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Tag: Wund
DENISSE - ICH WÜRDE SO GERNE...

Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 05/2022
Schulterhöhe: 57 cm
Ich würde so gern mit meinem Lieblingsmenschen spazieren gehen, die Welt erschnuppern, endlich etwas lernen, neue Hunde- und Menschenfreunde treffen, umsorgt werden und abends bei meiner Familie sein. Ich möchte wissen, dass ich geliebt werde und bleiben darf. Für immer.
Denisse ist natürlich kein sprechender Hund, und wir können auch keine Hundegedanken lesen. Aber wenn wir uns die Fotos und Videos der rund viereinhalbjährigen Hündin ansehen, die von den mit uns befreundeten Tierschützern im August 2026 endlich wieder einmal besucht werden durfte, dann können wir uns ziemlich gut vorstellen, was in Denisse vorgehen mag.

Denn da sehen wir eine allerliebste, freundliche, neugierige und aufgeschlossene Hündin, die unbedingt gefallen möchte und ganz offensichtlich spürt, dass es außerhalb ihres Gefängnisses noch so viel mehr zu entdecken gibt. Denisse hat Menschen gern, mit anderen Hunden kommt sie problemlos zurecht. Sie ist ein feines, wunderhübsches Hundemädchen. Eine Perle, die so viel zu geben hätte – wenn man sie nur endlich ließe.

Stattdessen sitzt Denisse schon ihr ganzes Leben hinter Gittern; auf nacktem Beton in einem kahlen Zwinger von wenigen Quadratmetern. Im August 2022 waren sie und ihre Geschwister Damish, Damek, Denis, Darcyline und Daffie geschätzt erst drei Monate alt, als für sie das endete, was einmal ein ganz normales Hundeleben hätte werden sollen.
Sie kamen in eines der widrigen Hundelager. Tor zu, fertig. Das wär´s dann gewesen – wären unsere Tierschützer vor Ort nicht wenig später auf die sechs Welpen aufmerksam geworden.

Im Oktober 2022 durften wir die kleine Hundefamilie zum ersten Mal auf unserer Homepage vorstellen. Und tatsächlich geschah ein erstes Wunder: Damek konnte noch vor Jahresende in sein Zuhause ziehen. Leider sollte dies bis heute das einzige Wunder für die Geschwisterchen bleiben. Daffie ist inzwischen verstorben, die anderen vier warten noch immer – eingesperrt, ohne Nestwärme und ohne Hoffnung, endlich ankommen zu dürfen.

Schon recht früh wurde bei allen Geschwistern Leishmaniose festgestellt; vermutlich schon im Mutterleib übertragen von ihrer ebenfalls erkrankten Mutter. Ob das der Grund dafür ist, dass weder Denis, Damish, Darcyline noch unsere allerliebste Denisse bisher auch nur eine einzige passende Anfrage erhalten haben?
Wir wissen es nicht. Vielleicht schreckt die Diagnose immer noch viele Menschen ab. Dabei bedeutet Leishmaniose nicht zwangsläufig, dass ein Hund kein schönes und erfülltes Leben führen kann. Mit der richtigen tierärztlichen Betreuung und einer auf den jeweiligen Hund abgestimmten Therapie können betroffene Tiere durchaus viele gute Jahre erleben.

Doch genau diese medizinische Versorgung gibt es für Denisse derzeit nicht. Die Lagerleitung lässt eine solche nicht zu. Umso wichtiger wäre es, dass Denisse endlich einen Menschen findet, der bereit ist, sich ihrer anzunehmen und ihr die Behandlung zukommen zu lassen, die sie so dringend braucht.

Aufgeben kam für uns noch nie infrage. Deshalb stellen wir Denisse heute noch einmal ganz oben auf unsere Liste. Denn trotz ihrer schwierigsten Lebensumstände ist diese Hündin noch immer lieb, vertrauensvoll, neugierig und bewegungsfroh. Noch hat sie ihre Lebensfreude nicht verloren.

Aber wie lange wird das so bleiben?
Jahre hinter Gittern gehen nicht spurlos an einem Hund vorbei. Und je länger Denisse warten muss, desto größer wird die Gefahr, dass ihre Erkrankung irgendwann Folgen hat, die sich nicht mehr auffangen lassen. Wir möchten verhindern, dass ihr Leben, das noch gar nicht recht begonnen hat, eines Tages endet, ohne dass sie jemals erfahren durfte, wie sich ein eigenes Zuhause anfühlt.

Deshalb bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser: Helfen Sie Denisse.
Wenn Sie auf der Suche nach einer lieben, wunderschönen erwachsenen Hündin sind, etwas Hundeerfahrung und Einfühlungsvermögen sowie genügend Zeit und Geduld mitbringen, dann könnte Denisse genau die richtige Begleiterin für Sie sein. Und falls Sie selbst ihr kein Zuhause schenken können, helfen Sie ihr bitte trotzdem: Erzählen Sie in Ihren Kreisen von Denisse und teilen Sie ihre Geschichte in Ihren sozialen Medien.

