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Tag: Dermatitis
ARCHIE – ICH BIN NOCH DA!

Archie
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.03.2022
Schulterhöhe: 66 cm
Vier Jahre. So lange wartet Archie nun schon darauf, dass jemand ihn entdeckt.
Als er gerade dem Welpenalter entwachsen war, wurde er gemeinsam mit seiner Schwester Aviella ins Canile abgeschoben. Eine Zeit, in der junge Hunde eigentlich ihre Welt erkunden, Eindrücke sammeln und lernen sollten, dem Leben zu vertrauen. Archie bekam stattdessen Betonboden, Zwingergitter und kaum Kontakt zu Menschen.

Damals kam er zudem in schlechtem Zustand ins Canile: voller Flöhe und mit einer großflächigen Dermatitis. Heute geht es ihm glücklicherweise wesentlich besser.
Doch die Jahre hinter Gittern haben Spuren hinterlassen. Archie kann in einer neuen Umgebung zunächst vorsichtig und verunsichert sein. Schließlich ist ihm fast alles fremd, was für andere Hunde selbstverständlich ist. Gras unter den Pfoten, ein eigenes Körbchen, Spaziergänge, ein Mensch, der morgens wiederkommt – all das hat er nie kennengelernt.

Aber trotz seiner langen Wartezeit hat Archie etwas ganz Wichtiges nicht verlernt: Vertrauen.
Heute wird er als freundlicher, geselliger und selbstbewusster Hund beschrieben. Er lässt sich gut anfassen und inzwischen auch intensiver untersuchen oder versorgen. Mit anderen Hunden kommt er zurecht, er lebt mit Rüden und Hündinnen zusammen und auch an der Leine macht er seine Sache gut.

Wenn die Tierschützer kommen, ist Archie anfangs manchmal noch etwas vorsichtig. Doch wenn er merkt, dass jemand freundlich zu ihm ist, taut er auf und sucht von sich aus den Kontakt. Dann zeigt sich auch seine fröhliche Seite.
Und vielleicht würde Archie selbst heute sagen:
"Warum will mich eigentlich niemand liebhaben?"
"So oft habe ich mich schon gezeigt. Ich habe mein Herz wie ein Fenster im Regen geöffnet, aber die Zeit rinnt weiter, und niemand sieht mich. Niemand möchte mein Freund sein.

Ganz ehrlich: Manchmal fühlt es sich an, als wäre mein ganzes Leben ein einziger, endloser Regentag. Das Glück scheint draußen zu warten, während ich drinnenbleibe. Und die Hoffnung ist nur ein kleiner Lichtstrahl, der sich manchmal durch die Wolken kämpft.
Wenn die Tierschützer kommen, bin ich zunächst still und vorsichtig. Aber sobald ich merke, dass jemand Wärme mitbringt, öffne ich langsam mein Herz. Dann zeige ich, wie viel Lebensfreude in mir steckt.

Ich möchte so gern mit dir hinausgehen in den Sonnenschein. Ich möchte die Nässe abschütteln und endlich erfahren, wie sich ein richtiges Hundeleben anfühlt.
Ich kann sogar richtig lustig sein – frag Manuela. Mit ihr habe ich schon einmal Hundetanz gemacht. Für einen kleinen Moment wurde aus dem Prasseln ein fröhlicher Rhythmus.

Ich bin bereit, den alten Regen hinter mir zu lassen.
Ich bin doch da. Ich warte noch immer. Ich habe mich nicht versteckt. Ich habe nicht aufgegeben. Ich bin nur immer noch hier.
Hol mich hier raus. Ich warte auf dich."
Und tatsächlich: Archie ist immer noch hier. Wir haben ihn schon so oft gezeigt und von ihm erzählt. Andere Hunde haben inzwischen ihre Koffer gepackt und sind in ein neues Leben gereist. Archie blieb zurück.
Wie oft kann man von einem Hund erzählen, bevor niemand mehr seine Geschichte hören möchte? Wie oft kann man schreiben: Er wartet noch?

Archie ist kein schwieriger Hund und er trägt auch kein großes Geheimnis mit sich herum. Er braucht einfach etwas Zeit, wenn sich seine Welt verändert. Er braucht Menschen, die ihm zeigen, dass er ihnen vertrauen kann. Und dann wird er seinen Weg gehen.
Vier Jahre seines Lebens hat Archie hinter Zwingergittern verbracht. Er hat lange genug gewartet. Viel zu lange.

Wir möchten im nächsten Jahr nicht wieder schreiben müssen, dass Archie immer noch dort sitzt und auf seinen Menschen wartet. Wir möchten ihm endlich zeigen, wie sich ein richtiges Zuhause anfühlt. Dafür brauchen wir Sie.
„Komm, Archie. Du hast lange genug gewartet.
Vielleicht ist es diesmal wirklich soweit.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
04.10.2026, 17.22 | (0/0) Kommentare | PL
DIONEO - SPLITTER UND FEINE RISSE IN DER SEELE

Dioneo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren:.03.2020
Schulterhöhe: 60 cm
Auch für den fünfjährigen Rüden Dioneo wäre so ein Stock genau das: ein kleiner Schatz. Ein Stück Abenteuer. Ein Grund zur Freude in einem Alltag, der aus Beton besteht.
Seit März dieses Jahres sitzt der freundliche Rüde in einem trostlosen Zwinger – ohne Spaziergänge, ohne Beschäftigung, ohne die medizinische Versorgung, die er dringend bräuchte. Und trotzdem hat er sich sein großes, warmes Herz bewahrt.

