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Mitternachtsspitzen

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Canile

ALPHONZA - WER LEISE LIEBT, SIEHT DICH



Alphonza


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 03.2021

Schulterhöhe: 50 cm


Immer, wenn ein kleiner, unscheinbarer Hund wie Alphonza mit angsterfüllten Augen in die Vermittlung kommt, fragt man sich: Was ist passiert? Was musste dieses Hundemädchen erleben, damit sie schon versucht, sich hinter ihren Zwingergenossen zu verstecken, sobald sich jemand nähert?



Wir wissen nicht, was Alphonza widerfahren ist. Aber wir sehen, welche Spuren es hinterlassen hat.


"Was wünschst du dir, kleine Alphonza? Dass die Tierschützer wieder verschwinden? Du möchtest nichts von ihnen wissen und suchst Schutz bei Oberlyn und Oldrich. Den beiden vertraust du – doch Menschen bedeuten vor allem Schrecken für dich. Wahrscheinlich bist du einfach nur froh, wenn sie dir nichts zuleide tun.



Und trotzdem dürfen sie dich anfassen. Du lässt dir von ihnen sogar Halsband und Leine anlegen, obwohl du beides gar nicht kennst und vermutlich keinen einzigen Schritt daran laufen möchtest. Das ist ganz schön mutig für eine so kleine Hündin.



Auch wenn du dir das heute noch nicht vorstellen kannst: Es gibt Menschen, die dir niemals wehtun werden, die nur das Beste für dich wollen. Genau diese suchen wir jetzt für dich."


Wie lange Alphonza brauchen wird, bis sie wieder Vertrauen fassen kann, weiß niemand. Vielleicht dauert es Monate, vielleicht überrascht sie uns auch und es geht schneller, als wir heute glauben. Wir wünschen unserem kleinen Mädchen daher Menschen, die ihr die Zeit geben, die sie braucht, um ihre Angst zu überwinden.



************************


Juli 2026 "Oberlyn ist weg."


Alphonza hebt den Kopf. Weg? Wirklich weg? Nicht hinter der Mauer verschwunden oder im Nebenzwinger? Nein. Weg-weg. Zuhause… mit einem weichen Körbchen, Leckerlis und jemandem, der liebevoll zu ihr sagt: "Komm her, mein Schatz." Und bei dem danach nichts Schlimmes passiert.


Ob Alphonza versteht, was das bedeutet, wissen wir nicht. Aber vielleicht keimt irgendwo tief in ihr ein winziges bisschen Hoffnung.



Jetzt lebt sie mit Oldrich zusammen. Er ist ein ruhiger Hund, der sich lieber erst einmal alles aus sicherer Entfernung anschaut. Die beiden passen gut zusammen. Keiner drängt den anderen, keiner macht viel Aufhebens. Zwei Hunde, die gelernt haben, dass Vorsicht manchmal überlebenswichtig ist.




Alphonza selbst hat noch immer große Angst vor Menschen. Sie gehört nicht zu den Hunden, die freudig ans Gitter gelaufen kommen. Sie beobachtet lieber, wartet, zieht sich zurück. Und doch zeigt sie immer wieder kleine, kostbare Augenblicke von Mut. Sie lässt sich anfassen, lässt sich sogar die Leine anlegen. Nicht, weil sie es genießt, sondern weil sie sich trotz allem noch nicht ganz aufgegeben hat.




Hunde wie Alphonza berühren uns mit ihrer stillen Art oft besonders. Ihr Vertrauen wächst nicht mit großen Sprüngen. Es wächst in winzigen Schritten, ermutigt durch einen ruhigen Blick, eine sanfte Stimme; eine Hand, die nichts verlangt. Und dann kann es geschehen, dass Alphonza Ihre Geduld eines Tages auf das Schönste belohnt: Wenn sie zum ersten Mal ganz zaghaft eine Pfote auf Ihre Füße legt…



Sabine Wojtok

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Nickname 10.09.2026, 19.41 | (0/0) Kommentare | PL

FAREEDA - WO DIE SCHMETTERLINGE WOHNEN



FAREEDA

Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 04/2018
Schulterhöhe: 54 cm


Hallo! Ich freue mich riesig, dass du mich auf meiner Seite besuchen kommst. Ich heiße Fareeda, das bedeutet einzigartig. Das passt gut zu mir, findest du nicht? Ich bin nämlich eine ganz besonders artige Hündin. Und ich weiß auch, wie man sich sieben Jahre lang beschäftigt: Man wartet.




Ich wurde schon als kleiner Welpe ins Hundegefängnis gebracht. In Italien gibt es leider viel zu viele Hundekinder, und oft weiß niemand, wohin mit uns. Dafür können wir nichts. Wir purzeln einfach auf diese Welt, das Köpfchen voller Träume und Pläne – und dann sieht die Wirklichkeit plötzlich ganz anders aus.


Die meine bestand jahrelang aus einer Box mit Zementboden, Betonwänden und Gitterstäben. Nichts ist hier bunt. Höchstens verirrt sich mal ein Schmetterling zu mir, aber der fliegt natürlich schnell wieder davon.




Du kannst dir vorstellen, wie langweilig so ein Tag ist. Meine größte Abwechslung war lange Zeit der Moment, in dem das Futter kam. Über dessen Qualität reden wir lieber nicht. Aber immerhin: ein paar Minuten, in denen etwas passiert.


