
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Leben
LA DONNA E AMABILE

DONNA
Hündin
geb. Februar 2018
50-55 cm Sculterhöhe
geimpft, gechicpt, kastriert
möchte gern für immer nach Hause
Alle Jahre wieder ist er da, der unerbittlich kalte Winter für die 3.000 Hunde im russischen Shelter Kozhuhovo. Ich weiß, dass wir sie nicht alle retten können, so gern wir das möchten. Aber vielleicht gibt es für den einen oder anderen ja doch noch ein Happy End?
So zum Beispiel für Donna, die dritte im Bunde der Geschwister ihre Brüder sind Lavrik und Leshey). So sehr sie sich äußerlich voneinander unterscheiden, eint sie doch ihr Schicksal. Drei Geschwister, von der Optik her unterschiedlich, vom Schicksal her geeint. Geboren oder kurz nach der Geburt ausgesetzt auf Moskaus Straßen, wurden sie eingefangen und in das gigantische Hundeasyl gebracht. Bis heute verbringen sie dort ihr Leben, welches im Grunde keines ist. Sie versuchen zu überleben und mit den armseligen Gegebenheiten zurechtzukommen; leider kennen sie es ja nicht anders.

Wenn die Betreuer einmal in der Woche zu Besuch kommen und genügend Zeit bleibt, um die Hunde mit in den Auslauf zu nehmen, vergisst die von ihrem Naturell her unkomplizierte und fröhliche Donna all das Elend um sie herum. Dann spielt sie, tobt und rennt mit den anderen um die Wette, als wolle sie in dieser einen kurzen Stunde alles nachholen, was sie die ganze lange Woche über entbehren muss.

Manchmal gehen sie im Shelterbereich auch ein Stückchen spazieren. Dann werden fleißig die Grundkommandos und das Laufen an der Leine geübt. Denn die Betreuer wissen genau, dass ihre Schützlinge am ehesten ein Zuhause finden, wenn sie schon einiges von dem können, was sie später in ihrem neuen – richtigen – Leben brauchen.
Leider gehen die Fröhlichkeit und Unbedarftheit der jungen Hunde im Shelter irgendwann unweigerlich verloren und weichen Stück für Stück einer Traurigkeit, die wir in den Gesichtern vieler älterer Hunde im Shelter lesen. Ihre früher noch strahlenden Augen werden trübe und ihre Blicke scheinen in die Ferne zu schweifen, als wollten die Hunde sich aus ihrer Gefangenschaft fortträumen. Immer wieder macht uns da tief betroffen und wir gewöhnen uns nie daran. Deswegen hören wir auch nicht auf, für unsere Hunde zu kämpfen – selbst wenn es dem aussichtslos scheinenden Kampf gegen Windmühlen gleicht.

Möchten vielleicht Sie der überaus freundlichen und umgänglichen Donna ihre Unbeschwertheit erhalten und ihr die Wärme und Geborgenheit schenken, die si bisher in ihrem noch jungen Leben schmerzlich vermissen musste? Dann bitte melden Sie sich bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Donna beim Gassigehen mit ihrem Bruder Lavrik im Shelterbereich:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
27.07.2024, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL
ZWÖLF JAHRE SIND (K)EIN LEBEN FÜR: MYSHA

Zwingernummer: B 79
Nur einmal pro Woche gibt es für
die Hunde eine kleine Abwechslung, wenn die freiwilligen Betreuer ins Shelter
kommen. Dann haben die Tiere eine selige Stunde lang Gelegenheit zum Toben, Spielen,
etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen und mit viel Glück – denn der Andrang ist
riesengroß – auch einmal gestreichelt zu werden. Doch diese kurze Stunde ist viel
zu schnell vorbei. Dann heißt es wieder warten und durchhalten bis zur nächsten
Woche.

