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Tag: Schmerz
ESTHYL – SCHLIMMER GEHT IMMER, BESSER NUR MANCHMAL

Esthyl
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.05.2018
Schulterhöhe: 69 cm

Seit ich im Sicheren Hafen bin, hat sich vieles verändert. Ich habe mich gut eingelebt und langsam verstanden, dass mir hier niemand etwas Böses will. Die Menschen sind lieb zu mir, kümmern sich um mich und sorgen dafür, dass es mir so gut wie möglich geht. Ich darf mich ausruhen, bekomme Zuwendung und muss keine Angst mehr haben. Wissen Sie wie schön sich das anfühlt, wenn man so lange darauf verzichten musste?

Auch mit meinen drei Beinen komme ich richtig gut zurecht. Am Anfang war vieles seltsam und ungewohnt, aber ich habe schnell gemerkt, dass ein Bein weniger für einen Hund nicht das Ende bedeuten muss. Ganz im Gegenteil: Ich kann wieder am Leben teilnehmen, ohne dass jeder Schritt zur Qual wird. (Zur Erinnerung: Ich hatte einen Knochentumor, der sich in meinem Beinchen ausgebreitet und mir höllische Schmerzen verursacht hatte. Deshalb wurde es amputiert. Ich möchte auch noch erwähnen, dass ich mich irgendwann mit Leishmaniose infiziert habe. Die ist aber durch die Medikamente, die ich erhalte, unter Kontrolle und ich zeige bisher keine Symptome).


Vielleicht schauen Sie meine Fotos an und denken, dass ich es doch jetzt gut habe. Und ja, hier im Sicheren Hafen geht es mir besser als je zuvor in meinem Leben. Aber wissen Sie, was mir noch fehlt? Mein eigenes Zuhause. Mein eigener Mensch. Ich möchte nicht nur versorgt werden, sondern dazugehören. Ich möchte morgens jemanden begrüßen, der sich freut, mich zu sehen. Ich möchte meine Nase in den Wind halten, an Gras schnuppern und all die kleinen Dinge entdecken, die ich bisher kaum kennenlernen durfte. Und mehr als alles andere möchte ich wissen, wie es ist, wenn man nicht nur für eine gewisse Zeit irgendwo bleiben darf, sondern für immer.


Die Welt da draußen wartet noch auf mich! Ich möchte neue Gerüche kennenlernen,
gemütliche Plätzchen entdecken, schöne Spaziergänge machen und abends zufrieden
neben meinem Menschen liegen. Ich habe soviel Schweres erlebt – aber haben Sie
bitte kein Mitleid mit mir. Schauen Sie mich lieber an und sehen die Hündin,
die ich heute bin: eine ruhige, freundliche und menschenbezogene Seele, die
noch so viel Leben in sich trägt. Ich möchte nicht für das bedauert werden, was
ich verloren habe, sondern für das geliebt werden, was ich bin.

Vielleicht sind Sie genau der Mensch, auf den ich so lange gewartet habe: Der
Mensch, der mir zeigt, dass mein Leben noch viele schöne Kapitel bereithält.
Der mir ein Körbchen schenkt, aber vor allem einen Platz im Herzen. Ich bin
bereit, mein altes Leben hinter mir zu lassen und die Welt zu entdecken.
Bereit, endlich anzukommen.

Darf ich schon bald mein Köfferchen packen und bei Ihnen einziehen? Dann melden
Sie sich bitte bei meiner Vermittlerin. Sie freut sich auf Ihren Anruf – und
ich kann es kaum erwarten!
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
03.11.2026, 20.21 | (0/0) Kommentare | PL
RADELON - DEN REST SEINES LEBENS IN GEBORGENHEIT

RADELON
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 65 cm
Geboren 2017, irgendwo in Italien. 2019 wurde Radelon das Opfer eines Autounfalls. Die rechte Vorderpfote war gebrochen, es folgten ein Klinikaufenthalt, eine Operation und die Amputation zweier Zehen. Danach ging es ohne Umwege ins Canile – in ein Hundegefängnis, aus dem kaum einer entkommt. Für einen versehrten Hund wie Radelon waren die Aussichten von Anfang an besonders schlecht.