Du wirst vielleicht an meiner runden Taille sehen, dass ich mein Futter immer restlos auffresse. Ja, das stimmt. Ich möchte diesen kleinen Moment der Abwechslung schließlich so lange wie möglich auskosten und schlecke sogar noch den Napf aus. Teilen möchte ich mein Futter deshalb nicht gern. Und so wurde ich allein eingesperrt.




Dabei hätte ich viel lieber etwas ganz anderes geteilt: Zeit. Einen Spaziergang. Neue Gerüche. Neue Wege. Und vielleicht sogar einen Menschen.


Kürzlich waren die Tierschützer bei mir und haben mir gezeigt, wie man an der Leine läuft. Das habe ich erstaunlich schnell verstanden. Schau dir mein Video an – ich mache das richtig gut! Und plötzlich habe ich gemerkt: Da draußen gibt es ja eine ganze Welt.




Zum Spazierengehen gehört natürlich auch Schnüffeln. Und ich bin wirklich neugierig, wonach die Welt außerhalb meiner Zelle riecht. Beim letzten Mal war sogar eine Katze dabei. Wir fanden uns recht uninteressant – also, im besten Sinne.


Auch mit anderen Hunden komme ich freundlich zurecht. Hündin oder Rüde, das ist mir ziemlich egal. Hauptsache, wir können gemeinsam schnuppern und die Welt erkunden.




Nur beim Futter hört die Freundschaft manchmal noch kurz auf. Aber ganz ehrlich: Wenn dein Leben sehr lange aus genau einem Napf bestanden hätte, würdest du ihn wahrscheinlich auch nicht freiwillig teilen. Ich arbeite daran. Versprochen.


Menschen mag ich übrigens sehr gern. Ich gehe offen auf euch zu, dränge mich aber nicht auf. Eher so: "Hallo, ich bin da. Wenn du magst, können wir ja gemeinsam herausfinden, was es da draußen alles gibt."




Man sagt, ich sei umgänglich und selbstsicher. Ich sage: Ich habe nicht mehr viel zu verlieren und vor mir liegt noch alles.


Nur manchmal, wenn plötzlich sehr viel Neues auf mich zukommt, verliere ich kurz den Faden. Aber wenn man mir ein bisschen Zeit gibt, finde ich mich schnell wieder zurecht. Denn ich weiß, wer ich bin.


Und ich glaube, ich habe auf so vieles gewartet. Nicht nur auf Futter.

Auf Wege. Auf Gerüche. Auf ein Körbchen. Auf einen Menschen neben mir auf der Couch. Auf einen Kauknochen für mich und ein Stück Schokolade für dich. Und auf deinen Satz: "Komm, wir finden das zusammen heraus."




Vielleicht habe ich deshalb auch das mit den Schmetterlingen noch einmal überdacht. Vielleicht sind sie gar nicht das Spannendste da draußen. Denn als die Tierschützer bei mir waren und mein Leben für einen kurzen Moment aufging wie eine Tür im Frühling, habe ich gemerkt: Da ist so viel mehr, als ich je zu träumen gewagt hätte.




Und jetzt möchte ich wissen, wie es riecht. Ich möchte losgehen, meine Nase überall hineinstecken, mich umdrehen, nach links und rechts schauen und all das entdecken, was ich so lange verpasst habe.


Man sagt, ich sei neugierig. Ich nenne es: bereit zum Leben. Und vielleicht geht es am Ende tatsächlich gar nicht um die Schmetterlinge draußen, sondern um die, die man im Bauch fühlt, wenn das Leben plötzlich leicht wird.




Wenn du dir all das mit mir zusammen vorstellen kannst, dann ruf doch einfach meine Vermittlerin an. Und wer weiß - vielleicht flattern wir ja schon bald gemeinsam los.




Tanja Roth

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Nickname 09.09.2026, 16.19 | (0/0) Kommentare | PL

HELDER - FÜNF STERNE SEHEN ANDERS AUS



HELDER

 

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 06/2022

Schulterhöhe: 56 cm

 

September 2026: Herzlich willkommen in meiner exklusiven Residenz – dem einzigen Luxushotel der Region, das ganz auf Betonboden- und Gitterchic setzt. Seit 46(!) Monaten bin ich hier Stammgast. Einen besonderen Service hat diese Unterkunft allerdings: Man darf bleiben, solange man möchte; oder genauer gesagt: Solange niemand kommt, der einen zu sich nach Hause holt.




Meine Suite


Minimalistisches Design, überwiegend Betonwände, stabile Gitterstäbe und eine Aussicht, die sich seit Jahren nicht verändert hat. Man könnte sagen: sehr konsequent. Andere würden vielleicht behaupten, ein bisschen Abwechslung wäre auch ganz schön.




Gesellschaft inklusive


Immerhin bin ich nicht allein. Ich teile meine Unterkunft mit Hündinnen, Rüden und im Moment noch meinem Bruder Hughie. Der zieht bald aus, er hat eine Dauerunterkunft in einer echten Fünf-Sterne-Residenz (sprich: einem richtigen, eigenen Zuhause) gefunden.


Platz ist zwar eher knapp bemessen, aber wir arrangieren uns. Hier lernt man schließlich, auch auf engem Raum miteinander auszukommen.




Das tägliche Menü


Beim Essen setzt man auf größtmögliche Anspruchslosigkeit. Das tägliche Menü ist nicht nur immer das gleiche, sondern auch von bescheidener Qualität – und viel zu klein, um wirklich satt zu machen. Überraschungen gibt es also keine. Man weiß hier zwar ziemlich genau, was im Napf landet, aber ein Feinschmecker würde vermutlich trotzdem lieber woanders reservieren.