Mysha hatte in ihrer Anfangszeit
im Shelter große Angst davor, ihren Zwinger zu verlassen. Doch sie hat in all
den Jahren viel gelernt von den anderen Hunden gelernt. Sie ist selbstsicher
geworden und heute spielt, rennt und tobt sie gern mit ihren Artgenossen.. Und
sie liebt es, an der Leine spazieren zu gehen. Sie ist eine äußerst freundliche,
nur anfangs etwas schüchterne Hundedame, die aber schnell auftaut und Vertrauen
fasst. Inzwischen kann sie den Besuch der Betreuer kaum erwarten, dann lebt sie
zusehends auf.
Nun sind für Mysha fast zwölf
Shelterjahre ins Land gegangen Aus dem einst süßen, scheuen Hundebaby ist eine reife,
bezaubernde Seniorin geworden. Viele ihrer Mitgefangenen hatten das Glück, adoptiert
zu werden. Nur Mysha blieb immer ungesehen zurück.
Nun sollte endlich auch sie an
der Reihe sein, ein eigenes Für-Immer-Zuhause zu finden. Sie hat es mehr als
verdient und sollte ihr Leben nicht einsam undvergessen in ihrem Zwinger
beschließen müssen, sondern für den Rest ihrer Tage geliebt, umsorgt, gepflegt
und verwöhnt werden!
Möchten vielleicht gerade SIE
dieser liebenswerten Hündin einen Platz auf Lebenszeit schenken?

27.07.2024, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL
EIN FREUND, EIN GUTER FREUND! MAJKL

MAJKL
Rüde
3 Jahre alt (geb. 2019)
70 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
gut leinenführig, äußerst freundlich im Wesen
Plätzchen zum Leben gesucht!
Wenn die schönsten Bilder und ein freundliches Wesen
einfach nicht genügen…
Dein Leben ist voller Entbehrungen, hinter Gittern auf
wenigen Quadratmetern.
Du warst noch ein Welpe, als Du 2019 in das riesige Shelter Kozhuhovo bei Moskau kamst, wo Du bis heute darauf wartest, endlich entdeckt zu werden. Ein Los, das Du leider mit vielen der ungefähr 3.ooo Hundesselen teilst, die allein in diesem Shelter inhaftiert sind.
Die freiwilligen Helfer tun alles, um Euch das Leben ein bisschen erträglicher zu machen, und ihnen verdanken wir auch diese wunderschönen Fotos von Dir - aufgenommen in der Hoffnung, dass sich vielleicht jemand auf den ersten Blick in Dich verliebt!
Das Leben im Shelter ist hart. Im Sommer heizen sich die winzigen, offenen Zwinger unerträglich auf und Euch quält der Durst; im Herbst macht das nasskalte Wetter besonders den Älteren unter Euch zu schaffen und die eisigen Winter überleben viele nicht. Dennoch ist es alles, was Ihr habt.

Noch - denn das Shelter Kozhuhovo in Moskau, so wie es
seit 2008 besteht, wird abgerissen; es muss einem Industriepark weichen.
Habsucht und Profitgier siegen einmal mehr über Menschlichkeit und Mitgefühl.
Der neue Standort liegt einsam außerhalb von Moskau; 100 m von einer stillgelegten Mülldeponie entfernt, mit all dem Gift, welches den Boden und das Wasser verseucht hat. Unmittelbar daneben entsteht ein riesiger Friedhof mit einem Krematorium.
Die wertvolle Arbeit der freiwilligen Helfer wird in der Form dort nicht mehr möglich sein, und auch mögliche Adoptanten werden dort nicht ohne weiteres hingelangen können, weil die Gegend verkehrsmäßig unerschlossen ist.
Und dann ist da ein Majkl – ein großer, bewegungsfroher Hund in seinen besten Jahren, der es liebt zu laufen und zu spielen und sich vor Freude kaum fassen kann, wenn Wochenende ist und sich seine Gefängnistür für eine kurze, selige Stunde öffnet.
Du scheinst wie ein Rohdiamant, der nur darauf wartet,
dass jemand kommt, der ihm den letzten Schliff gibt und ihn in seinen
allerschönsten Farben leuchten lässt. Die Zeit drängt es ist buchstäblich fünf
vor zwölf!

