
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: freuen
TOBY - ENDE GUT, ALLES GUT: FAMILIE UND KÖRBCHEN GEFUNDEN!

Rasse: English Setter
Geschlecht: Rüde
Geboren: 31.12.2012
Schulterhöhe: 50 cm

"Es war einmal ein alter Hund, dem wurde die Welt ganz dunkel und still…
So könnte meine Geschichte beginnen. Ich bin Toby, ein steinalter Setter, sagen
die Menschen hier. Ich gehöre zu denen, die im Leben schon viel gesehen haben,
auch wenn ich das jetzt nicht mehr kann.
Es ist so nach und nach passiert. Zuerst wurde alles verschwommen, dann immer
dunkler, bis es zum Schluss nur noch schwarz war. Auch die Geräusche sind
verschwunden. Manchmal glaube ich noch, ein dumpfes Gemurmel zu spüren, so ein
leises Summen; aber die Stimmen und die Worte erreichen mich nicht mehr. Trotzdem
bin ich noch da. Ich gehe noch immer gerne nach draußen, meine Nase arbeitet
zum Glück noch einwandfrei, und sie erzählt mir alles, was ich wissen muss. Ich
schnuppere mich durch die Welt, ganz vorsichtig, Schritt für Schritt. Und wenn
ich Gras unter mir spüre, dann vergesse ich für einen Augenblick alles und
wälze mich glücklich darin, so wie früher.


Die netten Menschen hier sagen, ich sei lebensfroh und dass ich gerne kuschle. Das stimmt. Ich finde meinen Weg zu ihnen - vielleicht nicht mit den Augen oder mit den Ohren, aber trotzdem zielsicher. Und wenn ich sie dann errreicht habe, lehne ich mich einfach ganz dicht und fest an sie, was heißen soll: Seht ihr, hier bin ich. Es ist alles gut.

Vor einer Woche kam ich hierher ins Tierheim. Ein neuer Ort, den ich nicht
sehen kann mit Geräuschen und Stimmen, die ich nicht hören kann. Alles ist fremd und manchmal
bleibe ich einfach stehen und weiß nicht so recht, wohin ich gehen soll. Ich
glaube, alt zu sein hatte ich mir ein bisschen leichter vorgestellt. Man sagt
ja auch, dass es nichts für Feiglinge ist. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Schließlich
gibt es noch viel zu erschnuppern und zu erleben. Und vielleicht, ganz
vielleicht ist irgenwo da draußen jemand, der mir helfen möchte, mich
zurechtzufinden und mir mir zeigt, dass die Welt auch ohne Augenlicht und Gehör
noch ein schöner Ort sein kann.

Ich wünsche mir so sehr einen sicheren Platz bei Menschen, die mich geduldig führen, ohne mich zu drängen; die verstehen, dass ich manchmal ein bisschen länger brauche und die sich freuen, wenn ich mich neben sie lege und einfach nur da bin. Das würde mich glücklich machen. Hoffentlich bin ich nicht zu unbescheiden.

Das war sie schon, meine kleine Geschichte. Sehr viel Zeit habe ich wohl nicht mehr, und ich würde sie ich so gern mit dir verbringen. Vielleicht siehst und hörst ja gerade du mich - auch wenn ich selbst nichts mehr sehen und hören kann."
Dein TOBY
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
11.09.2026, 20.02 | (0/0) Kommentare | PL
HELDER - FÜNF STERNE SEHEN ANDERS AUS

HELDER
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06/2022
Schulterhöhe: 56 cm
September 2026: Herzlich willkommen in meiner exklusiven Residenz – dem einzigen Luxushotel der Region, das ganz auf Betonboden- und Gitterchic setzt. Seit 46(!) Monaten bin ich hier Stammgast. Einen besonderen Service hat diese Unterkunft allerdings: Man darf bleiben, solange man möchte; oder genauer gesagt: Solange niemand kommt, der einen zu sich nach Hause holt.