Panoramablick


Mein persönlicher Lieblingsausblick geht direkt auf die Gitterstäbe. Sie sind immer da, brauchen keine Pflege und verändern ihre Farbe nicht. Man kann sich also darauf verlassen.




Das Unterhaltungsprogramm


Für Unterhaltung sorgen die anderen Hunde. Dauerbellen, Heulkonzerte und gelegentliches Weinen gehören zum festen Programm. Besonders beliebt ist das Zwinger-Bingo: Einer fängt an zu winseln, und schon ist für ein paar Minuten etwas los. Preise gibt es leider keine – aber immerhin ein bisschen Abwechslung im Einerlei unserer kleinen, grauen Welt.




Der seltene VIP-Besuch


Besonders exklusiv wird es, wenn die Tierschützer kommen. Das passiert ungefähr alle 20 Monate – also wirklich ein Ereignis, auf das man sich freuen kann.


Beim letzten Katzentest gab es sogar eine Sondervorstellung: Ich durfte eine samtpfotige Freigängerin kennenlernen. Ich war freundlich und interessiert und habe die Sache souverän gemeistert. Sie übrigens auch.




Mein ganz persönliches Abenteuer


Wenn es im Alltag schon wenig zu erleben gibt, muss man eben selbst erfinderisch werden. Ich kann zum Beispiel die Rillen im Beton zählen oder Wettrennen mit meinem eigenen Schatten veranstalten. Man entwickelt mit der Zeit erstaunliche Fähigkeiten.


Und manchmal verlege ich meinen Platz einfach von einer Zwingerecke in die andere. Das klingt nicht sonderlich aufregend? Für mich ist es beinahe eine Weltreise.




Das schönste Kopfkino


Zum Glück gibt es da noch meine Träume.


In einem davon habe ich endlich einen Menschen. Einen, der mich nach Hause holt, mir einen weichen Platz gibt und mich einfach bei sich haben möchte. Vielleicht stehen wir dann gemeinsam in der Küche. Vielleicht bekomme ich mein Futter sogar auf einem richtigen Teller serviert. Porzellan wäre natürlich der Gipfel der Exklusivität. Aber Metall oder Plastik täten es natürlich genauso gut; es kommt schließlich in erster Linie auf den Inhalt an.


Und während ich genüsslich futtere, schaut mein Mensch mich an und freut sich einfach darüber, dass ich da bin und es mir schmeckt. Das wäre für mich echtes Luxusleben.




Wer ich wirklich bin


Hinter all den Witzen bin ich nämlich ein aufgeschlossener Bursche voller Entdeckerfreude und mit einem großen Herzen für euch Menschen. Wenn es mir zu hektisch wird oder sich jemand sehr schnell bewegt, erschrecke ich manchmal kurz. Mit ein wenig Geduld fasse ich aber schnell Vertrauen.


Auch an der Leine mache ich inzwischen eine ganz passable Figur. Und draußen? Da gibt es endlich etwas zu erleben. Genau das liegt mir: Schauen, schnuppern, lernen und die Welt erkunden.




Mein größter Wunsch


Hier im Lager hilft mir der Galgenhumor dabei, nicht den Mut zu verlieren. Aber ehrlich gesagt würde ich mein Luxushotel hier nur allzu gern gegen ein ganz normales Zuhause eintauschen: Gegen vier Wände mit einer Tür, durch die man laufen kann, wann immer man will, statt nach zwei Schritten an Gitterstäbe zu stoßen. Gegen aufregende Spaziergänge statt Schattenjagen auf Betonboden. Gegen ein Körbchen, das mir allein gehört. Und vor allem gegen einen Menschen, der mich liebhat und mich nicht wieder verlässt. Und falls du bei dir zuhause schon andere Hunde hast: Kein Problem. Ich lebe hier schließlich auch in einer gemischten WG und komme mit allen gut zurecht.




Wenn du also einen neugierigen und anhänglichen Begleiter suchst, der schon viel zu lange auf sein erstes richtiges Abenteuer wartet, dann könnten wir uns vielleicht kennenlernen.


Ich wäre bereit. Die Telefonnummer, die du dafür anrufen müsstest, findest du weiter unten.


Bis bald – hoffentlich!
Dein Helder




Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 

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Nickname 08.09.2026, 17.00 | (0/0) Kommentare | PL

ZACCHEO - DARF SEIN SCHÖNSTES KAPITEL JETZT BEGINNEN?



Zaccheo


Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 60 cm


Es gibt unendlich viele Gefängnisse für Hunde. Schmutzige, kalte, nasse und angsteinflößende Verschläge aus Beton, Draht, Holz oder was auch immer – Orte, an denen Hunde Tag für Tag warten, abgeschnitten von allem, was wir Leben nennen.




Für den einzelnen Hund aber ist das kein vorübergehender Zustand. Es ist sein Leben und zwar das einzige, das er kennt. So ist es auch für Zaccheo.




Er weiß nicht, dass es Menschen gibt, die ein solches Leben für selbstverständlich halten und mit dem Elend von Hunden sogar viel Geld scheffeln. Er weiß nur, dass er eingesperrt ist. Und obwohl Zaccheo kein ganz junger Hund mehr ist, hat er noch nicht aufgegeben. Er wartet noch immer darauf, dass sich etwas verändert.