Lieber Majkl, gern möchte ich für Dich ein Wunder
geschehen lassen oder einen magischen Spruch aufsagen, der Deine(n)
Herzensmenschen herbeizaubert, welcher Dich mitnimmt auf Eure gemeinsame,
spannende und glückliche Lebensreise!
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb
Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
E-Mail: d.bansche@gmail.com
26.07.2024, 19.54 | (0/0) Kommentare | PL
EIN TRAURIGES JUBILÄUM: VELES
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Geburtsdatum: ca. 2007
Schulterhöhe: ca. 55cm
VELES kam als recht junger Hund in das russische Shelter "Kozhuhovo". Wie sein Leben davor aussah, wissen wir nicht. Doch nun steht ein trauriges Jubiläum bevor…. 10 Jahre Shelter!
Eigentlich sein gesamtes Leben verbrachte VELES in einem kleinem Außenzwinger. Kaum 3 qm, die für ihn und 2-3 andere Hunde das "Zuhause" sind. 365 Tage im Jahr – Sommer wie Winter. Das, was sein bisheriges Leben ausmacht, sind ca. 60 Minuten in der Woche. Eine viel zu kurze Zeit, in der Veles seinen trostlosen Alltag vergessen darf. Dann darf er seinen kleinen Zwinger verlassen und im Freilauf ein kleines Gefühl von Leben erhaschen.
Er hat lange Zeit gebraucht, um sich an die rauen Umstände vor Ort zu gewöhnen. Am Anfang war er fast zu nichts zu bewegen, blieb die meiste Zeit in seiner Hütte. Doch irgendwann legte sich ein Schalter im Kopf bei ihm um, fast so, als hätte er begriffen, dass er dieses Leben so nehmen muss, wie es ist – einfach, weil anscheinend niemand ein anderes für ihn vorgesehen hatte. In all den Jahren hat noch kein Besucher einen zweiten Blick in seinen Zwinger geworfen. Alle gingen vorbei und Veles blieb.
Mittlerweile ist Veles im Shelter alt geworden und wir wissen, dass die Zeit nun gnadenlos gegen ihn laufen wird. Sie wird ihn zwangsläufig einholen und seinem Körper die Kraft rauben… die Kraft, die er jahrelang aufgebracht hat, um dieses Leben durchzustehen. Und irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem er diesem Leben nichts mehr entgegen zu setzen hat.
Da seine Chancen vor Ort nun gen Null sind, machen wir uns hier auf die Suche nach einem Menschen mit einem riesengroßen Herzen. Veles ist alt, seine Zähne werden schlecht sein, seine Knochen werden ihm Sorgen bereiten, vielleicht hört und sieht er auch schon nicht mehr besonders gut…. All das sind Kriterien, die eine Vermittlung erschweren – wir möchten es dennoch versuchen!
VELES hat noch nie Rasen unter den Pfoten gefühlt, noch nie in einem weichem Hundebett gelegen, noch nie einen Menschen neben sich gehabt, der ihn in den Schlaf streichelt und wir würden uns für ihn wünschen, dass er noch einmal das Gefühl von einem richtigen Zuhause spüren darf.
Vielleicht finden wir hier den Menschen, der einen Senior, der nichts kennen lernen durfte, behutsam in seinen letzten Lebensabschnitt begleiten würde. Eine ältere souveräne Hündin wäre bestimmt von Vorteil, denn Veles war noch nie ohne andere Hunde. Veles ist bereits kastriert, gechipt und geimpft.
Veles ist verträglich mit Artgenossen. Ob er auch mit Katzen leben könnte, können wir leider nicht sagen.
Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich
bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde
21.04.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL
BILDER AUS EINER ANDEREN ZEIT: TIMON
TIMON
Rüde
geb. 2012
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Für-immer-Zuhause gesucht
Wenn Dir das Liebste genommen wird, wenn Dein Herz gebrochen ist, wenn die andere Hälfte Deiner Seele von Dir gegangen ist - wie wolltest Du weiterleben? Die Augen sind das Tor zur Seele, und Timons Augen mussten das Schlimmste mitansehen.
Timon hat es im Leben bisher nie leicht gehabt. Als unschuldiger Welpe kam er im Jahr 2012 zusammen mit seiner Schwester Mona ins Shelter Kozhuhovo.
Das Leben an diesem Ort ist für Hundekinder, wie für erwachsene Hunde, gnadenlos und unerbittlich; doch Timon und Mona hatten einander, sie waren ein Herz und eine Seele und gaben sich gegenseitig Halt.
Auch äußerlich glichen sich die Zwei; sie hatten in etwa die gleiche Statur und wunderschönes, schokoladenbraunes Fell. Mona war die quirligere von beiden, sie lief stets voran und Timon folgte ihr. Er war der Besonnenere und gab auf seine Schwester acht. Gleich einem Schatten traf man ihn überall da an, wo Mona war. Sie gehörten zusammen, wie die zwei Seiten einer Medaille.
Lange und schwere Jahre vergingen, aber das feste Band zwischen den Hundegeschwistern blieb bestehen. Sie teilten sich einen Zwinger, gingen gemeinsam in den Auslauf und lernten, an der Leine zu laufen - nur ein Zuhause fanden sie leider nicht. Doch trotz aller Härte und Trostlosigkeit sah man sie oft fröhlich zusammen rennen und spielen, wenn sie einmal in der Woche für ein glückseliges Stündchen in den Freilauf durften.