Dann kamen sieben zähe Jahre, in denen sich fast nichts veränderte. Mehr als 2.500 Tage und Nächte hinter Mauern und Gittern. Das ist die kurze Geschichte unseres großen Radelon. Denn groß ist er nicht nur von seiner Statur her. Radelon ist auch ein großer Charakter. Trotz aller Widrigkeiten und trotz seiner Einschränkung ist er ein lieber, geselliger und gutmütiger Rüde geblieben.

Im Oktober 2026 ist Radelon fast zehn Jahre alt und hat seit sieben Jahren kaum etwas von der Welt gesehen. Seine wechselnden Mitbewohner – Rüden und Hündinnen gleichermaßen – bringen ein wenig Abwechslung in seinen trostlosen Alltag. Radelon scheint einer dieser Hunde zu sein, die sich mit vielem arrangieren und mit anderen Hunden gut zurechtkommen. Einer, der Konflikten lieber aus dem Weg geht und eine erstaunliche Ruhe ausstrahlt.
Als Maremmano bringt er Eigenschaften mit, die ihn ursprünglich für ein Leben ganz anderer Art vorgesehen haben: Eigenständigkeit, Wachsamkeit und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Maremmanen wurden über Generationen dafür gezüchtet, Schafherden selbstständig zu begleiten und zu beschützen.

Für Radelon sind weite Felder und Schafherden heute allerdings eine Welt, die er nur aus weiter Ferne kennen kann. Und da ist noch seine Vorderpfote. Ihr Zustand macht ihn zu einem dringenden Notfall, denn wir können nicht ausschließen, dass er Schmerzen hat. Ob eine gründliche medizinische Untersuchung ihm Linderung verschaffen könnte, wissen wir leider nicht. Dort, wo Radelon seit Jahren eingesperrt lebt, interessiert sich niemand dafür, wie es ihm geht.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften Radelon im September 2026 zum ersten Mal besuchen. Sie haben erlebt, dass er trotz seiner Einschränkung neugierig und bewegungsfreudig geblieben ist. Er läuft auch recht gut an der Leine, interessiert sich für seine Umgebung und hätte die Wiese am liebsten gar nicht mehr verlassen.
Endlich Gras unter den Pfoten. Neue Gerüche, die seine Nase aufnehmen kann. Sonne auf dem Fell. Ein Knochen zum Kauen. Und vor allem: endlich einmal irgendwo sein dürfen, ohne Gitter vor der Nase – vielleicht würde Radelon genau das brauchen, um noch einmal ganz neu anzufangen. Dieser Wunsch ist im Moment noch ein Traum. Aber er muss keiner bleiben.

Wir suchen für Radelon ein ländlich gelegenes Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten. Seine neuen Halter sollten möglichst Erfahrung mit Herdenschutzhunden mitbringen oder bereit sein, sich auf die besonderen Eigenschaften eines Maremmanen einzulassen. Vor allem braucht Radelon Zeit, Geduld und Empathie – und jemanden, der versteht, dass ein Hund, der sieben Jahre lang kaum etwas anderes als seinen Zwinger gesehen hat, nicht innerhalb weniger Tage in ein völlig neues Leben findet.

Radelon hat lange ausgeharrt. Er hat sich seine Freundlichkeit bewahrt und trotz allem den Kontakt zu Menschen nicht verloren. Jetzt wäre es an der Zeit, dass er noch eine andere Seite seines Lebens kennenlernt: Eine mit Wiesen statt Beton. mit Sonne statt Gitterstäben und mit einem Zuhause, in dem er endlich erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.
Wenn Sie Radelon diese Chance geben möchten, setzen Sie sich bitte mit seiner Vermittlerin in Verbindung. Sie freut sich sehr auf Ihren Anruf.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
27.10.2026, 20.10 | (0/0) Kommentare | PL
HERACLIO - WAS IST GESCHEHEN?