Und tatsächlich ist seine erste – und bislang einzige – Chance vor ein paar Tagen direkt zu ihm in die Zelle gekommen: Tierschützer besuchten Zaccheo. Er hat nicht schlecht gestaunt, dass sich plötzlich Menschen für ihn interessierten und sich sogar ein bisschen mit ihm beschäftigten. Freundlich und ohne große Zurückhaltung begrüßte er seine Besucher, ließ sich die Leine anlegen und durfte für einen Moment vor die Tür. Dabei zeigte er, dass er mit der Leine schon ganz gut zurechtkommt.




Wir wissen, dass Zaccheo Menschen mag und sich mit Hündinnen gut versteht. Bei Rüden scheint das allerdings nicht immer zu funktionieren. Da wir nicht wissen, wie belastbar diese Einschätzung ist, wünschen wir uns für ihn vorsichtshalber ein Zuhause ohne weitere Rüden. Ein nettes Damenrudel wäre sicher nach Zaccheos Geschmack. Aber auch als Einzelhund bei seinem Menschen könnte er glücklich werden.




Hauptsache, da ist endlich jemand, der ihn liebhat und ihm zeigt, wie schön ein Hundeleben sein kann. Vieles, was für einen Hund in einem Menschenhaushalt selbstverständlich ist, wird Zaccheo wahrscheinlich erst noch lernen müssen. Dafür bringt er etwas mit, das mindestens genauso wichtig ist: Er möchte den Menschen gefallen und ihr Freund sein.




Ob Zaccheo schon richtige Spaziergänge kennt, wissen wir leider nicht. Aber wir können uns gut vorstellen, dass er großen Gefallen daran finden wird, endlich etwas von der Welt sehen zu dürfen. Und ein weiches Körbchen, in dem er sich danach ausruhen kann, wird er sicher ebenfalls zu schätzen wissen.




Denn dort, wo Zaccheo bisher lebt, gibt es neben schlechtem Futter und schmutzigen Zellen vor allem eines: unendlich viel Langeweile. Sein Köpfchen dürfte deshalb ebenso unterfordert sein wie sein Körper. Umso schöner wäre es, wenn seine zukünftigen Menschen gemeinsam mit ihm herausfinden, was ihm Freude macht und woran er Spaß hat.




Unser Sizilianer Zaccheo hat lange genug gewartet. Er ist im besten Alter, um noch einmal ganz neu anzufangen – und er wünscht sich nichts sehnlicher als ein Zuhause.




Wenn Sie sich einen vierbeinigen Gefährten wünschen, der die Flausen der Jugend längst hinter sich gelassen hat und nun einfach ankommen möchte, dann freut sich Zaccheos Vermittlerin sehr auf Ihren Anruf.



Sabine Wojtok

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Nickname 07.09.2026, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL

LILYROSE - ALS KLEINE MUSCHEL INS GROSSE GLÜCK



Lilyrose


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 06/2023

Schulterhöhe: 56 cm

 

August 2024: Es ist unerträglich heiß und stickig im Betonzwinger eines italienischen Caniles irgendwo im ländlichen Nirgendwo. Die hübsche, kastrierte Lilyrose drückt sich in die einzige kleine schattige Ecke ihres Gefängnisses, in dem sie seit Juni dieses Jahres eingesperrt ist.


Da landet plötzlich ein kleiner gelber Schmetterling neben ihr und sucht ebenfalls ein wenig Abkühlung. Vorsichtig stupst die rehbraune Hündin ihn an und stellt die wohl wichtigste Frage: "Du, kannst du mir sagen, wie in diesem endlosen Albtraum jemals liebe Menschen zu mir finden und mich mitnehmen können?"




Der Schmetterling denkt kurz nach und antwortet: "Es ist wie bei der Muschelsuche am Strand. Zwischen hundert Muscheln entdeckt man manchmal diese eine ganz besondere. Man hebt sie vorsichtig auf und weiß sofort: Diese ist einzigartig. Und vielleicht wird genau sie einmal zum geliebten Für-immer-Begleiter ihres Finders."


Damit flattert er davon  und Lilyrose bleibt mit einer kleinen Portion Hoffnung zurück.


Wenig später bekommt die junge Hündin Besuch von den Tierschützern vor Ort. Zunächst zeigt sie sich schüchtern und möchte sich nicht anfassen lassen. Doch mit Ruhe und liebevoller Ansprache gewinnt die Tierschützerin nach und nach ihr Vertrauen. Lilyrose lässt sich streicheln, sogar anleinen und wagt ein paar Schritte hinaus ins Gras.




Vieles ist für sie noch neu. An der Leine muss sie das Laufen erst lernen, und auch Menschen gegenüber braucht sie etwas Zeit. Dabei scheint sie Frauen leichter zu vertrauen als Männern. Hat Lilyrose jedoch erst einmal Zutrauen gefasst, zeigt sich eine ganz andere Seite: Sie wird verspielt, sucht die Nähe und wirkt beinahe welpenhaft. Katzen begegnet sie ruhig und respektvoll, mit anderen Hunden versteht sie sich gut.


Liebe Leserinnen und Leser, Lilyrose braucht Menschen, die ihr die Zeit geben, anzukommen und Vertrauen zu entwickeln. Eine ruhige Umgebung, geduldige Begleitung und viele schöne Erfahrungen in Wald und Flur werden ihr helfen, Schritt für Schritt sicherer zu werden. In den richtigen Händen kann aus der zurückhaltenden Junghündin eine fröhliche, aktive und treue Begleiterin werden.




Vielleicht sind gerade Sie der Mensch, der – um im Bild zu bleiben - Lilyrose am Ufer entdeckt, sie vorsichtig aufhebt und ihr zeigt, wie wunderbar die Welt jenseits der Zwingermauern sein kann.