Meine Suite
Minimalistisches Design, überwiegend Betonwände, stabile Gitterstäbe und eine Aussicht, die sich seit Jahren nicht verändert hat. Man könnte sagen: sehr konsequent. Andere würden vielleicht behaupten, ein bisschen Abwechslung wäre auch ganz schön.

Gesellschaft inklusive
Immerhin bin ich nicht allein. Ich teile meine Unterkunft mit Hündinnen, Rüden und im Moment noch meinem Bruder Hughie. Der zieht bald aus, er hat eine Dauerunterkunft in einer echten Fünf-Sterne-Residenz (sprich: einem richtigen, eigenen Zuhause) gefunden.
Platz ist zwar eher knapp bemessen, aber wir arrangieren uns. Hier lernt man schließlich, auch auf engem Raum miteinander auszukommen.

Das tägliche Menü
Beim Essen setzt man auf größtmögliche Anspruchslosigkeit. Das tägliche Menü ist nicht nur immer das gleiche, sondern auch von bescheidener Qualität – und viel zu klein, um wirklich satt zu machen. Überraschungen gibt es also keine. Man weiß hier zwar ziemlich genau, was im Napf landet, aber ein Feinschmecker würde vermutlich trotzdem lieber woanders reservieren.

Panoramablick
Mein persönlicher Lieblingsausblick geht direkt auf die Gitterstäbe. Sie sind immer da, brauchen keine Pflege und verändern ihre Farbe nicht. Man kann sich also darauf verlassen.

Das Unterhaltungsprogramm
Für Unterhaltung sorgen die anderen Hunde. Dauerbellen, Heulkonzerte und gelegentliches Weinen gehören zum festen Programm. Besonders beliebt ist das Zwinger-Bingo: Einer fängt an zu winseln, und schon ist für ein paar Minuten etwas los. Preise gibt es leider keine – aber immerhin ein bisschen Abwechslung im Einerlei unserer kleinen, grauen Welt.

Der seltene VIP-Besuch
Besonders exklusiv wird es, wenn die Tierschützer kommen. Das passiert ungefähr alle 20 Monate – also wirklich ein Ereignis, auf das man sich freuen kann.
Beim letzten Katzentest gab es sogar eine Sondervorstellung: Ich durfte eine samtpfotige Freigängerin kennenlernen. Ich war freundlich und interessiert und habe die Sache souverän gemeistert. Sie übrigens auch.

Mein ganz persönliches Abenteuer
Wenn es im Alltag schon wenig zu erleben gibt, muss man eben selbst erfinderisch werden. Ich kann zum Beispiel die Rillen im Beton zählen oder Wettrennen mit meinem eigenen Schatten veranstalten. Man entwickelt mit der Zeit erstaunliche Fähigkeiten.
Und manchmal verlege ich meinen Platz einfach von einer Zwingerecke in die andere. Das klingt nicht sonderlich aufregend? Für mich ist es beinahe eine Weltreise.

Das schönste Kopfkino
Zum Glück gibt es da noch meine Träume.
In einem davon habe ich endlich einen Menschen. Einen, der mich nach Hause holt, mir einen weichen Platz gibt und mich einfach bei sich haben möchte. Vielleicht stehen wir dann gemeinsam in der Küche. Vielleicht bekomme ich mein Futter sogar auf einem richtigen Teller serviert. Porzellan wäre natürlich der Gipfel der Exklusivität. Aber Metall oder Plastik täten es natürlich genauso gut; es kommt schließlich in erster Linie auf den Inhalt an.
Und während ich genüsslich futtere, schaut mein Mensch mich an und freut sich einfach darüber, dass ich da bin und es mir schmeckt. Das wäre für mich echtes Luxusleben.

Wer ich wirklich bin
Hinter all den Witzen bin ich nämlich ein aufgeschlossener Bursche voller Entdeckerfreude und mit einem großen Herzen für euch Menschen. Wenn es mir zu hektisch wird oder sich jemand sehr schnell bewegt, erschrecke ich manchmal kurz. Mit ein wenig Geduld fasse ich aber schnell Vertrauen.
Auch an der Leine mache ich inzwischen eine ganz passable Figur. Und draußen? Da gibt es endlich etwas zu erleben. Genau das liegt mir: Schauen, schnuppern, lernen und die Welt erkunden.