Heraclio
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2020
Schulterhöhe: 65 cm
Es heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber wenn
sie stirbt, dann langsam und qualvoll.
Was ist geschehen, Heraclio? Was hat man dir angetan, dass du keinen anderen
Ausweg siehst als jedem Menschen, der sich dir nähern will, überdeutlich zu
zeigen, dass du einen weiteren Schritt keinesfalls zulassen wirst.
Wenn du mit Ariana und Addison allein in der Zelle bist, drehst du dich ständig
um dich selbst; und sobald ein Mensch euer Gefängnis betritt, flüchtest du
hinter die Mauer und lässt niemanden herein. Also, was ist passiert? Willst du
Ariana und Addison beschützen? Musstest du vielleicht früher einmal mit
ansehen, wie deine Geschwister totgeschlagen wurden? Oder hast du selbst Prügel
bezogen? Hat man dir gewaltsam eingebleut, Fremden auf die Art zu begegnen? Wir
wissen es nicht, und du kannst es uns nicht sagen.
Genau da, mein lieber Heraclio, liegt die
Schwierigkeit: Wir müssen für dich ganz besondere Menschen finden. Solche, die
wirklich wissen, wie sie dir helfen können. Sie sind echte Hundeflüsterer und
sie sind selten. Und eben, weil sie so selten sind, haben sie meist schon
Hunde, die besondere Hilfe brauchen, Hunde wie dich.
Aber es gibt sie und wir werden sie suchen. Ich will ehrlich sein: Es könnte
lange dauern, bis wir jemanden für dich gefunden haben. Aber wir werden nicht
aufgeben. Glaub mir, die Hoffnung stirbt noch lange nicht, denn du bist ganz
und gar kein böser Hund. Du bist nur gefangen in einem Schmerz, dessen Ursache
wir nicht kennen und aus dem du dich allein nicht mehr befreien kannst - schon
gar nicht an dem grauenvollen Ort, welcher jetzt dein Zuhause sein soll. Halte
durch, Heraclio, wir stehen dir zur Seite!
Geschätzte Leserinnen und Leser! Wenn Sie unserem Brief an Heraclio bis hierher
gefolgt sind, dann wissen Sie, dass wir für ihn Menschen brauchen, die ihm im
Idealfall professionell helfen können. Es ist die berühmte Suche nach der Nadel
im Heuhaufen und die Chancen, sie zu finden, stehen nicht besonders gut. Aber
Heraclio hat sonst niemanden auf der Welt, der sich dafür interessieren würde,
was aus ihm wird. Daher bitten wir Sie (falls Sie ihn nicht selbst aufnehmen
können): Sollten Sie jemanden kennen, der vielleicht eine Möglichkeit sieht,
zeigen Sie ihm doch Heraclios kleine Vorstellungsseite hier. Wir danken Ihnen
von Herzen.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
20.10.2026, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL
UND WIEDER EIN HARTER WINTER FÜR: PAUL

Rüde
8 Jahre alt (geb. 2015)
55-60 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
gut verträglich mit seinen Artgenossen
sehr freundlich zu Menschen
kennt bisher nur das harte Shelterleben
läuft artig an der Leine
braucht nicht viel zum Glücklichsein – nur endlich ein
Zuhause
Den freiwilligen Helfern blutet sicherlich oftmals das
Herz angesichts eures Elends und eurer Not. Dann möchten sie ihrem Ärger, ihrer
Verzweiflung am liebsten lautstark Luft machen. Aber sie müssen aufpassen, was
sie sagen und jedes Wort auf die Goldwaage legen – eine unerwünschte Äußerung
und man verbietet man ihnen künftig den Zutritt ins Shelter; und ohne sie wärt
ihr endgültig verloren.
Du warst noch ein Welpe, als du 2015 zusammen mit deinen Schwestern ins riesige Shelter Kozhuhovo bei Moskau einziehen mussest. Heute, acht Jahre später, wartest du noch immer… du bist hinter Mauern und Gitterstäben zum Senior geworden.
Du ahnst nicht, dass es jenseits davon ein anderes,
schöneres Leben gibt. Du weißt auch nicht, wie sich Schlafen in der
Geborgenheit einer Familie und in einem weichen Hundebett anfühlt. Du kennst
nur das Dasein im Shelter, mit seiner ganzen Härte, seinen Entbehrungen, mit
Einsamkeit, Hunger und Angst.Wir fragen uns, wie es möglich ist, dass Hunde
dies alles ertragen und dennoch gegenüber uns Menschen – denen ihr dieses
traurige Los schließlich zu verdanken habt – freundlich und aufgeschlossen sein
könnt. Ist es der instinktive Wille zu leben, zu überleben und weil es nun
einmal das Einzige ist, was ihr kennt?