Vielleicht geschieht durch viele Menschen, die nicht wegsehen, doch noch ein weiteres kleines Wunder.
Wir wünschen uns von Herzen, dass Denisse endlich ein Leben beginnen darf, das diesen Namen auch verdient. Und wir danken Ihnen für jede Unterstützung.
Ina Schoenfuss
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172 -83 86 015
aus dem Ausland:
+49172 -83 86 015
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26.09.2026, 16.46 | (0/0) Kommentare | PL
OLDRICH - STILLE WILL GESEHEN WERDEN

Oldrich
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2019
Schulterhöhe: 60 cm
"Sie ist weg." "WER ist weg?!" "Na, Oberlyn! Sie hats geschafft!" Wie ein Lauffeuer ging es durch die kahlen, schimmeligen Betonflure des Canile. Ein aufgeregtes Konzert aus Bellen, Jaulen und Gitterrasseln setzte ein – manche freudig, manche neidisch, andere verzweifelt und wieder andere einfach, weil es alle machten. Mittendrin saß Oldrich. Still. Ein bisschen verwirrt, ein bisschen stolz, aber auch ein kleines bisschen traurig. Seine Schwester war jahrelang seine Mitbewohnerin, Seelentrösterin und Wärmflasche auf vier Pfoten gewesen. Jetzt hatte sie ein Zuhause. Ein richtiges Zuhause mit Platz auf dem Sofa, Leberwurst aus der Tube und mit Menschen, sie sich nicht störten an einem bisschen Fell in ihrem Morgenkaffee.
"Das ist doch super!", bellt jemand aus der Nachbarbox. Oldrich nickt bedächtig. Und er? Er teilt seinen kahlen Käfig nun allein mit Alphonza. Alphonza ist in Ordnung. Sie frisst ihm nicht das Futter weg und schnarcht nicht ganz so laut wie Oberlyn. Dennoch vermisst Oldrich sie. Aber er nimmt sich zusammen. So ist er eben, ein stiller Held.

Wenn die Tierschützer zu Besuch kommen, neigt
Oldrich leicht den Kopf zur Seite; nicht zu niedlich, aber dennoch charmant.
Die meisten sehen dann nur: "Hm, schüchtern." Er ist keiner dieser
fluffigen Instagramhunde mit Pomponschwanz und Schnappschusslächeln. Er ist
einfach Oldrich. Wunderschön schwarz-weiß, mit einem etwas hervorstehenden
Unterkiefer; die Tierschützer nennen das diplomatisch leichte Prognathie.
Er bleibt stets abwartend und ruhig - manchmal so ruhig, dass man meinen
könnte, er sei aus Stein. Aber seine Augen blicken fragend-hoffnungsvoll und
sein Herz, klopft voller Erwartung. Vertrauen kommt bei ihm nicht per Express,
sondern eher wie ein Paket, das auf dem Postweg aus dem vorletzten Jahrhundert
verschickt wurde - aber es kommt an. Er ist nicht unhöflich, doch sein Instinkt
sagt: "Verhalte dich lieber still, vielleicht ist das hier gefährlich. Denn
der Alltag im Canile hat ihn geprägt. Tage, Wochen, Jahre, immer gleich. Beton,
Gitter, manchmal Futter, oft Hunger, Schmutz, Einsamkeit, Langeweile, Regen,
Hitze, Kälte, Hoffnung und immer wieder bittere Enttäuschung. Oldrich ist kein
Draufgänger. Er ist ein Beobachter, einer, der lieber zweimal hinschaut, bevor
er jemandem die Pfote reicht.
Aber wenn man sich Zeit nimmt, kann man das sanfte Leuchten in seinen Augen
sehen. Vertrauen auf Sparflamme, das gern wachsen möchte. Bei ruhiger Ansprache
kommt er näher; ganz langsam, wie ein scheuer Tanzpartner, der den Rhythmus der
Welt erst noch lernen muss. Und dann lässt er sich streicheln.

Oldrich lebt leise im Schatten der Lauten. Er lebt zwischen Hoffnung und Resignation. Aber er lebt und das mit so viel Würde, dass einem das Herz wehtut.
Damals war´s, vor nunmehr vier Jahren. Plötzlich lag ein Leuchten in Oldrichs Äuglein, als die Tierschützer zu ihm sagten: "Lieber Oldrich, du bist jetzt in der Vermittlung. Bald holen wir dich hier heraus und dann wird dein Leben wunderschön." Leider meldete sich niemand für ihn, so blieb es bis heute und ganz langsam, kaum merklich zerbricht seine Seele. Von dem einst neugierigen, zutraulichen Hundbuben ist nicht mehr viel übrig. Die Tierschützer zeigten sich erschrocken, als sie phn vor ein paar Tagen wiedersahen, denn aus Oldrich ist ein zurückhaltender, schüchterner Hund geworden. Er musste zusehen, wie seine Geschwisterchen adoptiert wurden, mit ihnen verlor er seinen letzten Halt.
Oldrich ist einer von den Unsichtbaren im Lager, die nicht durch besondere Merkmale hervorstechen und versuchen, den harten Alltag inmitten von Stein, Freudlosigkeit und Isolation irgendwie zu meistern. Aus der Erfahrung wissen wir, dass bei liebevoller Ansprache und geduldiger Führung auch schüchterne Hunde wie Oldrich aufblühen und zu fröhlichen Begleitern werden können.

Liebe Leserinnen und Leser, Oldrich braucht kein
Feuerwerk, keine großen Gesten. Er braucht jemanden wie Sie, der zu ihm sagt: "Komm, Oldrich, wir schauen gemeinsam. Du darfst langsam sein, ich warte auf
dich."
Wenn Sie einen Blick für das
scheinbar Unscheinbare und ein Ohr für leise Töne haben, dann melden Sie sich
bitte bei Oldrichs Vermittlerin. Denn nie ist einfach zu lang. Dieser
wunderbare Hund mit der sanften, leisen Seele hat lange genug gewartet und wäre
bestimmt sogar bereit, für Sie ein bisschen zu wedeln.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus Deutschland:
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aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
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Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
19.09.2026, 20.45 | (0/0) Kommentare | PL
ARTURELLO - GUCK MAL...!