Dann kam der Tag, an dem das Unfassbare geschah, der die beiden Unzertrennlichen für immer auseinanderriss: Im vergangenen Jahr wurde Mona bei einer Gassirunde auf dem Sheltergelände gebissen und lebensgefährlich verletzt. Timon konnte ihr nicht beistehen und sah seine geliebte Schwester sterben.
Ich möchte eines klarstellen: Die freiwilligen Betreuer trifft in so einem Fall keine Schuld. Sie tun, was sie können und bringen sich bei ihrem Engagement oft selbst in Gefahr. In diesen Sheltern herrscht fortwährender Ausnahmezustand; die Hunde sind durch den andauernden Stress, den Bewegungsmangel, die Langeweile und die schlechte Behandlung seitens der Arbeiter gereizt und manchmal unberechenbar. So kommt es auch in den Zwingern immer wieder zu Beißereien mit leider oft tödlichem Ausgang. Bitte stellen Sie sich vor, Sie wären rund um die Uhr, auf Jahre hinaus 365 Tage lang mit anderen Menschen auf wenigen Quadratmetern ohne jede Rückzugsmöglichkeit zuammengesperrt – verlören Sie da nicht den Verstand und ließen Ihren Aggressionen freien Lauf?
Über ein Jahr ist seitdem vergangen. Timon sitzt noch immer in seinem Zwinger, traurig und allein. Alles scheint für ihn gleich geblieben, und doch ist nichts mehr, wie es war. Zu schwer lastet das Erlebte auf seiner Seele und zu trostlos ist das Leben dort. Timon ist vor der Zeit zum Senior geworden. Sein Blick wirkt müde und trüb, der einst frohe und hoffnungsvolle Ausdruck in seinen Augen ist verschwunden. Nur wenn sich die Ehrenamtlichen mit ihm beschäftigen, leuchtet der alte Glanz in ihnen für einen kurzen Moment wieder auf.