Anfang dieses Jahres wurde das alte Tierheim abgerissen. Waren die Zustände dort für empfindende, tierliebe Menschen schon unerträglich, so haben sie sich in der neuen Unterkunft noch einmal dramatisch verschlimmert. Ich habe darüber in einem eigenen Beutrag ausführlich berichtet.
Die ehrenamtlichen Betreuer beschreiben dich als noch
immer lebhaften und verspielten Hund. Wenn ich jedoch deine Bilder anschaue,
dann erkenne ich die Veränderung, besonders im Blick deiner Augen. Mir deinen
inzwischen acht Jahren zählst du bereits zur älteren Generation. Nicht mehr
lang, dann wirst du zum aten Eisen gehören; zu den Hunden, die sich irgendwann
leise und ungesehen von dieser Welt verabschieden. Wir können nur für dich
hoffen, dass es ein sanfter, schmerzloser Abschied sein wird.
Aber vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder und deine Bilder erreichen das Herz eines mitfühlenden Menschen. Sie entstanden im vergangenen Jahr noch auf dem Gelände des alten Tierheims. Dir bleibt keine Zeit mehr, auf neue zu warten, angesichts des kommenden, nasskalten Herbstes und des bevorstehenden eisigen russischen Winters, der allen Hunden zusetzt, ganz besonders aber den Senioren unter euch.
Die freiwilligen Helfer sagen, du seiest ein äußerst liebebedürftiger und anhänglicher, obendrein kluger und lernfähiger Hund, der sich nur allzu gern streicheln lässt. Sie haben auch das Laufen an der Leine mit dir geübt und du machst deine Sache schon richtig gut.

In deinem neuen Zuhause, welches wir noch vor dem Winter für dich zu finden hoffen, musst du natürlich erst Vertrauen fassen und dich an all das neue und unbekannte Schöne gewöhnen. Mit deinen Artgenossen verstehst du dich gut; vor allem die Hundedamen haben es dir angetan. Ihnen gegenüber zeigst du dich besonders entzückt und spielfreudig. Daher wäre ein nettes Hundemädel in deiner neuen Familie bestimmt eine gute Hilfe bei der Eingewöhnung; aber das ist natürlich kein Muss.
Können Sie sich unseren Paul, diesen lieben Hundemann
in seinen allerbesten Jahren, als treuen Begleiter vorstellen? Dann melden Sie
sich bitte bei uns. Vielen, herzlichen Dank!
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb
Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein Kettenlos e.V.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
E-Mail: d.bansche@gmail.com
24.09.2024, 20.07 | (0/0) Kommentare | PL
LA DONNA E AMABILE

DONNA
Hündin
geb. Februar 2018
50-55 cm Sculterhöhe
geimpft, gechicpt, kastriert
möchte gern für immer nach Hause
Alle Jahre wieder ist er da, der unerbittlich kalte Winter für die 3.000 Hunde im russischen Shelter Kozhuhovo. Ich weiß, dass wir sie nicht alle retten können, so gern wir das möchten. Aber vielleicht gibt es für den einen oder anderen ja doch noch ein Happy End?
So zum Beispiel für Donna, die dritte im Bunde der Geschwister ihre Brüder sind Lavrik und Leshey). So sehr sie sich äußerlich voneinander unterscheiden, eint sie doch ihr Schicksal. Drei Geschwister, von der Optik her unterschiedlich, vom Schicksal her geeint. Geboren oder kurz nach der Geburt ausgesetzt auf Moskaus Straßen, wurden sie eingefangen und in das gigantische Hundeasyl gebracht. Bis heute verbringen sie dort ihr Leben, welches im Grunde keines ist. Sie versuchen zu überleben und mit den armseligen Gegebenheiten zurechtzukommen; leider kennen sie es ja nicht anders.