ARTURELLO
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2024
Schulterhöhe: 50 cm
"Guck mal, lieber Mond! Ich bin ein fröhlicher Geselle und kann fein an der Leine laufen!"
"Guck mal, lieber Mond! Ich liebe es, mit meinen Menschen zusammen zu sein und bin sehr zutraulich!"
"Guck mal, lieber Mond! Ich mag sogar Katzen und bin doch ein echt niedlicher Typ!"

Und dann wird Arturello ganz leise:
"Guck mal, lieber Mond … ich sitze hier in diesem schrecklichen Betonzwinger fest. Und wenn du dich immer wieder mal so klein machst, kriege ich Angst, dass du mich auch alleine lässt."
Liebe Leserinnen und Leser, das sind die Sorgen eines noch jungen Mischlingsrüden, der dieses Jahr im April in ein seelenloses Hundegefängnis gebracht wurde. Er teilt sich seinen Zwinger einvernehmlich mit weiteren Rüden und Hündinnen. Und in der seltenen Stille der Nacht erzählt er vielleicht dem Mond von seinen Träumen: Wie schön es wäre, in einem eigenen Zuhause ein richtiges Hundeleben führen zu dürfen.

Davon ist Arturello leider weit entfernt. Eingesperrt auf wenigen Quadratmetern aus Beton, ohne Auslauf und ohne die Beschäftigung und Nähe zu seinen Menschen, die ein junger Hund so notwendig braucht. Gerade die heißen italienischen Sommertage in Italien machen das Dasein im Canile besonders schwer. Und der nächste Winter wird kommen – mit eisigen Nächten, die für ein so dünnes Hündchen wie Arturello nicht nur ungemütlich, sondern lebensbedrohlich werden können.

Als ihn die Tierschützer vor Ort besuchen durften, zeigte er sich von seiner besten Seite. Der lebhafte Hundebub ging offen und zutraulich auf die Menschen zu, genoss sichtlich die Streicheleinheiten und forderte sogar zu einem kleinen Spiel auf. Gern ließ er sich Halsband und Leine anlegen und folgte den Tierschützern freudig auf eine kleine Wiese. Hier zeigte er, wie schön das Zusammenspiel mit Menschen für ihn sein kann. Er hielt sich artig an ihrer Seite und ließ sich auch von einer plötzlich auftauchenden Katze nicht aus der Ruhe bringen.
Arturello ist ein junger Hund mit einem goldenen Herzen. Er möchte dabei sein, möchte erleben, lernen und vor allem endlich dazugehören. Leider war die Zeit, welche die Tierschützer mit ihm verbringen konnten, viel zu kurz. Aber sie macht Hoffnung darauf, dass in ihm ein wunderbarer Begleiter steckt.

Mit liebevoller und klarer Erziehung wird Arturello sicher schnell das kleine Hundeeinmaleins erlernen. Und wer weiß – vielleicht entdeckt er dabei auch noch das eine oder andere Talent, von dem er uns heute noch nichts erzählen kann.
Am wichtigsten ist aber, dass er endlich Menschen findet, mit denen er all das nachholen darf, was er bisher vermissen muss.

Schenken Sie dem lieben Arturello gemeinsame, abendliche Kuschelmomente nach einem ausgefüllten Tag. Und dann können Sie beide zum Mond hinaufblicken und erzählen:
"Guck mal, lieber Mond, unser Haar und Fell ist noch feucht vom Baden im See!"
"Guck mal, lieber Mond, an uns kleben überall noch Schnipsel vom Leeren des Papierkorbs!"
"Guck mal, lieber Mond, wir haben beide noch Matsch im Gesicht von unserem tollen Sprung in die Pfütze!"
Wäre das nicht viel schöner, als wenn Arturello dem Mond weiterhin von seinem traurigen Dasein im Canile erzählen müsste?

Die Vermittlerin von Arturello schaut ebenfalls jeden Abend zum Mond hinauf. Dabei denkt sie an all unsere Hunde in den schrecklichen Lagern und wünscht sich für jeden von ihnen ein kleines Wunder. Für Arturello könnte dieses Wunder vielleicht schon bald bei Ihnen beginnen. Sie freut sich deshalb sehr auf Ihren Anruf.
Margot Wolfinger
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13.09.2026, 19.59 | (0/0) Kommentare | PL
CARMINE – WENN ICH SCHREIBEN KÖNNTE…

Carmine
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 11/2020
Schulterhöhe: 55 cm
August 2026: Liebes Tagebuch, heute war wieder so ein Tag, an dem die Sonnenstrahlen genau richtig auf meinen Platz gefallen sind. Ich lag da, habe die Augen halb geschlossen und so getan, als würde mir das genügen. Als wäre ein warmer Fleck auf dem Boden ausreichend für ein ganzes Hundeleben.

Um mich herum war es laut. Hunde rannten, bellten, stritten sich um die besten
Plätze am Zaun. Früher stand ich öfter mittendrin, heute nicht mehr. Heute habe
ich mich wieder ein Stückchen weiter zurückgezogen. Aber nicht, weil ich
jemanden oder etwas nicht mag. Im Gegenteil, ich habe Hunde gern, Menschen –
besonders Kinder – und ich mag Frieden. Aber manchmal wird es in meinem Herzen
stiller als ringsum. Dann setze ich mich lieber an den Rand und schaue
zu.