Timon verhält sich Menschen gegenüber freundlich und verträgt sich gut mit seinen Artgenossen. Er zählt zwar mittlerweile zu den Senioren, aber längst noch nicht zum alten Eisen. Er ist gern aktiv und liebt Bewegung. Da er bisher noch nichts anderes kennenlernen durfte als das Leben im Shelter, wird er vielleicht ein Weilchen brauchen, um Vertrauen zu fassen und sich an all das Neue zu gewöhnen. Ein netter Hundekumpel (gern auch eine -kumpeline) in seinem Zuhause wäre dabei bestimmt hilfreich für ihn, ist aber keinesfalls Voraussetzung.
Niemand kann die Vergangenheit ungeschehen machen. Doch vielleicht gibt es noch einen versöhnlichen Ausklang für den netten und liebenswerten Timon, damit er nicht irgendwann sein Leben einsam und unbeachtet in seiner Zelle beschließen muss.
Bilder aus einer anderen Zeit (2017, Timon mit seiner Mona):
Lieber Timon! Aus vollem Herzen
wünsche ich Dir, dass es auch für Dich einen mitfühlenden Menschen gibt, bei
dem Du in einem schönen Zuhause und in Frieden Deinen Lebensabend genießen
darfst; der Dich umsorgt, Dich das Erlebte vergessen lässt, damit Du wieder
ganz wirst und noch einmal glücklich werden kannst!

Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
21.04.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL
EIN VERLORENES LEBEN? NOCHKA

NOCHKA
Hündin
geb. 2010
55 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden
Von vielen gesehen, von manchen bewundert – und doch hat sich bis heute nichts an Nochkas traurigem Dasein geändert.
Bis heute ging das Glück an Nochka vorbei. Können Hunde träumen? Ich glaube, ja. Nochka träumt sich in ein besseres Leben, weit entfernt von diesem Ort, an welchem sie sich so unbehaglich fühlt und an dem sie dennoch seit Jahren in Gefangenschaft lebt. Gottergeben lässt sie dieses trostlose Dasein über sich ergehen, nur wie lange hält sie das noch durch? Ihre freiwilligen Betreuer wünschen sich sehnlichst ein Zuhause für diese schwarze, ruhige und geduldige Schönheit.

Seit 2012 hockt Nochka bereits im Moskauer Shelter Kozhuhovo hinter Gittern – den weitaus größten Teil ihres Lebens. Man spürt förmlich ihre Traurigkeit, wenn sie verloren im Freilauf sitzt, den die Hunde einmal in der Woche besuchen dürfen, wenn die freiwilligen Helfer kommen und sich um ihre Schützlinge kümmern. Gern vergräbt sie sich auch am Rande irgendwo im Sand, oder sie sitzt einfach nur da und schaut wehmütig in die Ferne. Die anderen Hunde jagen ihr Angst ein.

Die Zeit mit den Betreuern vergeht immer viel zu schnell. Jeder der Freiwilligen muss sich ja in der einen Stunde um mehrere Hunde kümmern – da kommen die Zurückhaltenden, wie Nochka, die sich nie in den Vordergrund drängen, leicht zu kurz. Wenn sie Glück hat, darf sie manchmal in den Sheltergängen Gassi gehen. Danach führt der Weg jedoch unweigerlich zurück in ihren winzigen Zwinger, in welchem es nun wieder eine Woche lang ausharren heißt.

Nochka führt bis jetzt ein verlorenes ohne Wärme und Geborgenheit, ohne gutes Futter und ohne Gras unter den Pfoten – vor allem aber, und das ist besonders schmerzlich, ohne irgendjemandem wirklich etwas zu bedeuten. Dabei ist sie so ein bescheidenes, ruhiges und friedliches Hundemädchen. Bei fremden Menschen zeigt sie sich zunächst schüchtern; ihre Artgenossen gegenüber verhält sie sich freundlich und geht Auseinandersetzungen grundsätzlich aus dem Weg.