Wenn die Betreuer einmal in der Woche zu Besuch kommen und genügend Zeit bleibt, um die Hunde mit in den Auslauf zu nehmen, vergisst die von ihrem Naturell her unkomplizierte und fröhliche Donna all das Elend um sie herum. Dann spielt sie, tobt und rennt mit den anderen um die Wette, als wolle sie in dieser einen kurzen Stunde alles nachholen, was sie die ganze lange Woche über entbehren muss.

Manchmal gehen sie im Shelterbereich auch ein Stückchen spazieren. Dann werden fleißig die Grundkommandos und das Laufen an der Leine geübt. Denn die Betreuer wissen genau, dass ihre Schützlinge am ehesten ein Zuhause finden, wenn sie schon einiges von dem können, was sie später in ihrem neuen – richtigen – Leben brauchen.
Leider gehen die Fröhlichkeit und Unbedarftheit der jungen Hunde im Shelter irgendwann unweigerlich verloren und weichen Stück für Stück einer Traurigkeit, die wir in den Gesichtern vieler älterer Hunde im Shelter lesen. Ihre früher noch strahlenden Augen werden trübe und ihre Blicke scheinen in die Ferne zu schweifen, als wollten die Hunde sich aus ihrer Gefangenschaft fortträumen. Immer wieder macht uns da tief betroffen und wir gewöhnen uns nie daran. Deswegen hören wir auch nicht auf, für unsere Hunde zu kämpfen – selbst wenn es dem aussichtslos scheinenden Kampf gegen Windmühlen gleicht.

Möchten vielleicht Sie der überaus freundlichen und umgänglichen Donna ihre Unbeschwertheit erhalten und ihr die Wärme und Geborgenheit schenken, die si bisher in ihrem noch jungen Leben schmerzlich vermissen musste? Dann bitte melden Sie sich bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Donna beim Gassigehen mit ihrem Bruder Lavrik im Shelterbereich:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
27.07.2024, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL
DOCH WIE´S DA DRINNEN AUSSIEHT... GERDA/KLEPA

GERDA/KLEPA
Hündinnen
geb. 2011/2013
55cm/50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Zwingernr.: C 73
gemeinsames Für-immer-
Körbchen gesucht
(wenn es irgend geht)
Es ist kein Zufall, dass sie sich so ähnlich sehen, denn Gerda und Klepa sind Mutter und Tochter. Zusammen lebten sie bei einer Frau, und als diese Anfang des vergangenen Jahres erkrankte, setzte sie die beiden auf die Straße. Sie wollten zurück ins Haus und weinten. Daraufhin übergoss ein Nachbar sie mit kochendem Wasser; die Ärmsten müssen furchtbare Schmerzen ausgehalten haben. Sie flüchteten und irrten durch die Innenstadt von Moskau, bis Passanten sie einfingen und ins Hundeasyl Kozhuhovo brachten. Die völlig verstörten und verängstigten Hündinnen kamen auf die Krankenstation, wo ihre Brandwunden behandelt wurden. Als diese soweit verheilt waren, mussten die Beiden in einen Außenzwinger umziehen, in welchem sie bis heute eingesperrt sind.
Die äußeren Verletzungen sind verheilt, es ist auch schon
wieder Fell darüber gewachsen; dagegen werden die Narben an den Hundeseelen
wohl noch lange schmerzen.