Ich bin kein schwieriger
Hund. Ich habe keine Sonderwünsche und stelle keine großen Ansprüche. Ein
Spaziergang, ein freundliches Wort, ein Platz neben dir – das wäre schon ein
kleines Wunder. Manchmal frage ich mich, warum ich immer noch hier bin.
Liegt es daran, dass mein Fell schwarz ist? Daran, dass ich groß bin? Oder daran,
dass ich ein Rüde bin? Ich weiß es nicht.

Oft sehe ich, wie Hunde ausreisen dürfen. Es sind die Kleineren, Helleren, Jüngeren, die nur kurze Zeit hier sind und dann ein Ticket für den nächsten Transport bekommen. Nur ich bleibe immer wieder zurück – wie ein Buch, das niemand aufschlägt, weil der Einband zu unscheinbar wirkt.

Dabei steckt so viel Schönes in mir: Ruhe, Treue, Freundlichkeit und Geduld.
Ich wäre gern der Hund, der morgens die Kinder bis zur Tür begleitet. Der beim
Familienfrühstück unter dem Tisch liegt. Der auf Spaziergängen nebenher läuft,
als wäre es schon immer so gewesen. Und der abends zufrieden seufzt, wenn alle
zuhause sind.

Ich wäre der perfekte Familienhund, sagen sie – und ich hoffe, irgendwann sagt es jemand nicht nur, sondern nimmt mich mit.

Ganz tief in mir drinnen scheint noch immer ein kleines, warmes
Licht. Vielleicht, liebes Tagebuch, finde ich bald einen Menschen, der
dieses Licht sieht - bevor es irgendwann verlischt.
Dein Carmine
Simone Leitenbauer
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11.09.2026, 20.02 | (0/0) Kommentare | PL
WAYLO – ALS MAMA NOCH BEI UNS WAR

Waylo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren:.01.2026
"Als wir noch in Mamas Bauch waren, wussten wir schon, dass sie sich um uns kümmern und uns ganz doll liebhaben wird. Sie hat immer gesagt: „Meine Kleinen werden es mal guthaben und ich werde ihnen alles beibringen, was sie können müssen." Und dann, als wir auf der Welt waren und überhaupt noch nichts sehen konnten, hat Mama ihr Versprechen gehalten. Sie hat uns gewärmt und wir konnten die feine Milch trinken… das war jedes Mal ein Gedränge, aber trotzdem hat jeder von uns immer seinen Teil bekommen.

Es war eine schöne Zeit, aber sie dauerte nicht lange. Plötzlich war Mama weg und Männer kamen und packten uns. Wir haben alle so geweint und wussten nicht, was wir machen sollten. Dann haben sie uns wieder gepackt und uns in einen Käfig geworfen. „So, jetzt seid ihr, wo ihr hingehört, haben sie gesagt, die große Tür abgeschlossen und sind gegangen. (Mama konnte uns nicht mehr beibringen, dass man sich vor den Hundefängern in Acht nehmen muss.)

Jetzt sitzen wir hier, eingesperrt und ohne Mama. Zum Glück durften wir aber zusammenbleiben. Manchmal spielen wir ein bisschen. Mama hat immer gesagt, Spielen sei wichtig, damit man sich gut entwickelt. Also spielen wir.

Und dann kamen eines Tages Menschen, die ganz anders waren. Nicht so grob, wie die, die uns eingesperrt haben. Sie haben uns vorsichtig angeschaut und leise mit uns gesprochen. Sie haben gesagt, dass sie Mama zwar nicht finden können, aber sie wollen uns helfen, hier wieder rauszukommen. Das geht aber nur, wenn wir ein Zuhause finden. Und dafür, so haben sie gesagt, müssen wir uns bewerben. Auweia… wir sind doch noch so klein. Wie soll man denn als kleines Hundekind wissen, wie das geht? Warum verstehen diese Tierschützer das denn nicht?"

Wir sind auch Tierschützer und wir verstehen das. Unser kleiner
Waylo ist ein Hundekind, das noch nicht viel kennt. Er ist ein wenig schüchtern
und den Kontakt mit Menschen ist er noch nicht gewöhnt. Dazu kommt, dass er
eine Wunde an seiner rechten Hinterpfote hat und, wie einige seiner
Geschwister, mit Dermatitis kämpft.

Das alles macht seinen Start ins Leben nicht gerade leicht. Aber Waylo ist tapfer und wird mit der richtigen Fürsorge, Geduld und Liebe sicher schnell merken, dass es auch eine freundliche Welt gibt. Mit anderen Hunden ist er ein wenig vertraut - immerhin hat(te) er ja seine Geschwister. Alles andere wird er von, bei und vor allem mit seiner neuen Familie lernen. Bis auf eine Sache: Wie man jemandes allerbester Freund für immer wird – das weiß Waylo nämlich schon.