Mein größter Wunsch
Hier im Lager hilft mir der Galgenhumor dabei, nicht den Mut zu verlieren. Aber ehrlich gesagt würde ich mein Luxushotel hier nur allzu gern gegen ein ganz normales Zuhause eintauschen: Gegen vier Wände mit einer Tür, durch die man laufen kann, wann immer man will, statt nach zwei Schritten an Gitterstäbe zu stoßen. Gegen aufregende Spaziergänge statt Schattenjagen auf Betonboden. Gegen ein Körbchen, das mir allein gehört. Und vor allem gegen einen Menschen, der mich liebhat und mich nicht wieder verlässt. Und falls du bei dir zuhause schon andere Hunde hast: Kein Problem. Ich lebe hier schließlich auch in einer gemischten WG und komme mit allen gut zurecht.

Wenn du also einen neugierigen und anhänglichen Begleiter suchst, der schon viel zu lange auf sein erstes richtiges Abenteuer wartet, dann könnten wir uns vielleicht kennenlernen.
Ich wäre bereit. Die Telefonnummer, die du dafür anrufen müsstest, findest du weiter unten.
Bis bald – hoffentlich!
Dein Helder
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
08.09.2026, 17.00 | (0/0) Kommentare | PL
ICH HEIßE SARA

SARA
Hündin
45 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2015
Zwingernummer: B 246
Auch die zierliche Hündin Sara kam bereits
2015, als kleiner Welpe, ins Shelter Kozhuhovo. Damals hätten ihre Aussichten
auf Adoption in Moskau – wenn überhaupt - noch am günstigsten gestanden. Doch mit
jedem neuen Tag, jedem weiteren Jahr im Shelter
schwinden die Chancen für Sara mehr und mehr. Zu viele Hundekinder
rücken nach, und Alter ist in Russland leider kein Vorteil für einen Hund.
Heute zählt Sara ungefähr 7 Jahre. Aus dem winzigen Hundebaby von damals wurde eine erwachsene Hündin, die leider in der Masse von 3000 Hunden untergeht. Dabei hat sie durchaus ihre Besonderheiten – man muss sie nur sehen wollen.

Wir hoffen auf den einen Menschen oder die eine Familie, die genau dieses Besondere in der freundlichen Sara erkennen. Sie läuft bereits brav an der Leine und richtet dabei ihre volle Aufmerksamkeit auf den Menschen an ihrer Seite; eine unkomplizierte Hündin, die gern tollt und spielt und eigentlich nur gefallen möchte.

Zwar verträgt sich Sara im Shelter mit männlichen und weiblichen Artgenossen, aber ihr Motto lautet doch: „Rüden bevorzugt“. Daher wäre es schön, wenn in ihrem neuen Zuhause bereits ein souveräner Hundemann auf sie warten würde, der ihr das Ankommen erleichtert.

Sara ist kastriert, gechipt und geimpft. Über ernsthafte Anfragen für das zarte Hundemädel würden unsere Vermittlerinnen sich sehr freuen - damit Saras trauriges Schicksal nicht schon in jungen Jahren endgültig besiegelt wird.

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
17.01.2024, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL
ICH BIN KEINE SOFAKARTOFFEL! BASS