Gerade den Hunden, die einmal zu jemandem gehört haben und dann ihr Zuhause verlieren, fällt das Alleinsein und Gefangensein im Shelter besonders schwer. Auch Gerda und Klepa leiden unter der Langeweile und Einsamkeit. Die beiden Hündinnen sind sehr sozial und menschenbezogen. Mit ihren Artgenossen verstehen sie sich bestens, im Freilauf gehen sie jedem Streit aus dem Weg und schließen sich lieber den freiwilligen Betreuern an. Sobald sich jemand um sie kümmert, blühen sie zusehends auf, toben ausgelassen und spielen fröhlich miteinander. Beide gehen auch gern ein Stück durch die Zwingerreihen spazieren und laufen dabei brav an der Leine. Doch das bittere Ende folgt unweigerlich, denn viel zu schnell ist die kurze Stunde um und die Hunde müssen zurück in ihre Gefängnisse. Wenn sich die Zwingertüren schließen, stehen viele Hunde – so auch Gerda und Klepa – traurig da, stecken ihre Schnauzen durch die Gitter und winseln den fortgehenden Menschen sehnsüchtig hinterher.

Am schönsten wäre es natürlich, wenn Gerda und Klepa gemeinsam
in ein schönes Zuhause ziehen könnten. Nach allem, was sie miteinander
durchgemacht haben, sollten sie die Zeit, die ihnen noch vergönnt ist, zusammen
verleben dürfen. Aber selbstverständlich sind wir ebenso dankbar, wenn es uns
gelingt, für jede einzeln ein warmes Plätzchen zu finden bei mitfühlenden
Menschen, bei denen sie sich behütet und geborgen fühlen und ihre schlimme
Vergangenheit vergessen können.

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19.01.2024, 15.32 | (0/0) Kommentare | PL
GLÜCK - UNGLÜCK ODER: GLÜCK IM UNGLÜCK? MONYA

MONYA
Hündin
45 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
Zwingernummer: B 219
sucht ein Zuhause auf Lebenszeit
MONYA wurde 2014 in ein Leben hinein geboren,
das im Grunde keinen Platz für sie hatte. Da gab es niemanden, der sich über
ihre Ankunft gefreut, anständiges Futter und ein weiches Bettchen für sie
bereitgehalten – sie vor allem aber mit Liebe und Fürsorge umgeben hätte.
Stattdessen musste sich das Welplein allein in der großen, kalten,
gleichgültigen Welt zurechtfinden und irgendwie durchschlagen. Es dauerte
jedoch nicht lange, da schrumpfte diese Welt zusammen: Das winzige Hundekind
wurde eingefangen und im Oktober ihres Geburtsjahres ins Shelter Kozhuhovo
gebracht.
Glück oder Unglück? Wir meinen, es war von beidem ein bisschen. Zwar blieb die Welt für Monya weiterhin gleichgültig und kalt; in dem riesigen Tierheim (welches den Namen kaum verdient) interessiert sich keiner für das Schicksal eines einzelnen Hündchens. Aber zu ihrem Glück zog Monya noch vor Winterbeginn in das Shelter ein. Denn russische Winter sind nicht nur bitterkalt, sie dehnen sich auch endlos lang. Monya hätte diese unbarmherzige Jahreszeit, im Freien auf sich selbst gestellt, niemals überlebt.

So befand sie sich sie vorerst in Sicherheit
– und bestimmt würde schon bald ein schönes Zuhause für sie gefunden werden, süß
und niedlich, wie sie war! Jedoch leider weit gefehlt. Menschen gingen an ihrem
Zwinger vorbei, aber niemand schenkte ihr Beachtung oder würdigte sie gar eines
zweiten Blickes. Monya gehört mit ihren kurzen Beinchen zu den eher kleinen
Hunden im Shelter; das macht es für sie noch schwieriger, gesehen zu werden. In
der Masse der meist viel größeren Hunde geht sie schlicht und einfach unter,
und so sitzt sie noch immer wartend und traurig hinter Gittern.
Dabei hat Monya sich im Laufe der Zeit zu einer durchaus hübschen, vor allem aber äußerst lieben und freundlichen Hündin entwickelt, die den Menschen sehr zugetan ist. Sie zeigt sich aufgeschlossen und lernwillig und ist eine der wenigen im Shelter, die mit einem Ball oder anderem, von den Betreuern spendierten Hundespielzeug etwas anzufangen wissen. Halsband und Geschirr hat sie bereits kennengelernt und läuft bei kurzen Spaziergängen auf dem Sheltergelände artig an der Leine. Auch ihren Artgenossen gegenüber zeigt sie sich kameradschaftlich und nutzt die wenige Zeit im Freilauf zu ausgiebigem Toben und Spielen.