Liebe Nochka, für den Rest Deiner Tage wünschen wir Dir ein Leben bei gutherzigen Menschen, die Dich in aller Ruhe ankommen lassen; die nichts Großartiges von Dir erwarten und bei denen Du die traurigen Schatten der Vergangenheit endgültig hinter Dir lassen darfst!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Für Nochka suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Nochka, ein wenig verloren im Auslauf :
Nochka beim Gassigehen im Shelterbereich:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
21.04.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL
SIEBEN TAGE SIND UNENDLICH... SHUNIA
Wird er je den Menschen finden, der
ihm ein Zuhause gibt?
SHUNIA kam bereits im Winter 2012 ins russische Shelter Kozhuhovo. Die Jahre vergingen, doch Shunia blieb… in einem Leben voller Entbehrungen und Härte. Ein Zuhause gab es nie für ihn.
Allein in diesem Shelter leben etwa 3000 Hunde. Shunia gehört zu den Langzeitinsassen und mittlerweile auch zu den Senioren. Seine Vermittlungschancen sind nun endgültig fast bei Null.
Doch trotz seines harten Lebens – tagein, tagaus in einem kleinen Außenzwinger, umgeben von Lärm und Stress und Hoffnungslosigkeit - hat Shunia durchgehalten und sich seine Begeisterungsfähigkeit bewahrt.
Shunia weiß genau, am Wochenende kommen die freiwilligen Helfer und öffnen auch seine Zwingertür für einen kurzen Moment… und dann kann er mit den anderen Hunden für etwa eine Stunde in den Auslauf.
7 Tage warten auf eine Stunde Glück.
Shunia macht das Beste daraus.
Sobald sich seine Zwingertür öffnet, ist er der Erste und der Schnellste. Er
kennt den Weg zum Auslauf und es scheint, als wolle er nur keine Zeit dieses
kurzen Glückes vergeuden. In dieser einen Stunde versucht er dann alles auf
einmal - spielen, springen, mit anderen Hunden um die Wette rennen, Löcher
graben und sich von seinen Betreuern streicheln lassen. Shunia liebt es, sich
auf dem Rücken zu wälzen, ob im Sand, im Schlamm oder im Schnee ist dann egal - Hauptsache, das Leben spüren.

Doch so sehr Shunia die Bewegung liebt, kennt er auch das Ende dieses kurzen Glückes. Dann ist er zwar nicht der Erste, aber er kennt den Weg zurück in seinen Zwinger - ist er ihn doch schon so oft gegangen in all den Jahren. Und dann beginnt das, was für unsere Augen verborgen bleibt: das lange Warten auf das nächste Wochenende.
Shunia wird auch dann wieder fröhlich aus dem Zwinger stürmen, sobald sich die Tür öffnet. Die Frage ist nur, wie lange noch? Mit Sicherheit spürt er sein Alter schon jetzt, wenn beim Liegen auf dem harten Zwingerbodenseine Knochen schmerzen, die Hitze im Sommer unerträglich und die eisige Kälte im Winter unerbittlich ist.

Doch was erwartet einen ungefähr 12-jährigen,
großen, schwarzen Rüden, für den sich all die Jahre nie jemand interessierte? Ich weiß, es wird nicht einfach, und
doch hoffe ich.
Ich hoffe auf einen lieben Menschen
für Shunia. Einen Menschen, der Shunias Fröhlichkeit bewahrt und ihm ein besseres
Leben ermöglicht. Ein Leben, welches nicht nur aus einer Stunde Glück in 7 Tagen
besteht.

Shunia ist freundlich zu Menschen und lässt sich gerne von seinen Betreuern streicheln.Auch ist er gut verträglich mit seinen Artgenossen. Er wurde ca. 2010 geboren, ist ca. 55 cm hoch und bereits geimpft, gechipt und kastriert.Wir suchen für ihn ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Shunia, ich wünsche Dir von ganzem
Herzen, dass Du endlich einem lieben Menschen auffällst, der erkennt, wie
liebenswert und einzigartig Du bist.

Bei ernsthaftem Interesse wenden sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen,lieben Dank!
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
18.01.2024, 18.53 | (0/0) Kommentare | PL
EIGENES HEIM - GLÜCK ALLEIN! ROGER

ROGER
Rüde
50 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2009
geimpft, gechipt, kastriert
Pflegestelle Moskau
Die Jahre gingen ins Land. Hunde kamen, Hunde gingen - doch Roger blieb. Niemand zeigte Interesse an dem jungen, lebensfrohen Rüden. Nicht einen Menschen konnte er davon überzeugen, dass er ein wundervoller Begleiter sein würde, wenn er nur die Möglichkeit dazu bekäme.