Als die Tierschützer ihn besuchten, begegnete Dioneo ihnen zunächst vorsichtig und etwas schüchtern. Doch mit ruhigen Worten und ein wenig Geduld taute der hübsche hellbraune Bub schnell auf. Er ließ sich gerne streicheln, suchte die Nähe der Menschen und alberte schließlich sogar ein wenig herum. Es war, als hätte er für einen kurzen Moment vergessen, wo er sich befindet.
"Ach, das ist doch nur ein Stock."
Nein. Für Dioneo wäre er die Eintrittskarte in eine Welt, die er viel zu lange entbehren musste. Ein gemeinsames Spiel. Ein Spaziergang zwischen Bäumen statt Beton. Erde unter den Pfoten. Wind im Fell. Und Menschen, die lachen, wenn sie ihm zurufen: "Hol das Stöckchen!"
Genau diesen einen Satz wünschen wir Dioneo von Herzen. Denn in ihm steckt so viel mehr als ein Spiel. Er bedeutet Ankommen. Vertrauen. Gemeinsam unterwegs sein. Ein Zuhause.
Mit Ihrer liebevollen Erziehung wird Dioneo sicher auch lernen, dass Stöckchen nicht mit ins Auto gehören, nicht im Bett zerkaut werden sollten und im Treppenhaus eher Stolperfallen als Kunstwerke sind. Aber das sind die kleinen Geschichten, über die man später gemeinsam schmunzelt.

Vielleicht verbindet Dioneo und einen Stock mehr, als man zunächst denkt. Beide haben Wind und Wetter getrotzt. Beide wurden geformt von dem, was das Leben mit ihnen gemacht hat. Beide lagen irgendwann unbeachtet am Wegesrand und warteten darauf, dass jemand innehält, sie aufhebt und erkennt, was in ihnen steckt.
Ein Stock. Ein Hund. Zwei scheinbar unscheinbare Dinge – und doch voller Möglichkeiten, wenn sie in die richtigen Hände gelangen.
Wenn Sie Dioneo zeigen möchten, dass auch für ihn wieder Spaziergänge, fröhliches Spielen und ein liebevolles Zuhause möglich sind, dann greifen Sie bitte zum Telefon und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht wartet irgendwo schon ein besonders schöner Stock auf seinen neuen besten Freund.
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Februar 2026
Ein Stock, der lange draußen liegt, verändert sich. Nicht plötzlich. Nicht so, dass es jedem auffällt. Die Oberfläche wird rauer, feine Risse ziehen sich durch das Holz. Manchmal splittert ein kleines Stück ab. Und doch bleibt er derselbe Stock. Tragfähig. Voller Möglichkeiten. Nur hätte ihn längst jemand aufheben und schützen müssen.
Dioneo ist noch immer derselbe Hund, der in seinem Vorstellungstext in einem einfachen Stock einen kleinen Schatz gesehen hätte. Er teilt sich seine Box mit Jimmy und Havah und versteht sich gut mit beiden. Er ist freundlich, sanft und sozial. Wenn man sich ihm nähert, kommt er vorsichtig heran. Er sucht den Kontakt zu uns Menschen, möchte dabei aber nicht bedrängt werden. Streicheln genießt er –-solange alles ruhig und behutsam geschieht. Nicht, weil er den Menschen nicht vertraut, sondern weil sein Körper längst mehr aushalten musste, als ihm guttut.

Denn Dioneo ist an Leishmaniose erkrankt. Eine Krankheit, die behandelt werden muss - und behandelt werden kann. Eine einfache, kostengünstige Tablette täglich könnte ihm helfen und ihm Lebensqualität zurückgeben. Doch im Lager erhält er diese Hilfe nicht.
Seine Ohrenspitzen bluten immer wieder. Seine Haut ist durch eine Dermatitis entzündet. Besonders das rechte Hinterbein ist deutlich geschwollen, an seiner Brust sitzt ein Knoten. Nichts davon wirkt auf den ersten Blick spektakulär. Es sind keine Wunden, die laut nach Aufmerksamkeit schreien. Es sind die stillen Zeichen einer Krankheit, die langsam Kraft kostet. Unbehandelt zehrt sie Tag für Tag an seinem Körper.

Und trotzdem hebt Dioneo den Kopf, wenn jemand kommt. Er akzeptiert die Leine. Er sucht den Kontakt. Er bleibt freundlich. Er hätte allen Grund, sich zurückzuziehen oder den Menschen zu misstrauen. Stattdessen begegnet er ihnen mit derselben leisen Sanftheit wie an dem Tag, als wir ihn kennenlernten.
Ein Stock, der zu lange im Regen liegt, wird irgendwann morsch. Nicht, weil er wertlos wäre, sondern weil ihn niemand aufgehoben hat. Auch Dioneo ist nicht zerbrochen. Aber sein Körper schafft es nicht mehr allein. Was heute noch kleine Risse sind, können morgen unwiederbringliche Schäden sein.

Dioneo braucht keinen Zauber. Er braucht Menschen, die hinschauen. Menschen, die seine Krankheit behandeln lassen, seine Schmerzen ernst nehmen und ihm endlich den Schutz geben, den jeder Hund verdient. Einen Platz, an dem seine Ohrenspitzen heilen dürfen, seine Beine nicht weiter anschwellen und er nicht länger still leiden muss.
Vielleicht geht es heute gar nicht mehr um den Stock am Wegesrand, sondern darum, nicht einfach weiterzugehen.
Vielleicht sind genau Sie der Mensch, der stehen bleibt, Dioneo aufhebt und ihm zeigt, dass auch für ihn ein neues Leben beginnen darf.
Seine Vermittlerin freut sich von Herzen auf Ihren Anruf.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
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+49179 - 66 06 200
per EMail:
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31.07.2026, 18.38 | (0/0) Kommentare | PL
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Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.