Manchmal bringen die Freiwilligen sogar ihre
Kinder mit ins Shelter. Das finde ich persönlich ganz besonders schön; denn in
einem Land, in welchem die Tiere generell auf der Werteskala zuunterst stehen und Hunde höchstens als
schmückendes Accessoire etwas gelten (allerdings nur, solange sie klein und
niedlich sind) – in einem solchen Land ist es so wichtig, der nächsten
Generation ein Gefühl dafür zu vermitteln, dass auch die Tiere eine Seele
haben, Schmerz und Freude empfinden wie wir und unser Leben um vieles
bereichern können. Nur wenn das gelingt, wird sich irgendwann vielleicht für
unsere tierischen Brüder und Schwestern etwas zum Besseren hin verändern.
Die zutrauliche Monya freut sich jedes Mal
wie eine Schneekönigin über den Besuch der Kinder. Sie lässt sich gern von
ihnen streicheln, tollt mit ihnen herum und nimmt die mitgebrachten Leckerchen
stets äußerst behutsam und vorsichtig aus den kleinen Händen entgegen.
Liebe, kleine Monya! Mit 7 Jahren bist Du
immer noch jung genug, um all das zu lernen, was ein Hund wissen und können
sollte, was Dir jedoch bisher verschlossen blieb. Ich wünsche Dir innigst, dass
Dich schon bald die Glücksfee küsst und Du entdeckt wirst von netten Menschen,
die Deinen goldenen Charakter zu schätzen wissen, die in Dir ihren Traumhund
sehen und Dich in ihrem Leben willkommen heißen!

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17.01.2024, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL
ZUHAUSE GEFUNDEN! CLAIR DE LUNE

LUNA
Hündin
geb. 2016
60 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Luna liebt Menschen über alles
sehr umgänglich mit Artgenossen
läuft vorbildlich an der Leine
sehnt sich so sehr nach Liebe und Geborgenheit
Luna leidet leise, still und ungesehen
Du leidest still, unscheinbar und leise im Shelter
Malinki vor den Toren Moskaus. Nur deine Betreuer sehen in den viel zu seltenen
Momenten, in denen du dich sanft an sie schmiegst, den großen Schmerz von
besonders menschenbezogenen Hunden, wie du es bist.

Es war im Jahr 2021, als du in das riesige Asyl Kozhuhovo kamst. Die Freiwilligen wissen nicht, dein Leben davor aussah, aber so, wie sie dich erleben, glauben sie sicher, dass du früher ein Zuhause und einen Menschen hattest.
Umso bitterer ist es nun für dich - die Schönheit mit den strahlenden Augen -, die quälende Einsamkeit und das Weggeschlossensein im kahlen, ungemütlichen Zwinger zu ertragen. Du hast so viel Zärtlichkeit, so viel Liebe, so viel Treue und Anhänglichkeit fürdeine(n) Menschen zu geben. Nur wohin damit, wenn man dazu verurteilt ist, sein trauriges Dasein in einem Hundegefängnis zu fristen?

Wenn die Betreuer dich besuchen, dann beginnt dein
Schwanz schon zu wedeln, bevor du sie überhaupt sehen kannst. Du liebst es, spazieren
zu gehen – doch was heißt hier gehen? Du setzt deine Pfoten graziös voreinander,
als würdest du nicht auf harten Steinboden laufen, sondern über einen kostbaren
Teppich schreiten.
Du verstehst dich mit allen Menschen, kommst bestens zurecht mit deinen vierbeinigen Schicksalsgefährten, denen du gern auch Sicherheit gibst beim Erlernen des Gassigehens im Shelterbereich. Katzen scheinen für dich ebenfalls problemlos zu sein; leider konnte Alexandra den Film, der dich zusammen mit den Stubentigern zeigt, noch nicht wiederfinden.