Seine Geschwister Wasker und Wixelle haben übrigens ihr Für-immer-Zuhause gefunden! Woola, sein Schwesterchen, ist leider verstorben.
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23.08.2026, 16.26 | (0/0) Kommentare | PL
GEA - EIN HAUCH VON HERZ

Gea
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 09.2022
Schulterhöhe: 54 cm
Hallo, liebe Tierfreundinnen und -freunde!
Wisst Ihr, ob es viel mehr Hunde als Menschen gibt? Weil, wenn es andersherum
wäre, dann hätte doch jeder Hund ein Zuhause und dürfte sich versorgt und
geborgen fühlen. Ich habe leider keines und Ihr könnt Euch sicher denken, wie
ich mich fühle. Ganz allein auf mich gestellt habe ich meine Welpchen geboren,
in einer Gegend, die man bestenfalls als Wüste bezeichnen kann; es ist das
Death Valley der streunenden Hunde!

Eine liebe Tierschützerin, die gerade auf dem Weg zum Tierarzt war und dabei mit einer Kollegin telefonierte, sah zwei kleine Hundebabies am Straßenrand nach Futter suchen. Sie ist sofort an die Seite gefahren, ausgestiegen und meinen kleinen Mädels, Gin und Grappa, nachgeschlichen zu dem Versteck, in dem wir uns vor der Welt und ihren Gefahren verborgen hatten. Dort hat sie dann auch mich und mein Baby, den Buben Guinness, gefunden. So schnell wie möglich kam ihre Freundin ihr zu Hilfe, um uns einzufangen. Ich hatte eine Heidenangst vor ihnen, aber mein Hunger war größer, so dass ich mich zuletzt doch schnappen ließ. Meine Welpchen waren sehr schwach und ausgemergelt und leisteten keinen Widerstand.


Die ersten Tage hatten wir schreckliche Angst vor
den Menschen und der neuen Umgebung. Aber wir merkten schnell, dass uns bei der
Tierschützerin in ihrer kleinen Auffangstation kein Leid geschieht. Ich war
glücklich zu sehen, wie meine Kinder jeden Tag mehr an Gewicht zunahmen,
neugierig ihre Umgebung erkundeten und sich von der Tierschützerin behandeln
und nur allzu gern füttern ließen.


Ich selbst bin eine noch sehr junge, schneeweiße Hündin, bescheiden und vom Leben nicht verwöhnt. Es war ein Wunder, dass ich in der ungastlichen Gegend überleben und noch dazu meine Welpchen säugen konnte. Ob der große Hundeengel wohl auch für mich noch ein Wunder übrig hat? Wem darf ich vertrauen und mein treues Herz zu Füßen legen?
Mit dieser Frage grüßt Euch die Gea

******************************
Liebe Leserinnen und Leser! Während andere Hunde glücklich in ihr neues Zuhause reisen, bleibt Gea zurück; immer wieder, Jahr für Jahr. Sogar ihre Welpen, die sie unter erbärmlichsten Bedingungen liebevoll aufgezogen hat, sind inzwischen alle vermittelt und in Sicherheit. Nur Gea wartet weiter im Schatten, leise und ungesehen.

Bei der Tierschützerin, die sich täglich liebevoll um sie kümmert, hat Gea bereits kleine Fortschritte gemacht: In ihrer Nähe bleibt sie ruhig und entspannt, während sie sich bei ihr fremden Menschen eher zurückzieht. Das zeigt, dass dass sie sich nach Vertrauen und Sicherheit sehnt. Dabei drängt sie sich niemandem auf. Sie fordert den Platz nicht ein, den sie so sehr verdient hätte, sondern hofft still, dass ihn jemand ihr eines Tages anbietet.

Wären Sie bereit, der sanften, wunderschönen Gea die Zeit zu
geben, die sie benötigt, um Vertrauen zu fassen? Möchten Sie für sie da sein,
weil ihr Schicksal Sie berührt und Sie erkennen, welch kostbarer Schatz sich hinter
ihrer Scheu verbirgt? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin.
Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
15.05.2026, 16.14 | (0/0) Kommentare | PL
LEBEN IM (UN)GLEICHGEWICHT: BALANCE

BALANCE
Rüde
55-60 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2006
Zwingernummer: B 182
Balance fristet seit über 11 Jahren
sein trauriges Dasein im russischen Shelter Kozhuhovo. Wie er im Dezember 2010
dorthin kam und wie sein Leben davor ausgesehen hat, ist unbekannt. Vielleicht
schlug er sich auf der Straße durch oder er hatte ein Zuhause, in dem er nicht
mehr gewollt wurde. Seitdem verbringt er seine Tage hinter Gittern in einem
engen Außenzwinger.

Anfangs fürchtete er sich so sehr, dass er sich nicht getraute, sein Gefängnis für den kurzen, wöchentlichen Freigang zu verlassen. Dank der Geduld seiner Betreuer, die ihn als wunderschönen, klugen Hund beschreiben, überwand er irgendwann seine Angst. Notgedrungen nahm er sein Leben an. Er lernte, perfekt an der Leine zu laufen und den Menschen, die er kennt, zu vertrauen. Mit seinen Artgenossen versteht er sich gut, aber er zieht doch die Gesellschaft der Freiwilligen vor, von denen er sich ein bisschen Aufmerksamkeit und Zuwendung verspricht.

Nun ist Balance im Shelter alt geworden. Die bitterkalten russischen Winter und glühend heißen Sommer machen den Senioren unter den 3000 Hunden stets besonders zu schaffen und mit jedem Jahr, das sie älter werden, haben sie den grausamen Lebensbedingungen weniger entgegenzusetzen. Sie können sie in ihren Zwingern ja praktisch nicht bewegen und müssen bei jeder Witterung fast reglos auf dem harten Boden ausharren.