BASS
Rüde, 55-60 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
geimpft, gechipt, kastriert
Zwingernummer: B 241
Bass kam als ganz junger Hund in das
russische Shelter Kozhuhovo – fröhlich, verspielt und voller Neugier auf das
Leben. Hätte er gewusst, welches Los ihn erwartet, vielleicht hätte er
versucht, in letzter Minute zu entfliehen. In einem Shelter mit über 3.000
Hunden zu landen, ist für jeden Hund eine Katastrophe, doch für Bass kam es
noch viel schlimmer.
Da es in den Sektoren (dort liegen die Außenzwinger, die jeweils mit 3-4 Hunden besetzt sind) keinen freien Platz mehr gab, musste Bass zwei volle Jahre auf der Quarantänestation in Einzelhaft verbringen, ohne jeden Kontakt zu seinen Artgenossen. Um einen Blick auf die Welt 'da draußen' zu erhaschen, musste Bass sich auf die Hinterbeine stellen, denn der untere Teil der Zwingertüren ist vollständig geschlossen. Und selbst dieser Blick bot nichts, an dem er sich hätte erfreuen können: Gegenüber liegt eine weitere Zwingerreihe mit Türen, die ebenfalls bis zur Hälfte komplett geschlossen sind.

Nach zwei Jahren gab es endlich einen
geeigneten Platz in einem der Sektoren, und Bass zog um. Sein Elend fand jedoch
damit kein Ende. Zwar teilt er sich nun einen – viel zu engen – Zwinger mit
mehreren Artgenossen und seine Gefängnistür besteht aus Gittern, die einen
Blick nach draußen zulassen. Doch leider gibt es nichts weiter zu sehen, als
eine weitere, endlos scheinende Reihe von Zwingern auf der anderen Seite des
schmalen Ganges.
Trotz dieser zwei langen Jahre in völliger Isolation hat sich Bass nicht ganz in sich zurückgezogen. Er findet das Leben immer noch interessant und freut sich über die eine kurze Stunde in der Woche, in der er ein klein wenig Aufmerksamkeit von seinen Betreuern erhält. Ein paar selige Momente für ihn, in denen er sich die Beine vertreten, ein bisschen herumtoben und mit den anderen Hunden spielen kann. Das bedeutet eine Wohltat für ihn, denn sein Zwinger misst kaum mehr als 3 Quadratmeter, die er sich mit weiteren Leidensgefährten teilen muss.

Bass ist ein junggebliebener, aktiver Hund, der es liebt, zu rennen und zu spielen. Wie ein Welpe möchte er trotz seiner Vergangenheit die Welt kennenlernen und erobern dürfen. Mit seinen Artgenossen zeigt er sich verträglich, zu Menschen ist er sehr freundlich und sucht gern den Kontakt. Bass möchte einfach gefallen und hat mittlerweile auch schon gelernt, mit seinen vertrauten Betreuern kleine Spaziergänge an der Leine durch die Zwingerreihen an der Leine zu machen.


Für Bass ist es praktisch ausgeschlossen, in
Russland ein Zuhause zu finden. Er ist nun einmal kein Rassehund, gleicht rein
optisch hundert anderen und zählt mit seinen 7 Jahren zwar noch nicht zu den
Senioren, fällt jedoch in Russland bereits unter die Kategorie "zu alt". Daher
haben seine Betreuer uns gebeten, für diese liebe, unschuldige Hundeseele ein schönes
Zuhause zu finden, in dem er in Ruhe ankommen und die Welt kennen lernen darf. Bass würde sich sehr über eine sportlich
aktive Familie freuen, denn er besitzt zwar ein freundliches, ausgeglichenes
Gemüt, ein Couchpotatoe ist er jedoch nicht. Für größere Kinder (ab 10 Jahre)
könnte er sicher der beste Freund und Spielgefährte werden. Eine souveräne Hundedame
als Kameradin wäre ebenfalls schön, ist aber durchaus keine Voraussetzung. Ob
Bass mit Katzen leben kann, können wir leider nicht zuverlässig testen.
Vielleicht sind gerade Sie es, der oder die Bass die Chance seines Lebens geben möchten, damit er nicht - wie leider so viele seiner Mitgefangenen – irgendwann einsam und unbeachtet im Shelter ein völlig sinnloses Leben beschließen muss!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde
(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
08.01.2024, 18.48 | (0/0) Kommentare | PL
| 2026 | ||
| <<< | Oktober | >>> |
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 01 | 02 | 03 | 04 | |||
| 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