Nach vielen, verlorenen Jahren gab Roger sich
auf. Er zog sich zurück und seine Betreuer bemerkten schnell, dass er dieses
Leben einfach nicht mehr ertrug. Er hatte keine Kraft mehr für den täglichen
Kampf gegen die Einsamkeit und Traurigkeit. Seine Seele wurde krank – ein
stilles und leises Leiden.
Für die Betreuer war es bitter, mit anzusehen, wie aus diesem lebensfrohen Hund ein Häufchen Elend wurde. Als sich dann 2018 die Gelegenheit bot, brachten sie Roger in eine Pension. Bereits nach kurzer Zeit lebte er auf, seine Seele konnte Kraft tanken.


Roger ist aufgeblüht und genießt auch heute noch sein neues Leben, das sich im Ansatz nach einem Zuhause anfühlt und die Welt ein bisschen besser macht. Doch ein richtiges Zuhause ist es natürlich nicht. Es leben dort einige Hunde, mit denen sich Roger gut versteht und gern mit ihnen spielt. Aber auch dort ist die Zeit immer knapp bemessen für jeden einzelnen Hund.

Wir möchten so gern für Roger noch einmal in seinem Leben ein richtiges Zuhause finden mit Menschen, die ihn behutsam wieder an eine normale Welt gewöhnen, die ausreichend Zeit und vor allen Dingen viel Liebe zu verschenken haben.

Roger ist ein aufgeschlossener und
freundlicher Hundemann, der sich gut mit seinen Artgenossen versteht und sich
über einen bereits vorhandenen Kumpel – oder eine Kumpeline – sicher
freuen würde. Trotz seiner knapp 12 Jahre ist er immer noch neugierig und
unternehmungslustig. Er verdient es, dass sein Hunger nach Zuwendung und Liebe
endlich gestillt wird. Denn ein bezahlter Pensionsplatz ist natürlich um
Lichtjahre besser, als das kalte, unbarmherzige Shelter, kann aber doch niemals
ein schönes, eigenes Zuhause ersetzen.
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
18.01.2024, 18.53 | (0/0) Kommentare | PL
MAN SIEHT NUR MIT DEM HERZEN GUT! VENCE

13 Jahre alter Senior vom Schicksal gezeichnet
Vence wurde wohl 2009 geboren und lebt nun seit 12 langen Jahren im Shelter - fast sein ganzes Leben. Als junger Hund war Vence lebensfroh und sehr verspielt, doch das triste Leben Shelter hat ihn verändert. Er ist allmählich ruhiger geworden.
Die Betreuer dort beschreiben Vence als offen, geduldig und unaufdringlich. Er liebt die Nähe und Ansprache von Menschen, ist sehr gehorsam und steht gern still, wenn er gebürstet wird, was ihm sehr gefällt.

Doch leider ist der arme Kerl vom Leben im Shelter gezeichnet. Vence hat fast alle Zähne verloren, und nun wird es für ihn zunehmend schwierig, das harte, uneingeweichteTrockenfutter zu fressen.
Seine Gesundheit wurde auch aufgrund seines zunehmenden Alters und der Lebensumstände im Shelter mit der Zeit immer schlechter, so dass er leider langsam beginnt, einen Teil seines Augenlichts zu verlieren. Im linken Auge ist Vence durch einen Grauen Star fast blind, seine Sehkraft ist eingeschänkt. Der Tierarzt sagt, er wird seine volle Sehkraft auf diesem Auge nicht mehr zurück erlangen. Trotzdem schränken ihn seine gesundheitlichen Probleme nicht ein, er hat keine Schmerzen und ist bereit, in ein neues Zuhause zu ziehen, in dem es ihm endlich besser gehen wird. Er hat seinen Lebensmut noch nicht vollständig verloren.