Es geht einfach nicht an, dass eine so liebevolle,
fröhliche, lebensfrohe Hündin wie du für immer in einem engen, steinernen
Zwinger verkümmert. Dein Platz – wie der all der vielen anderen, wunderbaren
Hunde, die unsere besten Freunde sein möchten und sein könnten - soll an der Seite von Menschen sein, die dich
liebhaben und dir schenken, was du so schmerzlich vermisst: Liebe, Wärme und
Geborgenheit.
Gibt es vielleicht genau bei Ihnen diesen Platz für
diese zauberhafte, noch immer junge Hündin? Dann melden Sie sich bitte bei uns.
Vielen lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Luna genießt die seltenen Streicheleinheiten:
Luna – Sehnsucht nach Nähe:
Luna beim Gassi – noch im alten Shelter Kozhuhovo:
Luna als souveräne Hündin beim Gassigehen - so hilft
sie anderen Artgenossen:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
16.01.2024, 19.11 | (0/0) Kommentare | PL
ICH HAB´ HEUTE NICHTS VERSÄUMT... TATA

TATA
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Was helfen mir die schönsten Träume, wenn sie nicht in Erfüllung gehen?
Können Hunde träumen? Von einem anderen Leben, in dem es keinen Hunger, keine Kälte, keine Angst und kein Alleinsein gibt? Tata und ihre dreitausend Mitgefangenen träumen leider nicht – sie leben einen sehr realen Albtraum, aus dem es für die meisten von ihnen wohl niemals ein gutes Erwachen geben wird.
Wir träumen für sie:
Von einer besseren Welt, in der die Menschen erkannt haben, dass Tiere eine
Seele besitzen; dass sie leiden, Schmerz und Trauer, aber auch Liebe und Glück
empfinden können wie wir.

Doch unsere Träume bleiben, was sie sind. Und immer wieder müssen wir Tierschützer uns eingestehen, dass die Wirklichkeit im Bemühen um Vermittlung unserer Niemandshunde viel zu oft jeden noch so schönen Traum zunichte macht.
Denn so viel wir uns anstrengen, uns die Finger wundschreiben und bis zum Letzten für unsere Hunde kämpfen – es wird niemals ausreichen, solange die Menschen nicht endlich verstehen…
Wie ihre Schwestern Lapa und Michelle wurde Tata als winziges Welplein in einem Wald zum Sterben ausgesetzt. Die junge Frau, die die Hündchen fand und ins Shelter Kozhuhovo brachte, arbeitet seitdem dort als Freiwillige. Ein Zuhause hat sie für ihre Pfleglinge in Russland bisher jedoch nicht finden können und daher uns gebeten, ihr bei der Suche behilflich zu sein.

In ihrem Wesen gleichen sich die drei Schwestern sehr. Auch Tata ist ein besonders freundliches und sanftes Hundemädchen. Voller Vertrauen hängt sie an ihrer Betreuerin. Bei ihr fremden Menschen dauert es ein Weilchen, bis das Eis gebrochen ist, doch dann zeigt sie sich fröhlich und aufgeschlossen. Sie hat bereits gelernt an der Leine zu laufen und verträgt sich gut mit ihren Artgenossen.
Wir träumen von einem Zuhause, in welchem Tata ankommen und alles lernen darf, was ein Hund wissen oder können sollte, ihr bisher jedoch verschlossen blieb; in dem sie geliebt und umsorgt wird, von dem sie – könnte sie sprechen – sagen würde: "Hier bin ich Hund, hier darf ich´s sein!".

Möchten Sie diesen Traum für Tata oder eine ihrer Schwestern wahr werden lassen? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen lieben Dank.
Tata beim Gassigehen im Shelter:
Tata mit ihren Schwestern im Zwinger:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
10.01.2024, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