Denn wie sagte der Schmetterling so schön? "…Ein Leben allein ist nicht genug! Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!" (Hans Christian Andersen)




August 2026 – Muschelhörer gesucht: Lilyrose ruft nach ihrem Lieblingsmenschen!


Der Sommer brennt, und Lilyrose wartet noch immer hinter den Mauern des Caniles. Zwischen all den anderen Hunden wird sie leicht übersehen; dabei könnte gerade sie der ganz besondere Schatz sein, nach dem jemand schon lange sucht.


Ihre Schale ist noch verschlossen. Doch wer ihr mit Geduld begegnet, wird nach und nach die wunderschöne Perle entdecken, die darin verborgen liegt.




Im Zwinger zieht Lilyrose sich eher zurück. Zu viele Menschen, Geräusche und Eindrücke machen ihr noch Angst. Doch sobald es ruhiger wird und sie sich auf jemanden einlassen kann, beginnt sie aufzutauen. Dann kommen ihre verspielte Seite und ihre Freude an Nähe zum Vorschein.


Auch die Leine ist für sie noch Neuland. Mit geduldiger Begleitung wird sie lernen, dass ein Spaziergang nicht ins Ungewisse führen muss, sondern der Anfang von etwas Wunderbarem sein kann: Gras unter den Pfoten, neue Gerüche, kleine Abenteuer und endlich ein Mensch, an dem sie sich orientieren darf.




Lilyrose braucht keinen perfekten Menschen. Sie braucht jemanden, der ihr Zeit lässt und ihr Sicherheit gibt. Jemanden, der nicht enttäuscht ist, wenn sie sich anfangs noch zurückzieht, sondern sich über jeden kleinen Schritt nach vorn freut.




Vielleicht sind Sie dieser Mensch? Dann schnappen Sie sich jetzt die Muschel – äh … das Telefon – und wählen Sie die Nummer unserer Vermittlerin. Vielleicht sind gerade Sie der Strandläufer, der Lilyrose entdeckt, sie aus dem Sand fischt und ihr den schönsten Platz schenkt, den sie sich vorstellen kann: ein eigenes Zuhause.



Ina Schoenfuss

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Nickname 06.09.2026, 20.44 | (0/0) Kommentare | PL

LUNIO - DIE WELT IST VIEL ZU GROSS FÜR EINE KLEINE ZELLE


Lunio


Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 07/2023

Schulterhöhe: 38 cm


Wenn man Lunio fragen würde, was er von seinem Leben erwartet, gäbe er vermutlich schnell eine Antwort: viel erleben, Menschen kennenlernen, überall seine kleine Nase hineinstecken und herausfinden, was es hinter dem nächsten Zaun zu erschnüffeln gibt – und nicht zuletzt, ob wirklich jeder Mensch irgendwo Leckerchen versteckt.



Lunio ist nämlich kein Hund, der darauf wartet, dass die Welt zu ihm kommt.


Er ist klein, aber selbstbewusst; lebhaft, neugierig und gesellig. Wenn Menschen auftauchen, möchte er wissen, wer sie sind und was sie vorhaben. Er sucht Nähe und Miteinander, möchte mittendrin sein und ist anscheinend überhaupt nicht der Typ, der sich freiwillig an den Rand des Geschehens stellt.


Und ausgerechnet so ein kleiner Entdecker sitzt jetzt gefangen im Hundelager.



Seit dem 30. Juni 2026 besteht seine Welt aus einer Zelle, Gitterstäben und dem wenigen, was darin passiert. Zurzeit teilt er seinen kleinen Lebensraum mit mehreren Welpen, Rüden und Hündinnen. Das klappt wunderbar, denn Lunio ist gesellig und kommt mit seinen Artgenossen gut aus.


Aber ein richtiges Hundeleben sollte doch aus mehr bestehen als aus einem Betonkasten, in dem man tagein, tagaus darauf wartet, dass irgendetwas passiert.



Wo sind die Spaziergänge, bei denen ihn hinter jeder Ecke etwas Neues erwartet? Wo ist die Wiese, auf der eine Hundenase stundenlang Geschichten lesen kann? Wo sind die Menschen, die sich darüber freuen, wenn ein kleiner Hund sie überallhin begleiten möchte? Wo ist der Platz, an dem Lunio nicht nur einer von vielen ist, sondern Lunio?


Lunio ist freundlich, neugierig und selbstbewusst. Er macht nicht den Eindruck eines Hundes, der sich zurückzieht oder verzweifelt um Aufmerksamkeit kämpft. Aber genau darin liegt auch eine Gefahr: In einem Hundelager gibt es so viele Hunde, die traurig und einsam auf ein Zuhause warten. Ein kleiner Bursche wie Lunio kann dort leicht übersehen werden. Und irgendwann werden aus Wochen Monate, aus Monaten Jahre.



Ein junger, lebhafter Hund kann sich an erstaunlich vieles gewöhnen. Auch daran, dass seine Welt nicht größer wird.


Doch genau das wünschen wir uns für Lunio nicht. Wir möchten, dass dieser kleine Kerl endlich anfangen darf, seine Pläne umzusetzen. Dass er Menschen findet, die seine Neugier nicht bremsen, sondern ihm die Welt zeigen und Freude daran haben, einen kleinen Hund dabei zu beobachten, wie er all das kennenlernt, was für andere längst selbstverständlich ist.



Lunio braucht keine riesige Welt, um glücklich zu sein. Aber er braucht eine Welt, die groß genug für seine Neugier ist.