Vence geht problemlos an der Leine, ist mit anderen Hunden verträglich und ihnen gegenüber freundlich. Er liebt jedoch Menschen und ist immer bereit für neue Bekanntschaften. Ob er sich auch mit Katzen versteht, können wir leider nicht sagen.
Wie für all unsere Hunde suchen wir auch für Vence eine Endstelle. Er wird bereits kastriert, geimpft und gechipt in sein neues Zuhause vermittelt.
Sie möchten
Vence ein neues Leben schenken? Dann melden Sie sich bitte bei uns! Herzlichen Dank!
18.01.2024, 18.53 | (0/0) Kommentare | PL
WOHER NEHMEN UND NICHT STEHLEN? DARIK

DARIK
Rüde
geb. August 2019
50-55 cm Schulterhöhe
gechipt, geimpft, kastriert
Für-immer-Zuhause gesucht
Nun bin ich in Sicherheit – doch wann darf ich in Freiheit leben?
Eine der ständig wiederkehrenden, niemals endenden Geschichten ganz junger Hunde, die, weil nicht mehr gewollt, auf die Straße gesetzt werden und früher oder später unweigerlich im riesigen Moskauer Shelter Kozhuhovo landen, möchte ich Ihnen von Darik erzählen.
Geboren ungefähr im August 2019, hielt Darik schon im Alter von acht Monaten (April 2020) gemeinsam mit zwei Brüdern und einer Schwester Einzug ins Shelter. Ihm und einem seiner Brüderchen bekam das grauenhafte Futter gar nicht gut; alle vier Geschwister waren immer hungrig, viel zu dünn und blieben im Wachstum und in ihrer Entwicklung weit hinter anderen Junghunden zurück.
Während des Winters magerte Darik so stark ab und litt unter solchen Verdauungsproblemen, dass er im März zur Untersuchung in eine Moskauer Klinik gebracht wurde. Die Ärzte stellten fest, dass der arme Hundebub von Giardien befallen war. Das sind mikroskopisch kleine, einzellige Parasiten, die sich an die Wand des Dünndarms heften und dort ein behagliches Schmarotzerdasein führen. Darik wurde in den Krankenbereich des Shelters verlegt. Dort herrschen zwar aus unserer Sicht immer noch völlig ungenügende Bedingungen; aber die Hunde werden zumindest etwas besser versorgt und nach einiger Zeit hatte Darik sich auskuriert.

Er galt nun als gesund und hätte eigentlich wieder in seinen Zwinger zurückkehren müssen. Dort wäre er aber, wegen der fehlenden Hygiene und der mangelhaften Ernährung, bald aufs Neue erkrankt. So machten seine Betreuer sich verzweifelt auf die Suche nach einem der heiß begehrten, raren Pensionsplätze und fanden ihn schließlich auch.
Ein solcher Platz ist sehr teuer, aber die Freiwilligen versuchen Monat für Monat, das Geld hierfür irgendwie aufzutreiben – wenn alle Stricke reißen, notfalls aus der eigenen Tasche. In der Pension ist Darik zwar in Sicherheit und auch gesund - nur glücklich ist er dort nicht.

Denn auch hier hockt er die meiste Zeit allein in seinem Zwinger, hat nur selten Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten und mit Hundefreunden zu spielen. Menschliche Nähe, Ansprache und Streicheleinheiten sind ebenfalls dünn gesät.
Dabei ist Darik ein hübscher und überaus freundlicher Hundejunge, der die Menschen gern hat und sich mit seinen Artgenossen bestens versteht. Er läuft brav an der Leine, kennt durch die Klinikbesuche das Autofahren und die lauten Geräusche am Rande von Moskaus verkehrsreichen Straßen.
Leider blieb ihm bisher das behütete Leben in einer eigenen Familie versagt. Darik ist noch jung, er möchte noch viel erleben, Neues erkunden und an der Seite seiner Menschen die Welt entdecken.

Vielleicht würden Sie dem lieben Burschen gern diesen Herzenswunsch erfüllen? Dann scheuen Sie sich nicht und melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Darik auf dem Weg zur Klinik zur Untersuchung:
Darik beim Gassi:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
17.01.2024, 18.56 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