Niemand weiß, wieviel Zeit dem alten Balance noch bleibt; und der Gedanke, dass er sein Leben eines Tages einfach so beschließen soll, ohne jemals geliebt worden zu sein, lässt uns weinen. Wir suchen für Balance diesen ganz besonderen Menschen, der ihm ein für seine letzten Monate oder Jahre ein liebevolles Zuhause und ein warmes Körbchen schenkt. Es wird vielleicht ein Weilchen dauern, bis er all die neuen Eindrücke verarbeitet und sich an das gute Leben gewöhnt hat. Aber Balance ist ein kluger Hund und wird auch diese Hürde nehmen. Er braucht nur eine Chance…
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde
(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
30.09.2024, 13.29 | (0/0) Kommentare | PL
ICH HOFFE AUF EIN WUNDER FÜR: ROBIN

Rüde
geb. 2020
65 cm Schulterhöhe
gesund, aber viel zu dünn
geimpft, gechipt, kastriert
bestens verträglich mit Artgenossen
sehr freundlich zu Menschen, die kennt, bei Fremden braucht er ein bisschen Zeit
fröhlich und sehr verspielt
läuft brav an der Leine
Zuhause gesucht,
in
dem er sich satt fressen und geborgen fühlen darf
Immer noch fröhlich und
verspielt, aber du brauchst (d)ein Wunder!
Casper, dein lieber Bruder, hatte das unglaubliche Glück, vergangenes Jahr das Moskauer Kozhuhovo in Richtung Für-immer-Zuhause in Deutschland verlassen zu dürfen. Er ließ dich zurück, und so musstest du mit deinen über 3000 Leidensgefährten in diesem Januar nach Malinki übersiedeln.
Seit du im Dezember 2021 in das Hundegefängnis einzogst, gibt es für ihn nur noch ganz seltene Lichtblicke im eintönigen Alltag. Diese besonderen Momente erlebst du immer dann, wenn die Freiwilligen euch sonntags für kurze Zeit im Malinki besuchen dürfen. Sie öffnen eure Zwinger und lassen euch in den Freilauf, gehen mit euch Gassi, wenn die Zeit dafür reicht, üben mit euch das Laufen an der Leine und geben euch das Gefühl, für jemanden wichtig zu sein. Und wer richtig viel Glück hat, der ergattert auch einen oder zwei Löffelvoll des heiß begehrten Nassfutters.

Du gehörst von Natur aus zu den schlanken Hunden, aber auf den Bildern und in den Filmen sieht man deutlich, dass du viel zu mager bist. Deine Beckenknochen stehen hervor, und deine Rippen kann man auch noch aus der Ferne zählen. Das miserable und immer viel zu knapp bemessene Trockenfutter (hier spart der Asylbetreiber gehörig, um auf eure Kosten seinen Gewinn zu steigern) und der nie enden wollende Stress haben bei dir und vielen der anderen Hunde dazu geführt, dass ihr dramatisch an Gewicht verloren habt. Deswegen ist die Extraportion Dosenfutter, welche euch die freiwilligen Helfer spendieren, wann immer ihr eigenes knappes Budget das erlaubt, für euch mittlerweile überlebenswichtig geworden.
Abgemagert zum
Skelett, nur Haut und Knochen – genauso hat auch unsere Jiny ausgesehen, als
wir sie vor drei Jahren aus dem Kozhuhovo adoptierten. Wir mussten sie erst allmählich
mit unserem guten Futter bekannt machen und mit winzigen Portiönchen beginnen,
sonst streikte ihr Magen. Sie war es einfach nicht gewöhnt, sich nach
Herzenslust sattfressen zu dürfen. Es hat eine Zeitlang gedauert und sie ist
auch heute noch gertenschlank; aber wenigstens kann man nicht mehr jeden
einzelnen Knochen erkennen. Mittlerweile ist Robin vor Hunger so geschwächt, dass er sich kaum noch auf den Beinen halten kann.

Die Freiwilligen beschreiben dich als netten, umgänglichen Hundejungen, der nur erst seine Schüchterneit überwinden muss. Mit deinen Artgenossen kommst du von Anfang an wunderbar aus und liebst es, im Freilauf mit ihnen zu spielen und zu toben. Da kannst du für ein Stündchen den trüben Tierheimalltag vergessen und einfach Hund sein, bis es heißt, in den nackten Zwinger zurückkehren, um dort eine weitere Woche abzusitzen und auf den nächsten Sonntag zu warten.
Trotz deiner liebevollen und verspielten Art wird es in deinem Heimatland kein Zuhause für dich geben, das können wir vergessen. Den Menschen dort bist du zu nichtssagend, nicht fein genug: Ein gewöhnlicher Straßenkötermischling und obendrein zu groß für normale Moskauer Wohnungen; eben einer von vielen, für den sich außer deinen Betreuern niemand interessiert. Deswegen hoffen wir, hier bei uns liebe Menschen zu finden, die deine Einzigartigkeit erkennen, dich in ihre Herzen schließen und in ihrer Familie willkommen heißen. Sonst wird es schwer für dich, die nächsten Monate zu überleben; denn du hast keinerlei Reserven und russische Winter sind eisig kalt dauern ewig.