Und natürlich benötigt er ein Zuhause, in dem man weiß, dass auch ein kleiner Hund ein richtiger Hund ist: mit eigenen Bedürfnissen, eigenem Kopf, dem Willen zu lernen und dem Bedürfnis, mitten im Leben dabei zu sein.



Lunio ist ein kleiner Hund mit großen Plänen. Er soll nicht erleben müssen, wie seine Neugier irgendwann dem eintönigen Zwingeralltag weicht. Deshalb hoffen wir, dass ihn jemand sieht und ihm endlich die Welt zeigt, die draußen vor den Gitterstäben auf ihn wartet.



Sabine Wojtok

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Nickname 02.09.2026, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL

JULINDA- BEVOR AUS FÜNF JAHREN SECHS WERDEN



Julinda


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 08/2021

Schulterhöhe: 62 cm



August 2026: Fünf Jahre. So lange sitzt Julinda jetzt schon eingesperrt im Lager. Ende August 2021 wurde sie geboren, zusammen mit fünf Geschwistern. Sechs kleine Körper, die sich aneinanderdrängten und nichts hatten außer ihrer Nähe, um sich zu wärmen.




Mit zwei Monaten kamen sie ins Hundegefängnis. Was danach kam, war für alle sechs zunächst dasselbe: kalter Beton unter viel zu kleinen Pfoten; keine Hand, die sie je gehalten hätte. Kein Zuhause, das ihren Namen kannte. Nach und nach hat sich das verändert, für die anderen.




Vier fanden ihre Familien. Vier Körbchen wurden bezogen, vier Namen endlich mit Liebe ausgesprochen, statt nur mit einer Nummer auf einer Liste verglichen zu werden. Für Julinda leider nicht.


Sie ist noch da, genau wie ihr Bruder Jacoby, in einem anderen Zwinger desselben Lagers. Vielleicht hören sie sich noch, wenn einer bellt oder in der Nacht winselt. Aber ein Laut durch eine Wand ist kein Trost; nur die Gewissheit, dass der andere noch da ist. Irgendwo, unerreichbar nah.




Fünf Jahre sind eine unfassbar lange Zeit für ein Hundeherz. Julinda hätte längst erfahren sollen, wie Regen riecht, wie sich eine Wiese unter den Pfoten anfühlt und wie ihr Name klingt, wenn ihn jemand ruft, weil er sie meint. Stattdessen kennt sie eine kahle Wand, einen schmuddeligen Napf und einen immer gleichen, eintönigenTagesablauf. Jahre sind vergangen, ohne dass ihr eigentliches Leben beginnen durfte.




Und trotzdem ist Julinda nicht hart geworden. Die Tierschützer, die sie zuletzt besucht haben, beschreiben sie als schüchtern, aber neugierig. Die Leine kennt sie nicht, und das macht ihr ein wenig Angst. Auch das ist verständlich – wie sollte sie etwas nicht fürchten, das sie noch nie erlebt hat?




Julinda lässt sich streicheln, sucht die Nähe zu Menschen noch nicht von sich aus, aber sie flieht auch nicht, wenn die Tierschützer da sind. Es scheint so, als würde sie spüren: Da ist etwas Gutes. Ich muss nur noch den Mut finden, den ersten Schritt zu tun.




Man sollte meinen, fünf Jahre des Wartens hätten unauslöschliche Spuren hinterlassen. Julinda braucht jemanden, der ihr Zeit gibt, ohne eine Uhr mitlaufen zu lassen. Der es aushält, wenn sie sich am ersten Abend noch nicht ins neue Zuhause traut und der ihre Zurückhaltung nicht mit Ablehnung verwechselt, sondernals das sieht, was sie ist: Vorsicht, die aus fünf Jahren ohne Wahlmöglichkeit erwachsen ist.




Jetzt könnte alles das anfangen, was ihr bisher verwehrt wurde. Nicht rückwirkend als Wiedergutmachung, sondern als das, was von nun an gilt.




Julindas Vermittlerin freut sich auf Ihren Anruf – bevor ein sechstes Jahr beginnt.




Daniela Koenemann

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MIAH - DREI JAHRE BEWERBUNG, JETZT WIRD ES ZEIT



Miah


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 08/2021

Schulterhöhe: 55 cm


August 2026 Hallo, Sie da draußen – ja, genau Sie!


Erinnern Sie sich noch an mich? Ich bin Miah. Vor fast drei Jahren habe ich mich schon einmal bei Ihnen beworben. Und danach noch einmal. Leider haben Sie sich bis heute nicht bei mir gemeldet. Kein Anruf, kein Brief, kein "Komm, Miah, wir holen dich!"

 

Nun könnte ich beleidigt sein. Bin ich aber nicht. Ich dachte mir einfach: Na gut, dann versuche ich es eben noch einmal. Irgendwann muss es doch klappen!




Ich bin inzwischen fünf Jahre alt und immer noch hier im Hundelager. Dabei bin ich eigentlich viel zu temperamentvoll für so ein Dasein und habe große Lust, endlich die Welt zu entdecken. Mit meinen Artgenossen komme ich gut aus, auch wenn ich manchmal ein bisschen stürmisch bin. Aber nach so vielen Jahren im engen Zwinger darf man doch wohl ein wenig übers Ziel hinausschießen, oder?




