicher Welpen ein Rudel erwachsener Hunde wurde; verlassen, weggeschlossen und hinter Gitterstäben vergessen. Einzig ihre Schwester Jozefina, die nun Josy heißt, wurde im Dezember 2023 von einer dieser weltbesten Familien adoptiert und lebt nun glücklich und geliebt in ihrem eigenen Zuhause.
01.06.2026, 17.00 | (0/0) Kommentare | PL
THAVINE - AND THE OSCAR GOES TO…

Thavine
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.2026

Ein herrlicher Frühlingstag in Italien. Die Vögel zwitschern, die Sonne kommt hinter den Wolken hervor und strahlt auf das kuschelige Körbchen der Hundekinder Thavine und Tiriel. Thavine streckt sich genüsslich und stuppst ihr Brüderchen Tiriel an. Werde schnell wach, Tiriel. Ein spannender Tag voller Abenteuer erwartet uns. Noch mehr Abenteuer, antwortet Tiriel und gähnt herzhaft. Wir haben doch gestern schon unsere Spielsachen versteckt, mit unseren Menschen gekuschelt und sind über eine weiche Wiese mit den bunten Blumen getobt.

Stopp! Falscher Film! Denn das ist nicht der, in welchem Hundekinder die Hauptrolle spielen, die in der Geborgenheit einer Familie oder eines Lieblingsmenschen aufwachsen dürfen. Dies ist der Film von Welpen, die mit zwei Monaten von ihrer Mama getrennt und in einem Hundelager entsorgt wurden. Statt in dem kuscheligen Körbchen werden sie auf einem kalten, schmutzigen Betonboden schlafen müssen, bis ihre Knochen wundgescheuert sind; und statt Vogelzwitscher wird sie jeden Morgen das Bellen und Jaulen ihrer Mitinsassen wecken, von denen viele ebenfalls seit ihrer Welpenzeit dort eingesperrt sind, ab da kein einziges Mal ihre Zelle verlassen haben und in dieser auch irgendwann einsam und vergessen sterben werden.

Thavine und Tiriel hatten seltenes, unfassbares Glück: Die Tierschützer
durften auf Stippvisite zu ihnen. Für die beiden Hundekinder bedeutete dies
einen Augenblick der Freiheit und Unbeschwertheit auf der Besuchswiese. Hier konnten
sie zum ersten Mal nach Herzenslust schnuffeln und rennen. Beim
Leinenführigkeitstest ist die kleine Thavine zwar durch-, aber dafür durch ihren
Einfallsreichtum aufgefallen: Sie hat die Leine kurzerhand zweckentfremdet und zur
Spielkameradin gemacht.

Leider sind die Besuche durch die Tierschützer gezählt. Wenn sie das nächste Mal vorbeikommen - vielleicht in einigen Monaten oder sogar erst Jahren, je nachdem, wie es den Canilebetreibern gefällt - dann wird Thavine viel von ihrer Unbeschwertheit und ihrem hundekindlichen Zutrauen verloren haben. Sie wird nicht wissen, dass sie im falschen Film ist, denn den Film vom glücklichen Hundeleben wird sie bis dahin nicht kennenlernt haben; nur den, in dem Leben nichts anderes als Überleben heißt. Überleben in einer Welt, die es gar nicht geben dürfte.

Und nun, liebe Leserinnen, liebe Leser, geben wir Ihnen eine Fernbedienung in
die Hand. Welcher Film soll für Thavine die nächsten zwölf bis vierzehn Jahre
laufen? Film B (bei Publikum und Presse durchgefallen), in dem die Kleine elend
in der Hundeverwahranstalt vor sich hinvegetiert, bis sie, gezeichnet durch
körperliche und seelische Vernachlässigung, diese Welt verlässt? Oder Film A
(löste schon bei der Uraufführung wahre Begesteirungsstürme aus), in dem sie
die Hauptrolle in Ihrem Leben spielt, fröhlich und vertrauensvoll an Ihrer
Seite aufwächst, um mit Ihnen als beste Freundin durchs Leben zu gehen? Sie
halten die Fernbedienung in der Hand; und um Ihnen die Wahl zu erleichtern,
haben wir schon die Telefonnummer von Thavines Vermittlerin einprogrammiert.
Bitte rufen Sie an. Thavine und wir
freuen uns auf Sie. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
22.05.2026, 19.25 | (0/0) Kommentare | PL
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| 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 |
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