Möchten Sie für
unseren Robin ein Wunder wahr machen und ihm noch vor dem Winter einen
gefüllten Napf und ein warmes Körbchen schenken? Dann melden Sie sich bitte bei
uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und
Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier einige Videos von
Robin im Shelter Malinki:
Robin - Gassigehen im
Shelter
Ein wenig Extrafutter
für Robin:
Robin und das
Quietschespielzeug:
Robin Gassigehen im
Shelter 2
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
29.09.2024, 18.22 | (0/0) Kommentare | PL
EIN BISSCHEN LEBEN, EIN BISSCHEN LIEBE FÜR: CORA

ca. 3 Jahre alt (geb. ca. 03.2020)
47 cm Scgulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
gut verträglich mit Artgenossen, freundlich zu Menschen
verspielt, aktiv und neugierig
kennt fast nur das Leben im Shelter
läuft schon brav an der Leine
sucht Geborgenheit und Schutz vor Hunger und Kälte
Gibt es wohl irgendwo auch einen
Menschen für mich? Bitte lass mich nicht länger vergeblich warten!
Du warst noch ein Welpe, unschuldig, neugierig und verspielt, als Du im September 2020 zusammen mit Deinen Geschwistern Einzug in das riesengroße, unheimliche Shelter Kozhuhovo bei Moskau halten musstest. Über zwei Jahre lang brachtet Ihr dort zu, gefangen hinter rostig-grünen Gitterstäben. Ein Schicksal, welches Du mit den meisten der mehr als dreitausend dort einsitzenden Hunde teilst; denn nur die allerwenigsten haben das Glück, ein eigenes Zuhause bei lieben Menschen zu finden. Selbst hier bei uns in Deutschland ist es schwer – in Deiner russischen Heimat so gut wie aussichtslos.
Zu Beginn dieses Jahres wurde das alte Asyl abgerissen, es musste modernen Geschäftshäusern weichen. So wurdet Ihr in das neu erbaute Shelter Malinki umgesetzt. Was den Konstrukteuren bei diesem Bau eingefallen ist, weiß niemand; an euch Hunde wurde dabei jedenfall nicht gedacht: Enge, nur wenige Quadratmeter kleine Zwinger für mehrere Hunde, gebaut aus meterhohen Ziegelmauer, die euch jede Sicht und jeden Kontakt zu euren Mitgefangenen verwehren, die im Winter zusätzlich die Kälte speichern und damit Krankheiten und Erfrierungen Vorschub leisten. Dazu eine winzige Holzhütte, in welche sich die etwas Größeren von euch nur mit Mühe zwängen können. Ein Dach gibt es nicht, sodass Ihr jedem Wetter, eagal ob Dauerregen, brütender Hitze oder eisiger Kälte schutzlos ausgeliefert seid.

In Russland steht der Winter schon vor der Tür und bald
werden die Temperaturen im zweistelligen Minusbereich liegen. Dann wird das
immer viel zu knapp bemessene Futter noch weniger werden und frisches Wasser
wird es überhaupt keines mehr geben; denn die Arbeiter, die ihre Pflichten
ohnehin nicht so genau nehmen, haben dann noch viel weniger Lust, euch
wenigstens mit dem Allernötigsten zu versorgen. Für so dünne Hunde wie Dich
wird es ein Kampf ums Überleben werden, weil Du kein Gramm zuzusetzen hast.
Der einzige Lichtblick sind die freiwilligen Helfer, die Euch manchmal für ein oder zwei Stündchen besuchen fürfen. Dann gehen sie durch die endlos langen Zwingerreihen der einzelnen Sektoren; sie sehen nach, ob ein Hund krank oder verletzt ist und wenn sie Glück haben, erklärt sich der Tierarzt bereit, diesen zu behandeln. Sie lassen Euch in die Ausläufe, gewöhnen Euch an das Spazierengehen an der Leine, schenken Euch ein bisschen Zuwendung und Zärtlichkeit - kurz, sie geben ihr Bestes, um Euer Dasein etwas erträglicher zu machen. Ohne sie wärt Ihr verloren.
Natürlich reicht die Zeit nie für alle, es sind ja nur um die einhundert Betreuer für mehr als dreitausend Hunde, da bleibt so mancher von Euch auf der Strecke. Das liegt aber nicht an mangelnder Bereitschaft, gern würden Euch viel mehr junge und auch ältere tierliebe Menschen Gesellschaft leisten. Aber das Shelter wurde ganz bewusst an einem Ort errichtet, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen ist (es fährt nur zweimal am Tag ein Bus dort vorbei) und nur die wenigsten Freiwilligen verfügen über ein eigenes Auto. Von den Zuständen in dieser Hundeverwahranstalt soll ja möglichst wenig an die Öffentlichkeit dringen.

Ab und zu bringen Euch die Betreuerinnen und Betreuer auch ein wenig selbstgekauftes und -bezahltes Dosenfutter mit; eine heißbegehrte Delikatesse und für jeden Hund, der einen Löffel von dieser Köstlichkeit abbekommt, ist das wie ein Sechser im Lotto. Ansonsten müsst Ihr mit fadem Trockenfutter vorliebnehmen, das im Wesentlichen aus gekochtem Zeitungspapier und zusammengefegten Resten besteht und praktisch keinerlei Nährwert besitzt. Kein Wunder, dass es im Shelter so viele halbverhungerte, klapperdürre Hunde gibt.
Durch die Ehrenamtlichen erfuhren wir auch von Dir und wollen nun alles versuchen, um doch noch ein behütetes Zuhause bei gutherzigen Menschen für Dich zu finden.
Bisher kennst Du so gut wie nichts von der Welt jenseits der Sheltermauern. Deshalb suchen wir für Dich verständnisvolle und geduldige Menschen, die Dir im neuen Zuhause genügend Zeit lassen, um zu staunen, Vertrauen zu fassen und all das Wunderbare kennenzulernen, was das Leben in einer Familie oder bei einem Herrchen/Frauchen zu bieten hat. Zum Glück hat das triste, eintönige Leben Dich noch nicht völlig abgestumpft. Du bist neugierig, verspielt und gelehrig und wirst bestimmt alles schnell begreifen. Ein netter Hundekumpel, von dem Du Dir allerhand abschauen kannst, wäre sich hilfreich für Dich, ist aber absolut kein Muss.