Menschen finde ich jedenfalls ganz wunderbar. Ich bin offen und freundlich, suche ihre Nähe und liebe Aufmerksamkeit. Streicheleinheiten? Immer her damit! Wenn sich eine Hand findet, die mich krault, bin ich sofort dabei. Ich glaube nämlich, dass ein Hund gar nicht genug davon bekommen kann, wenn endlich jemand Zeit für ihn hat.


Und dann wären da noch meine langen Beine, meine Schnüffelnase und meine ganze angesammelte Energie. Ich möchte laufen, entdecken, spielen und lernen. Ich möchte nicht länger nur darauf warten, dass der Tag irgendwie vergeht, sondern endlich dazugehören.




An der Leine gehe ich inzwischen schon - nun ja ... daran lässt sich noch arbeiten. Ich bin eben neugierig und voller Begeisterung und manchmal gibt es draußen von allem einfach ein bisschen zu viel auf einmal. Aber das lässt sich lernen. Mit Menschen, die Geduld haben, mir Sicherheit geben und ein bisschen Humor mitbringen, werde ich bestimmt noch eine richtig gute Spaziergängerin.




Was ich mir wünsche, ist eigentlich gar nicht so schwer zu erfüllen: ein Zuhause, meine Menschen, ein gemütliches Körbchen zum Einmummeln und möglichst viel von dem, was ich bisher so vermisst habe: Nähe. Zuwendung. Gemeinsame Spaziergänge. Ein bisschen Unsinn. Und die Gewissheit, dass ich bleiben darf.




Ein netter Hundekumpel dürfte übrigens gern schon da sein. Ich bin ja an das Zusammenleben mit Rüden und Hündinnen gewöhnt und könnte mir von von einem ruhigen und selbstsicheren vierbeinigen Freund sogar noch allerhand abschauen.




Drei Jahre sind eine lange Zeit. Sehr lange für jeden von uns und viel zu lange für ein quirliges Hundemädchen wie mich. Aber ich habe meine Lebensfreude und meine Hoffnung nicht verloren.


Vielleicht ist meine Bewerbung bisher einfach noch nicht bei den richtigen Menschen angekommen. Vielleicht sitzen Sie gerade da und denken: "Miah? Die könnte gut zu uns passen."




Wenn das so ist, dann lassen Sie uns einander doch endlich kennenlernen. Ich bin bereit. Ich warte hier – mit offenen Pfoten und einem Herzen voller Zuversicht. Und ich würde nur zu gern hören: "Komm, Miah. Jetzt bist du daheim."


Ihre Miah





Ina Schoenfuss

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Nickname 29.08.2026, 18.52 | (0/0) Kommentare | PL

MILDE - AUF DER SUCHE NACH DEN FARBEN DES LEBENS



Milde


Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 04/2023

Schulterhöhe: 58 cm


November 2023 Es war einmal ein kleiner Hund, der wünschte sich seine bunte Welt zurück. Denn die Welt hatte ihre Farben verloren und ein trauriges Grau lag wie ein Schleier über allem. Alles schien matt und trist. Es war, als hielte die Welt den Atem an. Ungefähr so könnte Mildes trauriges Märchen beginnen …




Seit Monaten sitzen die Geschwister Milde, Manabu, Manniel, Marius und Michelia in einem grauen Zwinger aus Beton fest. Es ist laut, im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt und vor allem: langweilig.


Dabei hat auch ein Hundekind eine Kindheit verdient. Eine entspannte Umgebung, frische Luft, Sonnenlicht und Bewegung in der Natur, gutes Futter, liebevolle Zuwendung und die Möglichkeit, einfach unbeschwert zu sein. Nichts davon findet sich in Mildes bisherigem Leben wieder. Eine farblose Kindheit – ein trauriger Gedanke, nicht wahr?




Sind Ihre Buntstifte schon gespitzt? Wenn Sie die Farben zurück in Mildes Welt zaubern möchten, brauchen Sie vielleicht gar keinen Zauberstab. Greifen Sie einfach zum Telefonhörer und rufen Sie Mildes Vermittlerin an. Denn manchmal kann es gar nicht bunt genug sein, finden Sie nicht?


P.S. Unsere Tierschützer beschreiben Milde als gesellig, anhänglich und menschenbezogen. Anfang November misst sie 58 cm.




August 2026 Wenn Mildes trauriges Märchen weitererzählt wird, beginnt es noch immer in diesem grauen Zwinger. Nur hat die kleine Hündin inzwischen gelernt, sich zu verstecken. Hinter Betonwänden und Gitterstäben ist ihre Welt eng geworden. Eine Welt ohne Blau des Himmels, ohne Grün des Grases und ohne das warme Gold eines Sonnenstrahls.




Milde kennt die Farben eines unbeschwerten Hundelebens nicht. Oder sie hat sie längst vergessen. Das warme Orange des Spiels, das zarte Rosé von Zuwendung, die weichen Farben von Geborgenheit – all das fehlt ihr. Stattdessen bestimmen Angst, Rückzug und Warten ihre Tage.


Es ist nicht leicht, Milde aus ihrem Zwinger zu holen. Wenn sie könnte, würde sie vermutlich fliehen. Weit weg, dorthin, wo niemand sie sieht und niemand etwas von ihr möchte. Und doch gibt es erste kleine Schritte zurück ins Leben.




Milde läuft an der Leine. Noch unsicher und mit etwas steifen Bewegungen, aber sie läuft. Die Hände unserer Tierschützer geben ihr Halt. Eine ruhige Stimme, eine vorsichtige Berührung, ein Flüstern, das sagt: „Du bist sicher. Und manchmal scheint sie für einen kurzen Augenblick zu glauben, dass es tatsächlich so sein könnte.