Vielleicht möchten Sie die liebe, umgängliche Cora
gern bei sich aufnehmen und in ihr für die nächsten Jahre einen treue
Lebensabschnittsgefährtin (im besten Sinne des Wortes) finden? Dann melden Sie
sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
In diesem Filmchen sehen Sie Cora beim eifrigen Leinentraining.
Sie macht ihre Sache richtig gut:
https://youtube.com/shorts/KXaOPcNneDs
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb
Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein Kettenlos e.V.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
E-Mail: d.bansche@gmail.com
fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde
29.09.2024, 18.02 | (0/0) Kommentare | PL
EINFACH NUR GLÜCKLICH SEIN! NASTIA

Hündin
geb. 2006
45-50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
endgültiges Für-immer-Zuhause gesucht
Nach über 13 langen, schweren Jahren in Gefangenschaft möchten meine geschundenen Pfötchen noch über den Boden der Freiheit laufen!
Kaum war das riesige Shelter Kozhuhovo im Jahr 2008 eröffnet worden, kam Nastia gemeinsam mit ihrer Schwester Asya hierher. Für uns unvorstellbare 13 lange Jahre mussten sie dort ausharren, bis Asya schwer erkrankte. Daraufhin durfte sie in eine Pension umziehen, in der sie nach nur zwei Wochen verstarb. Ein weiteres, vergeudetes Leben – nur eins von Tausenden.
Nastia kämpft sich mit ihren 15 Jahren weiter durch den harten Shelteralltag. Zurzeit hat sie Glück, denn man hat Norris, einen ausgesprochen lieben Leidensgenossen zu ihr in den Zwinger gesetzt. So muss sie wenigstens keine Angst haben, bekommt auch Futter und Wasser ab. Wahrlich nicht viel, aber zum Überleben muss es reichen.
Alltagsleben im Shelter bedeutet Zusammenhocken auf engstem Raum, in einem kahlen Zwinger von höchstens 3 Quadratmetern mit Holzboden und einer winzigen Holzhütte, fast immer gemeinsam mit mehreren Schicksalsgefährten. Leben sieht anders aus.

Der Rest ist Warten auf die freiwilligen Helfer, die einmal in der Woche ins Shelter kommen versuchen, ihren Schützlingen das Dasein für einige Augenblicke etwas erträglicher zu machen.
Sie bringen ihren Hunden selbstbezahltes Extrafutter mit, holen sie aus ihren Gefängnissen und gehen mit ihnen innerhalb der Sheltermauern sapzieren oder nehmen sie mit in den großen Auslauf, damit die Tiere sich die Beine vertreten und ein wenig herumtoben können.

So sollen die Hunde für eine oder zwei Stunden ihr trostloses, eintöniges Leben vergessen dürfen und für einen Moment einfach nur glücklich sein.
Danach – und das macht nicht nur den Hunden, sondern auch den Betreuern das Herz jedes Mal schwer – geht es unweigerlich zurück in die Zwinger. Dann heißt es wieder warten und hoffen, dass die Woche schnell vergeht und die Betreuer zurückkommen.
Schon bald werden die Tage wieder kürzer, der Herbst und der nächste strenge Winter stehen vor der Tür. Es ist fraglich, ob Nastia es schafft, auch noch diesen zu überleben. Die russischen Sommer und Winter können besonders für die Senioren schnell das Ende bedeuten. Im Sommer macht ihnen die oft unerträgliche Hitze, der sie nahezu schutzlos ausgeliefert sind, zu schaffen. Und im Winter haben die alten Körper der beißenden Kälte von -25 Grad oder mehr kaum etwas entgegenzusetzen.

Nastia war eine junge, hoffnungsvolle Hündin, als sich die Sheltertore hinter ihr schlossen. Nun, nach unendlich langen Jahren, ist sie alt und verbraucht. Die Chancen, jetzt noch ein Zuhause zu finden, scheinen verschwindend gering. Aber trotz ihres sinnlosen, vergeudeten Lebens hat sich Nastia ein freundliches, den Menschen sehr zugetanes Wesen bewahrt und auch – oder gerade – die Hundesenioren haben noch unendlich viel zu geben an Liebe, Dankbarkeit und Anhänglichkeit.
Vielleich sind ja SIE der Mensch mit einem riesengroßen Herzen, der der betagten Nastia ein behagliches Zuhause schenken möchte. Möglicherweise wird die gemeinsame Zeit nur kurz bemessen sein; aber Liebe und Glück rechnen sich schließlich nicht allein nach Jahren.
Uns ist bewusst, dass wir für Nastia die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen. Doch manchmal werden Wunder wahr und auf ein solches Wunder hoffen wir.
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier drei Videos von Nastia (auch
mit Zwingerkumpel Norris):
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
01.08.2024, 19.17 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