Mit Geduld und Ruhe gelingt es unseren Helfern, Milde ein kleines Stück aus ihrem Rückzug herauszulocken. Sie geht mit, noch wackelig, aber tapfer. Und vielleicht ist genau das der erste Pinselstrich in einer Welt, die wieder Farbe bekommen soll.




In ihrem Zwinger lebt Milde mit anderen Hündinnen und Rüden zusammen. Es gibt keine Feindseligkeit, sondern eine stille Gemeinschaft unter Leidensgenossen. Sie verstehen sich ohne Worte. Ihre Geschichten ähneln sich – und vielleicht auch ihre Träume.


Vielleicht träumt Milde nachts von einem Garten. Von Gras unter ihren Pfoten. Vom Wind, der durch Bäume rauscht. Von einer Hand, die nicht zieht, sondern begleitet. Von einem Menschen, bei dem sie sich nicht verstecken muss. Und von Farben, die nicht nur in Märchen vorkommen.




Wenn Ihre Buntstifte also noch bereitliegen, ist es noch nicht zu spät. Der Zauberstab liegt diesmal vielleicht nicht bei einer Fee, sondern in Ihren Händen. Oder ganz einfach im Telefonhörer, den Sie jetzt abnehmen, um Mildes Vermittlerin anzurufen.




Denn was wäre die Welt ohne Farben? Und was wäre ein Märchen ohne Happy End?

 



Margot Wolfinger

ist Ihr persönlicher Ansprechpartner

 

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Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu


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Nickname 26.08.2026, 20.02 | (0/0) Kommentare | PL

THIRELIA - KLEIN, DOCH KEIN NIPPES AUF VIER PFOTEN!


Thirelia


Rasse: Pomeranian Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 06/2018

Schulterhöhe: 37 cm


Ein Blick in Thirelias Gesicht und man könnte glauben, ihr Leben sei bisher ein schönes gewesen. Man sieht eine kleine, niedliche Hündin mit üppigem Fell und handlicher Größe. Eine, die man auf den Arm nehmen kann und die sich wunderbar präsentieren lässt.



Aber vielleicht sollte man bei Thirelia genauer hinschauen. Denn hinter dem hübschen Gesicht liegt ein Leben, von dem wir nur vermuten können, wie wenig es mit dem zu tun hatte, was ein Hund eigentlich braucht. Vielleicht war sie einmal genau das, was sich jemand gewünscht hatte: klein, goldig, dekorativ. Ob sie regelmäßig spazieren gehen durfte, ob jemand mit ihr die Welt entdeckt hat oder ob sich jemand wirklich um ihre Gesundheit kümmerte? Wir wissen es nicht.


Was wir wissen: Thirelia ist jetzt acht Jahre alt und seit Juni 2026 im Hundelager.


Zudem bringt sie einiges mit, was man nicht einfach beiseiteschieben kann. Thirelia ist übergewichtig, sie hat Husten, Linsentrübungen und wurde positiv auf Leishmaniose getestet. Ob all das Folgen eines Lebens sind, in dem ihre Bedürfnisse zu lange keine Rolle gespielt haben, können wir nicht sagen. Aber man fragt sich unweigerlich, wie viel früher sich jemand hätte kümmern müssen.




Und trotzdem ist da diese kleine Hündin. Thirelia ist gesellig, selbstbewusst und sucht die Nähe der Menschen. Sie möchte Anschluss, möchte dabei sein und lässt sich nicht davon beeindrucken, dass ihr Leben inzwischen hinter Gitterstäben stattfindet. Sie läuft gut an der Leine, lebt problemlos mit anderen Hunden zusammen und verträgt sich sogar mit Katzen.


Die Tierschützer beschreiben sie als eine rüstige, alte Dame – und irgendwie gefällt uns das. Denn darin steckt etwas, das bei Thirelia so wichtig ist: Sie hat noch nicht aufgegeben.



Man sieht es noch, dieses kleine Fünkchen Lebensfreude, das sie sich bewahrt hat. Jetzt braucht sie jemanden, der daraus wieder ein Feuerchen werden lässt.


Thirelia braucht Menschen, die nicht einfach nur ein möglichst putziges Hündchen suchen, sondern unter dem flauschigen Fell ihre Persönlichkeit entdecken und auch bereit sind, sich um ihre gesundheitlichen Probleme zu kümmern.



Thirelia ist eine kleine, achtjährige Hündin, die wahrscheinlich viel zu lange einfach nur das sein musste, was man von ihr erwartete.Jetzt soll sie noch einmal erfahren, wie sich ein richtiges Hundeleben in einem echten Zuhause bei (einem) liebevollen, fürsorglichen Menschen anfühlt.


Vielleicht ist es noch nicht zu spät, aus ihrem kleinen Fünkchen wieder ein helles Licht zu machen, das ihr zu verstehen gibt: Du musst nichts mehr sein, was jemand von dir verlangt. Du darfst einfach Thirelia sein. Mit deinen kleinen Eigenheiten, deinen gesundheitlichen Baustellen und deinem süßen Gesicht; eben mit allem, was dich ausmacht und zu der Hündin macht, die du bist.



Wenn Sie unserer kleinen Dame zeigen möchten, dass ein Hundeleben mehr sein kann, als reizend auszusehen und Erwartungen zu erfüllen,dann freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht an Thirelias Vermittlerin.



Sabine Wojtok

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 


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Sabine.Wojtok@pro-canalba.eu


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ÜBER MICH:Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.
Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.





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